Grundlagen der Kapitalanlage richtig verstehen

Sie wollen wissen, wie man ordentliche Gewinne auf seine Kapitalanlagen erzielt, ohne unter die Räder zu kommen? Wer möchte das nicht? Im Allgemeinen müssen Sie ein höheres Risiko akzeptieren, wenn Sie höhere Gewinne machen wollen. In diesem Finanzportal erzähle ich Ihnen etwas Über die Dinge, die man in der Welt der Kapitalanlage gratis bekommt.
Ich weiß, dass Sie unbedingt einige wichtige vermögensbildende Investments tätigen wollen. Wenn ich Ihnen aber nun sage, Sie sollten zuerst Ihr finanzielles Haus in Ordnung bringen, dann würden Sie sagen: Vergiss es! Wahrscheinlich würden Sie nicht einmal weiter lesen. Die Wahrheit ist aber, dass es sich in den kommenden Jahrzehnten auszahlen wird, einige einfache Regeln der persönlichen Finanzplanung zu beherzigen. Sie haben das Recht skeptisch zu sein, dass es irgendwo etwas umsonst gibt – aber in diesem Finanzportal zeige ich Ihnen einige einfache Möglichkeiten, die Sie bei Ihren persönlichen Finanzen wahrscheinlich übersehen haben.

Richten Sie sich eine Reserve für den Notfall ein
Warren besaß ein eigenes Haus und ein Mietobjekt im Nordwesten der USA. Es hatte den Anschein, als sei er finanziell erfolgreich – und er fühlte sich auch so. Doch dann wurde Warren arbeitslos, was ja nicht allzu selten vorkommt, wenn in der Wirtschaft ständig rationalisiert wird, leine Kosten für Ärzte und Medikamente stiegen und er musste sein Mietobjekt verkaufen, um ich über Wasser halten zu können.
Eben so wenig wie Warren wissen Sie, was die Zeit Ihnen bringen wird. Und deshalb ist es sinnvoll, eine finanzielle Reserve an liquiden Mitteln für unerwartete Ausgaben bereit zu halten. Wahrscheinlich haben Sie nicht Zehntausende auf einem Sparkonto mit geringen Zinsen. Haben Sie eine Schwester, die als Investmentbanker in Frankfurt arbeitet oder großzügige und reiche Eltern, dann werden diese vielleicht in einem Notfall einspringen (fragen Sie diese aber, ob sie dazu bereit wären).
Verfügen Sie jedoch nicht über ein finanzielles Sicherheitsnetz, dann könnten Sie, wie Warren, gezwungen sein, ein Investment zu verkaufen, für das Sie hart arbeiten mussten. Investments wie Immobilien zu verkaufen, ist auch nicht gerade billig (Makler, Transaktion zu kosten, Steuern…).
Warren konnte sich kein anderes Objekt kaufen und verpasste so in den nächsten zwei Jahrzehnten eine Wertsteigerung von mehr als 300 Prozent. Der Verkauf kostete Warren 15 Prozent vom Verkaufspreis (inklusive Steuern).
Stellen Sie sicher, dass Sie schnell an so viel Geld kommen können, dass Sie drei bis sechs Monate lang davon leben können. Halten Sie dieses Geld in einem hochprozentigen Geldmarktfonds. Sie können auch Ihre Immobilie beleihen. Warren konnte seine Immobilie nicht beleihen, da sie noch zu hoch belastet war. Er hatte keine anderen Geldquellen – beispielsweise eine reiche Schwester – von denen er sich Geld leihen konnte. Deshalb musste er seine Immobilie verkaufen.

Sollten Sie Ihr Notpolster in Aktien anlegen?
Als die Zinsen während der 90er Jahre sehr niedrig waren, lohnte es sich kaum noch, Geld in Geldmarktkonten anzulegen. Als die Zinsen noch zwischen 8 und 10 Prozent lagen, stellte kaum jemand diese Reserven für den Notfall in Frage. Als jedoch in den späten 90er Jahren die Zinsen kaum vier bis fünf Prozent erreichten und an der Börse Renditen von 15 bis 20 Prozent erzielt wurden, ließen immer weniger Anleger ihr Geld auf Konten, die kaum Zinsen einbrachten.
Weshalb sollte man die Reserve für Notfälle nicht einfach in Aktien anlegen? Immerhin kann man Aktien schnell verkaufen (besonders die von großen Gesellschaften). Weshalb sollte man sich nicht die Rendite von 20 Prozent gönnen, derer sich Aktionäre während der 90er Jahre erfreuten, und weshalb so sollte man sich mit lächerlichen vier Prozent zufrieden geben?
Im Allgemeinen hält sich meine Begeisterung in engen Grenzen, wenn Anleger ihren Notgroschen an der Börse anlegen. Aktionäre können nicht ständig so großzügige Renditen wie in den 90er Jahren erwarten. Wie wir in unserem Finanzportal schon sagten, brachten Aktien, historisch gesehen, eine Rendite von 9 bis 10 Prozent. In manchen Jahren – genau genommen in einem Drittel der Zeit – mussten Aktien Wertverluste hinnehmen, zuweilen sehr deutlich.
Aktien können – und tun es – in relativ kurzer Zeit Wertverluste von 20,30, 50 oder mehr Prozent erleiden. Nehmen Sie an, dass gerade in einer solchen Baisse ein Notfall eintritt – Sie werden arbeitslos oder Ähnliches geschieht. Dann wären Sie gezwungen mit Verlust zu verkaufen, manchmal mit hohen Verlusten.
Die Reserven für Notfälle in Aktien anzulegen ist auch deshalb keine besonders gute Idee, weil Sie dann, wenn Ihre Aktien im Wert gestiegen sind und Sie verkaufen müssen, bevor die Spekulationsfrist verstrichen ist, Sie auf Ihre Gewinne Steuern zahlen müssen.
Ich möchte Ihnen vorschlagen, Ihren Notgroschen nur dann in Aktien anzulegen (am besten in gut diversifizierte Aktienfonds), wenn Sie jemanden haben, der Ihnen in einem Notfall kurzfristig mit Geld aushelfen kann. Geld auf der hohen Kante kann Ihnen ersparen, Aktien kurzfristig verkaufen zu müssen. Wie wir in unserem Finanzportal ausführen, sind Aktien als langfristiges Investment gedacht, und nicht, wenn Sie in näherer Zukunft verkaufen müssen oder verkaufen wollen.

Verteile beim Kauf eines Kleinunternehmens

Jedes Jahr werden viele Tausend Unternehmen verkauft. Dieses Finanzportal ist für jene unter Ihnen gedacht, die ein bestehendes Kleinunternehmen führen oder in ein bestehendes Kleinunternehmen investieren wollen, aber das Unternehmen selbst nicht gründen wollen. Und natürlich ist dieses Finanzportal auch für die gedacht, die gutes Geld verdienen und dabei noch Spaß haben wollen!

Die Vorteile beim Kauf eines Unternehmens
Entscheiden Sie sich ein Haus zu kaufen, dann haben Sie die Wahl, ein bereits stehendes Haus zu kaufen (in dem wahrscheinlich schon jemand gewohnt hat) oder ein ganz neues Haus zu bauen. Ein bereits stehendes Haus zu kaufen ist für die große Mehrheit der Menschen ein Vorteil. Weshalb? Ein Hausbau benötigt viel Arbeit, viel Zeit und es können viele Fehler passieren.
Ich möchte Sie nicht davon abhalten ein Unternehmen zu kaufen. Doch so wie bei einem bereits stehenden Haus könnte es für einige Leute besser sein, das Geschäft eines anderen zu kaufen. Im Folgenden die wichtigsten Vorteile, ein bereits bestehendes Unternehmen zu kaufen:

✓Sie umgehen Scherereien bei der Gründung. Eine Neugründung erfordert, sich mit vielen Dingen abzugeben – um sich ein Bild davon zu machen, werfen Sie einen kurzen Blick in diesem Finanzportal. Außer, dass Sie einen Plan erstellen, müssen Sie sich in den ersten Jahren einer Unternehmensgründung vielen Themen widmen, beispielsweise der Entwicklung eines Marketing-Plans, Sie müssen Kunden finden, Geschäftsräume mieten, Angestellte einstellen und möglicherweise auch eine Gesellschaft gründen. Auch wenn Sie beim Kauf eines Unternehmens einen Plan benötigten und Probleme beseitigen müssen, kaufen Sie doch eine mehr oder weniger etablierte Angelegenheit.

