Verhandeln um höheres Gehalt am Bewerbungsgespräch – Karriereplanung Strategien

Wenn es sich herausstellt, dass der einzige negative Aspekt des angebotenen Jobs eine zu niedrige Bezahlung ist, dann ist es leicht möglich, dass sich die Lücke zwischen dem was das Unternehmen bietet und dem was Sie sich wünschen, geschlossen werden kann.
Denken Sie über die folgenden Vorschläge nach, wenn es an der Zeit für Verhandlungen ist:
✓ Sprechen Sie nie über ein Gehalt oder Sozialleistungen, bevor man Ihnen nicht tatsächlich einen Job angeboten hat.
✓ Stellen Sie sicher, dass Sie den Marktwert der Position, die Ihnen angeboten wird, genau kennen. Gehen Sie dabei von den Gehältern aus, die Mitarbeiter beziehen, die vergleichbare Ausbildung und Erfahrung haben. (Die üblicherweise gezahlten Gehälter können Sie bei Personalberatungen, Zeitarbeitsunternehmen oder im Internet in den Karriere-Seiten herausfinden.)
✓ Achten Sie darauf, wie viel – oder wie wenig – Kompetenz Ihr Gesprächspartner bezüglich Ihrer Entlohnung hat.

✓ Machen Sie sich klar, ob Sie am längeren Hebel sitzen – das heißt, wie dringend das Unternehmen Sie braucht, und ob Sie es sich leisten können, auf den Job zu verzichten, wenn Sie nicht das bekommen, was Sie haben wollen.
✓ Betrachten Sie das ganze Paket, das man Ihnen anbietet, und nicht nur das Gehalt als solches. Beziehen Sie auch die Sozialleistungen und die freiwilligen Leistungen ein. Der Urlaub, die Unterhaltskosten in der Region in der Sie arbeiten. Die Lücke zwischen dem Angebot des Unternehmens und Ihren Ansprüchen ist vielleicht gar nicht so groß, wie Sie glauben.
✓ Wenn Sie ein Angebot akzeptieren, hat dies zur Folge, dass sie und Ihre Familie umziehen müssen. Das hat unter Umständen enorme Kosten zur Folge. Wenn sie darüber verhandeln, wer die Umzugskosten trägt, sollten Sie konkrete Zahlen vorweisen und diese, am besten schriftlich, belegen können.
✓ Halten Sie das Klima freundlich. Es ist nicht Ihr Ziel zu gewinnen, sondern zu einer Lösung zu kommen, mit der beide Seiten zufrieden sein können.
✓ Wer sollte den ersten Schritt tun? Experten für Verhandlungen sind unterschiedlicher Meinung darüber, wer bei Gehaltsgesprächen den ersten Schritt tun solle. Vergessen Sie alle Spielchen. Sie sollten eine Zahl im Kopf haben. Beispielsweise sollten Sie sagen: Im Augenblick verdiene ich 30.000 Euro im Jahr, und ich hoffte, von Ihnen etwas mehr zu bekommen oder zumindest das Gleiche. Oder: Ich benötige für meinen Lebensunterhalt mindestens 30.000 Euro pro Jahr, doch eigentlich wünschte ich mir 33.000 Euro. Seien Sie nicht zu zurückhaltend, wenn es ums Geld geht. Es ist schließlich Ihr Geld und Ihre Leistung.
✓ Seien Sie zu Kompromissen bereit, wenn es um Dinge geht, die Ihnen nicht so wichtig sind. (Also gut. dann bringe ich mein Pferd eben nicht mit zur Arbeit – außer an Freitagen, wenn es ohnehin etwas lockerer zugeht. )
✓ I laben Sie sich auf die Bedingungen geeinigt, dann sollten Sie unbedingt auf einem schriftlichen Arbeitsvertrag bestehen, der alle besprochenen Punkte enthält, insbesondere die Arbeitsplatzbeschreibung, die Aufgabenfelder, die Verantwortungsbereiche, das Gehalt und alle Nebenabreden. Es gibt zwar Handschlag-Verträge, die auch gültig sind, doch was Sie schriftlich haben, können Sie mit nachhause nehmen. In großen Unternehmen geht ohnehin nichts ohne schriftlichen Arbeitsvertrag.

Sehen Sie in Ihrer Zukunft ein Dot-Com-Unternehmen
Einige Job-Angebote halten die Möglichkeit offen (na ja, das ist ein Traum), dass, wenn alles gut läuft, man mehr Geld verdienen kann, als man je zu träumen wagte. Mit Aktienoptionen und der Möglichkeit, ganz unten beim Ausgabekurs einer Erstemission einzusteigen, dieses Angebot scheint zu schön, um war zu sein.

Sie wären kein Mensch mit all seinen Vorzügen und Fehlern, gerieten Sie bei solchen Aussichten nicht in Versuchung. Einige Unternehmen, die immer noch keine Gewinne nachweisen können, haben dennoch schon Mitarbeiter, die von Anfang an dabei waren, zu Millionären gemacht (zumindest auf dem Papier). Doch für jede Erfolgsgeschichte, in der jemand über Nacht zum Millionär wurde, gibt es mindestens ein Dutzend Geschichten, in denen die Sache in die Hosen ging. Bevor Sie sich also an ein Start-up binden und das Angebot eines etablierten Unternehmens sausen lassen, sollten Sie sehr sicher sein, worauf Sie sich einlassen. Hier einige Fragen, die Sie immer im Hinter Köpfchen behalten sollten:
✓ Beachten Sie den Gegenwert. Wenn Sie Vorhaben, sich in einem Start-up zu engagieren, dann sollten Sie sich darauf gefasst machen, viele Stunden am Tag (und in der Nacht) hart zu arbeiten. Ein Unternehmen auf die Beine zu stellen und es ans Laufen
zu bringen, erfordert von jedem Mitarbeiter viel Zeit und Kraft. (Wenn Sie also darauf bedacht sind, mit dem ersten Gehalt Ihren dreiwöchigen Urlaub auf den Bahamas bezahlen zu können, dann sollten Sie doch noch einmal heftig überlegen.)
✓ Analysieren Sie das Geschäftsvorhaben. Wenn ein Unternehmen erst kurze Zeit auf dem Markt ist, sollten Sie die Unternehmensziele und die Entwicklungsaussichten untersuchen, bevor Sie ein Stellenangebot annehmen. Nur weil ein Unternehmen lauthals ankündigt, es wolle an die Börse gehen, ist das noch lange keine Erfolgs Garantie. Stellen Sie sicher, dass das Unternehmen tatsächlich ein wertvolles Produkt hat oder eine gesuchte Dienstleistung erbringt und einen gut durchdachten Plan hat. sich ein kräftiges Stück vom Kuchen der Marktanteile abzuschneiden. Finden Sie heraus, ob dem Unternehmen genügend Kapital zur Verfügung steht, um die Ziele zu erreichen – auch wenn das Unternehmen nicht vor hat, an die Börse zu gehen – und achten Sie besonders auf die Vergangenheit der Vorstände und leitenden Angestellten. Haben sie das erforderliche Wissen und die Erfahrung um das Unternehmen nicht nur auf die Beine zu stellen, sondern es auch in Schwung zu halten?

✓ Achten Sie auf die Untemehmenskultur. Arbeiten Sie lieber in einem Unternehmen, mit einigermaßen etablierten Geschäftsgebaren und bewährten Grundsätzen oder wollen Sie zu einem Team gehören, das alles neu erfindet? Sind Sie an einer traditionellen Geschäftsumgebung interessiert oder arbeiten sie gern nach neuen und alternativen Vorstellungen? Viele Start-ups erproben neue Managementtechniken und innovative Unternehmenskulturen. Nicht jeder entwickelt seine Fähigkeiten in der gleichen Umgebung optimal. Deshalb sollten Sie genau wissen, was für sie am besten ist.
✓ Halten sie Ausschau nach traditionellen Unternehmen, die online gehen wollen. Fühlen Sie sich vom Glanz der Dot-Com-Branche fasziniert und bevorzugen dennoch das Geschäftsgebaren eines Fortune 500-Unternehmens? Dann sollten Sie überlegen, ob sie sich nicht einem progressiven traditionellen Unternehmen anschließen sollten, das Internet-Strategien in die traditionellen Vertriebswege einbinden will. Vielleicht finden Sie hier das Beste aus zwei Welten.

Wie sollen Sie ein Jobangebot bewerten – Karriereplanung Beispiele

Haben Sie Ihre Jagd nach einem Job genau auf Ihr Ziel ausgerichtet, Informationen über das Unternehmen eingeholt, bei dem Sie sich vorgestellt haben, dann ist es ein Grund zum Feiern, wenn Sie den Job auch angeboten bekommen – und kein Grund für Konflikte. Da Sie schon die grundlegende Arbeit geleistet haben, haben Sie guten Grund anzunehmen, dass dies der richtige Job beim richtigen Unternehmen zur richtigen Zeit ist.

Manchmal jedoch, ganz gleich, wie sorgfältig Sie recherchiert haben, tauchen während des Vorstellungsgesprächs noch Themen auf, die bei Ihnen Zweifel aufkommen lassen, ob Sie den Job wirklich annehmen sollten, wenn er Ihnen angeboten wird. Dabei handelt es sich meist um die Bezahlung, die Art des Jobs, das Unternehmen selbst oder irgendetwas Anderes.

