Starten Sie das Jahr richtig: Die besten Aktien für Ihr 2025 Portfolio

Ein neues Jahr ist der perfekte Zeitpunkt, um Ihre Anlagestrategie aufzufrischen und Aktien hinzuzufügen, die nicht nur 2025, sondern auch langfristig Ihr Portfolio wachsen lassen können. Besonders im Gesundheitssektor finden Sie großartige Möglichkeiten, die Wachstum und Stabilität vereinen. Egal, ob Sie sich für innovative Biotech-Unternehmen, etablierte Pharmariesen oder Hersteller von medizinischen Geräten interessieren – hier gibt es zahlreiche spannende Optionen.

Wenn Sie qualitativ hochwertige Unternehmen auswählen und Ihr Portfolio klug zwischen Wachstum und Sicherheit diversifizieren, können Sie in nahezu jeder Marktsituation profitieren. Langfristig – denken Sie dabei an mindestens fünf Jahre – könnte das eine solide Rendite bringen. Werfen wir also einen Blick auf die fünf besten Aktien, die Sie Anfang 2025 kaufen sollten.

Platz 5: CRISPR Therapeutics – Innovation zu einem attraktiven Preis
CRISPR Therapeutics (CRSP) hatte ein schwieriges Jahr, und die Aktie ist um mehr als 30 Prozent gefallen. Doch genau das könnte eine großartige Gelegenheit für Anleger sein. Das Unternehmen hat kürzlich sein erstes Produkt auf den Markt gebracht: Casgevy, ein Genbearbeitungsmedikament zur Behandlung von Blutkrankheiten.

Obwohl viele frühe Investoren nach dem Markterfolg Gewinne mitgenommen haben, bleibt das Potenzial enorm. Casgevy wird bald Umsätze generieren, und die vielversprechende Pipeline mit weiteren Kandidaten auf Basis derselben Genbearbeitungstechnologie bietet weiteres Wachstumspotenzial.

Ein Investment in CRISPR könnte sich jetzt, während der Kurs niedrig ist, langfristig auszahlen, da das Unternehmen in die nächste Wachstumsphase eintritt.

Platz 4: Intuitive Surgical – Marktführer in der robotergestützten Chirurgie
Intuitive Surgical (ISRG) ist der unangefochtene Marktführer im Bereich robotergestützte Chirurgie. Das Hauptprodukt, der Da-Vinci-Roboter, hat dem Unternehmen Milliardenumsätze beschert – und das Wachstum hat gerade erst begonnen.

Ein großer Vorteil von Intuitive Surgical ist sein Wettbewerbsvorteil: Die meisten Chirurgen werden auf dem Da-Vinci-System geschult, und Krankenhäuser bleiben meist bei dieser Plattform, um ihre Investitionen optimal zu nutzen.

Zudem generiert Intuitive einen Großteil seiner Einnahmen durch Zubehör und Instrumente, die für jeden Eingriff benötigt werden. Diese wiederkehrenden Umsätze machen das Unternehmen zu einer soliden Investition mit Wachstums- und Sicherheitsfaktor

Platz 3: Abbott Laboratories – Stabilität und Dividendenkraft
Abbott Laboratories (ABT) überzeugt durch seine Diversifikation in vier Geschäftsbereiche: Medizintechnik, Diagnostik, Ernährung und etablierte Pharmazeutika. Diese breite Aufstellung bietet Sicherheit, da Schwächen in einem Bereich oft durch Stärken in einem anderen ausgeglichen werden können.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Rückgang bei Corona-Tests, der den Bereich Diagnostik belastet hat, während gleichzeitig die Umsätze im Bereich Medizintechnik stark gestiegen sind.

Abbott ist auch für seine Dividenden bekannt: Als sogenannter „Dividend King“ hat das Unternehmen seine Ausschüttungen seit über 50 Jahren jedes Jahr erhöht. Mit einem freien Cashflow von sechs Milliarden US-Dollar hat Abbott die finanzielle Stärke, diesen Kurs fortzusetzen.

Dieses Gesamtpaket aus Stabilität, Wachstumschancen und verlässlichem passivem Einkommen macht Abbott zu einer hervorragenden Wahl für Anleger.

Platz 2: Eli Lilly – Profiteur des Gewichtsverlust-Booms
Eli Lilly (LLY) bietet eine breite Palette an Medikamenten an, doch in den letzten Jahren haben vor allem die Arzneimittel zur Gewichtsreduktion für enormes Wachstum gesorgt. Besonders hervorzuheben ist das Medikament Tirzepatid, das unter den Markennamen Zepbound (für Gewichtsverlust) und Mounjaro (für Typ-2-Diabetes) verkauft wird. Beide Produkte haben Blockbuster-Umsätze erzielt.

Lilly hat in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten investiert, um die hohe Nachfrage zu bedienen – und das dürfte in den kommenden Jahren zu weiteren Umsatzsteigerungen führen. Analysten gehen davon aus, dass der Markt für Adipositas-Medikamente bis zum Ende des Jahrzehnts über 100 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.

Ein Investment in Lilly bedeutet daher nicht nur Sicherheit durch das breite Produktportfolio, sondern auch die Chance, vom Wachstumsboom im Bereich Gewichtsverlust zu profitieren.

Platz 1: Pfizer – Ein Schnäppchen für Value-Investoren
Pfizer (PFE) war in den letzten Jahren vor allem wegen seiner Corona-Impfstoffe und -Medikamente sowie seiner Blockbuster-Arzneimittel im Fokus. Während die Nachfrage nach COVID-Produkten inzwischen zurückgeht und einige ältere Medikamente ihren Patentschutz verlieren, steht Pfizer vor einem völlig neuen Wachstumskapitel.

Das Unternehmen hat kürzlich eine Rekordzahl neuer Produkte auf den Markt gebracht und setzt stark auf sein Onkologie-Geschäft. Pfizer plant, bis 2030 mindestens acht Onkologie-Blockbuster zu entwickeln, die Milliardeneinnahmen generieren könnten.

Das Beste daran? Die Aktie wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von weniger als 9 gehandelt, was sie zu einer echten Gelegenheit für Value-Investoren macht.

Fazit:
Bevor Sie sich für Pfizer oder eine der anderen Aktien entscheiden, sollten Sie wissen, dass das Analystenteam von Motley Fool kürzlich zehn Aktien identifiziert hat, die sie für noch vielversprechender halten. Ein Beispiel aus der Vergangenheit: Wer 2005 auf Nvidia gesetzt hat, hätte aus einer Investition von 1.000 Dollar inzwischen über 874.000 Dollar gemacht.

Das zeigt: Es gibt immer Chancen, die einen Blick wert sind. Die fünf vorgestellten Aktien bieten jedoch eine großartige Mischung aus Sicherheit, Innovation und Wachstumspotenzial – ideale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Anlagejahr 2025.

Dank Echtzeitkursen noch besser in Aktien investieren

Dank Echtzeitkursen noch besser in Aktien investieren
Wer sein Geld mit besten Gewinnchancen anlegen möchte weiß, wie sehr es auf den richtigen Zeitpunkt von An- und Verkauf der Wertpapiere geht. Ganz egal, ob es sich um Aktien, Fonds, Devisen oder Rohstoffe handelt, in unseren nicht nur wirtschaftlich schnelllebigen Zeiten gilt ganz besonders, dass Zeit pures Geld wert ist. Das haben auch Onlinebroker wie Benchmark erkannt, die ihren Kunden ein breites Portfolio an Anlagemöglichkeiten offerieren, die mit nur wenigen Klicks in Echtzeit gehandelt werden können.

Der große Vorteil der Onlineanbieter gegenüber herkömmlichen Banken ist, dass die Trades im Internet von jedem Ort aus und zu jedem beliebigen Zeitpunkt getätigt werden können. Das ist besonders wichtig für aktive Investoren, die ihr Anlageportfolio selbst managen und sich täglich um dessen Optimierung kümmern. Zwar lohnen insbesondere bei den Aktienschwergewichten und Aktienfonds langfristige Investments, sodass in diesem Bereich nur wenig Bedarf an täglicher Aktivität besteht. Doch wer darüber hinaus spekulativere Aktien hält, in sich entwickelnde Märkte, Devisen oder Rohstoffe investiert, sollte kontinuierlich die Entwicklung seiner Positionen verfolgen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Mit einem Konto bei der Benchmark-Plattform ist dies derzeit möglich, sodass auch im Falle einer spontanen Neuigkeit mit Relevanz für die eigenen Anlagen schnell reagiert werden kann.