Ein bestehendes Unternehmen zu kaufen ist dann sinnvoll, wenn das Geschäft an sich kompliziert ist. Beispielsweise ist es sinnvoller ein Unternehmen zu kaufen, das Musikinstrumente herstellt, als eine Klempnerei zu kaufen, bei der lediglich das Know How und ein paar Werkzeuge erforderlich sind, und dann kann es losgehen. Haben Sie nicht schon Musikinstrumente gebaut und kennen Sie nicht schon die Feinheiten des Produktionsprozesses, denn dann ist die Gründung ziemlich riskant und möglicherweise sogar dumm. (Allerdings ist auch der Kauf einer Klempnerei sinnvoll, wenn Sie Ihren Kundenstamm nicht von Anfang an aufbauen wollen.)
Sie brauchen sich nicht erst ein Produkt oder eine Dienstleistung auszudenken. Ein Unternehmen zu gründen, ist dann eine harte Sache, wenn Sie überhaupt keine Idee haben, was Sie herstellen sollen oder welche Dienstleistung Sie erbringen wollen. Wenn Ihnen dazu nichts Neues einfällt, dann ist dies ein guter Grund, ein bestehendes Unternehmen zu kaufen.

✓Sie reduzieren das Risiko. Weil ein bestehendes Unternehmen auch eine Geschichte hat und ein Produkt oder eine Dienstleistung in einem vorhandenen Markt anbietet, wird ein Teil des Risikos beseitigt. Auch wenn Sie in etwas investieren, das sich schon bewährt hat, bleibt noch ein gewisses Risiko, das jedoch weitaus geringer ist, als das Risiko einer Neugründung. Sehen Sie in die Geschäftsberichte der Vergangenheit, dann können Sie genauere finanzielle Prognosen stellen.
✓Sie verbessern Ihre Möglichkeit, Geld von Banken und Anlegern zu bekommen. Mit einem bestehenden Unternehmen sollten Sie weniger Schwierigkeiten haben, als bei einer Neugründung, Geld von Banken und Anlegern zu bekommen. Es ist einfacher, Anleger für etwas zu begeistern, wenn es aus dem Planungsstadium schon heraus ist.
✓Der Kauf eines bestehenden Unternehmens ist die einzige Möglichkeit in einigen Branchen einzusteigen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn es kommunale Verordnungen gibt, die die Unternehmen einer Branche in der Stadt zahlenmäßig begrenzen. Denken Sie an Notare, an Taxi-Unternehmen und dergleichen.

So können Unternehmen finden, die Sie verbessern können. Einige Unternehmensgründer erkennen Wachstumspotenzial nicht oder wollen nicht, dass ihr Unternehmen wächst – es könnte sein, dass sie keine Lust haben, dass sie mit den augenblicklichen Gewinnen zufrieden sind oder einfach in den Ruhestand gehen wollen. Es ist nicht allzu schwierig, Unternehmen zu finden, bei denen das Potenzial vorliegt, die Effizienz zu verbessern und neue Märkte zu erobern. Im Vergleich zur Kapitalanlage in Aktien und Immobilien ist es leichter Kleinunternehmen zu finden, die in Relation zu ihrem Potenzial unterbewertet werden.
Doch nur, weil Sie die Möglichkeit sehen, ein Unternehmen zu verbessern, sollten Sie wegen Ihrer hohen Erwartungen nicht auch unbedingt einen hohen Preis bezahlen. Sie können sich irren – vielleicht sehen Sie das Geschäft mit einer rosaroten Brille. Selbst wenn Sie das Potenzial richtig erkannt haben, sollten Sie den gegenwärtigen Eigentümer nicht für die Arbeit und den Ideenreichtum bezahlen, den Sie bei einem Kauf einbringen werden. Bieten Sie einen fairen Preis auf der Basis des aktuellen Werts.

Wählen Sie den richtigen Investment-Mix bei Geldanlage

Eine letzte und wichtige Überlegung, bevor wir in die wilde Welt der Kapitalanlage gehen, wie sollen Sie Ihre Investments zusammenstellen? Schon der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass wir nicht alle Eier in einen Korb legen sollten.
Mit der Diversifikation Ihrer Kapitaleinlagen schützen Sie Ihr Portfolio, wenn ein oder zwei Anlagen eine schlechte Performance aufweisen: Während einige Investments von Zeit zu Zeit in den Keller gehen, können andere gleichzeitig im Wert steigen.

Bedenken Sie Ihr Alter
Je jünger Sie sind, umso mehr Zeit haben Sie, bis Sie Ihr Geld benötigen, umso mehr sollten Sie m langfristige Anlagen investieren wie Aktien, Immobilien und Kleinunternehmen. Wie wir schon in unserem Finanzportal sagten, besteht die Attraktivität dieser Kapitalanlagen in ihrem Wachstumspotenzial. Das Risiko: Der Wert Ihres Portfolios kann von Zeit zu Zeit sinken.
Je jünger Sie sind, umso mehr Zeit haben Ihre Investments, sich von einem Rückschlag zu erholen. In dieser Hinsicht sind Kapitalanlagen ein wenig wie Menschen. Wenn ein 30-jähriger und ein 80-jähriger auf der Straße hinfallen, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der jüngere Mensch völlig genesen wird. Ältere Menschen hingegen tragen oft bleibende Schäden davon. Eine alte Daumenregel besagt, Sie sollten Ihr Alter von 100 subtrahieren und das Ergebnis im Prozentsatz Ihres Vermögens in Wachstumsanlagen investieren. Wenn Sie also 35 Jahre alt sind

100 – 35 = 65%, dann sollten Sie diesen Prozentsatz in Wachstums-Investments anlegen. Wenn Sie ein wenig aggressiver Vorgehen wollen, dann subtrahieren Sie Ihr Alter von 120:
120 – 35 = 85%, die Sie in Wachstumsanlagen investieren sollten.

Bedenken Sie, dass selbst jemand, der schon im Ruhestand ist, einen größeren Teil seines Vermögens beispielsweise in Aktien anlegen sollte. Ein 70-jähriger möchte möglicherweise jegliches Risiko vermeiden, doch das wäre in der Regel ein Fehler. Er könnte leicht weitere zwei oder drei Jahrzehnte leben. Wenn man länger lebt als man erwartet hat, dann kann leicht das Geld ausgehen, wenn es nicht in einem Investment wächst.

Machen Sie das Beste aus ihren Möglichkeiten
Es gibt keine festen Regeln, die Ihnen sagen, wie Sie den Prozentsatz bestimmen sollten, den Sie unter bestimmten Anlagemöglichkeiten aufteilen, beispielsweise unter Aktien und Immobilien. Zum Teil hängt Ihre Entscheidung davon ab, auf welche Arten der Kapitalanlage Sie sich konzentrieren wollen. In unserem Finanzportal führen wir aus, dass, wenn man Aktien weltweit diversifiziert, dies sowohl kühn als auch profitabel sein kann. Hier einige allgemeine Richtlinien, die Sie beachten sollten:

✓Nutzen Sie Ihre Kapitalanlagen für den Ruhestand. Wenn Sie nicht leicht zugängliches Geld für Anschaffungen benötigen, weshalb sollten Sie darauf verzichten, für Ihren Ruhestand zu sparen?
✓Kaufen Sie nicht zu viele Investments, die Sie viel Zeit kosten. Viele Anleger begehen diesen Fehler, insbesondere dann, wenn sie keinen durchdachten Plan haben, um Aktien zu kaufen. In unserem Finanzportal bieten wir Ihnen eine Reihe von Beispielen für die Gefahren, die man eingeht, wenn man Aktien gekauft und ihnen keine Aufmerksamkeit widmet.
✓Haben Sie den Mut anders anzulegen. Niemand springt gern an Bord eines sinkenden Schiffs. Aber genauso wie im Einzelhandel ist die beste Zeit etwas zu kaufen, wenn der Schlussverkauf ansteht.
✓Diversifizieren, diversifizieren, diversifizieren. Wie wir schon in unserem Finanzportal sagten, bewegen sich die Werte verschiedener Kapitalanlagen nicht im Gleichschritt. Wenn Sie also in Wachstumsanlagen investieren, beispielsweise in Aktien oder Immobilien, dann wird der Wert Ihres Portfolios nicht so sehr schwanken, wenn Sie richtig diversifizieren.
✓Investieren Sie in das, was Sie kennen. In den langen Jahren meiner Berufstätigkeit habe ich viele erfolgreiche Anleger kennen gelernt, die es zu ansehnlichem Wohlstand brachten, ohne viel Zeit dafür aufzuwenden. Einige Anleger konzentrieren sich beispielsweise mehr auf Immobilien, weil sie davon am meisten Ahnung haben und sich dabei wohl fühlen. Aus dem gleichen Grund legen andere Investoren ihr Geld in Aktien an. Es gibt für erfolgreiche Anleger keine Methode, die für alle richtig ist. Achten Sie nur darauf, dass Sie nicht Ihr gesamtes Kapital auf ein Pferd setzen.
✓Investieren Sie nicht in zu viele Anlagen. Bis zu einem gewissen Punkt ist die Diversifikation eine gute Sache. Wenn Sie allerdings so viele Kapitalanlagen tätigen, dass sie sich nicht jährlich einen Überblick verschaffen können (beispielsweise, dass Sie bei einem Investmentfonds nicht den Jahresbericht lesen), dann haben Sie vermutlich zu viele verschiedene Investments.