In solchen Situationen sind Sie es sich selbst schuldig, das Angebot sehr gründlich zu überdenken. Dass Sie bereits viel Zeit und Kraft investiert haben, ist kein Grund, Ihr Denken zu beeinflussen. Niemand hat etwas davon, wenn Sie einen Job annehmen, der nicht zu Ihnen passt. Sie jedoch sind der Einzige, dies zu entscheiden. Die folgende Tabelle 5.1 soll Ihnen behilflich sein, die Situation zu bewerten, und, noch wichtiger, welche Aspekte noch intensiveres Nachdenken erfordern. Bewerten Sie mit null bis fünf (fünf ist die größte Übereinstimmung). ob Sie den jeweiligen Aussagen zustimmen können. Bewerten Sie jede Aussage entsprechend Ihrer augenblicklichen Einstellung.
• Wenn ich in diesem Job erfolgreich bin, bringt mich das meinem Ziel näher.
• Mit dem angebotenen Gehalt und den Sozialleistungen kann ich leben.
• Wahrscheinlich macht mir die alltägliche Arbeit Spaß.
• Der Job entspricht genau meinen Stärken.
• Die Umstellung macht mir nicht viel aus.
• Die Arbeitszeit und die Fahrzeit zum Arbeitsplatz sind akzeptabel.
• Es scheint, dass es mir Spaß machen wird, mit den Leuten in der Firma zusammen zu arbeiten.
• Die allgemeine Unternehmenskultur entspricht meinen Werten und meiner Persönlichkeit.
• Das Unternehmen ist finanziell stabil. Ich brauche mir keine Sorgen zu machen, am nächsten Ersten mein Gehalt überwiesen zu bekommen.
Tabelle 5.1: Ist das der richtige Job für Sie?

Wenn Ihre gesamte Punktzahl zwischen 35 und 45 liegt, dann passt der Job wahrscheinlich gut zu Ihnen. Liegt Ihre Zahl zwischen 25 und 34, dann sollten Sie die Aspekte, die nur mittel bis niedrig bewertet wurden, noch einmal genauer untersuchen und dann entscheiden, wie wichtig sie für Sie sind, damit Sie mit diesen Job zufrieden sein können. Wenn Sie jedoch weniger als 24 Punkte erzielten, dann sollten Sie wahrscheinlich nach anderen Möglichkeiten suchen.

Kultur-Schock: Bewerten Sie das, Was Wirklich Wichtig ist
Es ist nicht immer leicht, nur auf der Grundlage dessen, was Ihre Nachforschungen ergeben haben, oder was Sie während des Vorstellungsgesprächs erfahren haben, sich ein genaues Bild von der Unternehmenskultur einer Firma zu machen. Zuweilen müssen Sie Ihren Instinkten vertrauen. Die folgende Liste jedoch spricht einige Schlüsselelemente an, die eine Unternehmens Kultur von der nächsten unterscheiden.

Sie können die folgende Liste – und die entsprechenden Empfehlungen – nutzen, um zu überprüfen, ob Sie und die Unternehmenskultur der Firma, in die Sie ein- treten wollen, gut zusammenpassen.
✓ Managementstil: Werden die Anordnungen immer von oben nach unten erteilt. geht es sehr bürokratisch vor sich oder eher kollegial und unter Einbeziehung der Mitarbeiter in die Entscheidungsprozesse? Werden die Entscheidungen einsam von nur einer Person oder nur sehr wenigen Mitarbeitern getroffen oder sind die Manager bereit zu delegieren? Zu den möglichen Indika-toren zählen:
• Wie sind die Büroräume angeordnet (hat das Management beispielsweise eine eigene Etage)?
• Wie oft sucht das Management den Rat der Mitarbeiter zur Entscheidungsfindung?
• Wie verbreitet (wenn überhaupt vorhanden) ist selbstverantwortliche Teamarbeit?
✓ Ausgleich zwischen Arbeit und Familie: Wie hoch ist die Bereitschaft des Unternehmens, den Mitarbeitern behilflich zu sein, den Stress vom Arbeitsplatz mit den Verantwortlichkeiten der Familie gegenüber auszugleichen? Mögliche Indikatoren:
• flexible Arbeitszeiten
• Optionen bei geeigneten Tätigkeiten auf Telearbeit umzusteigen
• Breit gefächerte Sozialleistungen
✓ Ethische Gesichtspunkte am Arbeitsplatz: Sind 60- bis 70-Stunden-Wochen für leitende Angestellte die Regel oder eher die Ausnahme? Wie oft verbringen leitende Angestellte ihre Wochenenden am Arbeitsplatz?
✓ Qualität des Arbeitsalltags: In welchem Maß wird die Alltagsarbeit im Unternehmen durch Verhaltensregeln beeinflusst (ohne die Verantwortung für die eigene Arbeit)? Mögliche Indikatoren:
• das allgemeine Betriebsklima
• Gehen die Mitarbeiter entspannt oder sehr formell miteinander um?
• Wie persönlich sind die einzelnen Arbeitsplätze gestaltet?
✓ Bezug zur Kommune: Ist es für das Unternehmen wichtig, auch für die Kommune da zu sein? Mögliche Indikatoren:
• Das Unternehmen unterstützt gemeinnützige Einrichtungen.
• In welchem Umfang werden Mitarbeiter ermutigt, am Gemeindeleben teilzunehmen?
• Die Unternehmenspolitik berücksichtigt auch Themen wie Recycling, die Umwelt schonende Verfahren und so weiter.
✓ Wie man miteinander umgeht: Arbeiten die verschiedenen Abteilungen zusammen oder herrscht ständiger Kriegszustand? Ist die Unternehmenspolitik darauf abgestellt. Teamarbeit zu fordern oder ist Teamarbeit lediglich ein Slogan? Mögliche Indikatoren:
• Teams können Entscheidungen fällen.
• Die Tagesordnung bei Konferenzen ist allen bekannt.

Gutes Zeitmanagement im Job bringt Sie weiter – Karriereplan für Mitarbeiter

Jegliche Initiative, mit der Sie Ihre Effektivität am Arbeitsplatz verbessern wollen, verpflichtet Sie schließlich dazu, sich darauf zu konzentrieren, wie effizient Sie Ihre Zeit einteilen. Ganz einfach: Sie müssen sicher sein, dass Sie nicht nur hart sondern auch smart arbeiten – die besten Ergebnisse zu erzielen, die in einer gewissen Zeit und mit einem bestimmten Aufwand zu erzielen sind. Das absolute Ziel des Zeitmanagements ist es nicht, mehr in kürzerer Zeit zu erreichen. Das absolute Ziel ist Ausgewogenheit. Harmonie und Zufriedenheit mit dem Beruf. Natürlich wollen Sie so produktiv wie nur möglich sein, doch sollten Sie sich nicht darauf konzentrieren, nur die Aufgabe zu lösen, sonst verlieren Sie Ihr langfristiges Ziel aus den Augen. Und außerdem sollten Sie sich nicht einen so starken Druck auferlegen, dass Sie Ihre persönlichen Prioritäten im Heben vernachlässigen und riskieren, dem Burnout-Syndrom zum Opfer zu fallen.

Die beste Möglichkeit mehr Kontrolle über ihre Zeit zu haben ist, ein eigenes Zeitmanagement-Audit durchzuführen, (keine Angst, diese Aufgabe hört sich schrecklicher an als Sie es tatsächlich ist.) Solch ein Audit ist nichts anderes als ein in die Einzelheiten gehendes Tagebuch, in dem Sie notieren, was Sie tun. Führen Sie dieses Tagebuch mindestens eine Woche lang. Sie brauchen dabei nicht ins Extrem zu gehen, beispielsweise eine Hilfskraft dafür abzustellen. die Ihnen ständig folgt und jedes Augenzwinkern notiert. Sie brauchen nur ein Notizbuch (oder einen elektronischen Organizer) in ihrem Büro zu haben. Stündlich nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und schreiben auf, was Sie in der letzten Stunde getan haben. Je detaillierter Sie sind, umso besser. Doch machen Sie sich nicht verrückt, wenn Ihnen einige Sekunden fehlen. Wichtig ist, dass Sie letztlich herausfinden, wie viel Zeit Sie Routineangelegenheiten opfern, beispielsweise telefonieren oder Aktenablage machen.

Haben Sie dieses Tagebuch mindestens fünf Tage lang geführt (die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn es ganz typische Arbeitstage sind), dann analysieren Sie die Muster Ihrer Zeit Verwendung. Um es ein wenig leichter zu machen, teilen Sie die verschiedenen Aktivitäten, die Sie notiert haben, in Kategorien ein, beispielsweise Kundengespräche, persönliche Angelegenheiten. Konferenzen. Aktennotizen schreiben und so weiter. Machen Sie sich keine Gedanken darüber, dass Sie anfangs vielleicht zu viele Kategorien eingerichtet haben. Später können Sie das noch korrigieren. Die Schlüsselfrage aber ist: Gibt es eine logische Verbindung zwischen der Bedeutung einer Aktivität und dem Zeitraum, den Sie dafür aufwenden?

Diese Übung hilft Ihnen. Erkenntnisse zu gewinnen wie viel Zeit sie für eine Sache verschwenden, die nicht die Ergebnisse zeitigen, die Sie sich wünschen. Hier einige weitere Fragen, über die Sie bei dieser Übung nachdenken sollten:
✓ Wie sehen die Ergebnisse aus? Ganz allgemein, haben Sie die Ziele erreicht, die Sie sich für jeden Tag gesteckt haben? Falls nicht, welche Änderungen können Sie vornehmen, damit Sie Ihre Ziele erreichen?
✓ Wie können Sie Veränderungen vornehmer,? Gibt es eine Möglichkeit, weniger Zeit für weniger wichtige Aufgaben aufzuwenden, ohne Ihre Produktivität zu mindern?
✓ Gibt es irgendwelche zeitliche Zwänge? Wie oft wenn überhaupt – stehen Sie unter extremem Zeitdruck?
✓ Wer übt die Kontrolle aus? Haben Sie – meistens – die Kontrolle über die zeitliche Disposition oder sind Sie in einem Zeitraster gefangen?
✓ Welches sind Ihre Prioritäten? Haben Sie ausreichend Zeit für die Aufgaben, die Ihnen am wichtigsten sind, die für Ihren Job, Ihre Karriere von Bedeutung sind?