Eine kurze Reaktionszeit ist heutzutage von unermesslichem Wert, wenn Politiker wie der US-Präsident ganze Branchen und Volkswirtschaften mit einem einzigen abgesetzten Tweet in Unruhe versetzen können. Auch wenn plötzlich die Gewinnwarnung eines Unternehmens eintrifft, ist mitunter schnelles Handeln gefragt. Um die Kurse dafür jederzeit im Auge behalten zu können, bietet Benchmark Echtzeitkurse auf seiner Seite an, anhand derer sich jeder Investor umfassend informieren kann. Der Service geht dabei über die Darstellung aktueller Entwicklungen bei den Aktienwerten weit hinaus. Daneben gewähren die Charts neueste Informationen zu Währungen, Rohstoffen der Indizes. Auch ETFs werden in Echtzeit abgebildet und sogar zu den immer wichtiger werdenden Kryptowährungen bietet Benchmark sekundengenaue Daten. Besonders Letzteres dürfte immer mehr Anleger interessieren, denn den auf der Blockchain-Technologie basierenden Krytomodellen kommt im sich rasant ausbreitenden Internet of Things entscheidende Bedeutung hinzu, die weit über die Zahlungsfunktion einer Bitcoin-Software hinausgeht.

Doch jetzt schon macht es die allgegenwärtige Informationsflut Anlegern schwer, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Deshalb ist es von umso größerer Bedeutung, über Kernentwicklungen, die die eigene Anlagestrategie betreffen, bestens informiert zu sein. Anbieter wie Benchmark offerieren auf ihren Seiten dazu umfangreiche Übersichten, auf denen genau vermerkt ist, wann welche Marktdaten veröffentlicht werden. Mit einem solchen Kalender weiß der Investor stets, wann er neue Daten erhält, auf deren Entwicklung er gegebenenfalls mit Kauf oder Verkauf reagieren muss.

Allerdings sind einer schnellen Reaktion auf spontane Ereignisse angesichts des immer verbreiteteren elektronischen Handels Grenzen gesetzt. Wenn Computerhändler innerhalb von Zehntelsekunden nach einer börsenrelevanten Nachricht massenhaft Aktien kaufen oder abstoßen, kann selbst der schnellste Investor manuell nicht mithalten. Jedoch geht es bei den Echtzeitkursen um mehr, denn viel öfter kommt es vor, dass sich Anleger in einem ruhigen Börsenumfeld für den Kauf bestimmter Optionen entscheiden. Und hier leisten die aktuellen Daten in Verbindung mit den Charts der bisherigen Kursverläufe unschätzbare Hilfe. Anleger können sich deshalb über die Vielfalt bei Benchmarks Onlineangebot freuen, die ihnen zu so gut wie jedem Wert einen umfassenden Überblick gibt.

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Wie kaufe ich Aktien – die Regionalbörsen

Deutsche Regionalbörsen gibt es in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart. Die Börsen in Berlin und Bremen kooperieren seit 2003 und firmieren seitdem unter dem Namen „Börse Berlin-Bremen“. Die Börse in Berlin zeichnet sich durch ihren hohen Anteil an ausländischen Aktien aus, wobei die US-Werte im Vordergrund stehen. Da viele amerikanische Aktien auch in Deutschland populär sind, ist es möglich, nahezu jede wichtige amerikanische Aktie in Berlin zu kaufen. Anleger, die sich für US-Aktien interessieren, sollten daher ihr Augenmerk auf die Börse in Berlin richten, die diese amerikanische Aktien zu denselben Konditionen anbietet wie deutsche Aktien. Beachten Sie aber: Die Börsenumsätze der US-Werte sind grundsätzlich niedriger als an den Börsen in den USA; bei Standardwerten wie IBM oder Microsoft wird dies wenig problematisch sein. Bei wenig bekannten Aktien sollten Sie aber die Umsätze genau überprüfen. Häufig ist der Kurs infolge des niedrigen Handelsvolumens geringfügig höher als in den USA; dies können Sie allerdings erst feststellen, wenn Sie die Notierungen vergleichen und den Devisenkurs umrechnen. Denn in Berlin werden US-Aktien wie an allen anderen Börsenplätzen der Eurozone in Euro angegeben; das Unternehmen selbst aber agiert im Dollarraum. Vergleichen Sie daher sorgfältig die Aktienkurse an der jeweiligen amerikanischen Börse, rechnen Sie den Kurs in Euro um und ziehen Sie die Notierung an der Berliner Börse zum Vergleich heran. Wenn Sie häufiger mit amerikanischen Aktien handeln, sollten Sie Direktbanken bevorzugen, denn diese ermöglichen den direkten Kauf und Verkauf von amerikanischen Aktien an einer US-Börse zu Konditionen, die häufig noch günstiger sind als beim Handel in Deutschland. Die Berliner Börse bietet zudem eine Vielzahl osteuropäischer Aktien, die in den letzten Jahren besonders boomten.

Ein weiterer Pluspunkt der Berliner Börse besteht darin, dass die Anleger über das Internet die Orderbücher der einzelnen Börsenmakler einsehen können und so wissen, welches Angebot und welche Nachfrage zu einer Aktie zustande kommt. Darüber hinaus bietet die Berliner Börse den Handel mit Investmentfonds an. Diese börsengehandelten Fonds werden als Exchange Traded Funds (ETF) bezeichnet und haben für Anleger den Vorteil, dass der Ausgabeaufschlag, der bei Aktienfonds zwischen 5 und 6 Prozent liegt, entfällt. Sie sollten allerdings bedenken, dass beim Kauf und Verkauf dieser Investmentfonds die üblichen Gebühren (wie Bankprovision, Maklercourtage) und ein Spread (also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs) anfallen. Wenn die Provision sich bei teuren Banken auf ein Prozent je Kauf und Verkauf beläuft, liegen die Kosten bei etwas mehr als zwei Prozent. So sparen Sie immerhin nahezu 3 Prozent an Kosten gegenüber dem Ausgabeaufschlag. Leider werden bislang nicht alle gängigen Aktienfonds als Exchange Traded Funds an der Börse gehandelt. Das Angebot beschränkt sich auf die wichtigsten und bekanntesten Publikumsfonds. Falls Sie dennoch den Ausgabeaufschlag von 5 oder 6 Prozent reduzieren möchten, sollten Sie sich bei einer Direktbank erkundigen; dort gibt es für viele Investmentfonds einen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag von 50 Prozent; manche Fonds werden sogar fast ohne Ausgabeaufschlag verkauft.

Die Börse in Düsseldorf, die sich auch Rheinisch-Westfälische Börse nennt, betont ihre fairen Preise und wirbt mit einer schnellen Ausführung. Darüber hinaus unterhält die Börse eine zusätzliche Handelsplattform namens Quotrix, die es gestattet, auch außerhalb der regulären Börsenzeiten Kauf- und Verkaufsorders zu platzieren. Die Börsen in Hamburg und in Hannover kooperieren seit dem Jahr 1999. In Hannover hat man sich auf Anleihen spezialisiert, während in der Hansestadt Hamburg vor allem junge dynamische Unternehmen favorisiert werden. Die Börse in Hamburg gibt eine Garantie, dass die Kosten auch unter Berücksichtigung der Maklercourtage günstiger als bei einem XETRA-Auftrag liegen. Die Aktienkurse werden in Echtzeit veröffentlicht. Ähnlich wie bei der Börse Berlin-Bremen können auch in Hannover und Hamburg Exchange Traded Funds gekauft werden.
Die Börse in München wirbt mit einer Preisgarantie um die Gunst der Anleger. Für mehr als 5000 Wertpapiere wird der günstigste Kurs garantiert, Zudem gibt es keine Teilausführungen bei Orders mit geringem Umfang.

Die Stuttgarter Börse gilt als die beste Börse für Privatanleger, denn die Baden-Württembergische Börse bietet eine Best-Price- Garantie, der zufolge die Anleger stets den günstigsten Kurs im Vergleich zu einem Markt mit den größten Börsen Umsätzen erhalten. Teilausführungen sind für deutsche und ausländische Aktien bis zu einem Orderwert von 50.000 Euro generell ausgeschlossen. Die wichtigsten Aktien aus dem Euro-Stoxx-50, der die 50 bedeutendsten Aktien der Eurozone zusammen fasst, und die wichtigsten Aktien aus dem NASDAQ-100 und dem Dow-Jones-Index, den 30 bedeutendsten US-Werten, werden zum selben Kurs angeboten wie an der Heimatbörse in den USA. Alle Aktienkurse sind über das Internet in Echtzeit – also ohne Zeitverzögerung – verfügbar. Darüber hinaus bat die Stuttgarter Börse zusätzlich einen eigenen Handelsplatz für Optionsscheine und Zertifikate, der EUWAX genannt wird. Die EUWAX kann im Derivatehandel problemlos mit der Frankfurter Wertpapierbörse konkurrieren.