Cost Averaging – der sanfte Weg in riskante Investments
Da die Werte an der Börse ständig ansteigen, suchen immer mehr Anleger nach hohen potenziellen Gewinnen, fürchten aber die hohen Aktienkurse. Tatsächlich verführen hohe Aktienkurse viele von uns, so lange zu warten, bis die Kurse fallen. Doch das Geld solange warten zu lassen, bis der richtige Augenblick kommt, ist keine Kapitalanlage sondern Market Timing, was selbst Legenden wie Warren Buffett und Peter Lynch nicht können – wenigstens sagen sie das.
Beginnen Sie mit Cost Averaging (CA), das bedeutet, dass Sie in bestimmten Zeitabschnitten einen ständig gleichen Betrag investieren. Kaufen Sie monatlich oder vierteljährlich volatile Anlagen wie Aktien oder Aktienfonds. Die meisten von uns investieren einen Teil des Gehalts, sobald wir es ausgezahlt bekommen. Doch wenn Sie Ersparnisse geparkt haben, dann können Sie auswählen, ob Sie den ganzen Betrag mit einem Schlag investieren oder mit der Cost-Averaging-Methode nach und nach anlegen. Der größte Reiz Geld nach und nach in den Markt einzuzahlen ist, dass man nicht den gesamten Betrag in ein möglicherweise zu teures Investment steckt, das kurz vor einem größeren Wertverlust steht. Cost Averaging hilft vorsichtigen Anlegern psychologisch, riskantere Investments zu tätigen.
Cost Averaging ist für vorsichtige Anleger mit viel Geld gedacht, das sie in Depositenzertifikaten oder Sparkonten geparkt haben. Wenn ein Anleger beispielsweise 100.000 € in Aktien investieren möchte, dann kann er dieses Geld nach und nach – vielleicht in Raten von 12.500 € vierteljährlich über zwei Jahre hinweg anlegen – anstatt die gesamten 100.000 € für Aktien auf einen Schlag auszugeben und damit vermeiden, dass er die Anteile an einem Höchststand kauft. Die meisten großen Investmentfirmen, besonders Investmentfonds, ermöglichen es Anlegern, automatisch einen bestimmten Betrag einzuzahlen, so dass das Cost Averaging angewendet wird, ohne dass der Anleger sich ständig darum kümmern muss.
Natürlich hat diese Strategie, wie alle anderen Risiko mindernden Strategien ihre Nachteile. Wenn die Investments im Wert steigen (was sie auch tun sollen), dann verpasst der Anleger mit dieser Methode die Gelegenheit, mit dem Geld, das er noch nicht investiert hat, hohe Gewinne zu erzielen. Richard E. Williams und Peter W. Bacon, Professoren für Wirtschaftswissenschaften an der Wright State University, fanden heraus, dass ein Investor, der sein gesamtes Kapital in einer Summe anlegt, im ersten Jahr höhere Gewinne erzielt als ein Anleger, der das Geld monatlich einbezahlt Hie untersuchten die Daten der letzten sieben Jahrzehnte).
Wenn man weiß, dass man in zwei Dritteln der Zeit einen Vorteil erzielt, wenn man die Gesamtsumme an der Börse investiert, dann ist das nur ein schwacher Trost, wenn man kurz vor einer Baisse investiert. Im Herbst 1987 brach der amerikanische Aktienmarkt, gemessen am Dow Jones Industrial Average, um 36 Prozent ein und 1973/74 verlor der Markt 45 Prozent seines Wertes.
Also sollten Anleger, die befürchten, dass der Markt vor einer größeren Korrektur steht, die Methode des Cost Averaging wählen? Halt, nicht so schnell! Bedächtige Anleger, die sich davor u heuen, die Gesamtsumme auf einen Schlag anzulegen und deshalb die Cost-Averaging-Methode benutzen, werden wahrscheinlich eher aufhören weiter zu investieren, wenn die Kurse fallen und begeben sich damit der Vorteile des Cost Averaging in einen Abwärtstrend. Was also soll ein Anleger mit einer größeren Geldsumme tun? Zunächst sollten Sie die Bedeutung dieser Summe für Sie gewichten. Auch wenn 100.000 € ein schöner Batzen Geld für die meisten Menschen ist, sind es nur 10 Prozent, wenn Sie über ein Vermögen von 1 Millionen € verfügen und für einen Millionär ist es die Zeit nicht wert, das Cost Averaging anzuwenden. Macht die Summe, die Sie anlegen wollen, weniger als ein Viertel Ihres Vermögens aus, dann sollten Sie sich mit Cost Averaging nicht aufhalten.
Cost Averaging ist für Anleger sinnvoll, die einen großen Teil ihres gesamten Vermögens anlegen wollen und das Risiko beispielsweise bei Aktien minimieren wollen. Glauben Sie, Sie könnten hellsehen, dann können Sie auch die aktuellen Werte von Aktien ermitteln. Sind Sie der Auffassung, dass die Aktien teuer sind, dann erhöht dies den Reiz die Cost-Averaging-Methode anzuwenden.
Wie lange sollten Sie diese Methode anwenden? Wenn Sie das Cost Averaging über einen zu kurzen Zeitraum hinweg anwenden und dem Markt nicht ausreichend Zeit geben, eine Korrektur vorzunehmen, dann können Sie nicht von den Vorteilen dieser Methode profitieren. Wenden Sie diese Methode aber zu lange an, dann könnten Sie einen größeren Aufschwung der Aktienkurse versäumen. Wenden Sie also Cost Averaging nicht länger als ein bis zwei Jahre an.
Sie sollten vierteljährlich und möglichst früh im Quartal einzahlen, weil Investmentfonds, die ihre Dividenden auszahlen, dies erst gegen Ende des Quartals tun. Die Dividendenzahlungen müssen Sie versteuern, wenn sie nicht reinvestieren.
Das Geld, das noch auf ein Investment wartet, sollte einen geeigneten Parkplatz haben. Suchen Sie einen Geldmarktfonds aus, der höhere Zinsen zahlt und der zu Ihrer steuerlichen Situation passt. Machen Sie um Anleihenfonds einen großen Bogen; heutzutage ist es nicht schlecht, auf etwas Bargeld zu sitzen.
Ein letzter entscheidender Punkt: Wenn Sie die Cost-Averaging-Methode anwenden wollen, dann sollten Sie die Möglichkeit nutzen, regelmäßig die Beiträge einziehen zu lassen, denn dann ist die Gefahr geringer, dass Sie aus einer Laune oder aus Angst aussteigen. Für die Mutigen unter Ihnen ist vielleicht das Value Averaging geeignet – eine Alternative zum Cost Averaging – wobei Sie bei fallenden Kursen mehr investieren und bei steigenden Kursen weniger.
Nehmen wir an, dass Sie die Methode des Value Averaging anwenden wollen und je Quartal 500 € in einen aggressiven Aktienfonds einzahlen wollen. Nach Ihrem ersten Investment von 500 € fällt der Wert eines Anteils um 10 Prozent, wobei der Wert Ihres Kontos auf 450 € fällt. Das bedeutet, dass Sie im nächsten Quartal wieder 500 € investieren und zusätzlich weitere 50 €, um den Verlust auszugleichen (Ist der Wert eines Anteils nach Ihrem ersten Investment auf 550 € gestiegen, dann würden Sie in der zweiten Runde nur 450 € einzahlen). Es erfordert große Zuversicht mehr zu investieren, wenn die Kurse fallen, doch vergrößert das Ihre Gewinne, wenn es zu einer Kurswende kommt.

Kleinunternehmen gründen – Kunden finden und behalten

Als Sie Ihren Geschäftsplan schrieben, dachten Sie schon über die Kunden Ihres Unternehmens nach. So wie die Sonne das Zentrum unseres Sonnensystems ist, dreht sich in Ihrem Unternehmen alles um Ihre Kunden. Wenn Sie sich um Ihre Kunden kümmern, dann werden diese sich auch jahrelang um Sie und Ihr Unternehmen kümmern.
Zuerst sollten Sie eine Mailing-Liste der Leute zusammenstellen, die Sie kennen, und die an Ihrem Angebot interessiert sein könnten. Entwerfen Sie einen einseitigen Brief, der einen Überblick über das gibt, was Sie und Ihr Unternehmen anbieten. Haben Sie neue Nachrichten – Erfolge, neue Produkte und neue Dienstleistungen – dann sollten Sie ein weiteres Mailing schreiben. Dieser Brief muss nicht unbedingt in Farbe gedruckt und auch nicht mehrere Seiten lang sein, obwohl Sie auch das tun können, wenn Sie es wollen und es Ihr Budget erlaubt. Kurze Briefe werden häufiger gelesen als etwas, was den glänzenden und mehrseitigen Newsletters gleicht. Die meisten Menschen haben viel zu tun und sind an Ihrem Unternehmen noch nicht so interessiert, als dass sie lange Briefe lesen wollten.
Außer Mailings gibt es weitere erfolgreiche Möglichkeiten, Ihr Unternehmen bekannt zu machen und Kunden anzuziehen.