Widerstehen Sie der Versuchung, in Aktion zu treten, bevor Sie diese Übung beendet haben. Die Zeit in Aktion zu treten kommt noch, doch zuerst brauchen Sie etwas Zeit um die Situation gründlich zu überdenken und einzuschätzen. Außerdem sollten Sie sich im Augenblick keine ernsthaften Gedanken machen über Urteile, wie gut Sie mit Ihrer Zeit umgehen können. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf die Aufgaben und Prioritäten, die den größten Teil Ihrer Zeit beanspruchen. Stellen Sie sicher, dass diese Aufgaben Sie in die richtige Richtung bringen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, dann müssen Sie Ihre Prioritäten anpassen oder Ihren strategischen Karriereplan neu überdenken

Machen Sie Ihren Fehler im neuen Job rückgängig – Karriereplan für Mitarbeiter

Es ist völlig gleichgültig, wie gut die Firma ausgesehen hat, als Sie um einen Vorstellungstermin kämpften, schon nach wenigen Tagen könnten Sie feststellen, dass sie einen schrecklichen Fehler gemacht haben. Was dazu geführt hat, ist weniger wichtig, als in zwei der am häufigsten vorkommenden Fallen zu geraten:
✓ Sie verlassen das Schiff vorzeitig (und zumeist aus den völlig falschen Gründen),
✓ Sie bleiben zu lange, selbst wenn Sie ausreichend Belege dafür haben, dass Sie nicht in der Lage sein werden, die Situation zu retten.
In bestimmten Situationen erhalten Sie deutlich erkennbare Hinweise, dass Sie sich nicht erlauben können. Hier einige davon:
✓ Vertragsbruch: Das Unternehmen, das Sie eingestellt hat, wurde wortbrüchig (und kann Ihnen keine vernünftige Erklärung geben) weshalb sie in entscheidenden Punkten wie Gehalt, Bonuszahlungen, grundlegende Verantwortungen oder die Unterstützung, die man Ihnen versprochen hat, nicht bei ihrem Wort blieb.
✓ Rechtliche Probleme: Sie entdecken, dass Ihre Firma sich an illegalen oder unethischen Machenschaften beteiligt (schlimmer noch, man erwartet von Ihnen, dabei mitzumachen).
✓ Ungesunde oder unsichere Arbeitsbedingungen. Sie finden sich in einem ausbeuterischen, zornigen Umfeld wieder und arbeiten für einen ausbeuterischen Chef.
Solche Situation sind zwar eher die Ausnahme und nicht die Regel. In den meisten Fällen sind die Klagen über ihren Job weitaus weniger verdächtig. Es kann durchaus sein, dass bestimmte Verantwortlichkeiten – diejenigen, die Sie am wenigsten mögen – den größten Teil Ihrer Arbeitszeit erfordern. Es könnte sein, dass Sie Unannehmlichkeiten des Wechsels oder die Anstrengungen eines langen Weges zum Arbeitsplatz unterschätzt haben. Oder aber Sie erhalten nicht die Unterstützung Ihrer Mitarbeiter, die Sie sich wünschen oder benötigen.

Treffen Sie sich mit Ihrem Chef
Ganz gleich, welcher Grund vorliegt, Sie schulden es sich selbst und der Firma sich von hastigen Entscheidungen zu distanzieren. Zumindest sollten Sie ein kurzes Treffen mit Ihrem Vorgesetzten vereinbaren, um mit Ihm Ihre Bedenken zu diskutieren, von denen er wahrscheinlich viele zerstreuen kann. Hier einige Vorschläge, wie Sie sich auf eine solche Besprechung vorbereiten können:
1. Schreiben Sie die für Sie wichtigen Aspekt Ihres Jobs auf, die Sie als unangenehm oder geschmacklos empfinden. Seien Sie aber vernünftig: Es gibt keinen Grund die Farbe Ihres Papierkorbs als entscheidenden Grund für dieses Treffen anzugeben.

2. Kategorisieren Sie jedes Thema.
Nachdem Sie alles aufgeschrieben haben (ich hoffe, die Liste ist nicht zu lang), versuchen Sie die Liste in der folgenden Weise einzuteilen:
• Job: Die speziellen Verantwortungen in Ihrer Position
• Umfeld: Die Unternehmenskultur
• Menschen: Kollegen und Vorgesetzte
• Verschiedenes: Probleme mit den Werkzeugen, mit dem Zustand Ihres Arbeitsplatzes, fehlende Unterstützung und so weiter.

Versuchen Sie, sich schon vor dem Treffen auszudenken, welche Maßnahmen in jedem dieser Bereiche vorgenommen werden müssten, im Ihre Probleme zu eliminieren. Wenn Sie diese Übung durchgehen, dann werden Sie vermutlich feststellen, dass einige Kategorien sich überschneiden. Es wird für Sie wahrscheinlich schwierig sein, die verschiedenen Aufgaben, die Sie erledigen müssen, von der Atmosphäre, die in der Firma vorherrscht und den Menschen, mit denen Sie Zusammenarbeiten, zu trennen. Doch je mehr Zeit Sie damit verbringen, die einzelnen Themen zu überdenken, je häufiger Sie mit Ihrem Vorgesetzten Besprechungen haben, umso fruchtbarer werden die Gespräche mit Ihrem Chef sein. Sie werden besser erkennen können, ob Ihre Probleme gelöst werden können. Am wichtigsten aber ist, dass Sie besser vorbereitet sein werden, um Lösungen vorzuschlagen.

Sie entscheiden sich zu kündigen
Sollten die Besprechungen mit Ihrem Vorgesetzten ergeben, dass es besser sei zu kündigen als weiter zu bleiben, dann bestreiten Sie Ihren Abgang so zivilisiert und angenehm wie nur möglich. Vergessen Sie es, jemandem die Verantwortung zuzuschieben. Niemandem ist geholfen, wenn man in der Vergangenheit herum rührt. Arbeiten sie an einem bestimmten Projekt, dann sollten Sie es auch noch zu Ende bringen. Ansonsten gilt: Je früher Sie gehen, umso besser für Sie. Der Unternehmensleitung wäre es allerdings am liebsten, würden Sie sofort Ihren Arbeitsplatz räumen. Wenn es in der Einführungszeit Leute gegeben hat. die sich für Sie besonders einsetzten, sollten Sie diese anrufen oder ihnen zumindest eine kurze Notiz hinterlassen. Sagen Sie ihnen, was vorgefallen ist. und danken Sie ihnen für die Hilfe. Und noch ein letztes. Nachdem Sie nun ein paar Tage Zeit haben, sich neue Perspektiven zu schaffen, dann sollten Sie auch über die Stufen nachdenken, die dazu geführt haben, dass Sie eine so schlechte Wahl getroffen haben. Gehen Sie nicht zu streng mit sich um. Stattdessen sollten Sie versuchen, nachträglich die Signale zu erkennen, die sie zuvor nicht wahrgenommen oder ignoriert haben. Diese Erkenntnisse sollten Ihnen helfen in einer ähnlichen Situation die gleichen Fehler nicht wieder zu begehen.

Gestatten Sie Ihren jetzigen Arbeitsplatz neu Teil I – Karriereplan Beispiele

Eine sorgfältige Analyse der Tabelle 4.1 sollte Ihnen ausreichende Erkenntnisse darüber vermitteln, dass Sie entscheiden können, ob Sie eine realistische Chance haben, einen der gewünschten Jobs zu bekommen. Gibt es zwischen den Antworten kaum Unterschiede, haben Sie keinen Grund zu zögern – dann sollten Sie zur Tat schreiten und sich bewerben. Wenn es jedoch maßgebliche Lücken gibt, dann sollten Sie noch einmal über Ihre beruflichen Ziele nachdenken oder zumindest den Zeitplan ein wenig dehnen, um diese Defizite zu beseitigen. Sind die Diskrepanzen jedoch nicht so gravierend, müssen Sie Möglichkeiten finden, diese Lücken zu überbrücken. Wie schnell das geschehen soll, liegt bei Ihnen. Es kann ein Jahr dauern – oder auch drei Jahre. Sie bestimmen, was für Sie richtig ist.

Die erste – und beste – Möglichkeit, Ihre Chancen zu verbessern, ist dort, wo Sie gerade sind. Ihr augenblicklicher Job kann anstrengend sein und nur wenige Aufstiegschancen bieten. Dennoch können Sie nach Auswegen suchen. Wenn Sie Ihren jetzigen Job behalten und sich für den nächsten Schritt nach oben rüsten, vermeiden Sie Unterbrechungen in Ihrem Lebenslauf und auch den Druck, der entstehen könnte, wenn sie einfach kündigen und versuchen, einen anderen Job zu bekommen.
Ich möchte Ihnen einige Ratschläge geben, was Sie noch an Ihrem augenblicklichen Arbeitsplatz unternehmen können, um Ihre Situation zu verbessern:
✓ Bitten Sie Ihren Vorgesetzten um ein Gespräch und erkundigen Sie sich nach den Möglichkeiten. Ihren jetzigen Verantwortungsbereich zu vergrößern, um mehr Erfahrungen zu sammeln.
✓ Nutzen Sie die Fortbildungsmöglichkeiten, die Ihnen Ihr jetziger Arbeitgeber bietet – Seminare, Kurse, Audio-Kassetten und so weiter – um Ihre Fertigkeiten zu verbessern.
✓ Melden Sie sich freiwillig zu speziellen Projekten oder Arbeitsgruppen, bei denen Sie die Möglichkeit haben, Ihre weichen Fertigkeiten zu verbessern. Wenn Sie beispielsweise noch nie an einer selbstbestimmten Gruppenarbeit teilgenommen haben – in der heutigen Arbeitswelt ein entscheidender Faktor -, kann sich diese Mitarbeit als außerordentlich wertvoll erweisen.

