Vorteile der besten Investmentfonds als Geldanlage

In den vorherigen Artikels erklärte ich alles über Aktien, .Anleihen und andere verbreitete Wertpapiere. Wenn Sie diese Wertpapiere verstehen, dann können Sie auch Investmentfonds verstehen. Ein Investmentfonds ist ganz einfach ein großer Pool von Geld von vielen Anlegern wie Sie und ich, den ein Fondsmanager benutzt, um eine Reihe von Aktien, Anleihen und/oder andere Werte zu kaufen, die den .Anlagekriterien des Fonds entsprechen.

Wenn Sie in einen Fonds investieren, dann kaufen Sie Anteile und werden Teilhaber des Fonds. Gute Investmentfonds verschaffen Ihrem Geld die besten Geldmanager des Landes. Weil effiziente Fonds den größten Teil der Mühen und der Kosten eliminieren, nur um herauszufinden, in welche Unternehmen man investieren soll, sind sie eines der besten Investments, die heute verfügbar sind. Sie ermöglichen es Ihnen, Ihre Investments zu diversifizieren – das heißt, in viele verschiedene Branchen und Unternehmen zu investieren. Verschiedene Arten von Investmentfonds können Ihnen helfen, verschiedene finanzielle Ziele zu erreichen. Das ist einer der Gründe, dass Anleger allein in den USA mehr als 5 Billionen € in Fonds investieren! Sie können Geldmarktfonds für etwas nutzen, das nahezu jeder braucht – ein Notpolster in der Höhe der Lebenshaltungskosten für drei bis sechs Monate. Vielleicht aber denken Sie daran, für den Kauf eines Hauses zu sparen, für den Ruhestand oder die Ausbildung Ihrer Kinder. Wenn dies der Fall ist, dann könnten Sie auch Aktienfonds und Anleihenfonds in Betracht ziehen. Viele Menschen steigen in Investmentfonds ein, ohne ihre finanzielle Gesamtsituation zu betrachten. In dieser Hast vernachlässigen diese Menschen andere wertvolle Finanzstrategien. Wenn Sie Ihre persönlichen Finanzen noch nicht eingehend studiert haben, dann sind Sie nicht der Einzige, lesen Sie noch einmal dieses Finanzportal, um dieses wichtige Vorgehen zu beginnen.

Die richtigen Vorteile der besten Fonds
Die besten Investmentfonds sind überlegene Anlagemöglichkeiten für Menschen mit verschiedenen finanziellen Mitteln und um viele finanzielle Ziele zu erreichen. Es folgen die wichtigsten Gründe, weshalb Sie in Investmentfonds investieren und nicht in einzelne Wertpapiere.

Professionelles Management
Investmentfonds sind Investmentgesellschaften, die Ihr Geld mit dem von Hunderten und Tausenden, ja sogar Millionen anderer Anleger Zusammenlegen. Die Investmentgesellschaft engagiert einen Portfoliomanager und Researcher, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als geeignete Investments für den Fonds zu untersuchen und zu kaufen. Diese Menschen suchen das Universum der Kapitalanlagen nach Anlagemöglichkeiten ab, die den Zielen des Fonds entsprechen.

In der Regel sind Fondsmanager Absolventen der besten Wirtschaftsfachschulen und Universitäten im Land, wo sie das Portfoliomanagement und die Bewertung und Auswahl von Wertpapieren erlernten. Viele haben auch weitere Diplome. Zusätzlich zu ihrer Ausbildung haben die besten Fondsmanager zehn oder mehr Jahre Erfahrung in der Analyse und Auswahl von Investments. Für die meisten Fondsmanager und Researcher ist die Auswahl der besten Investments mehr als nur ein Vollzeit-Beruf. Fondsmanager erledigt! Dinge, für die Ihnen entweder die Zeit oder auch der Sachverstand fehlt. Beispielsweise analysieren Fondsmanager die Geschäftsberichte von Unternehmen, oder Sie unterhalten sich mit den Managern eines Unternehmens, um die Vision und die Unternehmensstrategien kennen zu lernen. Sie untersuchen die Strategien der Wettbewerber und sprechen mit Konkurrenten des Unternehmens, mit Lieferanten und Branchenberatern. Außerdem besuchen sie Messen und lesen die Fachzeitschriften der Branche. Kurz gesagt, ein Managementteam eines Fonds erledigt mehr Nachforschungen, Berechnungen und investiert mehr Ausdauer, für die Ihnen einfach die Energie oder die Sachkenntnis fehlt. Die Kapitalanlage in Investmentfonds macht Zeit frei für Freundschaften, für die Familie und viele andere schöne Dinge – versäumen Sie nicht die Vorteile der Kapitalanlage in Investmentfonds!