Denken Sie über die folgenden Ideen nach:
✓Ist Ihre Geschäftsidee wirklich innovativ oder etwas Besonderes, oder Sie haben große Expansionspläne, dann sollten Sie die Redaktionen der örtlichen Tageszeitungen auf Ihre Mailing-Liste setzen und auch ihnen Informationen über Ihr Unternehmen zuschicken. Zeitungen, das Radio und manchmal sogar das Fernsehen interessieren sich ständig für neue Ideen. Achten Sie nur darauf, dass Ihre Pressemitteilungen informativ sind und nicht wie Werbung wirken.
✓Suchen Sie in einer bestimmten Gegend neue Kunden, dann decken Sie die Briefkästen mit Flugblättern ein. Sie können auch einen Gutschein beifügen, mit dem Neukunden Ihre Produkte oder Dienstleistungen billiger einkaufen können. Allerdings sollten Sie darauf hinweisen, dass dies ein Sonderangebot darstellt.

Kommen die Kunden zu Ihnen, dann sollten Sie sie so behandeln, wie Sie behandelt werden wollen. Mögen die Kunden Ihre Produkte und Dienstleistungen, dann kommen sie nicht nur zurück, wenn Bedarf besteht, sondern sie erzählen auch anderen über ihre guten Erfahrungen mit Ihrem Geschäft. Zufriedene Kunden sind die beste Werbung (auch die preisgünstigste Werbung) für Unternehmen.
Auch wenn guter Kundendienst eigentlich normal ist, bin ich immer wieder erstaunt darüber, wie viele Geschäfte mittelmäßigen oder schlechten Kundendienst zulassen. Einer der Gründe für schlechten Kundenservice ist, dass dann, wenn die Unternehmen wachsen, Angestellte den Kunden gegenüberstehen. Haben Sie keine guten Leute eingestellt und geben Sie ihnen nicht die richtigen Anreize, dann werden viele sich keine Mühe geben. Eine Möglichkeit, den Kundendienst zu verbessern ist es, wenn Sie daran Sondervergütungen und Lohnerhöhungen knüpfen.
Die richtige Behandlung des Kunden beginnt schon beim Verkauf. Ehrlichkeit ist etwas, was zu selten verwendet wird. Oft lügen Verkäufer, um einen Verkauf abzuschließen. Viele Kunden entdecken den Betrug, nachdem sie gekauft haben und werden ärgerlich. Diese Kunde ist verloren und wird außerdem keine Empfehlungen geben.
Wenn ein Kunde in Ihrem Geschäft falsch behandelt wurde, dann sollten Sie sich entschuldigen und etwas tun, damit er wieder zufrieden ist. Bieten Sie ihm, wenn der Schaden nicht groß ist, einen reduzierten Preis an oder tauschen Sie die mangelhafte Ware um.

Sie richten Ihr Geschäft ein
Um Ihr Geschäft, sei es nun ein Büro oder ein Ladengeschäft, einrichten zu können, müssen Sie erst ein solches finden. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Stadt und vielleicht finden Sie zufällig ein Ladenlokal (oder Büroräume), das im Augenblick leer steht. Meistens finden Sie, wenn es zu vermieten ist, ein entsprechendes Schild am Schaufenster.
Achten Sie darauf, ob der Geschäfts- oder Büroraum auch wirklich geeignet ist. Haben Sie ausreichend Lagerräume? Gehört eine Garage oder ein Parkplatz zu den Räumen (für Sie und Ihre Angestellten), gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten für Ihre Kunden? Wenn Ihr Ladenlokal in einer Fußgängerzone liegt, können Ihre Kunden oft nur schlecht die Ware transportieren, wenn sie nicht mit dem Auto Vorfahren können. Das könnte einige Kunden davon abhalten, zu Ihnen zu kommen.
Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen auch an Immobilienmakler, die sich auf die Vermittlung von Gewerbe-Immobilien spezialisiert haben. Ladenlokale in Ia Lauflagen sind sehr teuer. Überlegen Sie, ob Sie die Differenz zu einer lb-Lage überhaupt erwirtschaften können. Mietverträge für Gewerbe-Immobilien sollten Sie von einem Anwalt prüfen lassen.

Die Einrichtung
Sie können ganz leicht zu viel Geld ausgeben, wenn Sie Gewerberäume mieten und einrichten. Der häufigste Grund dafür ist, dass man versucht, ein professionelles und hochklassiges Image zu schaffen. Sie können ein Büro oder ein Ladengeschäft auch so einrichten, dass es für Sie und Ihre Kunden akzeptabel ist, ohne dafür ein Vermögen auszugeben, wenn Sie einige einfachen Regeln einhalten.

✓Kaufen Sie Ihre Einrichtung und mieten Sie nicht. Wenn Sie nicht gerade ein Produktionsunternehmen gründen, bei dem die Kosten der Ausstattung es verhindern, dass Sie sofort kaufen, sollten Sie die Einrichtung nicht mieten. Können Sie die Büroeinrichtung, die Computer und so weiter nicht bar bezahlen, dann können Sie sich das wahrscheinlich auch nicht leisten! Der Kauf auf Kredit oder das Leasing ermutigt Sie nur dazu, mehr Geld auszugeben als Sie sollten.

Ziehen Sie in Erwägung, gebrauchte Einrichtungen zu kaufen, besonders Möbel, denn die gibt es oft noch sehr gut erhalten. Kaufen Sie solche Einrichtungen, die auch von anderen Geschäften häufig genutzt werden, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie diese Gegenstände auch gebraucht bekommen und Sie haben den Vorteil, dass Sie diese Einrichtungsgegenstände auch leichter wieder verkaufen können, wenn Sie sich neu einrichten wollen.

✓Lassen Sie sich nicht von technologischen Spielzeugen verführen. Ich weiß, man kann es sich kaum vorstellen, doch die Geschäftswelt funktionierte sehr gut (manchmal sogar besser) bevor es das Telefax, E-Mails und das Internet gab. Viele Kleinunternehmer, mit denen ich spreche, geben für solche Sachen sehr viel Geld aus, weil sie glauben, sie müssten konkurrenzfähig und auf dem Laufenden bleiben. Stellen Sie sich eine eigene Web Site so vor, als ob Sie eine teure Anzeige in den Gelben Seiten schalten, und grundsätzlich ist es auch nichts anderes. E-Mails und Telefaxe benötigt man dann nicht, wenn man den normalen Postweg benutzt. Allerdings, ich muss zugeben, E-Mails sind wesentlich schneller und auch nicht besonders teuer, wenn man davon absieht, dass man dafür auch einen Computer mitsamt Peripherie benötigt. Dafür müssen Sie, wenn Sie etwas Ordentliches kaufen wollen, bald 4.000 bis 5.000 € ausgeben. Nutzen Sie, auch wenn Sie online kommunizieren können, öfter das Telefon oder besuchen Sie Geschäftspartner oder Kunden persönlich – das stärkt die zwischenmenschlichen Beziehungen.
✓Bootstrapping bei der Einrichtung Ihres Büros macht innerhalb bestimmter Grenzen durchaus Sinn. Wenn Sie allerdings häufigen Besuch von Kunden oder Geschäftspartnern haben, dann sollte Ihr Büro nicht unbedingt aussehen wie die letzte Räuberhöhle. Andererseits müssen Sie Ihr Büro auch nicht nach dem letzten Schrei mit Designer-Möbeln ausstatten, sonst haben die Kunden den Eindruck, Sie müssten sehr teuer sein, damit Sie Ihre teure Einrichtung bezahlen können.