Suchen Sie sich einen Mentor
Mentoren waren schon immer Mitarbeiter, die Ihnen dabei behilflich sind, ein Unternehmen oder eine Branche genauer kennen zu lernen. Doch ebenso leicht können Sie sich einen Mentor suchen, der Ihnen hilft, Ihre Mängel bei den weichen Fertigkeiten zu beseitigen. Haben Sie guten Grund anzunehmen, dass Sie mit Ihren Kollegen nicht so gut zurechtkommen wie Sie es eigentlich sollten (beispielsweise, wenn Sie der einzige in Ihrer Abteilung sind, der an seinem Geburtstag keine Glückwünsche erhält), dann sollten Sie sich jemanden suchen, der Sie einigermaßen gut kennt und mit anderen Menschen gut zurechtkommt. Sie brauchen keinen, der Ihnen beibringt, wie Sie mit anderen Menschen besser auskommen. Doch sollten Sie jemanden finden, den Sie bei seiner Zusammenarbeit mit anderen beobachten können, und mit dem Sie sich von Zeit zu Zeit zusammensetzen, um Ihre Probleme zu besprechen. Letztlich jedoch, müssen Sie sich alles selbst beibringen.

Sollten Sie Ihre Absichten bekannt machen?
Wie laut Sie Ihre Absicht. Ihre Laufbahn zu verändern, äußern sollten, kann eine schwierige Frage sein, insbesondere dann, wenn Sie es sich nicht leisten können, Ihren Job zu verlieren. Sie gehen ein gewisses Risiko ein, dass Sie, wenn Sie Ihre Absichten bekannt geben, vom Unternehmen gekündigt werden. Sie müssen wissen, wie Ihr Arbeitgeber darauf reagieren würde. Erklären Sie Ihrem Vorgesetzten, welche Verantwortung Sie übernehmen wollen und welche Fertigkeiten Sie sich aneignen wollen und fragen Sie, ob es eine Möglichkeit gibt, diese Veränderungen in Ihrer jetzigen Position vorzunehmen. Es könnte durchaus sein, sobald Sie die Initiative ergriffen haben, Ihren augenblicklichen Job umzugestalten, dass die neuen Verantwortungsbereiche Ihre Freude an Ihrem Arbeitsplatz wieder geweckt haben. Es ist möglich, dass der beste Weg ist, dorthin zu kommen, wo Sie in fünf Jahren sein wollen, dort zu bleiben, wo Sie sind.

Zeitarbeit oder die Mitarbeit an einem Projekt
Sind Sie an einem Arbeitsplatz, den Sie nicht mögen, an dem Sie nicht viel verdienen, oder der mit Ihren beruflichen Zielen nichts zu tun hat. dann kann es vernünftig sein, sich als Zeit Arbeiter zu verdingen und so die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Es stimmt zwar, dass man als Aushilfe nicht sehr viele Gelegenheiten erhält, neue Fertigkeiten zu entwickeln, weil man davon ausgeht, dass Sie die erforderlichen Qualifikationen mitbringen. Doch werden Sie wahrscheinlich mehr Freiraum als jetzt haben, mehr Zeit dafür, sich weiter zu bilden und an den Fertigkeiten zu arbeiten, die Sie entwickeln wollen. Ein Vorschlag: Solange Sie für ein Zeitarbeitsunternehmen arbeiten, sollten Sie nach Einsätzen in Unternehmen suchen, die in Ihrem Karriereplan eine Rolle spielen. Es wäre günstig, wenn Sie die Suche nach diesen Jobs bei einem Personal-Dienstleister beginnen, der sich auf die Bereiche spezialisiert hat, für die Sie sich interessieren.

Zurück auf die Schulbank
Um in Ihrer beruflichen Laufbahn wirklich voranzukommen, muss Ausbildung und Weiterbildung für Sie oberste Priorität haben, Training-on-the-Job ist kein Ersatz für intensive Verbesserung der formalen Qualifikation, liier einige Möglichkeiten, über die Sie nachdenken sollten, wenn Sie eine Qualifikation, beispielsweise ein Diplom, berufsbegleitend schaffen wollen.

Seminare
Seminare sind ein- oder mehrtägige Kurse, die sich in der Regel auf ein besonderes Thema konzentrieren, beispielsweise auf das Verfassen von Geschäftskorrespondenz, Beurteilung, Kundendienst oder Zeitmanagement. Bestätigungen für die Teilnahme an einem Seminar wiegen nicht besonders schwer, doch erhalten Sie die Möglichkeit, innerhalb von kurzer Zeit neue Kenntnisse oder neue Fertigkeiten zu erwerben. In einem guten Seminar werden Ihnen auch Kenntnisse vermittelt, was Sie tun müssen, um weiter an sich zu arbeiten. Viele Seminaranbieter machen ihr Angebot über Direktwerbung bekannt (wahrscheinlich haben Sie in letzter Zeit einige solcher Ankündigungen erhalten) und die Kosten dafür reichen von fast nichts bis zu horrenden Summen. Lassen Sie sich das Seminarprogramm schicken, prüfen Sie das Angebot genau, ob es Ihnen auch wirklich von Nutzen sein kann. Auf alle Fälle sollten Sie sich vom Seminar Anbieter mindestens fünf Teilnehmer an früheren Seminaren nennen lassen, bei denen Sie sich nach der Qualität der Veranstaltung erkundigen können.

Erwachsenenbildung
Ganz gleich, wo Sie wohnen, irgendwo in Ihrer Nähe gibt es eine Volkshochschule. Dort können Sie. wenn Ihnen Schulabschlüsse fehlen, diese nachmachen (beispielsweise den Hauptschulabschluss). ln Zusammenarbeit mit den Rundfunkanstalten (Telekolleg) haben Sie die Möglichkeit, an der VHS die Fachhochschulreife zu erwerben und Sie können an Abendgymnasien selbst die allgemeine Hochschulreife (Abitur) nachholen.

Volkshochschulen bieten aber auch andere, für Ihre berufliche Laufbahn nützliche Kurse an (beispielsweise Computerkurse, Rhethorikkurse und dergleichen). Die Kosten sind gering, auch sind Teilnahmebescheinigungen an diesen Kursen keine Schwergewichte. Doch kommt es Arbeitgebern oft mehr auf das Können als auf Nachweise über die Teilnahme an Kursen an.

Bildungsurlaub
Unter Bildungsurlaub versteht man das 1976 von der Bundesregierung verabschiedete Recht auf bezahlte Bildungsfreistellung. Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Arbeitnehmer eine bestimmte Anzahl an bezahlten .Arbeitstagen im Jahr für individuelle Fort- und Weiterbildung vom Arbeitgeber freigestellt werden. Bildung liegt aber in der Zuständigkeit der Ländergesetzgebung, und so gibt es in jedem Bundesland unterschiedliche Regelungen und Handhabungen. In nur 11 der 16 Bundesländer haben Arbeitnehmer tatsächlich das Recht, jährlich mehrere Tage bezahlten Bildungsurlaub zu nehmen: in Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen sind dem Bildungsurlaub gleichende Regelungen nur für den öffentlichen Dienst vorgesehen, wenn nicht in Tarif oder Arbeitsverträgen das Recht auf Bildungsurlaub festgeschrieben wurde. Erkundigen Sie sich am besten bei der für Sie zuständigen Gewerkschaft (oder dem Betriebsrat in Ihrer Firma), wie und wo Sie Bildungsurlaub beantragen können. Lassen Sie sich dort auch die Träger zugelassener Bildungseinrichtungen nennen und fordern Sie entsprechende Informationen über die Kursinhalte an. Leider sind viele Arbeitgeber der Idee des Bildungsurlaubs nicht besonders aufgeschlossen. Wenn Sie noch länger in Ihrer jetzigen Firma bleiben wollen, dann sollten Sie sich mit Ihrem Vorgesetzten oder der Personalabteilung zusammensetzen und das Problem besprechen. Trägt der Bildungsurlaub zur Verbesserung Ihrer Qualifikation bei, und profitiert auch das Unternehmen davon, so signalisieren Sie damit auch Ihre Ambitionen, es noch weit bringen zu wollen. Auch der Arbeitgeber hat seinen Vorteil: Würde er Sie zur Fortbildung schicken, müsste er ebenfalls das Gehalt weiterzahlen, zusätzlich aber noch die Kursgebühr für Sie entrichten.

Umschulung
Umschulung ist eine Form der beruflichen Weiterbildung. Wenn sie nach abgeschlossener Berufsausbildung einen neuen Beruf erlernen, spricht man von Umschulung. Lernen Sie in Ihrem schon erlernten Beruf dazu, spricht man von Fortbildung. Für eine Umschulung gibt es eine Reihe von Gründen:
✓ Oft erlernen Arbeitslose einen neuen Beruf, weil ihr bisheriger Beruf auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt wird. Das kann auch mit dem Alter des Arbeitslosen Zusammenhängen.
✓ Auch wenn Sie noch eine Beschäftigung haben, aber die Berufschancen im ausgeübten Beruf schlechter werden und Arbeitslosigkeit droht, sollten Sie über eine Umschulung nachdenken.
✓ Oft führen gesundheitliche Probleme oder Behinderungen (beispielsweise eine Allergie oder ein Wirbelsäulenschaden) dazu, dass Sie Ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können.
Informationen über das Angebot an Umschulungen bekommen Sie bei allen Arbeitsämtern. Dort erhalten Sie auch fachkundige Auskünfte über die Zukunftsaussichten des angestrebten neuen Berufs. Finanzielle Hilfen durch das Arbeitsamt sind in vielen Fällen ebenfalls möglich.

Weiter auf die Uni?
Es gibt nur wenige, die bestreiten, dass ein akademischer Grad auf jedem Feld Vorteile bringt. Auf alle Fälle bringt ein akademischer Titel Sie auf der Einkommensskala schneller nach oben. Je wertvoller der Titel, umso besser die Bezahlung. Wir kennen die Unterschiede aus dem medizinischen Bereich, wo zwischen dem Einkommen eines Stationsarztes und dem eines Chefarztes, zumal wenn er Prof. Dr. med. vor seinem Namen stehen hat. ganze Welten liegen.

