Gemeinlastprinzip, Gemeinnützigkeit, Gemeinsamer Markt und Gemeinschaftsteuer – und was das bedeutet – Wirtschaftsbegriffe Liste

Gemeinlastprinzip
Leitlinie in der Umweltpolitik, nach der im Gegensatz zum Verursacherprinzip die Kosten, die mit der Vermeidung oder der Beseitigung von Umweltschäden verbunden sind, der Allgemeinheit angelastet werden. Angewendet wird das G. beispielsweise bei öffentlichen Kläranlagen oder Mülldeponien. – Siehe auch Umweltökonomie.

Gemeinnützigkeit
eine auf die selbstlose Förderung der Allgemeinheit ausgerichtete Tätigkeit. Körperschaften, die ausschließlich gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen, sind von der Körperschaft-, Vermögen- und Gewerbesteuer befreit. Spenden für diese Zwecke werden bei der Einkommensteuer als Sonderausgaben berücksichtigt.

Gemeinsamer Markt
eine Form der wirtschaftlichen Integration, die über die Zollunion hinausgeht. Ziel ist die Verschmelzung der Volkswirtschaften zu einem einzigen großen Binnenmarkt. Ein Beispiel ist der Europäische Binnenmarkt.

Gemeinschaftsteuer
Steuer, die Gemeinden, Länder und Bund unter sich nach einem vereinbarten Schlüssel aufteilen. Das sind beispielsweise Lohn- und Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Kapitalertragsteuer und Umsatzsteuer.

HV, Haushalt, Haushaltsdisziplin und Haushaltsfreibetrag- und was das bedeutet – Wirtschaftsbegriffe Liste

Hauptversammlung, HV
wesentliche Einrichtung (Organ) bei einer AG, zu der alle Aktionäre mit Stimmrecht gehören. In der HV beschließen die Aktionäre im Wesentlichen über
• die Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner,
• die Verwendung des Bilanzgewinns,
• Kapitalerhöhungen oder -herabsetzungen,
• die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Haushalt
in der Volkswirtschaft Wirtschaftseinheiten, die im Gegensatz zu Unternehmen Güter zur Bedürfnisbefriedigung konsumieren (private Haushalte). Das Wirtschaften der privaten H. wird im Rahmen der Volkswirtschaftslehre in der Haushaltstheorie untersucht. Die privaten H. sind ein wichtiger Sektor im Wirtschaftskreislauf. Die Einnahme- und Ausgaberechnung des öffentlichen Sektors wird in der Finanzwissenschaft als öffentlicher Haushalt bezeichnet.

Haushaltsdisziplin
eine Forderung an die Staaten der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU), die staatlichen Ausgaben zu begrenzen, um langfristig einen stabilen Euro zu gewährleisten. Im Haushalt der Staaten war dabei ein Defizit von höchstens 3 % des Bruttoinlandsprodukts erlaubt.

Haushaltsfreibetrag
bei der Einkommensteuer ein Freibetrag für allein Stehende mit mindestens einem Kind. Der verminderte das zu versteuernde Einkommen. Er wurde 2005 vollständig abgeschafft.

Geldschöpfung und Geldtheorie – und alles darüber – wichtige Wirtschaftsbegriffe

Geldschöpfung
die Vermehrung der Geldmenge durch Schaffung von zusätzlichem Geld. Unterschieden wird die Bargeldschöpfung durch die Ausgabe von Banknoten und Münzen und die Giralgeldschöpfung über das Bankensystem (Gegenteil: Geldvernichtung). Der Prozess der Giralgeldschöpfung erfolgt über die Erhöhung der Menge an Giral- oder Buchgeld (Geld auf Konten), da die Banken Geld ihrer Kunden, das auf Giro- oder Sparkonten gutgeschrieben ist, nicht im Tresor aufbewahren, sondern zum überwiegenden Teil dazu benutzen, als Kredit an andere Kunden weiterzugeben. Der Kreditbetrag wird dem Kunden auf einem Konto zur Verfügung gestellt, der damit z.B. ein Auto kauft und den Kaufpreis auf ein Konto des Kfz-Händlers überweist. In jedem Schritt wird dabei quasi neues Geld geschaffen und die umlaufende Geldmenge erhöht. Ähnliches geschieht, wenn Banken von ihren Kunden z. B. Wechsel ankaufen und den Gegenwert auf dem Konto des Kunden gutschreiben.