Unternehmer im eigenen Heim?
Ein relativ einfaches Kleinunternehmen, könnten Sie eventuell auch von zu Hause aus führen. Wenn Sie die Wahl haben, ob Sie Ihr Unternehmen von Zuhause aus betreiben oder ob Sie Geschäftsräume mieten, dann sollten Sie die folgenden Punkte beachten:
✓Kostenkontrolle. Wie ich schon früher sagte, kann sehr sparsamer Umgang Ihnen viele Vorteile bringen. Wenn Sie in Ihrem Haus Platz haben, den Sie dafür nutzen können, dann ist dies ein Geschäftsraum, für den Sie keine Miete bezahlen müssen. (Außerdem können Sie die Kosten, die auf diesen Geschäftsraum entfallen, auch noch von der Steuer absetzen.)
✓Geschäfts-Sache. Was sind die Bedürfnisse Ihres Unternehmens und der Kunden? Brauchen Sie keine modernen Büroräume, umrändere damit zu beeindrucken oder um Geschäftsfreunde oder Kunden zu empfangen, dann sollten Sie zu Hause arbeiten. Betreiben Sie einen Einzelhandel, bei dem viele Kunden zu Ihnen kommen, es ist wahrscheinlich das Beste, wenn Sie ein Ladenlokal mieten.
✓Disziplin. Haben Sie zu Hause die Disziplin, die Arbeitsstunden zu leisten, die Sie benötigen und leisten wollen, oder werden Leckereien in der Küche Sie dazu verführen, öfter mal eine kleine Zwischenmahlzeit einzunehmen (das schadet Ihrer Arbeit und Ihrer Figur!)? Wird der Fernsehapparat Sie dazu verführen zwischendurch einmal Nachrichten oder eine Sportsendung zu sehen? Es ist günstiger, Geschäftliches strikt vom Privaten zu trennen. Fällt Ihnen das schwer, dann ist es wahrscheinlich besser, wenn Sie außerhalb Ihres Hauses Geschäftsräume mieten.
✓Familienangelegenheiten. Letztlich sollte das Familienleben darüber entscheiden, wo Sie arbeiten. Sind Sie Single und leben Sie allein, dann ist dies kein Thema. Ein Vorteil zu Hause zu arbeiten kann es sein, wenn Sie als Elternteil Ihre Erziehungsaufgaben leisten möchten. Wichtig ist nur, dass Sie tatsächlich das Private vom Geschäftlichen trennen können. Während der Arbeitszeit darf die Familie Sie in Ihrem Arbeitsraum nicht stören.

Fragen Sie die anderen Familienmitglieder wie sie darüber denken. Erzählen Sie genau, was Sie Vorhaben. Werden Kunden kommen? Wann und wo werden Sie die Kunden empfangen? Vielleicht denken Sie, dass es nicht allzu schlimm ist, wenn Sie Kunden im Wohnzimmer empfangen. Fragen Sie einmal, ob Ihre Frau ähnlich denkt.

Gewinne aus Sparkonten, Geldmarktkonten und Anliehen

Geld, das Sie übrig haben und/oder das sie später anderweitig anlegen wollen (oder für einen Notfall beiseitelegen wollen), sollten Sie sicher aufbewahren. Dabei sollten Sie Möglichkeiten bevorzugen, die nicht den Schwankungen der Finanzmärkte ausgesetzt sind. Es gibt keinen Grund, weshalb Sie für diese Investments nicht höhere Zinsen einstreichen sollten als die Brosamen, die die meisten Sparkonten abwerfen. Deponieren Sie möglichst wenig auf Ihrem Girokonto, weil Sie dafür keine Zinsen erhalten.
Weil es so bequem ist, bewahren viele Menschen übriges Geld in Sparkonten auf. Auch wenn diese Konten sehr sicher sind, zahlen Sie dafür einen hohen Preis. Die meisten Banken bieten nicht mehr als zwei bis drei Prozent Zinsen.
Weitaus besser ist es, Ihre liquiden Ersparnisse in Geldmarktfonds zu parken. Dies sind die sichersten Investmentfonds und immerhin so sicher, wie die Sparkonten Ihrer Bank. Allerdings zahlen die besten Geldmarktfonds höhere Zinsen als Sparkonten. In unserem Finanzportal erfahren Sie mehr über Geldmarktfonds.
Wenn Sie auf Ihr Geld nicht unbedingt sofort zugreifen müssen, dann sollten Sie über Schatzbriefe oder Depositenzertifikate nachdenken. Sie haben im Allgemeinen eine Laufzeit von 3, 6 oder 12 Monaten und bieten bessere Zinsen als Sparkonten. Der Nachteil bei Schatzbriefen und Depositenzertifikaten ist, dass Sie nur noch den normalen Sparzins erhalten, wenn Sie das Geld vor Fälligkeit abheben.

Gewinne bei Anleihen
Wenn Sie Anleihen kaufen, dann verleihen Sie Ihr Geld für eine bestimmte Zeit an die Regierung oder an ein Unternehmen. Bei Anleihen dürfen Sie höhere Gewinne als bei Geldmarktkonten oder Sparkonten erwarten. Allerdings gehen Sie damit ein höheres Risiko ein.
Unternehmen können in Konkurs gehen, und manchmal tun sie es tatsächlich. In diesem Fall ist Ihr gesamtes Geld weg – oder zumindest ein Teil davon.
Im Allgemeinen können Sie eine bessere Rendite erwarten, wenn Sie Anleihen kaufen, die
✓eine lange Laufzeit haben
✓oder eine geringere Kreditwürdigkeit

Jeremy Siegel, Professor an der Wharton School of Business, verfolgte die Performance von Anleihen und Aktien bis ins Jahr 1802 zurück. Obwohl man sagen kann, dass das, was im 19. Jahrhundert geschah, nichts mit den heutigen Finanzmärkten zu tun hat, sind die Jahrzehnte seit der Großen Depression, die von den meisten anderen verfolgt werden, lediglich ein recht kurzer Zeitabschnitt. Die Abbildung zeigt diese Daten und wenn Sie den neueren Daten mehr Glauben schenken, dann können Sie das tun.
Beachten Sie, obwohl die Inflationsraten seit der Großen Depressionen stiegen, dass dies bei den Gewinnen mit Anleihen nicht der Fall war. Langfristige Anleihen erzielten in den letzten Jahren etwas höhere Renditen als kurzfristige Anleihen. Zusammengefasst: Anleger in Anleihen erzielen in der Regel vier bis fünf Prozent Rendite pro Jahr.
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Voraussetzungen für den Kleinunternehmenskauf

Nicht jeder ist so geschnitzt, dass er ein bestehendes Unternehmen zum Erfolg führen könnte. Selbst wenn Sie ausreichend Geld haben, um ein bestehendes Unternehmen zu kaufen, könnten Sie viele Probleme und Fallen nicht erkennen und Sie könnten schließlich Ihr gesamtes Geld verlieren.
Im Gegensatz dazu gibt es einige, die wenig Geld hatten, und trotzdem große Erfolge verzeichne- ten. Sie können ein gutes Kleinunternehmen mit nur wenig Geld, in sehr seltenen Fällen ohne Geld, bekommen. Was haben aber diejenigen gemeinsam, die ein bestehendes Kleinunternehmen kaufen und erfolgreich führen?

Erfahrung als Kaufmann
Erstens sollten Sie Erfahrung in Unternehmen und ausreichendes Wissen haben. Haben Sie Betriebswirtschaft studiert, dann ist dies eine gute Voraussetzung.
Besser noch als eine akademische Ausbildung ist Erfahrung, die Sie in der Branche gesammelt haben, innerhalb derer Sie ein Unternehmen kaufen wollen. Wollen sie ein Restaurant betreiben, dann sollten Sie zuerst einmal in einem Restaurant arbeiten. Betrachten Sie diese Erfahrung als Training, um ein solches Unternehmen führen zu können.
Haben Sie im Management verschiedener Branchen gearbeitet, dann ist dies ebenfalls eine gute Voraussetzung, doch besteht die Gefahr, dass Sie immer nur beraten haben und nicht an vorderster Front standen wenn es darum ging, Probleme zu lösen.
Trifft keiner der vorgenannten Punkte auf Sie zu, dann müssen Sie beim Unternehmenskauf nicht unbedingt scheitern, doch die Chancen stehen gegen Sie.
Fehlt Ihnen die Erfahrung, dann werden Sie Ihr erstes Abenteuer im Geschäftsleben besser bestehen, wenn Sie ein Praktikum gemacht haben. Suchen Sie praktische Erfahrung, denn das ist wertvoller als irgendein Diplom, das Sie in der Theorie erwerben. Es gibt keinen Ersatz für die Erfahrung im Marketing und im Umgang mit Kunden, dem Kampf mit Geschäftsberichten, dem Umgang mit der Konkurrenz und mit der Geschäftsführung. Dazu gehören jedoch keinesfalls akademische Veranstaltungen. Allerdings benötigen Sie eine Zulassung, um beispielsweise als Arzt zu arbeiten. Benötigen Sie keine spezielle Erlaubnis, dann es ist von Vorteil, wenn Sie bestimmte ausgewählte Kurse belegen und gute Bücher lesen.