Zehn Tipps beim Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck zu machen

Tests, Gruppengespräche und Probezeiten gehören heute zu den Einstellungsstrategien vieler Unternehmen. Es ist richtig, dass ein gutes Vorstellungsgespräch allein nicht ausreicht, um heutzutage den gewünschten Job zu bekommen. Es ist allerdings auch richtig, dass ein mit-telmäßiges Vorstellungsgespräch Sie vorzeitig aus dem Rennen werfen kann. Deshalb sollten Sie, auch wenn sich die Zeiten geändert haben, sehr darauf achten, dass Sie beim Vorstellungsgespräch den bestmöglichen Eindruck hinterlassen. In Büchern, Zeitschriften und im Internet findet man zu diesem Thema erstaunlich viele Ratschläge und Tipps. Außerdem bieten die Arbeitsämter in Seminaren Trainingsmöglichkeiten an. Auch Gewerkschaften und andere gemeinnützige Einrichtungen können hilfreich sein. Fragen Sie nach, fragen kostet nichts. In Wahrheit aber ist die Erfahrung der beste Lehrer, wenn Sie die grundlegenden Fertigkeiten für Vorstellungsgespräche schon beherrschen. Die folgenden Abschnitte sollten Ihnen weiterhelfen.

Versetzen Sie sich in die Lage des Personalchefs
Es ist ganz normal, dass man in einem Vorstellungsgespräch viel mit sich selbst zu tun hat: Wer bin ich? Was will ich? Weshalb bin ich etwas Besonderes? Doch tun Sie sich selbst einen großen Gefallen, wenn Sie sich nicht nur auf Ihre Bedürfnisse konzentrieren, sondern sich in die Situation des Personalchefs versetzen, der Ihnen beim Gespräch gegenüber sitzt. Dieses mentale Rollenspiel ist gar nicht so schwierig, wie Sie vielleicht glauben mögen. Immerhin können Sie sich sehr gut vorstellen, welche Gedanken hinter der Stirn Ihres Gesprächspartners ablaufen.
Wie auch immer, letztlich soll das Interview die Antworten auf die folgenden Fragen geben:
✓ Haben Sie die Fertigkeiten und das Engagement, das für diesen Job erforderlich ist?
✓ Wie lange brauchen Sie, um sich in den Job einzuarbeiten? (Mit anderen Worten: Können Sie sofort loslegen?)
✓ Passen Sie in die Unternehmenskultur des Unternehmens?
✓ Wie wertvoll sind Sie für das Unternehmen?
✓ Wie motiviert sind Sie?

Wie gut Sie auch zur Vorbereitung tun, behalten Sie diese Fragen im Gedächtnis. Und wenn Sie die Antworten auf die typischen Fragen bei solchen Interviews suchen, dann sollten Sie Ihre Überlegungen von diesen Fragen leiten lassen.

Machen Sie Ihre Hausaufgaben, bevor es losgeht!
Einiges, das im Rahmen eines Vorstellungsgesprächs geschieht, liegt außerhalb Ihrer Kontrolle. Sie haben keinen Einfluss auf die Ablenkungen, denen der Personalchef während des Interviews ausgesetzt ist – auch der fünfjährige Sohn könnte anrufen, der gerade versehentlich einen Groschen verschluckt hat. Doch eines können Sie – und das sollten Sie unbedingt tun – Sie können bestimmen, wie gut Sie sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten. Vorbereitet zu sein bedeutet vor allem, dass Sie so viel wie möglich über Ihren möglichen Arbeitgeber wissen. Dieses Wissen trägt nicht nur dazu bei, während des Gesprächs zu einem produktiven Dialog beizutragen, sondern es vermittelt dem Gesprächspartner auch, dass Sie viel wissen und Informationen Zusammentragen können.
Nun folgt eine Liste von Fragen, die Sie beantworten können sollten, bevor Sie in ein Vorstellungsgespräch gehen. Diese Fragen müssen Sie ein wenig abändern, wenn Sie sich bei einer gemeinnützigen Einrichtung bewerben:
✓ Wie verdient das Unternehmen sein Geld? (Welche Produkte und Dienstleistungen?)
✓ in welcher Branche ist das Unternehmen tätig?
✓ Wer sind die wichtigsten Kunden?
✓ Seit wann besteht das Unternehmen?
✓ Wie groß ist das Unternehmen? (Wie viele Mitarbeiter beschäftigt es?)
✓ Wie profitabel arbeitet das Unternehmen? (Umsatz, Gewinn und so weiter)
✓ Welchen Marktanteil hat das Unternehmen in etwa?
✓ Wer sind die wichtigsten Konkurrenten?
✓ Wer ist der Chef und wie lange ist er schon in dieser Position?
✓ Welche wichtigen Ereignisse gab es im Unternehmen im letzten Jahr (neue Produkte. Requisitionen, wichtige Veränderungen beim Personal und so weiter)?

Alle Informationen, die Sie über diese grundlegenden Fragen hinaus erlangen können, gereichen Ihnen nur zum Vorteil. Es wäre vielleicht ganz nützlich zu wissen. ob das Unternehmen gerade die Unternehmensphilosophie ändert, ob es in seiner Branche an Marktanteilen hinzugewinnt oder ob es im Vorstandsbereich zuletzt größere Veränderungen gegeben hat. Einen großen Teil dieser Informationen erlangen Sie aus Zeitungsberichten oder Werbematerial, das Sie möglicherweise auch auf der Homepage des Unternehmens im Internet finden. Auf alle Fälle jedoch müssen Sie sich auf Ihr Netzwerk verlassen können, das Sie mit den letzten Informationen versorgt.

Checkliste für das Interview
Hier einige Vorschläge, wie Sie sich auf das Interview vorbereiten können:
✓ Schlafen Sie in der Nacht zuvor ausreichend.
✓ Wiederholen Sie Ihre kurze Selbstdarstellung (Sie wissen schon, die kurze Story, die Sie auch schon am Telefon benutzten).
✓ Kommen Sie rechtzeitig.
✓ Bringen Sie Kopien Ihres Bewerbungsschreibens und Ihrer Arbeitsproben mit.
✓ Bringen Sie Papier und einen Füllhalter (wirkt besser als ein Kugelschreiber) mit, um sich Notizen machen zu können.
✓ Grüßen Sie die Menschen, die Ihnen im Unternehmen begegnen, mit einem Lächeln.
✓ Wiederholen Sie noch einmal die drei oder vier wichtigsten Punkte, die Sie im Interview vortragen wollen.

Kleiden Sie sich ordentlich
Auch wenn die formelle Kleiderordnung in den meisten Unternehmen ebenso ausgestorben ist wie Durchschlagpapier und Schreibmaschine, verlangt die Etikette des Vorstellungsgesprächs immer noch, dass Sie zum Interview ordentlich angezogen sind. Ein dunkler Anzug mit hellem Hemd (Kostüm und Bluse) wirkt für Bewerbungen um einen Büro-Job immer professionell. Ansonsten sollten Sie alles vermeiden, was auffällig ist und provozierend wirken könnte. Ziehen Sie nichts an. was jemanden irgendwie überraschen könnte. Die Schuhe sollten sauber geputzt sein und die Sohlen keine Löscher aufweisen. Vermeiden Sie aufdringliches Parfüm oder Rasierwasser. Auch mit Schmuck sollten Sie sparsam umgehen.

Denken Sie an Ihre guten Manieren
Ohne dass Sie es überhaupt bemerken, könnten Sie sich schon ins Knie geschossen haben, bevor Sie dem Personalchef überhaupt die Hand zur Begrüßung gereicht haben. Wie? Indem Sie sich unabsichtlich geziert oder unhöflich verhalten. Machen Sie sich klar, dass Ihre Vorstellung in dem Augenblick beginnt, in dem Sie das Finnengelände betreten. Behandeln Sie die Empfangsdame und den Sicherheitsmenschen wie den Big Boss des Unternehmens. Lassen Sie sich nicht zu auffälligem Verhalten hinreißen – telefonieren Sie beispielsweise während Sie auf das Gespräch warten nicht mit Ihrem Handy; am besten. Sie schalten es vorher schon aus. Wesentlich häufiger, als Sie es sich vorstellen können, bittet der Personalchef Mitarbeiter, die Sie bereits beobachtet haben, um ihre Meinung über Sie – eine Untersuchung, die Robert Half International durchführte, besagt, dass 91 Prozent der leitenden Angestellten die Meinung ihrer Assistenten als wichtigen Faktor im Auswahlverfahren bei Einstellungen betrachten. Vor fünf Jahren waren es noch 60 Prozent.

Ein guter Anfang ist nichtig
Die ersten Augenblicke in einem Vorstellungsgespräch sind immer besonders kritisch für Sie ebenso wie für den Personalchef. Wenn Sie mit der Zeit mit Vorstellungsgesprächen besser vertraut werden (ich hoffe, die Zeit wird nicht zu lange sein), wird die Unsicherheit schwinden. Doch bis dahin sollten Sie folgende Tipps beachten:
✓ Der Händedruck bei der Begrüßung: Wenn der Personalchef nicht die Hand reicht, sollten Sie die Initiative ergreifen. Ein fester Händedruck (zerquetschen Sie nicht seine Hand, die braucht er noch, um Ihren Arbeitsvertrag zu unterschreiben), und danken Sie, dass man sich die Zeit für dieses Vor-stellungsgespräch genommen hat.
✓ Einführender Small Talk-. Die meisten Personalchefs beginnen das Vorstellungsgespräch mit ein wenig Small Talk, Sie wissen schon: ein paar Worte, um sich zu beschnuppern. Machen Sie mit, aber lassen Sie sich nicht zu Monologen hinreißen, die mit dem Job nichts zu tun haben. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich aufzuwärmen, mit dem Gesprächspartner auf eine Wellenlänge zu kommen. Stellen Sie sich auf seine Ausstrahlung ein, versuchen Sie das richtige Feeling für Ihren Gesprächspartner zu bekommen (er versucht das auch bei Ihnen).