Geldtheorie
Disziplin der Wirtschaftswissenschaften, die Wesen und Funktionen, Wert und Wirkungen des Geldes untersucht. Theorien zur Definition des Begriffes Geld: Die Vertreter des Metallismus betrachteten Geld als ein Gut, das seinen Wert aus der Qualität des Materials, aus dem es besteht, ableitet, die es auch für andere Zwecke geeignet macht. Die Konventionstheorie sah im Geld das Instrument, das nur für den Umlauf Verwendung findet und seine Geltung aus Vereinbarungen herleitet. In den Funktionswerttheorien wurde der Wert des Geldes aus der Kaufkraft abgeleitet: In der Liquiditätstheorie macht die Herstellung von Tauschbereitschaft über das Medium Geld dessen Qualität aus. Theorien über den Wert des Geldes: Nach der Produktionstheorie hängt der Wert von dem Aufwand an Arbeit ab, der zur Erzeugung des Geldes erforderlich ist. Nach der subjektiven Wertlehre ergibt sich der Wert aus dem Grenznutzen (abgeleitet aus dem Gebrauchswert der für Geld angeschafften Güter), den es dem stiftet, der darüber verfügen kann.

Die makroökonomische Markttheorie bestimmt den Geldwert aus dem Verhältnis von gesamtwirtschaftlicher Geldnachfrage und gesamtwirtschaftlichem Geldangebot. Nach der mikroökonomischen Markttheorie bestimmt sich der Geldwert nach der Vorliebe der Wirtschaftssubjekte, Geld in der Kasse zu halten. Nach der Einkommenstheorie ergibt sich der Wert aus dem Prozess der Entstehung und Verwendung des Einkommens. Theorien über die Wirkung des Geldes versuchen, wichtige Zusammenhänge zwischen Geldmenge und bestimmten gesamtwirtschaftlichen Größen (Preisniveau, Zins, Produktion, Beschäftigung, Wechselkurs) zu erklären. Vertreter der modernen G. wie JOHN M. KEYNES sehen einen aktiven Einfluss des Geldes auch auf die realen Vorgänge der Wirtschaft. In der G. von MILTON FRIEDMAN führt eine Zunahme der Geldmenge zu steigenden Ausgaben.

Handelsgesellschaft, HGB und Handelshemmnis – und alles darüber – wichtige Wirtschaftsbegriffe

Handelsgesellschaft
Gesellschaft, für die die Vorschriften über Kaufleute gelten, weil sie entweder ein Handelsgewerbe betreibt (OHG, KG) oder weil das Gesetz ihr ohne Rücksicht auf den Gegenstand ihres Unternehmens die Kaufmannseigenschaft beilegt (AG, KgaA, auch GmbH).

Handelsgesetzbuch, HGB
regelt das deutsche Handelsrecht und ist als Allgemeines Deutsches Handelsrecht seit 1861 in Kraft, 1897 durch Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geändert und in neuer Fassung am 1. 1. 1990 gemeinsam mit dem BGB in Kraft getreten. Es beinhaltet Vorschriften über Handelsstand, Handelsgesellschaften, Handelsgeschäfte und weitere Einzelbestimmungen über handelsrechtliche Beziehungen. Neben dem HGB gelten handelsrechtliche Sondergesetze, wie Aktiengesetz, Wechselgesetz, Scheckgesetz und GmbH-Gesetz. Ergänzend kommen Vorschriften des BGB zur Anwendung. In Österreich wurde das deutsche HGB 1938 eingeführt und blieb nach 1945 in Kraft. In der Schweiz ist das Handelsrecht im Obligationenrecht vom 30. 3. 1911 enthalten.