Die Finanzen
Ähnlich wie bei Immobilien, müssen Sie auch beim Kauf von Unternehmen eine finanzielle Eigenleistung erbringen. In den meisten Fällen sind 25 bis 30 Prozent des Kaufpreises erforderlich. Banker und Verkäufer, die Käufern ein Darlehen geben, verlangen solche Eigenleistungen, um ihren Kredit zu schützen. Käufer von Kleinunternehmen, die eine Eigenleistung erbringen, machen sich in der Regel nicht aus dem Staub, wenn ihr Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät.
Fehlt Ihnen das Kapital für Ihre finanzielle Eigenleistung, dann könnten Sie Verwandte oder Freunde fragen, ob sie nicht in Ihr Unternehmen investieren wollen. Sie könnten auch nach einem preisgünstigeren Unternehmen suchen oder nach Verkäufern, die sich mit einer geringeren Anzahlung zufrieden geben. Allerdings sollten Sie vorsichtig werden, wenn ein Verkäufer eine sehr geringe Anzahlung akzeptiert, vielleicht hat er Schwierigkeiten, sein Unternehmen zu verkaufen, weil es gewisse Probleme gibt oder weil der Kaufpreis zu hoch ist.
Auch beim Unternehmenskauf sollten Sie sich an die Gründungsberatung der für Sie zuständigen Industrie- und Handelskammer wenden.

Wo Sie gute Angebote finden
Sie brauchen schon viel Glück, um in kurzer Zeit ein gutes und für Sie passendes Unternehmen zu finden. Es zahlt sich aus, ausdauernd und geduldig und auch bereit zu sein, Zeit für etwas aufzuwenden, das nicht sofort zu Ergebnissen führt. So müssen Sie es auf sich nehmen, eine Menge Müll wegzuräumen, bevor Sie etwas wirklich Gutes finden. Wollen Sie einen schnellen Abschluss, dann kann es leicht ein schlechter Abschluss werden. Achten Sie auf die Punkte in den folgenden Abschnitten.

Legen Sie fest, Wonach Sie suchen
Jeder Mensch hat seine eigenen Kriterien, wenn es darum geht, etwas zu kaufen. Bei einem Unternehmenskauf können Sie sich an die folgenden Punkte halten, um das Feld Ihrer Suche ein wenig einzuengen.
✓Größe/Kaufpreis. Sind Sie nicht unermesslich reich, dann wird der Geldbetrag, den Sie in ein Unternehmen investieren können, der Größe des Unternehmens Grenzen setzen. Gehen Sie davon aus, dass Sie sich einen Kaufpreis leisten können, der in etwa dem dreifachen Betrag entspricht, den Sie für den Unternehmenkauf angespart haben. Haben Sie beispielsweise 100.000 € für den Unternehmenskauf reserviert, dann sollte der Kaufpreis nicht höher liegen als 300.000 €, vielleicht auch nur bei 200.000 €.
✓Die Örtlichkeit. Haben Sie sich bereits fest niedergelassen und wollen nicht mehr umziehen, dann ist das Thema Örtlichkeit von geringerer Bedeutung. Sie werden sich dann wahrscheinlich in der Stadt, in der Sie wohnen, umsehen oder unweit davon. In anderen Städten zu suchen ist teuer und langwierig, und außerdem kommen noch die Umzugskosten hinzu.
✓Die Branche. Branchenspezifische Kenntnisse in dem Geschäft, das Sie kaufen wollen, können den Kreis der in Frage kommenden Möglichkeiten einengen. Haben Sie keine branchenspezifische Kenntnisse, empfehle ich Ihnen dringend, sich auf Nischen in einer Branche zu spezialisieren, die Sie interessiert, und von der Sie Ahnung haben. Die Konzentration auf eine Branche trägt dazu bei, dass die Suche gründlicher wird und bessere Unternehmen gefunden werden. Die Branchenkenntnis, die Sie sich bei der Suche aneignen, kann sich in den späteren Jahren auszahlen.

Können Sie sich nicht für eine bestimmte Branche entscheiden, dann gibt es einen Trick, mit dem Sie Ihrer Kreativität auf die Beine helfen können – blättern Sie die Gelben Seiten durch!
Die Möglichkeit zur Wertverbesserung. Einige Käufer suchen nach Unternehmen, bei denen das Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist, oder bei denen es Probleme zu lösen gibt. Doch so ähnlich wie bei Immobilien, sollten Sie es dem Verkäufer überlassen, bestimmte Probleme zu lösen und dann zu verkaufen. In der Zwischenzeit finden Sie vielleicht auch ein Unternehmen ohne größere Probleme, die dennoch ungenutztes Potenzial haben.

Suche in Zeitungen und Zeitschriften
Kleinanzeigen sind in Deutschland wahrscheinlich die vielseitigste Möglichkeit, das Angebot an Unternehmen kennenzulernen. Das reicht von den Kleinanzeigen in der Samstagausgabe der regionalen oder überregionalen Tageszeitung bis zu den Kleinanzeigen in diversen Fachzeitschriften. Die Kleinanzeigen in der Tageszeitung sind für Sie dann interessant, wenn Sie noch nicht wissen, in welche Richtung Sie gehen wollten. Haben Sie sich jedoch schon auf eine Branche festgelegt, dann sollten Sie auf Fachzeitschriften dieser Branche zurückgreifen. Hier finden Sie Angebote, die speziell auf einen bestimmten Wirtschaftssektor zugeschnitten sind.
Möchten Sie beispielsweise einen Bio-Laden betreiben, dann sollten Sie ruhig auch einmal in die in Bio-Läden ausliegenden Kundenzeitschriften sehen. Auch in den Kundenzeitschriften der Reformhäuser können Sie entsprechende Kleinanzeigen finden. Nehmen Sie sich also die Zeit, und blättern in den Fachzeitschriften, die möglicherweise bei Ihnen zu Hause liegen, weil Sie sich ohnehin für ein bestimmtes Fachgebiet interessieren.
Lassen Sie sich von der örtlichen Industrie- und Handelskammer die Mitgliederzeitschrift zuschicken. Auch hierin finden Sie zahlreiche Angebote zum Unternehmenskauf oder zu einer Beteiligung. Außerdem sollten Sie, ich erwähne es immer wieder, mit der Gründungsberatung ein Gespräch führen. Niemand weiß besser als die Industrie- und Handelskammer, ob nicht jemand einen Nachfolger für sein Unternehmen sucht.

Unternehmensberater
Unternehmensberater beraten nicht nur dann, wenn es um die Optimierung von operativen Abläufen geht, nicht nur wenn überlegt werden soll, welche Rechtsform am günstigsten ist, sondern auch bei der Nachfolge, wenn ein Unternehmer sich zur Ruhe setzen will und keinen Nachfolger für sein Unternehmen findet. Einige Unternehmensberatungen haben sich auf Unternehmenskauf spezialisiert und bieten eine regelrechte Firmenbörse an.
Besuchen Sie im Internet Ihre Suchmaschine und geben Unternehmenskauf als Suchwort ein. Sie werden überrascht sein, wie groß das Angebot ist. Stöbern Sie in aller Ruhe, auch in Regionen, die ein wenig weiter von Ihrem Heimatort entfernt sind.
Haben Sie etwas geeignetes gefunden, können Sie mit dem Beratungsunternehmen Kontakt aufnehmen. Vergessen Sie aber nicht, nach den Vermittlungsgebühren zu fragen!