Kosteneffizienz
Investmentfonds sind eine billigere, gemeinschaftliche Art und Weise, wie die Arbeit mit Ihrer Kapitalanlage erledigt wird. Wenn Sie Ihr Geld in einen effizient gemanagten Investmentfonds anlegen, dann kostet es Sie weniger als selbst einzelne Wertpapiere zu traden. Fondsmanager können Wertpapiere für einen Bruchteil der Kosten kaufen und verkaufen, die Sie selbst aufwenden müssten.
Investmentfonds verteilen die Kosten des Research auf Tausende von Anlegern. Die effizient gemanagten Investmentfonds kosten weniger als ein Prozent an Jahresgebühren (Anleihen und Geldmarktfonds kosten weitaus weniger – etwa 0,5 Prozent pro Jahr oder weniger). Einige große und etablierte Fonds verlangen Jahresgebühren von nur 0,2 Prozent im Jahr – gerade einmal 2 € für 1.000 €, die Sie investieren. Das ist ein echtes Geschäft!

Diversifikation
Diversifikation hat eine große Anziehungskraft für viele Anleger, wenn sie Investmentfonds auswählen. Die meisten Fonds besitzen Aktien oder Anleihen von Dutzenden von Unternehmen, und diversifizieren so gegen das Risiko schlechter Neuigkeiten einzelner Unternehmen oder aus einem Bereich. Eine solche Diversifikation selbst zu erreichen ist schwierig und teuer, wenn Sie nicht ein paar 100.000 € und sehr viel Zeit investieren können. Investmentfonds investieren typischerweise in 25 bis 100 Wertpapiere, manchmal sogar mehr. Eine gute Diversifikation erhöht die Chancen des Fonds, höhere Gewinne mit weniger Risiko zu erzielen.

Auch wenn die meisten Investmentfonds diversifizieren, gibt es einige, die es nicht tun. Beispielsweise investieren einige Aktienfonds ausschließlich in Aktien einer einzigen Branche (Nahrungsmittel und landwirtschaftliche Produkte zum Beispiel) oder in bestimmte Länder (beispielsweise Mexiko). Ich bin kein Freund dieser Fonds, weil sie sehr eng angelegt sind und normalerweise höhere Verwaltungsgebühren haben.

Für Reiche und Arme
Bei den meisten Fonds brauchen Sie nur wenig Geld, um einzusteigen. Viele Fonds verlangen Mindesteinlagen von 500 oder 1000 € oder noch weniger. Einige Investmentgesellschaften bieten auch Sparpläne an, bei denen Sie lediglich etwa 50 € im Monat einzahlen.
Auch wenn Sie viel Geld investieren wollen, sollten Sie Investmentfonds in Erwägung ziehen. Tun Sie sich mit der wachsenden Anzahl von Unternehmen zusammen, die Millionen investieren wollen und die preisgünstig qualitativ hochwertige Managementdienstleistungen in Anspruch nehmen, die man von einem Investmentfonds erwarten kann.