Handelshemmnis
jede Einschränkung des internationalen Freihandels durch Zölle (tarifäre Handelsbeschränkungen), Sanktionen, aber auch durch unterschiedliche Rechts- und Wirtschaftsordnungen (nicht tarifäre Handelsbeschränkungen). Die Beseitigung von Zöllen und Mengenbeschränkungen (Kontingente) im Warenverkehr zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union war ein wichtiger Schritt zum Europäischen Binnenmarkt. Global bemüht sich die WTO um eine Reduzierung bzw. Beseitigung der H. mit dem Ziel des Freihandels

Handelshemmnis

Nicht tarifäre Handelsbeschränkungen
Gruppe 1 Gruppe 4 Gruppe 5
Subventionen mengenmäßige Beschrän­kungen und Importlizenzen Zusatzabgaben, Hafen- und statistische Gebühren
Regierungskäufe Embargos und andere Beschränkungen Grenzausgleichsteuer
Wettbewerbsbeschränkungen Filmkontingente vorherige Einfuhrdepots
Gruppe 2 Diskriminierung aufgrund bilateraler Verträge veränderliche Abschöpfungen
Konsularformalitäten Devisenkontrollen diskriminierende

Kreditbeschränkungen

Zollwertbestimmungen Maßnahmen zur Regulierung inländischer Preise Notstandsmaßnahmen
Antidumpingzölle
Zolltarifierung Exporteinschränkungen
Gruppe 3 Diskriminierung bezüglich Lieferanten
Industrie-, Gesundheits-, Sicherheits- und andere Normen Zollkontingente andere Beschränkungen
Verpackung, Etikettierung und Ursprungsangaben

 

Geschichte des Geldes – und die Bedeutung davon – Wirtschaftsbegriffe Übersicht

Geschichte des Geldes
Schon sehr früh wurden Gegenstände als Tauschmittel und Wertmaßstab stellvertretend für alle anderen Güter als sog. Natural- oder Warengeld eingesetzt. So finden sich bei den Höhlenbewohnern Westeuropas bereits um 25 000 v.Chr. kleine Äxte aus Jade, die als eine Art Geld benutzt wurden. Nach verwendetem Material und dem Abstraktionsgrad, der mit dem Entwicklungsstand einer Gesellschaft zunimmt, lassen sich folgende Gruppen unterscheiden: Steingeld, Ring- und Zahngeld, Schmuckgeld, Kleidergeld, Nutzgeld – darunter fallen Nahrungs- und Genussmittel, z.B. Kakaobohnen in Alt-Mexiko und Nicaragua – sowie ungeformtes und geformtes Metallgeld. Zu den ältesten und am weitesten verbreiteten Geldarten gehören die Kauri-Schnecken aus dem Indischen und dem Pazifischen Ozean. Sie dienten in Asien, Ozeanien und Afrika bis Mitte des 20.Jh. als Zahlungsmittel. Der Wert der Kaurischnecken stieg dabei mit der Entfernung von ihrem Ursprungsort.

In Europa sind Münzen seit ca. 600 v. Chr. als Zahlungsmittel bekannt, als erstmals eine Drachme genannte Münze im griechischen Stadtstaat Athen gehandelt wurde. Im weiteren Verlauf wechselten sich Gold- und Silbermünzen je nach der Wertrelation zwischen den beiden Edel-metallen in ihrer Bedeutung als Zahlungsmittel ab. Geld Von Beginn an kam es dabei zu Münzfälschungen, meist durch Nachguss, seltener durch Nachprägung von Kopien mit geringerem Feinmetallgehalt. Nicht selten wurde dies von amtlicher Seite veranlasst, z.B. in der Falschmünzerei Friedrichs des Großen zur Kriegsfinanzierung während des Siebenjährigen Kriegs (1756-63). Bis Ende des 19. Jh. waren Münzen die wichtigste Geldart in Europa.