Falls Sie als Anleger nun nicht wissen, welchen Börsenplatz Sie wählen sollen, befolgen Sie folgende Regel: Bevorzugen Sie den Handelsplatz, der die besten Aktienkurse bietet und zugleich eine annehmbare Liquidität aufweist. Akzeptabel ist das Handelsvolumen, wenn es Ihre eigene Ordergröße um ein Vielfaches überschreitet. Wenn Sie beispielsweise 100 Aktien kaufen wollen, sollte der Börsen Umsatz schon bei mehreren Tausend liegen. Je geringer der Umsatz ist, desto sorgfältiger müssen Sie ein Limit setzen. In solch einem Fall sollten Sie auch Regionalbörsen nehmen, die Ihnen garantieren, dass keine Teilausführung vorgenommen wird. Solche Börsen sind zudem sinnvoll, wenn Ihnen garantiert wird, dass der Aktienkurs billiger ist als im XETRA-System.

Bei ausländischen Aktien kommen die Börsen Berlin-Bremen und München in Frage. Bei US-Aktien sollten Sie wegen der höheren Umsätze über eine Direktbank kostengünstig in den USA kaufen oder die Stuttgarter Börse wählen, da Ihnen zugesichert wird, dass der Aktienkurs nicht höher liegt als in den USA. Bei
den Nebenwerten haben Sie in der Regel keine Auswahlmöglichkeit, da diese Aktien anders als die großen Standardwerte aus Kastengründen nur an einer einzigen Börse notieren. Dasselbe gilt für ausländische Aktien aus exotischeren Ländern. Da die Kosten für einen Kauf an der Auslandsbörse meistens sehr hoch sind, müssen Sie diese – falls Sie überhaupt an einer deutschen Börse gehandelt werden – an diesem Handelsplatz ordern. Hier gilt es, besondere Vorsicht walten zu lassen. Denken Sie daran, dass bei einem niedrigen Handelsvolumen schon bei geringfügigen Orders drastische Kursturbulenzen ausgelöst werden können; der Kurs der ausländischen Aktien in Deutschland kann dann erheblich von dem an der Ursprungsbörse abweichen, auch wenn er sich aufgrund der internationalen Arbitrage allmählich wieder auf ein vergleichbares Niveau einpendelt. Sie brauchen auf jeden Fall ein sorgfältiges und marktgerechtes Limit, um nicht übervorteilt zu werden. Unterschätzen Sie nie die möglichen Kursschläge, die schon geringste Ordergrößen bewirken können.

Wie kaufe ich Aktien und von wo

Sobald Sie bei Ihrer Bank ein Wertpapierdepot eröffnet haben, können Sie Aktien kaufen. Die meisten Anleger werden sich hierzu an ihre Hausbank wenden, die Ihnen ein Wertpapierdepot einrichtet, in dem die Aktien verwaltet und verwahrt werden. Die Gebühren und Kosten liegen bei Direktbanken meist ein Drittel unter dem der herkömmlichen Banken. Sie können den Auftrag bei einer herkömmlichen Bank schriftlich, per Fax, telefonisch oder online einreichen. Bei Direktbanken werden Orders fast ausschließlich nur via Internet oder telefonisch entgegengenommen. Darüber hinaus ist die Orderübermittlung per SMS im Kommen.
Bei Direktbanken liegen die Gebühren für den Kauf und Verkauf von Aktien häufig bei 0,5 Prozent der Summe, während traditionelle Großbanken, Volks – und Raiffeisenbanken und Sparkassen häufig eine Provision von einem Prozent berechnen. Auch die Depotgebühren sind meist günstiger. Der Nachteil der Direktbanken besteht darin, dass Sie keine ausführliche oder gar keine Beratung erhalten. Wenn Sie erstmals Wertpapiere oder Aktien kaufen, sollten Sie sich besser an Ihre Hausbank wenden, denn diese kann Sie besser beraten und Ihnen die ersten Schritte beim Wertpapierkauf erleichtern.

Bei einer Direktbank sollten Sie bereits mit Wertpapieren vertraut sein und über Grundkenntnisse verfügen, denn es wird oft erwartet, dass Sie bereits wissen, welche Aktie oder welches Wertpapier Sie kaufen möchten. Zwar hat man in den letzten Jahren bei den Direktbanken die Beratung ausgebaut, um den Kunden entgegenzukommen, doch um Kosten zu sparen, ist es den Direktbanken nicht möglich, eine so umfassende Beratung wie bei einer traditionellen Bank zu bieten. Als Anleger sollten Sie jedoch auch die Beratung in einem kritischen Licht sehen, denn nicht selten sind Ratschläge, die eine Bank erteilt, interessengeleitet. Sie sollten wissen, dass viele Banken ihren Kundenberater eine Provision zahlen; die Höhe dieser Provision kann sehr unterschiedlich ausfallen und hängt entscheidend von der Anlageform ab. Die höchste Provision wurde in der Vergangenheit für die Vermittlung einer kapitalbildenden Lebensversicherung bezahlt – sie kann sich auf mehrere tausend Euro belaufen. Seitdem jedoch Lebensversicherungen steuerlich kaum noch begünstigt sind, versucht die Branche, vor allem private Rentenversicherungen zu verkaufen, die aber kaum rentabler sind als die klassischen Lebensversicherungen. Die zweithöchste Provision erhalten Kundenberater für den Vertrieb von Investmentfonds, bei dem sie einen Teil des Ausgabeaufschlags als Vergütung bekommen. Bei bankeigenen Investmentfonds und bei solchen, mit denen eine Kooperation besteht, erhält der Berater eine deutlich höhere Provision. So sollten Sie die Beratungskompetenz des Bankangestellten sehr schnell in Frage stellen, wenn er Ihnen trotz Ihres Wunsches, Aktien zu kaufen, erst einmal eine Broschüre für eine Lebens- oder Rentenversicherung vorlegt. Auch fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherungen bringen beachtliche Provisionen mit sich. Sollte der Kundenberater vor allem die Aktienfonds einer bestimmten Investmentgesellschaft empfehlen, so wissen Sie, dass sie vermutlich zur Bank gehört.

Bei Aktien- Empfehlungen besteht häufig die Gefahr, dass vor allem solche Papiere bevorzugt werden, die von den hauseigenen Analysten beobachtet werden. In der Regel sind dies die Standardwerte des DAX. Daher wird man Ihnen in den seltensten Fällen eine Aktie eines Klein- oder mittel ständischen Unternehmens empfehlen. Darüber hinaus haben Untersuchungen von Experten gezeigt, dass auch Banken bei der Einschätzung von Börsentendenzen danebenliegen und sie nur durchschnittliche Ergebnisse erzielen. Sie sollten daher die viel gepriesene Beratung mit einer gewissen nüchternen Skepsis betrachten. Bei jedem Wertpapierkauf sollten letztlich Sie selbst nach sorgfältiger und gewissenhafter Analyse entscheiden und die Verantwortung für Ihr Depot übernehmen. Es gibt zu denken, dass die vermeintlich mit hoch qualifizierten Analysten besetzten Investmentfonds in 90 Prozent der Fälle noch nicht einmal den Marktdurchschnitt übertreffen. Dabei verfügen diese Fondsmanager über Informationen aus erster Hand und können im Zweifelsfall sogar den Vorstandsvorsitzenden persönlich befragen. Wenn angesichts solcher Möglichkeiten und der besten Analyseinstrumente die meisten Investmentfonds ein schlechteres Ergebnis vorweisen als der Index, ist es eigentlich besser, gleich eine Indexstrategie zu wählen. Viele Pensionsfonds in den USA investieren längst in solche Indexanlagen. Wenn es nämlich so einfach wäre, mit Wertpapieren riesige Summen zu verdienen, wären die Börsenabteilungen der Banken längst verwaist und die Kundenberater würden auf ihrer eigenen Yacht durch die Karibik schippern.
Sehen Sie also bitte die Beratung als das, was sie ist: Anleger, die erstmals Wertpapiere kaufen, kann die Hausbank sicher besser unterstützen als eine
Direktbank; Ihre Hausbank wird sich mehr Zeit nehmen, wenn Sie Fragen zum Ablauf, zu Limits oder zu den Details einer Order haben. Aber Sie sollten dennoch jede Empfehlung zu Wertpapieren kritisch hinterfragen und sich selbst ein Urteil bilden.