Verschiedene Fonds für Verschiedene Leute
Viele Menschen, darunter auch einige Autoren zu Finanzthemen glauben, dass Investmentfonds riskant sind, weil sie in Aktien investieren. Falsch! Der größte Teil des Geldes von Investmentfonds ist nicht im Aktienmarkt. Sie können die Fonds aussuchen, die das Risiko beinhalten, mit dem Sie komfortabel leben können, und das Ihren

Finanziellen Zielen entspricht. Hier sind die drei wichtigsten Arten von Investmentfonds:
✓Aktienfonds. Wenn Sie wollen, dass Ihr Geld über einen längeren Zeitraum hinweg wächst (und Sie selbst gute aber auch schlechte Jahre verdauen können), dann sollten Sie Fonds auswählen, die vorzugsweise in Aktien investieren.
✓Anleihenfonds. Wenn Sie ein laufendes Einkommen benötigen und keine Investments wollen, die so stark im Wert schwanken wie Aktien, dann sollten Sie Anleihenfonds in Betracht ziehen.
✓Geldmarktfonds. Wenn Sie sicher sein wollen, dass Ihr investiertes Kapital nicht seinen Wert verliert, weil Sie dieses Geld innerhalb kürzerer Zeit benötigen, dann sollten Sie einen Geldmarktfonds auswählen.

Die meisten Anleger wollen eine Kombination dieser drei Arten von Fonds, um zu diversifizieren und dazu beizutragen, verschiedene finanzielle Ziele zu erreichen.

Hohe finanzielle Sicherheit
Tausende von Banken und Versicherungsunternehmen mussten in den letzten Jahrzehnten ihre Pforten schließen. Banken und Versicherer können Pleite machen, weil ihre Verbindlichkeiten (das Geld, das Kunden ihnen zur Kapitalanlage überlassen) höher sind als ihre Vermögenswerte (das Geld, das sie investierten oder verliehen). Wenn beispielsweise ein großer Teil der gewährten Kredite einer Bank zur gleichen Zeit sauer werden, und die Gläubiger ihr Geld zurück haben wollen, dann gerät die Bank in Zahlungsschwierigkeiten, weil sie in der Regel weniger als 15 Prozent des eingezahlten Kapitals liquide haben. Ähnlich ist es, wenn ein Versicherungsunternehmen mehrere schlechte Kapitalanlagen eingeht oder die Anzahl der Schadensfälle unterschätzt. Dann kann auch eine Versicherung in Schwierigkeiten geraten.

Das kann einem Investmentfonds nicht passieren. Die Situation, in der die Forderungen der Anleger nach ihrem Kapital (den Verbindlichkeiten des Fonds) den Wert der Investments (des Vermögens) übersteigt, kann nicht Vorkommen. Investmentfonds können nicht Pleite machen, weil der Wert der Anteile des Fonds mit dem Wert der Wertpapiere im Fonds schwankt. Für jede Euro, die sie in Wertpapieren für ihre Kunden angelegt haben, haben Investmentfonds auch entsprechenden Gegenwert in Wertpapieren. Das Schlimmste, was Ihnen bei einem Fonds passieren kann ist, dass Sie, wenn Sie Ihr Geld zurück haben wollen, weniger ausbezahlt bekommen, als Sie ursprünglich eingezahlt haben – Sie werden aber nie Ihr gesamtes eingezahltes Kapital verlieren.
Die Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere, die ein Investmentfonds kauft, werden von einem Treuhänder verwaltet, einer getrennten Organisationen, die unabhängig von der Investmentfondsgesellschaft ist. Der Treuhänder stellt sicher, dass das Fondsmanagement Ihr Geld nicht unterschlagen oder die Vermögenswerte aus einem Fonds mit besserer Performance dazu benutzen kann, um einen Fonds mit schwacher Performance zu stützen.

Verfügbarkeit
Das Schöne an Investmentfonds ist, dass sie maßgeschneidert sind für Menschen, die Wert auf ihre Zeit legen und keine Lust haben in eine Zweigstelle einer Bank zu gehen und dort lange anzustehen. Bei Investmentfonds füllen Sie ein einfaches Formular aus und stellen einen Scheck oder eine Überweisung in Ihrem Wohnzimmer aus, um Ihr erstes Investment zu tätigen. Weitere Investments können Sie per Post oder per Telefon erledigen. Sie brauchen der Investmentgesellschaft lediglich eine Einzugsermächtigung von Ihrem Girokonto auszuteilen.
Der Verkauf der Fondsanteile ist normalerweise ebenso einfach. Sie rufen bei der Fondsgesellschaft an, und meist sind die Gesellschaften, bzw. die Auftragsannahme 24 Stunden am Tag erreichbar. Die größeren Fondsgesellschaften bieten an, über das Internet Aufträge zu erteilen.