Zeigen Sie Begeisterung
Ein Vorstellungsgespräch ist kein Pokerspiel. Man kann nur wenig gewinnen, aber. Viel verlieren, wenn man nicht zeigen kann, dass man sich um einen Job bewirbt, für den man seine Seele verkaufen würde. Die meisten Arbeitgeber suchen heute Leute, die sehr viel Energie mitbringen und begeisterungsfähig sind. Sicher, Sie sollten nicht versuchen, etwas zu erzwingen. Wenn Sie von Natur aus zurückhaltend sind, ist es auch in Ordnung. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Zurückhaltung nicht als Gleichgültigkeit missverstanden wird.

Einige interessante Situationen Während Vorstellungsgesprächen
Robert Half International bat seine Manager, die ungewöhnlichsten Situationen zu beschreiben, die sie von ihren Klienten und Kollegen gehört hatten. Die folgenden Situationen waren sicherlich sehr eindrucksvoll, jedoch bestimmt nicht im Sinn der Bewerber.
✓ Als ein Bewerber nach seiner schulischen Ausbildung gefragt wurde, antwortete er: Die brauche ich nicht. Ich bin durch die Schule des Lebens gegangen.
✓ Der Lebenslauf eines Bewerbers führte eine Person auf, die er Dad nannte. Als er gefragt wurde, ob dies sein Vater sei, antwortete er: Nein, aber ein Vater ist er.
✓ Als eine Bewerberin nach ihren Software-Kenntnissen gefragt wurde, zog sie ein Foto hervor, das sie neben einem Computer zeigte: Dieses Foto zeigt ganz eindeutig, dass ich mit Computern vertraut bin.
✓ Aus dem Aktenkoffer eines Kandidaten ertönte während des Interviews plötzlich ein lautes Beep-Beep-Beep. Der Kandidat öffnete den Koffer, stellte den Kurzzeitwecker ab und sagte: So, für eine Frage habe ich noch Zeit. Aber dann muss ich wirklich gehen, sonst komme ich zu meinem nächsten Vorstellungstermin zu spät.
✓ Ein Bewerber wurde vom Personalchef nach seinem Ideal-Job gefragt. Den ganzen Tag im Bett liegen, Schokolade essen und dafür auch noch bezahlt werden.
✓ Die Kandidatin betrat das Büro des Personalchefs mit einer großen braunen Tüte, zog daraus ein Butterbrot und Obst hervor und begann während des Vorstellungsgesprächs zu essen. Sie erklärte, während eines langen Tages mit vielen Vorstellungsgesprächen, sei Multi-Täsking eine absolute Notwendigkeit.

✓ Als man darüber sprach, weshalb der Kandidat aus mehreren Jobs gefeuert wurde, gab er zur Antwort, die Chefs hätten sich gegen ihn verschworen und ihn mit einem Fluch belegt. Er sei nun dabei, seine eigenen Untersuchungen anzustellen, um die Verschwörung aufzudecken.
✓ Als der Personalchef in die Empfangshalle kam, um die Bewerberin zu begrüßen, fütterte sie gerade ihr Tamagochi und bat ihn um einen Augenblick Geduld.

Achten Sie auf genaue Antworten
Routinierte Personalchefs interessieren sich oft weniger dafür was Sie antworten (sie können sich ohnehin vorstellen, dass Sie die meisten Fragen erahnen), sondern für die Art und Weise, wie Sie die Antwort rüberbringen: Wie präzise und prägnant Sie sich ausdrücken und wie logisch Sie Ihre Gedanken miteinander verbinden. Bevor Sie eine Frage beantworten, sollten Sie zweierlei tun:
✓ Stellen Sie sicher, dass Sie die Fragen auch richtig verstanden haben. Falls das nicht der Fall ist. fragen Sie noch einmal nach. (Habe ich richtig verstanden, dass …?)
✓ Lassen Sie sich ein bis zwei Sekunden Zeit, bevor Sie antworten und überlegen sie genau, was Sie sagen wollen.

Benutzen Sie Beispiele, um zu unterstreichen, Was Sie meinen Immer dann, wenn Sie vorhersehbare Fragen beantworten sollen, beispielsweise Was sind Ihre Stärken? , dann sollten Sie Ihre Antwort auch nachprüfbar belegen können. Wenn Sie sagen Ich bin im Projektmanagement ziemlich gut, dann sollten Sie diese Behauptung auch mit einem Beispiel belegen können, in meinem letzten Job habe ich innerhalb von sechs Monaten mehr als zwanzig Projekte koordiniert, wobei die einzelnen Fristen sich überschnitten. Es ging dabei um einzelne Events, deren Planung. Durchführung und Nachbereitung. Wenn Sie betonen wollen, dass Sie auch unter Stress arbeiten können – das ist heutzutage sehr wichtig – dann sollten Sie auch ein oder zwei Beispiele anführen können, die das belegen.

Die Nachbereitung eines Vorstellungsgesprächs
Ganz gleich, wie gut oder schlecht Sie glauben, sich in einem Interview geschlagen zu haben: Versuchen Sie, so bald wie möglich, zumindest eine Viertelstunde lang über das Vorstellungsgespräch nachzudenken. Machen Sie Notizen. Schreiben Sie die Fragen auf, die Ihnen möglicherweise Schwierigkeiten bereitet haben und überlegen Sie, wie Sie antworten würden, könnten Sie die Uhr noch einmal zurückdrehen. Machen Sie sich keine Vorwürfe, sondern denken Sie daran, dass man immer besser werden kann. Allerdings sollten Sie einige Punkte besonders beachten.

✓ Ihr Erscheinungsbild: Waren Sie angemessen gekleidet?
✓ Ihre Vorbereitung: Wussten Sie so viel, wie Sie hätten wissen sollen?
✓ Ihr mentaler Zustand: Waren Sie so entspannt, wie Sie es sein wollten? Falls nicht, weshalb nicht?
✓ Zuhören-. Waren Sie ausreichend konzentriert? Wenn Sie Schwierigkeiten hatten sich zu konzentrieren, weshalb?

Gehen Sie strategisch vor, wenn Sie Fragen stellen
Die meisten Personalchefs, insbesondere diejenigen, die sich in die Kunst der Interviews vertieft haben, bieten Ihnen am Ende des Gesprächs die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Haben Sie gut aufgepasst und sorgfältig zugehört, dann kommen die Fragen ganz von allein und sie sollten zeigen, dass Sie sich zumindest mit dem Unternehmen befasst und sich informiert haben.
Wenn Ihnen aber nichts einfällt – und vorausgesetzt, darüber wurde nicht schon im Interview gesprochen – könnten Sie einige der folgenden Fragen stellen:
✓ Über welche Fähigkeiten und Fertigkeiten muss man verfügen, um in diesem Job besonders erfolgreich zu sein?
✓ Sollte ich eingestellt werden, was wären dann meine wichtigsten Aufgaben?
✓ Wie sehen Sie die Zukunft des Unternehmens?
Das Gute an diesen Fragen ist, dass Ihr Gesprächspartner sich bei der Beantwortung vorstellen muss, Sie hätten den Job. Außerdem verraten die Antworten etwas darüber, wie Ihre Chancen stehen.

Rückmeldung
Vergessen Sie nicht, jedem, mit dem Sie gesprochen haben, so bald wie möglich, ein kurzes Wort des Dankes zu schicken. In Ihrem Brief sollten Sie Dankbarkeit ausdrücken, Ihr Interesse an dem ausgeschriebenen Job und noch einmal zwei oder drei Punkte wiederholen, die zu Ihren Gunsten sprechen. Vergessen Sie nicht, dass Robert Half International feststellte, 76 Prozent der Personalchefs hielten es für sehr hilfreich, wenn aussichtsreiche Bewerber im Anschluss an ein Vorstellungsgespräch einen kleinen Danke-Brief schickten. Wenn Sie nach einigen Wochen noch nichts aus der Personalabteilung gehört haben, können Sie ruhig einmal anrufen. Erinnern Sie an Ihren Namen und fragen sie. ob für den Job, für den Sie sich beworben haben, schon eine Entscheidung gefallen ist. Wurde noch keine Entscheidung getroffen, fragen Sie, wann damit zu rechnen sei – in ein paar Tagen, ein zwei Wochen? Wurde die Stelle inzwischen anderweitig vergeben, sollten Sie sich dennoch für den Vorstellungstermin bedanken.

Erkunden Sie rechtzeitig den Arbeitsmarkt – Karriereplanung Vorlage

Höchstwahrscheinlich wissen Sie ein wenig über sehr viele verschiedene Berufe. Dieses Wissen kann aus allen möglichen Quellen stammen: aus Ihrer eigenen Erfahrung, von Freunden oder Familienmitgliedern, aus Filmen, aus Fernsehsendungen, die Menschen in verschiedenen Berufen zeigen (oder weiß irgendjemand nicht, wie die Arbeit eines Kriminalkommissars aussieht?), von Job-Börsen, die Sie vielleicht besucht haben oder aus Unterhaltungen mit Leuten aus der Personalabteilung, wenn Sie sich schon einmal vorgestellt haben. Mit anderen Worten: Sie haben schon eine grobe Vorstellung davon, wie ein typischer Arbeitstag aussehen würde, wären Sie Forstarbeiter, Grafikdesigner, Software-Programmierer oder Hotelmanager. Es wäre allerdings ideal, hätten Sie schon ein paar Wochen lang ein Praktikum im Forst, in einer Werbeagentur, in einer IT-Abteilung oder in einem Hotel gemacht hätten. Dies ist auch der Grund dafür, dass Praktika für Studenten eine so wertvolle Erfahrung sein können. Leider gibt es nicht sehr viele Berufe, die man vor einer Berufswahl ausprobieren kann. Deshalb sind die Chancen, tatsächlich in jedem Beruf zur Probe arbeiten zu können, in dem man glaubt, glücklich werden zu können, sehr begrenzt. Doch gibt es glücklicherweise noch andere Informationsquellen. Sie sollten sie einfach nutzen.