Für die Verwaltung des Depots werden Gebühren berechnet. Für ein Depot in einer Größenordnung von 30.000 bis 50.000 Euro fallen im Durchschnitt je nach Bank jährliche Depotgebühren zwischen 30 und 50 Euro an. Die Depotverwaltung ist relativ aufwändig, denn die Bank muss Sie – zumindest bei deutschen Aktien – über einen bevorstehenden Hauptversammlungstermin informieren und Ihnen eine Einladung zukommen lassen; die Bank muss dafür sorgen, dass ausgeschüttete Dividenden auf Ihrem Konto korrekt verbucht werden, dass Sie rechtzeitig über Kapitalmaßnahmen wie beispielsweise Kapitalerhöhungen, die Ausgabe von neuen Aktien und über Übernahmeangebote informiert werden.

Beim ersten Wertpapierkauf wird die Bank von Ihnen verlangen, einen Fragebogen auszufüllen, in dem Ihre Vorkenntnisse, Ihre Anlageziele, Ihre Börsenerfahrung und Ihre Risikobereitschaft festgehalten werden. Eine solche Anlageberatung ist vom Wertpapierhandelsgesetz verbindlich vorgeschrieben, um Kunden zu schützen. Sie sollten deshalb die Angaben wahrheitsgemäß machen, damit die Bank ihren Sorgfaltspflichten nachkommen kann. Für viele Kunden mag es unangenehm sein, wenn sie nach ihrem Monatseinkommen, ihrem Anlagebetrag oder ihrer Börsenerfahrung gefragt werden, aber bedenken Sie, dass die Hausbank die Eingänge auf Ihrem Girokonto kennt und wahrscheinlich bestens über Ihre finanziellen Verhältnisse informiert ist. Die Befragung dient zudem Ihrem Schutz, damit Sie nicht als Börsenneuling gleich mit Optionsscheinen und Hebelzertifikaten spekulieren und auch die Risiken und Gefahren erkennen. Der Fragebogen ist eine wichtige Voraussetzung für ein fundiertes Gespräch.

Wie kaufe ich Aktien – die Wertpapierkernnummer WKN

Um eine Aktie oder ein anderes Wertpapier zu kaufen, benötigen Sie die Wertpapierkennnummer. Jedes in Deutschland notierte Wertpapier, seien es Aktien, Optionsscheine, Zertifikate, Investmentfonds oder Anleihen, hat eine sechsstellige Wertpapierkennnummer (WKN). Obwohl bei Aktien Verwechslungen geringer sind und jeder Bankberater die Aktien von Siemens, Deutscher Bank oder SAP kennt, kann es dennoch sinnvoll sein, die Wertpapierkennnummer herauszusuchen. Denn manche Aktien gibt es als Stamm- und Vorzugsaktien. Bei ausländischen Aktien sind ebenfalls verschiedene Varianten im Handel.

Vor einigen Jahren hat man sich international darauf geeinigt, ein einheitliches System zur Bezeichnung von Wertpapieren einzuführen. Die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) oder International Securities Identification Number, die im Jahre 2003 aufkam, besteht aus einem Länderkürzel (DE für Deutschland, AT für Österreich, CH für die Schweiz), einer Nummer und einer Paritätsziffer am Ende, die nur für die Datenverarbeitung relevant ist. Die ISIN hat weltweit einheitlich 12 Stellen; nicht verwendete Stellen werden mit Nullen aufgefüllt. In Deutschland stimmt die Zahlenfolge zwischen dem Länderkürzel und der Paritätsziffer mit der Wertpapierkennnummer meistens überein. Nur in seltenen Fällen weicht die ISIN von der Wertpapierkennnummer ab.

Bei Aktien, die neu an die Börse gebracht wurden, so genannten Neuemissionen oder IPOs (Initial Public Offering), oder bei ausländischen Aktien, die erst seit kurzem in Deutschland notiert werden, werden häufig provisorisch Buchstaben mit Ziffern statt nur Ziffern verwendet. Es gilt die Regel, dass der Buchstabe „o“ nicht verwendet werden darf, da die Verwechslungsgefahr mit der Null zu groß ist. Ausländische internationale Wertpapierkenn- nummern halten sich nicht an dieses Prinzip, daher können beispielsweise bei einer Aktie aus Australien Nullen und der Buchstabe „o“ zusammen Vorkommen.

Lesen Sie bitte die Wertpapierkennnummer oder die ISIN sorgfältig, vergleichen Sie jede Ziffer und jeden Buchstaben. Schon die geringste Verwechslung führt dazu, dass Sie ein ganz anderes Wertpapier erhalten. Deshalb sollten Sie sich am Telefon vom Berater den Namen der Aktie nennen lassen, um sicher zu gehen, dass Sie das richtige Papier gewählt haben. Wenn Sie den Auftrag online durchführen lassen, wird auf Ihren Klick hin eine Datenbank durchsucht und das System trägt den Namen automatisch in das Online-Formular ein, nachdem Sie die Wertpapierkennnummer oder die ISIN eingegeben haben. Stimmt der Name der Aktie nicht mit Ihrem gewünschten Wertpapier überein, brechen Sie den Vorgang sofort ab. Dann haben Sie sich entweder vertippt oder eine andere WKN oder ISIN eingegeben.

Wie kaufe ich Aktien – der Direkthandel

Wenn Sie vor- oder nachbörslich, also außerhalb der Öffnungszeiten, kaufen, müssen Sie auf eine elektronische Plattform aus- weichen, was aber riskant ist, da dort die Kursbildung weniger transparent erfolgt. Der Handelspartner ist dabei eine Bank, die als so genannter Market Maker auftritt und Quotes anbietet. Bei Derivaten wie Optionsscheinen und Zertifikaten ist es sogar unerlässlich, dass es einen Direkthandel gibt, da bei diesen Wertpapieren nicht immer Umsätze entstehen, die Emissionsbanken aber verpflichtet sind, einen Mindesthandel dem Kunden zu bieten. Bei Aktien besteht dieses Problem nicht, aber der Direkthandel über elektronische Handelsplattformen dient dazu, außerhalb der Börse Öffnungszeiten Aktien zu kaufen und zu verkaufen. Auch am Wochenende können Sie über solche Plattformen handeln und dadurch die Börsentendenzen in anderen Regionen der Welt nutzen, Denn meist führt eine schlechte Vorgabe aus Asien und insbesondere Japan dazu, dass auch die Kurse in Europa leichter tendieren. Die Börse in Tokio und in anderen astatischen Metropolen wiederum ward von der Tendenz an der Wall Street beeinflusst. Vor diesem Hintergrund kann es auch Sinn machen, bereits am Wochenende, spät abends oder mitten in der Nacht mit dem Aktienhandel zu beginnen.

Ein weiterer Vorteil des Direkthandels besteht darin, dass die abgegebenen Kurse des Market Makers, also der Bank, sicher sind und dass zu diesen Preisen sofort abgeschlossen werden kann. Dieser Service ist mit höheren Kosten verbunden; zwar entfällt die Maklercourtage, da Sie in diesem Fall direkt mit der Bank Aktienhandel betreiben, aber der Market Maker lässt sich seinen Aufwand über eine höhere Preisspanne vergüten, d.h. der Unterschied zwischen dem Geld- und dem Briefkurs (der so genannte Spread) ist höher als beim Handel über die Börse. Je bekannter und gängiger die Aktie ist, desto geringer ist diese Differenz, auch wenn der Spread allgemein etwas größer ist als an der Börse.

Der außerbörsliche Handel sollte für den Privatanleger der Ausnahmefall sein. Auch wenn es lukrativ erscheint, die Aktie eines Unternehmens, über das negativ berichtet wird, bereits am Wochenende abzustoßen, sind die Risiken beim Direkthandel größer, als man meint. Da über das Wochenende oder die Nacht kein verlässlicher Referenzkurs verfügbar ist, es sei denn die Aktie wird auch in Nordamerika oder Asien gehandelt, stellen die Quotes im Direkthandel nur Schätzungen dar. Der Aktienkurs kann im Zweifelsfall zu niedrig oder zu hoch ausfallen, da im Direkthandel nur geringe Umsätze getätigt werden. Darüber hinaus kennt die Bank auf der anderen Seite alle Angebote und die gesamte Nachfrage und kann daher den Kurs zu ihren Gunsten ansetzen. Da der Direkthandel nicht der Börsenaufsicht und damit den strengen gesetzlichen Regelungen unterliegt, ist es dem Ermessen der Bank anheimgestellt, welchen Kurs die Bank anbietet. Dasselbe gilt, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten oder die Abrechnung zu einem anderen als dem angegebenen Kurs erfolgt. Im Zweifelsfall müssen Sie dann klagen. Besonders bedenklich ist es, wenn Sie den Direkthandel über irgendwelche dubiosen Internetplattformen abwickeln. Sie riskieren, betrogen zu werden. Beachten Sie daher folgende Hinweise: Wählen Sie den Direkthandel nur im äußersten Ausnahmefall, wenn Sie unbedingt am Wochenende oder nachts Wertpapiere kaufen oder verkaufen wollen. Denken Sie daran, dass die Aktienkurse in solchen Fällen immer etwas ungünstiger als im Börsenhandel sind und dass eine verlässliche Kursstellung nicht erfolgt, da der Market Maker nach eigenem Gutdünken die Kurse festlegt. Wählen Sie auf keinen Fall eine Handelsplattform, deren Anbieter Sie nicht kennen. Wenn Sie schon eine Handelsplattform aussuchen, dann nur die einer renommierten und zuverlässigen Großbank. Beim Online-Banking werden Ihnen Handelsplattformen auf einer Auswahlliste vorgegeben, da Ihre Direktbank nur mit bestimmten Anbietern kooperiert.