Bewerten Sie Ihre Schulden bevor die Kapitalanlage

Ja, es stimmt, Schulden zurückzuzahlen ist langweilig, doch damit wird es leichter für Sie, Anlageentscheidungen zu treffen. Anstatt viel Zeit darauf zu verwenden, spezielle Anlagen zu prüfen, tollten Sie zuerst Ihre Schulden bezahlen (wenn Sie Schulden haben), denn das ist die beste risikoarme Kapitalanlage, die außerdem viel Geld spart. Vergleichen Sie die Zinsen, die Sie zahlen, mit der Rendite, die Ihre Kapitalanlagen abwerfen und entscheiden Sie, welche Schulden Sie zuerst begleichen.

Der Sieg über Verbraucherkredite
Viele Menschen haben Schulden auf ihrem Girokonto, ein Darlehen für das Auto, für das sie 8,10, 12 oder noch mehr Prozent Zinsen zahlen müssen. Wenn Sie diese Schulden tilgen, dann ist es so, als ob Sie Ihre Ersparnisse mit dem Zinssatz anlegten, den Sie bezahlen müssen. Und dafür brauchen Sie keine Steuern zu zahlen. Wenn Sie beispielsweise für die Überziehung Ihres Girokontos 15 Prozent Zinsen zahlen müssen, dann entspricht der Kontoausgleich einer Kapitalanlage mit 15 Prozent Rendite, für die Sie keine Steuern zahlen. Weil Zinsen für Verbraucherkredite steuerlich nicht geltend gemacht werden können, müssen Sie mehr als 15 Prozent Rendite erzielen, um nach Steuern auf 15 Prozent zu kommen. Solch hohe Renditen sind eher unwahrscheinlich. Und selbst, wenn Sie eine solche Gelegenheit haben, ist das mit hohen Risiken verbunden.
Verbraucherkredite gefährden langfristig Ihre finanzielle Gesundheit, weil Sie damit Ihre künftigen Einkommen belasten. Oft höre ich, dass Leute sagen: Ich kann es mir nicht leisten, ein neues Auto bar zu bezahlen – das ist einfach zu teuer! Stimmt, neue Autos sind teuer. Mäßigen Sie also Ihre Ansprüche und kaufen ein gutes gebrauchtes Auto, das Sie sich leisten können. Dann können Sie das Geld anlegen, das Sie ansonsten für den Kredit aufwenden müssten.
Kontoüberziehungen, Autokredite und Ähnliches sind die teuersten Schulden. Banken und Kreditinstitute verlangen für Verbraucherkredite höhere Zinsen als für Kapitalanlagen, beispielsweise für Immobilien oder Unternehmensgründungen. Der Grund: Verbraucherkredite bergen für die Banken die höchsten Risiken.
Doch sind Verbraucherkredite dann sinnvoll, wenn Sie in Ihr Kleinunternehmen investieren. Wenn Sie Ihr Haus nicht belasten können, sind persönliche Darlehen vielleicht die preisgünstigste Alternative (mehr dazu in unserem Finanzportal). Noch einmal: Damit es sich lohnt, muss die Rendite höher sein, als die zu zahlenden Zinsen.