Franchising bei Kleinunternehmen

Franchising ist in Deutschland beliebt geworden. Das zeigen die alljährlich überdurchschnittlichen Wachstumsraten. So erhöhte sich 1998 der Außenumsatz der deutschen Franchise-Wirtschaft um 20% auf 18,3 Mrd. Euro. Die Zahl der Franchisenehmer nahm um 5.000 auf 33.000 zu. 41 % der Franchisegeber rechnen sich dem Dienstleistungssektor, 11 % dem Handwerk und 9 % der Systemgastronomie zu, während nur knapp 28 % aus der Handelsparte stammen. Jährlich geben rund 8 % aller Franchisenehmer aus wirtschaftlichen und anderweitigen Gründen ihre Geschäftstätigkeit auf.
Was haben Sie alles zu beachten, wenn Sie sich als Franchisenehmer einem System anschließen? Jeder Franchisegeber will sein Konzept verkaufen und wird es als die beste Chance darstellen. Planen Sie deshalb vorsichtig. Bemühen Sie sich von vorneherein um eine möglichst umfassende Informationsbasis.
Prüfen Sie sich selbstkritisch, ob Sie die Voraussetzungen für eine langjährige Partnerschaft erfüllen. Fragen Sie Familienmitglieder, Freunde und Bekannte und versuchen Sie zu einem objektiven Bild von sich selbst zu gelangen. Nach der Prüfung Ihrer Stärken und Schwächen sollten Sie überlegen, in welcher Branche Sie sich aufgrund Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten engagieren wollen.
Ist die Prüfung positiv ausgefallen, werden Sie sich fragen, wo Sie was mit wem erreichen wollen. Der Einkauf in ein Franchisesystem eignet sich nicht für jeden. Falls Sie sich für Franchising entscheiden, müssen Sie eine große Anzahl von Anbietern prüfen. Sie werden von Franchisegebern umworben und können vom Wettbewerb der Systeme profitieren.
Zusätzlich zu den vom Franchisegeber zur Verfügung gestellten Unterlagen sollten Sie sich Informationen von dritter Seite verschaffen. Eine gute Vorbereitung der Gespräche mit dem Franchisegeber ermöglicht Ihnen, das Angebot mit gezielten Fragen zu überprüfen und gleichzeitig die eigene Kompetenz unter Beweis zu stellen.
Die Vorteile, die Franchisenehmer aus der Beteiligung an einem Franchisesystem ziehen können, sind Risikominderung, Bekanntheit, Koordination, Zusammenarbeit und Produktivität.
Ein erprobtes Geschäftskonzept (denken Sie an McDonald’s) und die Hilfen des Franchisegebers sichern den Weg zum eigenen Unternehmen. Ein großer Teil der anfallenden Aufgaben wird dem Franchisenehmer von Spezialisten aus der Systemzentrale abgenommen. Typische Gründungsfehler können vermieden werden und Sie können sich auf das Marketing konzentrieren. Aber auch später hilft das Know-how des Franchisegebers, Fehler zu vermeiden und Risiken zu
minimieren. Der Franchisenehmer kümmert sich um die Kundenwünsche und die Lösung von Kundenproblemen, und braucht sich nicht um den Kleinkram zu kümmern.
Franchisenehmer können große Vorteile aus einer bereits bekannten Marke ziehen. Schon beim Start hilft ein bekannter und imageträchtiger Name bei der Überwindung von Markteintrittsbarrieren. So sorgt die Beteiligung an einem etablierten Franchisesystem für einen Vertrauensvorschuss auf Seiten der Kreditgeber. Auch bei Kunden kommen Sie mit einem bekannten Namen gut an.
Der Franchisegeber erhöht durch Koordination der Maßnahmen aller Beteiligten die Schlagkraft des Systems. Das wachsende Franchise-Netz stärkt das System, was beispielsweise bei gemeinschaftlichen Einkäufen gezielt genutzt werden kann. Die Kostenvorteile stärken die Wettbewerbsposition des gesamten Systems.
Die Zusammenarbeit innerhalb des Systems trägt zur Steigerung der Leistungsfähigkeit bei und verschafft Franchisesystemen Wettbewerbsvorteile. Der Erfahrungsaustausch innerhalb des Systems und die Betreuung durch den Franchisegeber hilft Ihnen als Franchisenehmer, Krisen erfolgreich zu bestehen.
Die Erfahrungen des Franchisegebers können die Vorbereitungszeit und die Startphase des jungen Unternehmens deutlich verkürzen. Dies kann die Gründungskosten deutlich senken. Die Arbeitsteilung erlaubt eine rationellere Betriebsführung als sie einem einzelnen Unternehmer möglich wäre. So kann er die Produktivität gegenüber herkömmlichen Existenzgründungen deutlich steigern und innerhalb kürzerer Zeit die Gewinnzone erreichen.

Der Franchisenehmer wird aber auch mit Problemen konfrontiert.
Von einem Franchisenehmer werden soziale Fähigkeiten erwartet, wie sie ihm in diesem Ausmaß zuvor nur selten abverlangt wurden. Er soll sich nicht nur zu einem zielstrebigen Unternehmer entwickeln, sondern auch seine Mitarbeiter motivieren, mit der Systemzentrale Zusammenarbeiten und sich in ein Team von Partnern integrieren.
Die richtige Bewertung der Leistungen eines Franchisegebers ist äußerst schwierig. So fehlt oft die Transparenz, weil vieles geheim bleiben muss. Nur selten lassen sich Angebote wirklich vergleichen. Deshalb ist es für den Franchisenehmer sehr problematisch, die Angemessenheit der geforderten Gegenleistungen zu beurteilen. Vor allem, weil sich nicht sicher Voraussagen lässt, ob und wie der Franchisegeber seine Verpflichtungen erfüllen wird.

Nach Abschluss des Franchisevertrages sieht sich der Franchisenehmer einer Vielzahl von Verpflichtungen gegenüber. Insbesondere muss er das Weisungs- und Kontrollrecht des Franchisegebers akzeptieren, das der Umsetzung des Franchise-Konzeptes dient. Gleichzeitig ist er gezwungen, seiner eigenen Kreativität Zügel anzulegen, um nicht die Grenzen des Franchisekonzeptes zu sprengen.
Auch wenn der Franchisenehmer als selbständiger Unternehmer gilt, ist er doch weitestgehend von den Entscheidungen des Franchisegebers abhängig. Oft entsprechen die Leistungen des Franchisegebers nicht den Erwartungen, was dem Geschäftserfolg schaden kann. Auch muss der Franchisenehmer unter Umständen mit seinem eigenen Geschäft für Fehler einstehen, die der Franchisegeber und/oder andere Franchisenehmer zu verantworten haben.
Nach Vertragsablauf kann der Franchisenehmer in der Regel nicht frei über seinen Betrieb verfügen. So kann der Franchisegeber den Käufer oder Erben des Betriebes als Nachfolger ablehnen und ein eigenes Vorkaufsrecht wahrnehmen.
Bevor Sie auch nur eine einzige Unterschrift auf ein Stück Papier setzen, sollten Sie den Vertrag gründlich von einem erfahrenen Anwalt prüfen lassen. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten, nicht mehr behebbare Fehler zu machen.

Lohnt sich die vorzeitige Ausübung in unserer Geldanlegen24 Webseite

Eines ruft bei vielen Anlegern immer wieder Erstaunen hervor: Obwohl amerikanische Warrants jederzeit ausgeübt werden können, ist es im Allgemeinen nicht ratsam, vor Erreichen des Verfalltermins davon Gebrauch zu machen. Zwar kann der Inhaber durch Optionsausübung eine Aktie eventuell günstiger kaufen oder verkaufen als an der Börse, doch er verliert dadurch auf jeden Fall die Zeitprämie, die im Warrantpreis enthalten ist. Betrachten wir ein Fallbeispiel . Da der Optionsschein amerikanisch ausgestattet ist, und die Aktie deutlich oberhalb des Strike notiert, liegt der Gedanke der Ausübung des Warrants nahe. Dadurch würden wir 10 Euro weniger zahlen als an der Börse. Noch vorteilhafter wäre es jedoch, den Schein für 13 Euro zu veräußern und die Aktie direkt zu kaufen. Was wir dadurch einsparen, macht ein Vergleich deutlich: Üben wir den Schein aus, kostet die Aktie 40 Euro, der Warrant geht hingegen unter. Kaufen wir sie direkt, zahlen wir zwar 50 Euro, können den Schein aber für 13 Euro Weiterverkäufen, sodass wir insgesamt lediglich 37 Euro (50 minus 13) ausgeben müssen. Eine Ausübung lohnt sich nicht, weil wir in diesem Fall nur den Inneren Wert (10 Euro) realisieren können. Die Zeitprämie geht jedoch verloren. Das ist auch verständlich, denn mit der Ausübung erlischt das Recht. Um den vollen Warrant-Wert zu erhalten, muss die Option also bestehen bleiben. Deshalb ist ein Weiterverkauf des Optionsscheins in den meisten Fällen besser als die Ausübung. Wenn eine vorzeitige Ausübung derart unattraktiv ist, fragt man sich natürlich, warum Warrants überhaupt amerikanisch ausgestattet werden. Die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung gibt dem Anleger die Sicherheit, dass er bei einem Weiterverkauf auf jeden Fall den Inneren Wert realisiert. Dazu ein Fallbeispiel. Betrachten wir den T-Online-Schein weiter oben und zusätzlich einen zweiten Warrant, der identisch ausgestattet ist, allerdings nicht amerikanisch, sondern europäisch ausgeübt werden kann.

Call-Option
Underlying T-Online
Strike 40 Euro
Bezugsverhältnis 1/1
Laufzeit 12 Monate
Andienung effektiv
Ausübung amerikanisch
Optionspreis 13 Euro
Aktueller Aktienkurs : 50 Euro

Nehmen wir nun an, der Kurs der T-Online-Aktie ist außerordentlich stark gestiegen und liegt bei 140 Euro. Die Optionsscheine sind also sehr tief im Geld. Beide haben einen Inneren Wert von 100 Euro (140 minus 40). Möchte sich ein Anleger jetzt von seinen Scheinen trennen, wird er für den amerikanischen mit Sicherheit wenigstens 100 Euro erhalten. Ein geringerer Preis – sagen wir 90 Euro – eröffnet die Möglichkeit der sicheren Gewinne. Dafür müsste der Schein gekauft, unverzüglich ausgeübt und die über den Warrant bezogene T-Online-Aktie sofort wieder zum aktuellen Kurs verkauft werden.