Informationen Von Vater Staat
Am besten sollten Sie mit einem Handbuch beginnen, das Sie bei jedem Arbeitsamt erhalten können. Es heißt: Beruf aktuell. Dies Geldanlageberater erscheint jährlich neu und wird an allen Haupt- und Realschulen kostenlos verteilt. Herausgegeben wird es von der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg. Was diesen Führer durch alle Berufsbilder so wertvoll macht, sind die Einzelheiten, die Sie zu jedem Beruf erfahren.
✓ Kurzbeschreibung der Tätigkeit
✓ Ausbildungsdauer
✓ Anzahl der derzeit in der Ausbildung stehenden Personen
✓ Hinweise auf weitere Informationen (Blätter zur Berufskunde, in denen die einzelnen Berufe ausführlich beschrieben werden, auch mit Zugangsvoraussetzungen.

Dieser Geldanlageberater gibt einen Überblick über alle anerkannten Ausbildungsberufe, die durch das Berufsbildungsgesetz geregelt sind, über die Berufe mit geregelten Ausbildungsgängen an beruf-lichen Schulen, in Betrieben und Verwaltungen sowie Berufe nach einem Studium an Fach-hochschulen. Die vorgestellten Berufsbilder reichen von A wie Abfalltechniker/in bis Z wie Zytologie Assistent/in. Sie werden staunen, wie viele verschiedene Ausbildungsberufe es in Deutschland gibt.

Außerdem werden Fragen zur Zukunft der Berufe beantwortet, also Reschäftigungschancen und Beschäftigungsrisiken aufgeführt. Wertvoll sind auch die Tipps zur finanziellen Förderung. Ebenfalls sehr wichtig kann für Sie das Artikel über die Aufstiegsweiterbildung sein, denn ganz sicher wollen Sie in Ihrem Beruf auch einmal in eine leitende Position kommen. Im Anhang finden Sie das Artikel Medien zur Berufsorientierung. Hier können Sie reichhaltiges Informationsmaterial finden und es auch beim Arbeitsamt bestellen. Meist genügt ein kurzer Anruf bei dem für Sie zuständigen Arbeitsamt. Im Arbeitsamt selbst stehen Ihnen sachkundige Mitarbeiter zur Verfügung, mit denen Sie ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren können.

Suchen Sie im Internet
Haben Sie einen Internet-Anschluss, so können Sie auch unter arbeitsart*de nachsehen. Für Abiturienten dürfte das Abi Berufswahl-Magazin sein, das Sie auch im Internet
unter abimagazin*de aufrufen können.

Fragen und Antworten: Vereinbaren Sie ein Informationsgespräch
Eine der besten – und oftmals verlässlichsten – Möglichkeiten, eine Vorstellung zu bekommen, wie es in der Realität in einem Beruf oder einer Branche aussieht, ist es, wenn Sie Informationen aus erster Hand bekommen – von jemandem, der im Augenblick auf diesem Gebiet arbeitet. Diese Art von Unterhaltung nennt man Informationsgespräch – im Gegensatz zu einem Vorstellungsgespräch.

Wenn Sie sich mit einem Gesprächspartner in einem Unternehmen verabreden, dann betonen Sie, dass Sie sich über einen Beruf informieren wollen. Ansonsten könnte es zu Missverständnissen kommen, weil man annehmen könnte. Sie wollten zu einem Vorstellungsgespräch kommen.
Hier einige Ratschläge, wie Sie Informationsgespräche am besten für sich nutzen.
✓ Suchen Sie Kontakte zu Menschen, die sich auskennen. Wenn Sie sich nach möglichen Gesprächspartnern umsehen. dann sollten Sie nach solchen Personen suchen, die schon mindestens drei oder vier Jahre in diesem Beruf sind, den Sie gerade erkunden wollen. Am besten wäre es (allerdings ist dies nicht unbedingt notwendig), dass diese Person in Ihrem Alter ist oder jemand, mit dem Sie sich identifizieren können. Wenn Sie niemanden kennen, auf den dies zutrifft, dann fragen Sie bei Freunden. Bekannten, Studienkollegen oder sogar in ihrer Studentenverbindung nach.
Fragen Sie und Sie werden Antworten bekommen .Vorausgesetzt der Zeitplan ermöglicht es und
✓ Sie wenden sich in aller Form am ein Unternehmen dann werden die meisten Ansprechpartner aus dem Personalbüro damit einverstanden sein, Sie zu empfangen. Sie werden angenehm überrascht sein wie viele Menschen – sogar Fremde – bereit sind, Ihnen zu helfen, wenn Sie sich freimütig nach ihren Erfahrungen erkundigen. Gelegentlich könnten Sie auf jemanden treffen, der wenig auskunftsfreudig ist, doch die meisten Menschen, die ihren Beruf lieben, erzählen anderen gern darüber.
✓ Bereiten Sie sich vor. Je besser Sie sich vor einem solchen Treffen vorbereiten und schon aus anderen Quellen informieren, umso mehr werden Ihnen die Gespräche nützen. Machen Sie sich – durch Bücher, Zeitschriften oder im Internet – schon mit den Grundlagen vertraut. Auf diese Weise sind Sie besser gerüstet, intelligente Fragen zu stellen. Es ist keine schlechte Idee, mit einem Fragenkatalog in ein solches Gespräch zu gehen. Sie könnten vielleicht einige der folgenden Fragen stellen:
• Weshalb haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?
• Wie haben Sie Ihre erste Anstellung bekommen?
• Können Sie mir einen typischen Arbeitstag beschreiben?
• Wie viele Stunden arbeiten Sie durchschnittlich in der Woche?
• Würden sie sich noch einmal für diese Tätigkeit entscheiden?
• Welchem Stress sind Sie in dieser Tätigkeit ausgesetzt?
• Was gefällt Ihnen an Ihrer Tätigkeit am besten?
• Was mögen Sie am wenigsten?
• Welche Talente und Fähigkeiten braucht man, um in diesem Beruf erfolgreich zu sein?

✓ Kleiden Sie sich angemessen und achten Sie auf gutes Benehmen. Informationsgespräche kann man ebenso leicht am Telefon führen wie persönlich. Besser jedoch sind Gespräche, die man persönlich führt, vorausgesetzt Sie brauchen keine lange Reise zu unternehmen, um sich mit dem Gesprächspartner zu treffen. Wenn Sie persönlich mit jemandem sprechen, dann sollten Sie gut aussehen, besonders, wenn Sie sich im Unternehmen vorstellen. (Ziehen Sie sich so an, als ob Sie sich tatsächlich für einen Arbeitsplatz bewerben wollten.) Auch wenn Sie im Augenblick keine Anstellung suchen, könnte Ihnen der Gesprächspartner dabei helfen, später einmal einen Job zu bekommen. Und deshalb sollten Sie einen möglichst guten Eindruck machen.

✓ Bedanken Sie sich. Nehmen Sie sich unbedingt die Zeit – höchstens bis zum nächsten Tag – um sich mit einem kurzen Brief (auch ein E-Mail ist in Ordnung) bei ihrem Gesprächspartner für die Informationen und die Zeit, die er Ihnen zur Verfügung gestellt hat. zu bedanken.

Nehmen Sie einen Teilzeit-Job an
Vorausgesetzt, Sie können es ermöglichen (mit anderen Worten, Sie sind nicht gerade als Vollzeitkraft beschäftigt), dann ist die Arbeit als Teilzeitkraft oder als Praktikant eine der besten Möglichkeiten, umfassende Erkenntnisse in verschiedenen Berufen zu erlangen. Sicherlich, kein Zeitarbeitsunternehmen wird Sie in einen Job vermitteln, mit dem Sie nicht zurechtkommen. Doch als Praktikant könnten Sie die Möglichkeit haben, in verschiedenen Tätigkeiten, Unternehmen und Branchen Erfahrungen zu sammeln. Dann haben Sie die Chance, Profis zu treffen, mit ihnen zu arbeiten und sie näher kennenzulernen, was sonst nicht möglich wäre. Die beste Chance als Teilzeitarbeiter eine Beschäftigung zu finden, ist eine Zeitarbeitsagentur oder eine Personalberatung, die sich auf dem Gebiet spezialisiert hat, an dem Sie interessiert sind. Gute Personalberatungen oder Zeitarbeitsagenturen – besonders diejenigen, die sich auf eine bestimmte Branche spezialisieren – wissen genau, welche Fertigkeiten und Qualitäten die Arbeitgeber in verschiedenen Bereichen suchen, wenn Sie Einstellungsgespräche führen. Mitarbeiter der Personalberatungen können Ihnen sehr gute Auskünfte darüber geben, wie gut Sie zu vermitteln sind und Ihnen Ratschläge geben, wie Sie Ihre Chancen verbessern können.

Schauen Sie bei Stellenangeboten nach
Stellenanzeigen in den Tageszeitungen. Fachzeitschriften und Online-Jobbörsen richten sich in erster Linie an Leute, die einen Job suchen. Doch wenn die Anzeigen sehr ausführlich und gut verfasst sind, können Sie daraus sehr fruchtbare Informationen darüber erhalten, welche Ansprüche die Arbeitgeber heutzutage in den verschiedenen Bereichen stellen. Wenn Sie einige Dutzend Anzeigen gelesen haben, die sich auf eine bestimmte Tätigkeit beziehen, sollten Sie eigentlich bemerkt haben, dass bestimmte Formulierungen (beispielsweise gute Kommunikationsfertigkeiten) immer wieder Vorkommen – ein zuverlässiges Anzeichen dafür, dass Sie selbst diese Eigenschaft haben müssen, wenn Sie überhaupt eine Chance in dieser Branche haben wollen.