Zahlen Sie Hypotheken zurück
Es ist auch sinnvoll, Hypotheken vorzeitig abzulösen oder Sondertilgungen zu tätigen, falls Ihr Vertrag das erlaubt. Sollten Sie einen neuen Hypothekenvertrag abschließen, achten Sie unbedingt darauf, dass die Hypothekenbank Ihnen diese Möglichkeit einräumt. Dieser finanzielle Schachzug ist allerdings nicht so eindeutig wie die Rückzahlung von Verbraucherkrediten mit hohen Zinsen, weil Hypothekenzinsen niedriger sind und bei vermieteten Immobilien als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden können. Wenn Sie Schulden richtig einsetzen, dann kann Ihnen das helfen, Ihre Ziele zu erreichen – ein Haus zu kaufen, ein Unternehmen zu gründen – und langfristig Geld zu verdienen. Schulden zu machen, um damit eine Immobilie zu kaufen, ist in der Regel sinnvoll. Langfristig kann man bei Immobilien einen Wertzuwachs erwarten. Hat sich Ihre finanzielle Situation verändert oder verbessert, dann müssen Sie darüber nachdenken, wie hoch Sie Ihre Immobilie noch belasten wollen. Doch selbst, wenn Ihr Einkommen nicht stieg oder Sie keine große Erbschaft gemacht haben, können Sie schneller tilgen als erforderlich. Ob es sinnvoll ist, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, auch von Ihren Zielen und den anderen Möglichkeiten, Ihr Geld anzulegen.
Untersuchen Sie andere Anlagemöglichkeiten. Vergleichen Sie Ihre Hypothekenzinsen mit der Rendite der Alternativen. Der Unterschied entscheidet, ob Sie die Hypothek schneller tilgen (sehen Sie aber zuvor in Ihrem Vertrag nach, ob Sie keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen müssen). Nehmen wir an, Sie zahlen Hypothekenzinsen in der Höhe von 8 Prozent. Wenn Sie sich für ein Investment entscheiden, muss dieses mindestens acht Prozent vor Steuern bringen, damit Sie einen Vorteil haben.

Außer, dass oft das Geld fehlt, gibt es andere Gründe, die Hypothek nicht vorzeitig abzulösen:
✓Ihr Vertrag erlaubt keine Sondertilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung oder nur Sondertilgungen in begrenztem Umfang.
✓Sie wollen Sonderzahlungen in die Rentenversicherung leisten, weil Sie Lücken im Versicherungsverlauf haben.
✓Sie wollen in eine private Rentenversicherung einzahlen, weil Sie im Ruhestand einen besseren Lebensstandard haben wollen und Sie mit der gesetzlichen Rente nicht auskommen.
✓Sie sind nicht rentenversicherungspflichtig, weil Sie mit Ihrem Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegen oder selbstständig sind. Deshalb wollen Sie eine andere finanzielle Absicherung für den Ruhestand.
✓Sie wollen in wachstumsorientierte, volatilere Anlagen einsteigen, etwa Aktien oder Immobilien. Damit Sie eine echte Chance haben, mehr Geld zu verdienen, als Sie für Ihre Hypothek bezahlen, müssen Sie aggressiv investieren. Wie wir in unserem Finanzportal schon sagten, bringen Aktien und Immobilien acht bis 10 Prozent jährliche Rendite. Noch mehr können Sie mit einem eigenen Unternehmen oder einer Beteiligung verdienen. Einige Anleger nutzen die Hebelwirkung (sie leihen sich Geld, um mehr investieren zu können). Die Tilgung von Hypotheken bindet Ihr Kapital und mindert die Möglichkeit, andere attraktive Investments zu tätigen. Für aggressivere Anlieger ist die Tilgung von Hypotheken so langweilig, wie Farbe beim Trocknen zuzusehen. Beachten Sie aber, dass es für die Gewinne aus wachstumsorientierten Kapitalanlagen keine Garantie gibt. Sie können innerhalb von einem oder zwei Jahren auch Verluste von 20 Prozent erleiden.
✓ Die Tilgung von Hypotheken kann Ihren Notgroschen verschlingen. Es gibt Menschen, die sich nicht wohl fühlen, wenn sie Hypotheken schneller tilgen, weil damit die Ersparnisse und andere Investments geplündert würden. Vielleicht verzichten Sie darauf, Hypotheken zu tilgen, weil dies die Reserven für Notfälle aufzehrt. Stellen Sie sicher, dass Sie in einem Geldmarktkonto die Lebenshaltungskosten für mindestens drei Monate parken oder für diese Zeit andere Geldquellen erschließen (Familie, Freunde).