Kauf des Warrants                                                             -90 Euro
Ausübung der Option und Bezug einer Aktie               -40 Euro
Verkauf der T-Online-Aktie zum aktuellen Kurs       +140 Euro
Gewinn                                                                                +10   Euro

Ein Optionspreis von 90 Euro erhöht die Nachfrage nach der amerikanischen Option und damit deren Kurs. Gleichzeitig wird der Kurs für die T-Online-Aktie sinken, da das Wertpapier ja verstärkt angeboten wird. Aufgrund dieser Marktreaktionen bilden sich Kurse, die keine Gewinne mehr ermöglichen, zum Beispiel 95 Euro für den Warrant und 135 Euro für die Aktie. Fassen wir zusammen: Der Besitzer des amerikanischen Scheins hat die Gewissheit, dass er den angesammelten Inneren Wert jederzeit realisieren kann – entweder durch Weiterverkauf oder (sofern kein Käufer zu finden ist) durch Ausübung. Für den Inhaber des europäischen Warrants ist die Lage anders. Er hat vor Erreichen des Verfalltermins gar kein Recht, den Inneren Wert durch Ausübung zu erzielen. Er kann seinen Schein höchstens Weiterverkäufen. Da der Kurs der Aktie jedoch verhältnismäßig hoch ist, könnte es sein, dass die Marktteilnehmer einen Weiteren Anstieg für unwahrscheinlich halten. Vermutlich wird der Kurs in Zukunft sogar wieder sinken. Kein Anleger wäre unter diesen Umständen bereit, den vollen Inneren Wert zu bezahlen. Rechnen die Marktakteure tatsächlich mit einem Aktienkursrückgang von beispielsweise 20 Euro in den kommenden Monaten, wird auch der Innere Wert um diesen Betrag sinken. Der Schein ist am Verfalltag dann lediglich noch 80 Euro wert. Für europäische Scheine ist deswegen nicht der aktuelle, sondern der erwartete Innere Wert maßgebend. Aus diesem Grund kommt es vor, dass europäische Warrants mit einem Abgeld (Disagio) notieren. B könnte beispielshalber einen Kurs von 90 Euro haben (= 10% Disagio) und damit um 10 Euro unter seinem Inneren Wert liegen. Dieser Betrag stellt sozusagen eine negative Zeitprämie dar. Gelegentlich weisen auch amerikanische Deep-in-the-money- Optionen ein Disagio auf. Das Abgeld ist allerdings geringer als die mit einer Ausübung verbundenen Kosten.

Wann amerikanische Optionen noch sinnvoll sind
Amerikanisch ausgestattete Optionen sind auch sinnvoll, wenn die Märkte auf denen sie gehandelt werden, illiquide sind und ein zwischenzeitlicher Weiterverkauf schwierig ist. Sollte die Option einen (hohen) Inneren Wert angesammelt haben und es findet sich kein Abnehmer, kann der Inhaber seine Option ausüben und den Inneren Wert auf diese Weise realisieren. Nun ist klar, warum Scheine amerikanisch ausgestattet werden, obwohl man von einer Ausübung vor Fälligkeit eigentlich keinen Gebrauch machen sollte. Der Grund liegt darin, dass Optionsinhaber an einer günstigen Entwicklung des Underlyings in vollem Maße teilhaben und den im Zeitablauf angesammelten Inneren Wert beim Weiterverkauf auch realisieren. Eine amerikanische Option ist deshalb auch teurer als ein vergleichbares europäisches Gegenstück.

Zeitwert versus Dividende
Steht eine Dividendenzahlung bevor, sollte geprüft werden, ob deren Höhe (inklusive der Körperschaftsteuer) kleiner ist als der Zeitwert des Calls. Trifft dies zu, kann man den Schein weiter halten. Übertrifft die Dividende jedoch den Zeitwert, ist eine Veräußerung (bzw. Ausübung) vor Ausschüttung der Dividende ratsam. Bei Ausübung geht zwar der Zeitwert verloren, dafür vermeidet man den Wertverlust wegen des Dividendenabschlags. Die vorzeitige Ausübung amerikanischer Optionen ist prinzipiell nicht ratsam. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: Angenommen, wir besitzen einen amerikanischen Put, der auf der ABC-Aktie basiert (Strike: 50 Euro). Was passiert, wenn die Aktie plötzlich zum Börsenkurs von null notiert – etwa aufgrund eines Konkurses – oder, was wohl häufiger anzutreffen ist, zu einem so niedrigen Kurs, dass kaum jemand einen weiteren Preisverfall für möglich hält. In dieser Situation ist eine Ausübung dringend zu empfehlen. Da der Put bis zum Verfalltag keinen größeren Inneren Wert aufbauen kann – das Underlying notiert ja schon zum denkbar niedrigsten Kurs -, stellt eine sofortige Ausübung sicher, dass der höchste nur vorstellbare Innere Wert definitiv realisiert wird. Selbst wenn sicher ist, dass der Put den Inneren Wert auch am Verfalltermin noch besitzt, sollte man jetzt sofort ausüben. Denn wir können den Mittelzufluss zinsbringend anlegen. Auf diese Erträge würden wir jedoch verzichten, wenn wir die Ausübung in die Zukunft verschieben. Eine Zeitprämie können wir nicht mehr verlieren, da der Warrant diesen Preisbestandteil nicht mehr aufweist. Wer würde schon eine Zeitprämie (Chancenprämie) zahlen, wo die ABC-Aktie doch so niedrig notiert, dass gar keine Chance mehr auf einen Zuwachs an Innerem Wert vorhanden ist.

Optionsscheine meistens amerikanisch
Die meisten Optionsscheine – insbesondere Aktien-Warrants – sind amerikanisch. Doch es gibt Ausnahmen. Daher gilt: genau in die Emissionsbedingungen schauen.

Abwicklung am Ende der Laufzeit
Ob ein Schein am Ende wertlos verfällt, hängt vom Kurs des Underlyings am Verfalltermin ab. In den Optionsbedingungen (Emissionsbedingungen) ist exakt festgehalten, welcher Underlyingpreis herangezogen wird, um den endgültigen Wert der Option zu bestimmen. Diesen Prozess bezeichnet man auch als Kursfixing – kurz Fixing. Eine genaue Festlegung der Fixingmodalitäten ist speziell für den Anleger von großer Bedeutung, damit der Emittent nachher nicht den für sich günstigsten Kurs aussuchen kann. Sehr häufig wird der Schlusskurs am Tag der Fälligkeit zugrunde gelegt. Es kommt jedoch auch vor, dass der Emittent eine andere Vorgehensweise wählt. Der Kurs könnte zum Beispiel gefixt werden, indem der Durchschnitt aus den letzten zehn Preisen verwendet wird, die am Fälligkeitstag zustande gekommen sind. Einige Emittenten verlangen bestimmte Mindestausübungsmengen, damit eine Inanspruchnahme der Warrants überhaupt möglich wird. So findet man beispielsweise in den Optionsbedingungen eines ConSors- Calls der WestLB den Hinweis: Optionsrechte können jeweils nur für mindestens 100 Optionsscheine oder ein ganzzahliges Mehrfaches von 100 ausgeübt werden. Auch wenn diese Bedingung erfüllt wird, bekommt der Anleger am Verfalltermin nicht zwangsläufig einen eventuell vorhandenen Inneren Wert gutgeschrieben oder Aktien in sein Depot gebucht. Einige Banken fordern, dass der Anleger rechtzeitig eine schriftliche Ausübungserklärung einreicht. Geschieht dies nicht, können die Ansprüche gegenüber dem Institut nicht geltend gemacht werden und der Schein verfällt wertlos, trotz eines positiven Inneren Werts.

Dies kann nur verhindert werden, wenn der Anleger früh genug eine entsprechende Mitteilung einreicht oder die Option vorher verkauft. Dabei sollte man jedoch beachten, dass ein Handel an der Börse – je nach Emittent – in der Regel zwei bis fünf Tage vor dem eigentlichen Verfalltermin eingestellt wird. Dann bleibt nur noch die Rückgabe direkt an das Emissionshaus. Auch hier kann allerdings nicht bis zur allerletzten Minute gehandelt werden. Viele Institute nehmen Scheine lediglich bis zu einer festgesetzten Uhrzeit an (zum Beispiel 10 Uhr vormittags). Bei vielen Scheinen – insbesondere bei Produkten mit Cash Settlement – ist eine sogenannte automatische Ausübung vorgesehen. In diesen Fällen kann auf eine ausdrückliche Anweisung verzichtet werden. Die Bank übt den Warrant – vorausgesetzt, er notiert im Geld – automatisch aus. Trotzdem sollte der Anleger genau in die Optionsbedingungen schauen, denn einige Häuser üben nur dann automatisch aus, wenn der Schein am Ende einen bestimmten Mindestwert besitzt (zum Beispiel 5 Cents). Sollte der Schein einen positiven Inneren Wert aufweisen, erfolgt eine Gutschrift aus verwaltungs- und abwicklungstechnischen Gründen meist erst einige Tage (in der Regel ca. 5 Tage) nach Ausübung auf dem Konto des Anlegers.