Wie kaufe ich Aktien – Gebühren beim Aktienkauf

Sie werden sich fragen: Welche Kosten kommen auf mich beim Kauf einer Aktie zu? Die erste Gebühr, die Ihnen begegnen wird, ist die Bankprovision, die beim Kauf und Verkauf von Aktien in der Regel bei einem Prozent liegt. Obwohl viele Anleger wenig auf die Gebühren achten, können sich die Ausgaben bei vielen Wertpapiertransaktionen und großen Beträgen relativ schnell summieren. Kluge Anleger versuchen daher, diese Kosten möglichst zu reduzieren. Wenn Sie bei einer Bank ein Millionenvermögen besitzen, werden Sie den Kundenberater schnell dazu überreden können, die Provision zu senken. In den meisten Fällen wird man ohnehin von selbst auf Sie zukommen und Ihnen entsprechende Offerten unterbreiten, Bei Kleinanlegern sieht die Sache anders aus: Auch auf hartnäckige Nachfrage wird der Kundenberater nicht bereit sein, die Provision zu senken oder zumindest einige Zugeständnisse zu machen. In einem solchen Fall können Sie zu einer Direktbank wechseln. Direktbanken sind meist Tochtergesellschaften renommierter Großbanken wie der Commerzbank und betreiben alle Bankgeschäfte online oder per Telefon.

Obwohl in letzter Zeit das Beratungsgeschäft ausgeweitet wurde, erhalten Sie in einer Direktbank keine oder nur wenig Beratung. Sie müssen also bereits selbst wissen, welche Wertpapiere Sie möchten. Direktbanken haben meist den Nachteil, dass sie kein Filialnetz unterhalten. Ihren Ansprechpartner können Sie daher nur online oder per Telefon erreichen. Auch über eigene Bankautomaten verfügen Direktbanken in der Regel nicht, so dass Sie Ihr Geld an den Automaten anderer Institute abheben müssen, was im Zweifelsfall mit hohen Gebühren verbunden ist. Einige Direktbanken unterhalten allerdings Kooperationen mit Großbanken oder sind einem Verbund angeschlossen, so dass Sie auch hier ohne zusätzliche Gebühren Geld abheben können. Erkundigen Sie sich genau, bevor Sie ein Konto bei einer Direktbank eröffnen, denn die Gebühren am Geldautomaten sind ein deutlicher Minuspunkt.

Die Bankprovision bei den meisten Direktbanken liegt bei zirka 0,5 Prozent je Aktienkauf oder -verkauf. Sie sparen durch den Wechsel immerhin fünfzig Prozent der Provisionen. Doch es kommt noch besser: Aktienfonds haben in der Regel einen Ausgabeaufschlag von 5 bis 6 Prozent. Auch hier bekommen Sie bei Direktbanken einen Nachlass von mehr als 50 Prozent; es gibt sogar vereinzelt Investmentfonds, die noch günstiger abgegeben werden. Wenn Ihnen der Berater Ihrer Hausbank versichert, bei ihm gebe es Investmentfonds ganz ohne Aufschlag, dann sollten Sie wissen: Es gibt tatsächlich zwei Formen von Investmentfonds, die ohne Aufschlag angeboten werden. Zum einen handelt es sich um so genannte No-load-funds; bei diesen wird der Ausgabeaufschlag auf die Laufzeit verteilt und jedes Jahr von der Wertentwicklung abgezogen. Von diesem Vorgang bekommen Sie als Anleger nichts mit; diese Investmentfonds sind also keine wirklichen Schnäppchen, schindern sogar teuerer; die Gebühren werden klammheimlich abgezogen, ohne dass Sie etwas merken. Selbstverständlich steht das in dem entsprechenden Prospekt – nur lesen die meisten Anleger solche Prospekte nicht wirklich durch. Solche No-load-funds eignen sich nur, wenn Sie Gelder kurzfristig anlegen möchten, Langfristig sind sie teurer als herkömmliche Investmentfonds mit Ausgabeaufschlag. Andere Fonds ohne Ausgabeaufschlag sind Exchange Traded Funds (ETF). Die meisten Fonds werden nicht an der Börse gehandelt, sondern direkt von den Investmentgesellschaften über Banken an den Kunden verkauft. Eine Ausnahme sind die Exchange Traded Funds, die über die Börse gehandelt werden und keinen Ausgabeaufschlag haben. Doch auch hier fallen Gebühren an, denn Sie müssen beim Kauf und Verkauf von Exchange Traded Funds die Bankprovision entrichten, die je nach Kreditinstitut zwischen 0,5 und 1 Prozent liegt. Selbst wenn Sie je Transaktion ein Prozent entrichten, belaufen sich die Gebühren insgesamt auf höchstens 2 Prozent, was gegenüber 5 oder 6 Prozent Ausgabeaufschlag noch ein Vorteil ist. Leider ist jedoch nur ein geringer Teil der Investmentfonds über die Börse erhältlich. Die ETFs erfreuen sich aber bei vielen Anlegern großer Beliebtheit.

Eine zweite Gebühr, die gelegentlich auf Ihrer Wertpapierabrechnung auftauchen wird, ist die Maklercourtage. Immer wenn eine Aktie über einen Börsenmakler
ge – oder verkauft wird, fällt eine solche Gebühr an.

Noch Anfang der 1990er Jahre wurde der gesamte Börsenhandel auf dem Parkett abgewickelt, d.h. Börsenmakler nahmen die Kursstellung vor und handelten mit Wertpapieren. Mit dem Einzug der Elektronik hat sich das grundlegend geändert. Seit dem wird ein Großteil der Aufträge von einem Computer durchgeführt, der in Sekundenschnelle einen Kurs ermittelt und die Transaktion abwickelt. Der Computerhandel, der in Deutschland XETRA heißt, dominiert heute bereits den Markt, und nur ein verschwindend geringer Teil des Handels wird noch von Börsenmaklern bestritten. Durch die zunehmende Globalisierung ist der Computerhandel fast in allen Ländern der Welt Realität, so dass die Börsenmakler zunehmend unter Druck geraten. Nur noch für Spezialwerte lohnt sich das Maklergeschäft, und selbst dann müssen sie den Anlegern erhebliche Sonderkonditionen einräumen.

Wenn Sie sich also die Maklercourtage, die nur Bruchteile eines Prozents beträgt, sparen wollen, geben Sie Ihre Order über das elektronische System XETRA ab. Nicht bei allen Aktien ist das möglich – insbesondere ausländische Aktien müssen über einen Makler abgewickelt werden -, aber in zirka 90 Prozent der Fälle kann XETRA bei inländischen Aktien gewählt werden. Eine andere, aber wenig empfehlenswerte Möglichkeit, die Maklercourtage einzusparen, ist der Handel über elektronische Plattformen, die weltweit auf dem Vormarsch sind. Eine elektronische Plattform ist eine Art private Online-Börse, die meist von einer Bank unterhalten wird. Statt über eine Börse können Sie das Papier direkt von der jeweiligen Bank kaufen. Da in diesem Fall kein Börsenmakler zwischengeschaltet ist, entfällt die Courtage. Solche Plattformen gewinnen an Zulauf.

Ein neuer Trend ist, dass eine solche elektronische Börse von einem Bankenverbund gegründet wird. Die Ursache dafür liegt darin, dass sich die großen etablierten Börsen zu langsam entwickeln und mit dem Tempo der Globalisierung nicht Schritt halten. Obwohl sich immer mehr Börsen zusammenschließen und von den frei werdenden Synergien profitieren, scheitert eine solche Fusion häufig an versteckten Interessen und nationalen Vorbehalten. Insbesondere die Deutsche Börse tut sich schwer, einen geeigneten Partner zu finden Noch immer sind die Börsen in Europa zersplittert und national organisiert, was eine Senkung der Transaktionskosten weitgehend verhindert. Durch die Gründung von bankenabhängigen Plattformen sind die staatlich reglementierten Börsen gezwungen, schneller zu fusionieren. Der schnelle, kostengünstige und effiziente Computerhandel wird sich immer weiter ausbreiten.