Homebanking, Homo oeconomicus und Humanisierung der Arbeit – und was das bedeutet – Wirtschaftsbegriffe Liste

Homebanking
Bankgeschäfte, die mithilfe eines Computers und eines Internetzugangs von zu Hause aus abgewickelt werden können. Um eine hohe Sicherheit während der Übertragung der Daten zu gewährleisten, werden verschiedene Sicherheitssysteme eingesetzt: Meist meldet sich der Kunde über eine Personalidentifikationsnummer (PIN) am Banksystem an und legitimiert jeden Auftrag über eine Transaktionsnummer (TAN), die er von der Bank bekommen hat. Daneben etabliert sich zz. der HBCI-Standard, der mittels einer Chipkarte den login erlaubt; allerdings muss dafür ein weiteres Gerät, das Kartenlesegerät, an den Computer angeschlossen werden. Ein großer Vorteil des H. ist, dass der Kunde nahe-zu alle Bankgeschäfte rund um die Uhr und von jedem (computerisierten) Ort abwickeln kann.

Homo oeconomicus
Modellvorstellung der klassischen Nationalökonomie eines idealen, ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten denkenden und handelnden Menschen. Das Ideal des H. o. dient dazu, elementare wirtschaftliche Zusammenhänge in der Theorie durchsichtig und ohne praktische Unzulänglichkeiten beschreiben zu können.

Humanisierung der Arbeit
alle Maß-nahmen, die beispielsweise dem Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz dienen (Lärmschutz, bessere Beleuchtung), die Arbeitsorganisation verbessern (weniger Fließband-, mehr Gruppenarbeit, gleitende Arbeitszeit), das Betriebsklima positiv gestalten (Verbesserung des Informationsflusses) und die Mitbestimmung ausgestalten.

Güterklasse, Guter Glaube und Güterverkehrszentren – und was das bedeutet – Wirtschaftsbegriffe Liste

Güteklasse
Information der Verbraucher über die Qualität von Eiern, Obst und Gemüse, die als EU-Normen verbindlich sind. Bei Eiern gibt es die G. A, B und C; bestimmte Merkmale (Schale, Eiweiß, Dotter, Geruch) spielen die wichtigste Rolle für die Einordnung. Die G. für Obst und Gemüse reichen von Extra (höchste Qualität) bis II (marktfähige Qualität).

Guter Glaube
bei einer Rechtshandlung die Überzeugung eines Beteiligten vom Vorhandensein eines in Wirklichkeit fehlenden rechtserheblichen Um-stands. Je nach gesetzlicher Regelung sind die Anforderungen an den g. G. verschieden. Manchmal genügt die Unkenntnis des Sachverhalts, manchmal wird Gutgläubigkeit nur dann angenommen, wenn die Unkenntnis nicht auf grober Fahrlässigkeit beruht.

Güterverkehrszentren
Gewerbegebiete, die speziell für Unternehmen des Güterverkehrs (Speditionen, Reedereien) und deren Nebengewerbe (Lagerei, Reparaturwerkstatt) geschaffen worden sind.

Geldillusion, Geldmarkt und Geldmarktpapier – und was das bedeutet – Wirtschaftsbegriffe Liste

Geldillusion
Begriff der Geldtheorie. G. liegt vor, wenn sich Personen oder Einrichtungen in ihrem wirtschaftlichen Verhalten nicht nach dem realen Wert des Geldes richten, sondern an dessen nominalem Wert orientieren. Der G. unterliegt beispielsweise ein Arbeitnehmer, der eine Erhöhung seines Nominallohns von 5 % zum Anlass nimmt, seine Nachfrage nach Konsumgütern zu steigern, obwohl die Preissteigerungsrate ebenfalls 5 % beträgt.