Seien Sie Ihr eigener Chef und bauen Sie den Geschäftsplan – Karriereplanung Strategien

Gleichgültig, wie motiviert Sie sind. Ihr eigenes Geschäft zu eröffnen und wie gut Sie psychologisch für die Herausforderungen der Selbstständigkeit gerüstet sind, es gibt noch viel Arbeit zu erledigen, bevor Sie Ihre Visitenkarten in Auftrag geben können. Sie müssen den Markt analysieren. Und bevor Sie aus Ihrem Angestelltendasein Abschied nehmen, müssen Sie sicher sein, dass es für das Produkt oder den Service, den sie anbieten auch einen hinreichend großen Markt gibt. Die Schlüsselfrage dabei ist: Gibt es ausreichend potenzielle Kunden oder Klienten in Ihrer Region, damit Sie so viel verdienen können, wie Sie brauchen? Ja, Ihre Fähigkeit, Kunden zu gewinnen und zu halten, hängt zu einem großen Teil davon ab, wie gut Sie sind und wie hart Sie arbeiten. Doch der Markt muss unabhängig davon untersucht werden. Sie könnten der großartigste Hundetrainer der Welt sein, der bereit ist, Tag und Nacht zu arbeiten, und es dennoch nicht schaffen, Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, wenn in Ihrer Region ausschließlich Katzenliebhaber wohnen. Niemand zweifelt an Ihrem Fachwissen, es gibt lediglich keinen Bedarf oder keinen Markt für Ihre Dienstleistung, völlig gleichgültig, wie gering Ihre Preise sind. Und selbst wenn jeder Dritte in Ihrer Stadt einen Hund hätte – das wäre ein sehr großer Markt – müssten Sie immer noch in Betracht ziehen, wie viele andere Hundetrainer ebenfalls das große Geschäft machen wollen. Gehen wir davon aus, Ihre potenziellen Kunden haben bereits viele Möglichkeiten (das ist in der Regel eine sehr sichere Annahme) dann sollten Sie sich die Frage stellen, weshalb jemand gerade Ihr Produkt oder Ihren Service in Anspruch nehmen, und keine der anderen möglichen Optionen wählen sollte.

Führen Sie eine Marktuntersuchung durch
Die beste Möglichkeit, ein Gefühl für den Markt für Ihre besondere Spezialität zu bekommen ist das, was auch Großunternehmen tun, bevor sie ein neues Produkt oder einen neuen Service auf den Markt bringen: Sie führen eine Marktuntersuchung durch. Es ist allerdings nicht notwendig, eine ganze Armee externer Spezialisten auf die Straßen zu schicken – sie können selbst recherchieren. Das bedeutet, dass Sie mit möglichst vielen Verkäufern oder Käufern sprechen. Verkäufer sind natürlich diejenigen, die gerade ihren Lebensunterhalt mit dem verdienen. was Sie zu tun hoffen. Käufer sind potenzielle Klienten oder Kunden. Es könnte natürlich sein, dass Sie in beiden Kategorien persönliche Bekannte haben – vielleicht durch Ihren Job oder weil Sie Mitglied eines Berufsverbandes sind. Ansonsten müssen Sie sich auf Ihr persönliches Netzwerk verlassen, um Namen zu erhalten und um Vorstellungen zu vereinbaren. In jedem Fall sollten Sie sich nicht scheuen, um Rat und Hilfe zu bitten. Es ist gut möglich, dass einige dieser Leute – insbesondere die Verkäufer – nicht besonders begeistert sind mit Ihnen zu sprechen, weil sie befürchten, Sie könnten ihre Geheimnisse entdecken und Konkurrent werden. Wenn Sie es allerdings richtig anstellen, dann werden Ihnen die meisten Leute eine ehrliche Auskunft darüber geben, wie der Markt hier funktioniert und was Sie tun müssen, um sich zu etablieren. Hier nun einige Fragen, die Sie unbedingt stellen sollten:
✓ Fragen an Verkäufer:
• Wie hart umstritten ist der Markt insgesamt? Gibt es mehr Angebote oder ist die Nachfrage größer?
• Wie stark ist der Markt segmentiert? (mit anderen Worten: bietet jeder die gleichen Produkte oder Dienstleistungen an oder gibt es hier verschiedene Nischen, jeweils mit eigenem Bedarf und eigenen Charakteristika?)
• Welche Kriterien legen Käufer in der Regel an, wenn sie ein Produkt oder einen Dienstleister auswählen?
• Wie hoch sind in der Regel die Preise (Honorare)?
• Wie lange dauert es in der Regel, bis Käufer sich entscheiden?
• Wie viel Zeit und Aufwand müssen Verkäufer in der Regel betreiben, um ihre Waren
und Dienstleistungen bekannt zu machen und zu verkaufen?
✓ Fragen an Käufer:
• Welche Kriterien legen Sie an, wenn Sie ein Produkt oder einen Dienstleister auswählen?
• Was halten Sie für einen fairen Preis für dieses Produkt oder jene Dienstleistung?
• Wenn Sie wissen, dass Sie ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte. Dienstleistung wollen oder benötigen, wie lange brauchen Sie in der Regel, um sich für einen Anbieter zu entscheiden?
• Was könnte Sie dazu motivieren, von einem Anbieter zu einem anderen zu wechseln?

Entwickeln Sie Ihren Geschäftsplan
Vielleicht ist bei Ihnen der Eindruck entstanden, dass ein Geschäftsplan etwas ist, das nur Unternehmensgründer benötigen, die viel Geld verdienen wollen.

Denken Sie noch einmal nach. Jeder – ja. jeder – der ein Geschäft eröffnet, sollte sich die Zeit nehmen und einen Geschäftsplan entwerfen, ganz unabhängig davon, wie bescheiden seine wirtschaftlichen Ziele sind. Der Plan muss kein literarisches Meisterwerk darstellen (den Nobelpreis für Literatur überlassen wir gern anderen), und es reicht völlig aus, wenn Sie drei oder vier Platt Papier beschreiben. Wichtiger als das Dokument selbst, ist nämlich die Entwicklung des Geschäfts Plans. Das Aufschreiben zwingt Sie dazu, über die Themen nachzudenken, die über Ihren Erfolg entscheiden. Und meistens wird dadurch das Risiko verringert, falsche Entscheidung zu treffen.
Wenn Sie noch nicht wissen, wie man einen Geschäftsplan entwickelt, brauchen Sie sich keine großen Sorgen zu machen. Gehen Sie ins Internet und rufen Sie eine Suchmaschine auf. Als Suchwort geben Sie Geschäftspläne ein und Sie werden automatisch an die richtigen Websites geführt. Sie können allerdings auch Software kaufen, die Sie Schritt für Schritt durch diesen Prozess führt. Und außerdem können Sie Unternehmensberater engagieren, die Ihnen gegen ein Honorar helfen, das Dokument zu erstellen. Gleichgültig, welche Option Sie wählen, es geht immer um die gleichen Themen. Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Fragen, die Sie beantworten müssen.

Denken Sie in jedem Abschnitt nach, was bestenfalls oder schlimmstenfalls geschehen könnte, so dass Ihr Plan möglichst realistisch wird:
✓ Das Kerngeschäft: Welches Produkt oder welche Dienstleistungen werden Sie Ihren Klienten und Kunden anbieten? Sind diese Produkte und Dienstleistungen bereits entwickelt oder sind sie noch in der Entwicklung? Welche Rechtsform soll Ihr Unternehmen haben? (Bei dieser letzten Frage sollten Sie unbedingt mit Ihrem Steuerberater sprechen.)
✓ Der Markt: Wem werden Sie Ihre Dienstleistungen oder Produkte anbieten: Unternehmen oder Endverbrauchern? Gibt es bestimmte Segmente – Branchen. Regionen, Preisüberlegungen oder andere Faktoren – die Sie im Blick haben? Wächst dieser Markt oder wird er kleiner?
✓ Untemehmensvision: Was wollen Sie letztlich erreichen? Wollen Sie eine Ein- Mann-Angelegenheit bleiben? Wollen Sie eine Art Boutique einrichten, die spezielle und genau definierte Bedürfnisse befriedigt oder wollen Sie unter die Fortune 500 aufrücken? Wollen Sie Produkte anbieten oder Dienstleistungen? Wollen Sie nur wenige Kunden und Klienten oder wollen Sie den Massen Markt?
✓ Finanzielle Ziele: Wie viel Umsatz hoffen Sie mit Ihrem Geschäft oder Ihrer Praxis kurz- und langfristig zu erzielen?
✓ Investitionen-. Wie viel Kapital ist erforderlich, um Ihr Geschäft oder Ihre Praxis einzurichten? Wie hoch werden die monatlichen Betriebskosten sein?
✓ Personal. Wie viel Personal brauchen Sie, um Ihr Geschäft betreiben zu können? Welche Fertigkeiten sind dafür erforderlich? Gibt es in dieser Region ausreichend qualifizierte Arbeitnehmer? Wie wollen Sie diese anwerben, trainieren und bezahlen? Können Sie sich mit anderen Unternehmern zusammentun um die Bedürfnisse Ihrer Klienten zu befriedigen?
✓ Unique selig Proposition: In welcher Hinsicht unterscheidet sich Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung von denen Ihrer Konkurrenten? Ist es der Preis? Die Qualität? Die Geschwindigkeit? Haben Sie die innovativeren Angebote?
✓ Der Marketing Plan: Wie beabsichtigen Sie Ihre Leistungen zu bewerben und zu verkaufen? Wollen Sie es mit Direkt Mail versuchen, per Internet, mit Anzeigen. per Direktverkauf oder über Handelsvertreter? Wer wird alles koordinieren und wer wird den tatsächlichen Marketing Plan umsetzen?
✓ LadenlokaliBüro: Wie viel Platz werden Sie brauchen? Wo werden Sie sich niederlassen? Und wenn Sie außerhalb Ihres Heims arbeiten, wie viel Miete werden Sie zahlen müssen?
✓ Die Konkurrenzsituation: Wer sind Ihre Konkurrenten (beispielsweise Personen oder Unternehmen, die derzeit die gleiche Arbeit verrichten)? Welches sind Ihre Stärken und Ihre Schwächen? Wie lange sind Sie schon im Geschäft? Wie stark ist die Bindung zu Ihren potenziellen Kunden oder Klienten?
Machen Sie sich keine Gedanken, wenn Sie noch nicht sofort alle Fragen beantworten können. Das Wichtige an der Entwicklung eines Geschäftsplans ist es, jeden Aspekt sorgfältig zu prüfen – bevor Sie Ihr Unternehmen tatsächlich gründen.