Neben der Bankprovision und der Maklercourtage berechnen manche Banken auch noch Auslagen für Korrespondenz und andere Posten. Wenn Sie Aktien kaufen wollen, benötigen Sie ein Wertpapierdepot, das Sie bei Ihrer Hausbank oder der Bank Ihrer Wahl erhalten. Wenn Sie Wertpapiere kaufen, wird der Gegenwert von Ihrem Girokonto abgebucht, und die Wertpapiere werden dann in Ihrem Depot registriert. Für die Verwaltung werden Ihnen am Jahresende wiederum Gebühren berechnet, die jedoch im Promillebereich liegen, d.h. Sie zahlen für die Depotverwaltung nur Bruchteile eines Prozents. Die Bank sorgt laufend dafür, dass Sie rechtzeitig über alle Veränderungen informiert werden, beispielsweise wenn die Aktiengesellschaft eine Hauptversammlung anberaumt.

Wie kaufe ich Aktien – die Limitierung

Nach der Festlegung der Börsenplatzes sollten Sie sich Gedanken über eine Limitierung machen. Sie können bei der Ordereingabe festlegen, bis zu welchem Preis Sie die Aktie kaufen wollen. Nehmen wir einmal an Siemens steht bei 80 Euro, und Sie möchten für den Kauf höchstens 81 Euro ausgeben. Dann setzen Sie ein Limit von 81 Euro. Wenn die Aktie in der nächsten Minute beispielsweise auf 83 Euro steigt, dann wird Ihr Auftrag nicht ausgeführt und Sie kommen nicht zum Zuge. Limits können einen Tag oder bis Monatsende gelten, was man im Fachjargon der Banken als „Ultimo“ (der Letzte des Monats) bezeichnet.

Ein Limit schützt Sie davor, Aktien zu teuer zu kaufen, denn Aktien können im Zweifelsfall innerhalb von Minuten beträchtlich schwanken. Bei den großen Standardwerten aus dem DAX ist dies weniger der Fall, da hier immer genügend Liquidität vorhanden ist. Werte wie Siemens, DaimlerChrysler, Deutsche Bank,
SAP, MAN und andere werden selbst durch große Aufträge nur geringfügig beeinflusst. Sie müssten schon Hunderte von Millionen investieren, um dort einen größeren Kursauftrieb auszulösen. Bei den Nebenwerten, wie sie im MDAX oder SDAX zusammengefasst sind, verhält es sich anders. Insbesondere bei kleinen Aktiengesellschaften können schon unbedeutende Orders wahre Kurssprünge und Turbulenzen auslösen. Den Kauf solcher Aktien sollten Sie stets limitieren. Dasselbe gilt für ausländische Aktien, die Sie an einem Börsenplatz kaufen, denn anders als im Heimatland, wo Aktien wie IBM und Microsoft zu den Schwergewichten zählen, sind in Deutschland die Umsätze wesentlich geringer Die Gefahr mag bei einer Aktie wie IBM dennoch gering sein, da sie auch in Deutschland populär ist, ganz anders sieht es bei exotischen chinesischen Aktien oder australischen Goldminen werten aus. In diesem Fall müssen Sie immer ein Limit setzen. Denn schon der geringste Kaufauftrag kann diese Werte innerhalb von Sekunden drastisch in die Höhe treiben.
Aufgrund dieser fatalen Marktenge vermeiden die meisten Investmentfonds solche Aktien mit geringen Börsenumsätzen, da es schwierig ist, solche Aktien überhaupt zu erwerben und wieder zu verkaufen. Dieser Zusammenhang wirkt sich übrigens auch auf die Performance eines Aktienfonds aus. Studien haben gezeigt, dass ein großes Anlagevolumen langfristig die Wertentwicklung eines Fonds beeinträchtigt. Steilen Sie sich vor, ein Aktienfonds ist beim Publikum sehr beliebt und verwaltet ein Vermögen in Milliardenhöhe. Für Fondsmanager wird es dann immer schwieriger diese Milliardensummen „geräuschlos“ und geschickt im Aktienmarkt unterzubringen. Sobald der Fonds eine größere Anzahl von Aktien kauft, schnellt der Kurs automatisch empor. Umgekehrt kann sich der Fonds bei einem Crash oder Kurssturz kaum von einer Position trennen, da dadurch die Talfahrt einer Aktie noch erheblich beschleunigt würde. Überhaupt kann ein solcher Riesenfonds nur in Standardwerte investieren, die eine hohe Marktkapitalisierung und beträchtliche Börsenumsätze aufweisen. Solche „Dinosaurier“ und „Elefanten“ des Aktienmarktes sind aber häufig weniger lukrativ als kleine, wendige mittelständische Unternehmen. Dadurch fällt die Performance solcher Publikumsfonds noch weiter zurück. Umgekehrt kamen pfiffige Investmentgesellschaften auf die Idee, gerade in diese winzigen Aktiengesellschaften zu investieren, um eine Überrendite zu erzielen. Man spricht dann von einer Microcap-Strategie.

Auch beim Verkauf können Sie ein Limit setzen. Wenn beispielsweise ein Abwärtstrend am Aktienmarkt einsetzt, kann es sinnvoll sein, ein unteres Limit zu setzen. Wenn Sie Siemens- Aktien für 80 Euro gekauft haben und der Kurs nun bei 75 Euro steht, können Sie beispielsweise ein Limit von 73 Euro setzen. Fällt die Aktie überraschend auf 70 Euro, dann wird der Verkaufsauftrag nicht ausgeführt. Steht die Aktie dagegen bei 74 Euro, dann erfolgt der Verkauf. Das Limit gibt in diesem Fall an, was Sie mindestens noch für Ihre Aktie haben wollen.

Inzwischen gibt es komplexe Limitierungsverfahren, die vor allem von Experten empfohlen werden. Zum Beispiel lautet eine Regel, man solle nie mehr als zehn Prozent verlieren. Um dies zu erreichen, setzt man eine so genannte Stop-Loss-Order. Die Bank verkauft das Wertpapier, sobald die von Ihnen angegebene Grenze unterschritten wird. Dies kann nützlich sein, wenn eine Aktie ständig fällt. Durch die Stop-Loss-Order werden die Verluste automatisch begrenzt. In der Realität funktionieren jedoch Stop-Loss- Orders oft nicht wie gewünscht, denn bei einem plötzlichen Crash oder einer negativen Unternehmensnachricht kann der Kurs innerhalb von Minuten um vielleicht 20 Prozent fallen. Der Verkaufsauftrag wird dann automatisch vom System ausgelöst. Sollte sich dann wenige Minuten später herausstellen, dass eine Pressemeldung überzogen war, dann erholt sich möglicherweise der Kurs wieder und erreicht innerhalb von Minuten den alten Höchststand. Der Anleger mit dem Stop-Loss-System hat dann aber bereits seine Aktien zum Tiefstkurs verkauft. In seltenen Fällen kann es beim elektronischen Handelssystem XETRA sogar möglich sein, dass ein Stop-Loss ignoriert wird, wenn der Stoppkurs durch den dramatischen Kursverfall bei einem Crash schon weit unterschritten wurde. Im Parketthandel wird ein solcher Stop-Loss von Börsenmaklern noch ausgeführt.

Stop-Loss-Kurse müssen Sie daher ständig aktualisieren. Ist der Abstand zum aktuellen Kurs zu gering, laufen Sie Gefahr, dass die Aktie bei der nächsten willkürlichen Schwankung verkauft wird. Ist der Sicherheitsabstand zu groß, verlieren Sie möglicherweise bei einem plötzlichen Kursrutsch zu viel; empfehlenswert ist je nach Risikobereitschaft ein Stop-Loss, das 25 Prozent unterhalb des aktuellen Kurses liegt. Wenn Sie weniger risikogeneigt sind, sollten Sie die Stop-Löss-Marke enger ziehen. Überhaupt können Stop-Loss-Kurse in einer schweren Krise nicht wirklich das Schlimmste verhüten. Eine Aktie, die unvermittelt in einem Zug um 40 Prozent fiele, würde auch Anlegern mit einem Stop-Löss-Kurs den entsprechenden Verlust bescheren. Stop- Loss-Kurse nehmen ihre Sicherungsfunktion nur dann wahr, wenn die Aktie in kleineren Schritten allmählich sinkt. Dennoch sind sie für die meisten Anleger ein sinnvolles und brauchbares Instrument; Sie müssen aber die Kurse permanent aktualisieren und den neuesten Kursentwicklungen anpassen, damit der Sicherheitsabstand gewahrt bleibt. Ein zu großer Abstand ist ebenso unsinnig wie ein zu geringer. Auch kann man die 10-Prozent Regel nicht schematisch anwenden. Bei Aktien, die sehr stark schwanken, kann ein größerer Sicherheitsabstand der Stop- Loss-Marke ratsam sein.