Geldmarkt
im engeren Sinn ein Markt für Zentralbankgeld und notenbankfähige Geldmarktpapiere, im weiteren Sinn ein Markt für kurzfristige Kredite, der neben Zentralbankgeld auch kurzfristige Bankkredite, Konsumentenkredite u.a. umfasst. Die Preise für Zentralbankgeld etwa der EZB und notenbankfähige Geldmarktpapiere bezeichnet man als Geldmarktsätze. Sie sind Instrumente der Geldpolitik.

Geldmarktpapier
Wertpapier mit kurzer Laufzeit (bis 24 Monate) ohne festen Zinssatz, das am festgelegten Fälligkeitstermin zum Nominalwert eingelöst wird. Die Verzinsung liegt im Diskont, dessen Höhe durch die Abgabesätze bestimmt ist. Zu den G. gehören u.a. Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes sowie Privatdiskonten.

Moderne Geldarten – und die Bedeutung davon – Wirtschaftsbegriffe Übersicht

Moderne Geldarten – Wirtschaftsbegriffe Übersicht
Beim heutigen Geld wird zunächst zwischen Bargeld und Buch-geld unterschieden. Unter Buchgeld – auch Giralgeld genannt – werden die jederzeit fälligen Guthaben bzw. Sichteinlagen auf Girokonten bei Banken verstanden, über die Kunden mit Scheck, Überweisung oder Barabhebung verfügen können. Das Bargeld teilt sich auf in Banknoten und Münzen. Banknoten waren ursprünglich kein Zahlungsmittel, sondern lediglich ein Versprechen der Bank, gegen Vorlage der Note Münzgeld auszuzahlen. Die erste Banknote in Europa, der Credityf- Zedel wurde 1661 in Stockholm ausgegeben, in China gab es Papiergeld hingegen bereits im 10./11. nachchristlichen Jahrhundert.

Münzen werden in Kurant- und Scheidemünzen unterschieden. Während bei Kurantmünzen Münz- und Nennwert übereinstimmen, werden die Scheidemünzen unterwertig ausgebracht, d.h. der Materialwert der Münze ist geringer als ihrs Nennwert. Deshalb ist der Betrag, bis zu dem sie als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt werden müssen, beschränkt. Nach dem Zusammenbruch der Goldwährungen bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 verschwanden die Kurantmünzen aus dem Zahlungsverkehr.

 

Grundbedürfnisse, Grundbuch und Grunderwerbsteuer – und was das bedeutet – Wirtschaftsbegriffe Liste

Grundbedürfnisse
Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen, damit der Mensch sein Überleben sichern kann. Dazu zählen beispielsweise Ernährung, Unterkunft und Bekleidung, aber auch lebenswichtige Dienstleistungen wie Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen, Transportmittel, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, die eine Lebensqualität ausmachen, die erreicht werden sollte. Mit der Befriedigung der G. kann auch das Existenzminimum beschrieben werden.

Grundbuch
öffentliches Verzeichnis aller Grundstücke in Deutschland. Das G. wird beim Grundbuchamt der Gemeinde geführt, einer Abteilung des Amtsgerichts. Im G. sind Bezeichnung, Größe, Eigentümer und die jeweiligen Lasten (Hypotheken, Grundschulden) des Grundstücks erkennbar.

Grunderwerbsteuer
beim Kauf von Grundstücken erhobene Steuer in Höhe von 3,5% vom Kaufpreis. Wenn die Steuer gezahlt ist, erteilt das Finanzamt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, ohne die der Erwerber des Grundstücks nicht in das Grundbuch als Eigentümer eingetragen werden kann. Das Aufkommen der G. steht den Ländern zu, die es aber ganz oder teilweise den Gemeinden überlassen.