Das Gegenteil einer Stop-Loss-Order ist eine Stop-Buy-Order. Bei dieser Ausführungsform wird eine Aktie nicht gekauft, wenn der Kurs plötzlich über eine vorher festgelegte Marke steigt. Eine solche Orderform ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie Aktien einer momentan populären Branche kaufen oder die von vielen Zeitschriften oder im Fernsehen empfohlen wurden. Da etliche Anleger die Aktie haben wollen, ist die Gefahr groß, dass das Papier zu schnell steigt und sich danach wieder konsolidiert. In diesem Fall sollten Sie eine Stop-Buy-Order wählen.
Kauf- oder Verkaufsorders, die unlimitiert abgegeben werden, nennen Experten bei Kauforders „billigst“ und bei Verkaufsorders „bestens“; es handelt sich um so genannte Market-Orders. Bei den Limits unterscheidet man auch spezielle Formen. Beispielsweise gibt es das Limit Immediate or kill“, bei dem die Order sofort oder gar nicht mehr ausgeführt werden soll. Eine wichtige Limitierungsart ist auch Fill or kill“, bei der der Auftrag vollständig oder gar nicht erledigt werden muss.

Gelegentlich müssen Sie nämlich damit rechnen, dass Aufträge aufgrund schwacher Umsätze nur teilweise ausgeführt werden, was besonders für Kleinanleger ärgerlich ist, denn bei einer Teilausführung können sich die Kosten erhöhen. Zwar werden die Provision und die Maklercourtage prozentual berechnet, doch viele Banken haben Mindestgebühren eingeführt, so dass bei kleineren Orders häufig beispielsweise 30 Euro Mindestgebühren in Rechnung gestellt werden. Bei einer Teilausführung fällt die Gebühr dann mehrfach an. Daher kann es sinnvoll sein, einen solchen Auftrag mit dem speziellen Limit „fill or kill“ zu versehen, denn dann muss die Order vollständig erfüllt oder – wenn dies nicht möglich ist – gelöscht werden.

Bedenken Sie bitte, dass Banken für Limits Gebühren verlangen; manche Kreditinstitute fordern diese Gebühren auch dann ein, wenn das Limit gar nicht in Anspruch genommen wurde [beispielsweise bei einer Stop-Loss-Order). Limits sind nur bei Aktien notwendig, die geringe Börsenumsätze haben – also illiquide sind. Bei den großen Standardwerten wie Siemens, BASF, BMW, DaimlerChrysler oder Deutsche Telekom ist eine Limitierung nicht nötig.

Bei marktengen Werten, die nur geringe Börsenumsätze aufweisen, sollten Sie in jedem Fall ein Limit setzen; denn schon bei kleinsten Kaufaufträgen kann der Kurs innerhalb von Sekunden in die Höhe schießen und danach wieder steil abfallen. Gehen Sie ein solches Risiko niemals ein. Bei allen Aktien, die zu den Nebenwerten zählen und nur ein geringes Handelsvolumen haben, müssen Sie auf jeden Fall ein Limit setzen. Dasselbe gilt auch, wenn Sie Standardwerte über das elektronische Handelssystem XETRA bestellen, das den größten Anteil hat. Über 90 Prozent aller Orders werden über XETRA abgewickelt; der Handel mit Börsenmaklern spielt heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Bei XETRA kann es sein, dass Sie als Kleinanleger gegenüber den institutionellen Investoren im Nachteil sind, die das elektronische System laufend beobachten und die aktuellen Kurse gezielt verfolgen. Auch bei einer Order über XETRA sollten Sie daher sicherheitshalber ein Limit setzen. Ein wichtiger Tipp für Anleger ist, dass man stets runde Zahlen vermeiden sollte. Setzen Sie also Ihr Verkaufshmit nicht bei beispielsweise 60 Euro, sondern bei 62 Euro an. Viele andere Anleger bevorzugen nämlich runde Zahlen, was bei einem Kurssturz eine Welle von Verkaufsaufträgen und damit eine regelrechte Kurslawine erzeugen kann. Beachten Sie auch, dass Limits nach einer gewissen Zeit gelöscht werden; regelmäßig verfallen Limitierungen zum Jahresende. Aber auch wenn Bezugsrechte oder Berichtigungsaktien ausgegeben werden, können bestehende Limits ausgehoben werden.

Wie kaufe ich Aktien – der Börsenplatz

Nachdem Sie das Wertpapier ausgewählt haben, müssen Sie den Börsenplatz wählen. Wenn Sie darauf verzichten, leitet Ihre Bank den Auftrag in der Regel an den für Sie günstigsten Börsenplatz weiter. Insbesondere bei deutschen Aktien haben Sie oft mehrere zur Auswahl. Neben dem elektronischen System XETRA können Sie den Auftrag auch an Börsenmakler in Frankfurt am Main oder eine Regionalbörse weiterleiten. Entscheidend für einen günstigen Kurs ist oft die Höhe der Börsenumsätze. Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie zwei Aspekte vergleichen: Zum einen sollten Sie nachsehen, an welchem Handelsplatz der günstigste Kurs im Augenblick zu haben ist. Bei manchen Aktien machen die Unterschiede zwischen den einzelnen Handelsplätzen oft mehrere Euro aus. Gewiefte institutionelle Investoren machen sich die Preisunterschiede, die international und bei der Notierung in unterschiedlichen Währungen bestehen, zunutze und kaufen Aktien an einem billigen Handelsplatz ein und verkaufen sie wieder teurer an einem anderen Ort. Da die Börsen jedoch relativ effiziente und gut funktionierende Märkte sind, ergeben sich nur geringe Preisdifferenzen, die aber bei Millionensummen einen beachtlichen Gewinn ergeben können. Dieses Verfahren nennt man Arbitrage. Es wird von institutionellen Anlegern praktiziert und wird häufiger bei Terminbörsen oder im Devisenhandel angewandt.

Nachdem Sie den Handelsplatz mit dem niedrigsten Kurs herausgesucht haben, sollten Sie vor allem einen Blick auf die Börsenumsätze weifen. Wenn dort die Zahl „0“ steht, müssen Sie sich eine andere Börse suchen. Im Zweifelsfall ist es ohnehin besser, wenn Sie die liquideste Börse mit den höchsten Umsätzen bevorzugen; denn bei allen anderen Handelsplätzen mit geringeren Umsätzen müssen Sie sehr enge Limits setzen, um sich vor plötzlichen Kursschwankungen zu schützen.
In XETRA erreichen die Umsätze Spitzenwerte, während sie an den Regionalbörsen oft nur gering sind. Durch eine ausreichend vorhandene Liquidität wird gewährleistet, dass Sie jederzeit einen fairen Preis erhalten. Wenn Sie online kaufen, können Sie eine Statistik einsehen, die die Börsenumsätze der einzelnen Börsen für dieses Werfpapier aufzeigt. Über 90 Prozent der Aufträge werden über die Frankfurter Wertpapierbörse ausgeführt; die anderen Regionalbörsen, die in Deutschland aus historischen Gründen bestehen, spielen im Börsengeschehen nur eine Nebenrolle. Auch international lässt sich die Tendenz zur Zentralisierung und zur Kooperation beobachten. Immer mehr Börsen schließen sich mit anderen Partnern zusammen, um die Transaktionskosten zu senken und den Kundenservice zu verbessern. Die Euronext ist beispielsweise eine Börse, die aus der Kooperation verschiedener Länderbörsen (Frankreich. Belgien, Niederlande) hervorgegangen ist. Das Konzept einer nationalen Wertpapierbörse ist angesichts der fortschreitenden Globalisierung veraltet; und es macht nicht länger Sinn, dass in der Europäischen Union jedes Land eine eigene Börse unterhält. Durch die Vielzahl der Gesetze und der Handelsformen wird der Börsenhandel behindert, und die Transaktionskosten sind insbesondere für Kleinanleger, aber auch für institutionelle Investoren zu hoch. In fast allen wichtigen Ländern dominiert heute der elektronische Handel. Wurden noch in den 1980er und 1990er Jahren Kurse von Maklern ausgerufen und sah man Händler aufgeregt Handzeichen geben, so sind heute die Börsen der Welt stille Orte geworden, an denen die Händler nur noch vor den Bildschirmen sitzen. Lediglich an den Warenbörsen, an denen Rohstoffe gehandelt werden, findet man wild gestikulierende Händler, die sich Kurse zurufen. Die einzige wichtige Aktienbörse, die noch den Parketthandel unterstützt, ist die New York Stock Exchange.

Aus diesen Gründen geraten die Börsenmakler in Bedrängnis. Denn langfristig werden wohl die bestehenden Börsen nur noch virtuell existieren, da der Computerhandel ohne Makler abgewickelt werden kann. Darum haben die Börsenmakler die Initiative ergriffen und sich spezialisiert und einen besonderen Kundenservice angeboten, um so eine Marktnische auszufüllen. Anleger, die ihre Wertpapieraufträge in XETRA platzieren, haben den Vorteil, dass sie sich die Maklercourtage sparen, die zwischen 0,04 und 0,08 Prozent des Auftragswerts liegt. Darüber hinaus bietet XETRA, das vor allem von institutionellen Anlegern wie Banken, Versicherungen und Investmentfonds genutzt wird, den Vorteil, dass es die höchsten Börsenumsätze vorweisen kann. XETRA führt auch Kleinstaufträge von Anlegern aus.

Sie sollten jedoch Orders vorsichtig platzieren. Wenn Sie in XETRA Aktien unlimitiert kaufen oder verkaufen (also billigst bzw. bestens), dann laufen Sie Gefahr, dass andere Marktteilnehmer dies ausnutzen. Es gibt nämlich Händler, die gezielt nach solchen unlimitierten oder nicht sinnvoll limitierten Aufträgen suchen und davon profitieren. Im Börsenjargon nennt man das „abfischen“. Es kommt dann kein fairer Kurs zustande. Sie sollten folglich im XETRA-System stets ein marktgerechtes, sinnvolles Limit setzen. Das Limit sollte eng am aktuellen Kurs liegen, jedoch einen gewissen Spielraum für geringere Kursschwankungen offenlassen, denn sonst kann es zu einer Teilausführung kommen. Wird Ihr Auftrag nur teilweise ausgeführt, wird die restliche Stückzahl von Aktien später gekauft. Im Zweifelsfall müssen Sie dann bei Kleinaufträgen die Mindestgebühr Ihrer Bank zweimal entrichten. Im Präsenzhandel, der von Maklern ausgeführt wird, besteht dieses Problem nicht, da Makler gesetzlich verpflichtet sind, stets einen marktgerechten Kurs anzubieten.
Die Regionalbörsen versuchen ein Gegengewicht zur fortschreitenden Zentralisierung zu bilden, indem sie sich zunehmend spezialisieren. Vor allem Privatanleger werden von den kleineren Börsen durch Preisgarantien und einen besseren Service umworben. Manche Börsen werben beispielsweise damit, dass es bei ihnen keine Teilausführungen gibt und dass die Orders in Sekundenschnelle abgewickelt werden. Darüber hinaus haben viele Regionalbörsen eine längere Handelszeit als das XETRA-System und die Frankfurter Wertpapierbörse. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass diese Börsen dem Kunden Kostenvorteile versprechen. Der Spread, das ist der Unterschied zwischen Kaufkurs (Geldkurs] und dem Verkaufskurs (Briefkurs), ist geringer.

Wie kaufe ich Aktien – das Beratungsgespräch

Einen guten Kundenberater können Sie leicht von einem schlechten unterscheiden: Am Anfang jeder Anlageberatung stehen Fragen nach Ihren persönlichen Zielen, Ihren Erwartungen, Ihrer Lebensplanung , Ihrer Risikobereitschaft und Ihrem Zeithorizont. Ein Berater, der Ihnen ohne Ihre persönlichen Lebensumstände zu kennen, gleich eine Aktie empfiehlt, ist im besten Fall ein schlecht geschulter Anfänger. Grundlegend für eine optimale Beratung ist nämlich die Frage: Welche finanziellen Ziele haben Sie? Versuchen Sie, Ihre Ziele so genau wie möglich zu formulieren und Klarheit zu erlangen. Denn dies ist der Ausgangspunkt für eine sorgfältige Finanzplanung.

Auch die persönliche Lebenssituation spielt eine große Rolle: Wenn Sie vom Arbeitslosengeld leben, wird Ihr finanzielles Potenzial anders sein, als wenn Sie ein eigenes Unternehmen haben oder als hoch dotierte Führungskraft in einem internationalen Konzern arbeiten. Auch Ihre sonstigen Lebensumstände, etwa ob Sie ein eigenes Hans oder Kinder haben, Single oder geschieden sind, beeinflussen Ihr Anlageverhalten.

Es ist auch wichtig, in welcher Lebensphase sich befinden. Ein 20-Jähriger wird andere Prioritäten setzen als jemand kurz vor der Pensionierung. Auch wenn Ihnen Ihr Lebensalter ungünstig erscheint, bedenken Sie, dass jedes Lebensalter seine Vor- und Nachteile hat. Mit 20 Jahren Liegt Ihnen gleichsam die Welt zu Füßen; Sie können frei zwischen den Berufen wählen, Ihr Leben frei und unabhängig planen, Sie können Ihre Träume verwirklichen. Als 40-Jähriger haben Sie den Vorteil, dass Sie viele Lebenserfahrungen gesammelt haben und diese gezielt nutzen können. Sie haben schon viel Geld verdient und verfügen über Beziehungen und Netzwerke. Sie können Ziele realistisch einschätzen und Ihre Erfahrung dazu einsetzen, Ihren Lebensweg in die von Ihnen gewünschte Richtung zu Lenken. Auch als 60-Jähriger stehen Ihnen noch viele Möglichkeiten offen. Es gibt Menschen, die mit 50 Jahren ein erfolgreiches Unternehmen gegründet haben; andere begannen mit 80 Jahren zu malen und wurden berühmt; andere begaben sich mit 70 Jahren auf eine Weltreise. Machen Sie etwas aus Ihrem Leben, und leben Sie das Leben, das Ihnen gefällt. Die Finanzplanung ist ein wichtiger Teil Ihrer Erfolgsstrategie, deshalb sollten Sie sich bewusst machen, was Sie wirklich wollen.

Bei dem Beratungsgespräch wird Ihnen der Kundenberater ein Formular vorlegen und dort die Angaben von Ihnen notieren. Das ist deshalb wichtig, damit man Sie besser beraten kann. Risikoscheuen Anlegern wird der Berater andere Wertpapiere empfehlen als jemandem, der über jahrelange Börsenerfahrung verfügt und größere Risiken eingehen möchte. Seien Sie daher ehrlich und geben Sie offen zu, wie viel Sie wirklich über Wertpapiere wissen, wie Ihre Vorerfahrungen sind und welche finanziellen Möglichkeiten Sie haben.

Die meisten Banken haben ein Kategoriensystem, in das sie die unterschiedlichen Anlageformen einordnen. Ein konservativer Aktienfonds, der weltweit anlegt oder sich auf deutsche Standardwerte konzentriert, wird anders eingestuft als ein Investmentfonds, der vorwiegend in China, Indien oder Lateinamerika anlegt. Lassen Sie sich die Definition der einzelnen Risikokategorien erläutern, da jede Bank ihr eigenes System hat. Lassen Sie sich die Empfehlungen des Kundenberater genau erklären; fragen Sie nach Risiken und Chancen.

Im Zweifelsfall ist es immer besser und vorteilhafter, wenn Sie sich selbst ein Urteil bilden und die Verantwortung für Ihre Geldanlage übernehmen. Wenn Sie langfristig wohlhabend oder reich werden wollen, müssen Sie sich die Mühe machen, sich in die Materie einzuarbeiten. Ein Vermögensberater oder -Verwalter kann Ihnen diese Aufgabe nicht wirklich abnehmen. Wie bei allen existenziellen Fragen sollten Sie zumindest über Grundkenntnisse verfügen und erst dann einen vertrauenswürdigen Experten konsultieren. Genauso wenig wie es sinnvoll ist, einen Anwalt per Zufall aus dem Telefonbuch herauszusuchen oder bei einem ernsthaften gesundheitlichen Problem den unbekannten Arzt in der Nachbarschaft aufzusuchen, müssen Sie auch in finanziellen Angelegenheiten sehr sorgfältig und strategisch Vorgehen. Der beste und professionellste Kundenberater muss nicht der Ihrer Sparkasse oder Elausbank sein. Auch hier gibt es große Qualitätsunterschiede. Am sichersten sind Sie, wenn Sie selbst über fundierte Grundkenntnisse verfügen und sich gewissenhaft und umfassend informieren.