Schließlich sollten Sie nicht dem Irrtum erliegen, dass Sie sich bei einem Zusammenbruch des Immobilienmarktes schaden, wenn Sie die Hypothek vorzeitig tilgen. Ihr Haus hat seinen Wert – und der hat nichts mit der Höhe Ihrer Schulden zu tun. Wenn Sie nicht Vorhaben abzutauchen und die Hausschlüssel der Bank zu schicken, dann erleiden Sie den vollen Wertverlust, gleich wie hoch die Hypothekenschulden sind, wenn die Immobilienpreise einbrechen. Gehen Sie nicht in die Falle der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Hypothekenzinsen. Es stimmt zwar, dass Hypothekenzinsen abzugsfähig sind, doch gilt das nur für vermietete Objekte. Pur die Gewinne aus Vermietung und Verpachtung müssen Sie Steuern zahlen. Sie könnten auch Kommunalobligationen kaufen, doch die bringen keine höhere Rendite, als Sie für eine Hypothek lallten müssten. Auch andere Anlagen wie Sparkonten, Depositenzertifikate und Anleihen bringen wahrscheinlich keine bessere Rendite.

Multi-Level-Marketing bei Kleinunternehmen

Erinnern Sie sich noch an Bernie Cornfield, an Golden Products, Amway und an Nahrungsergänzungsmittel, die angeblich sehr gesund sein sollen und mit denen man auch sein Gewicht reduzieren kann? Das sind typische Beispiele für Multi-Level- Marketing. Dieses Vertriebssystem ist auch unter den Namen Strukturvertrieb und Network-Marketing bekannt geworden. In letzter Zeit werden in Deutschland auch Versicherungen und andere Finanzdienstleistungen, auch Kapitalanlagen im grauen Markt, über MLM (Multi-Level-Marketing) vertrieben.

Charakteristisch für MLM ist die streng hierarchisch geordnete Vertriebsstruktur. Die Zuordnung zu einer Ebene in der Hierarchie ist in der Regel abhängig vom Umsatz oder der Abnahme von Produkten. Jede Hierarchie-Ebene kann die Produkte zu bestimmten Rabatten beziehen. Je mehr Produkte abgenommen werden, umso höher die Rabattstufe. Darauf geht man gern ein, denn jeder neue Strukki ist fest davon überzeugt, weitere Mitarbeiter gewinnen zu können, an die er dann seine massenhaft im Keller oder in der Garage einlagernde Waren Weiterverkäufen kann. Natürlich mit einer kleinen Spanne.
Ebenso charakteristisch ist, dass der Vertrieb des Produkts oftmals nicht im Vordergrund zu stehen scheint, sondern vielmehr der Aufbau eines möglichst eng gesponnenen Vertriebsnetzes.
Die Kritik am Strukturvertrieb setzt genau an diesem Punkt an. Die Mitarbeiter werden oft durch Kleinanzeigen in der Tagespresse angeworben. Selbstständig von zu Hause aus und geradezu fantastische Gewinnmöglichkeiten werden angeboten. Meldet man sich dann telefonisch, so erhält man meist keine konkrete Auskunft, sondern wird zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, auf der die Gewinnmöglichkeiten in den schillerndsten Farben dargestellt werden. Die größten Gewinne erzielt man dabei aber nicht durch den Verkauf der Produkte, sondern durch Anwerbung weiterer selbstständiger Handelsvertreter.

Hat dieser selbstständige Handelsvertreter innerhalb von wenigen Wochen keinen Erfolg, dann gibt er meist auf und dann lagern größere Mengen der Ware in seinem Keller oder in der Garage. Ich sah schon Ware im Gegenwert von mehreren Tausend Euro in Lagerräumen vor sich hin schlummern – unverkäuflich, weil das Unternehmen entweder selbst vom Markt verschwunden ist oder durch Klagen von getäuschten Handelsvertretern eine so negative Publicity erhielten, dass niemand mehr die Ware kaufen wollte.
Wenn Sie unbedingt bei diesem Vertriebssystem mitmachen wollen, dann nur bei solchen Unternehmen, deren Produkte schon lange auf dem Markt sind und bei solchen Unternehmen, die einen guten Ruf haben. Die Unternehmen sollten mit dieser Vertriebsstruktur schon mindestens 5 Jahre lang auf dem Markt sein.

Es gibt, das muss ich hinzufügen, nicht nur Nieten und schwarze Schafe in diesem Bereich. Tupperware und Avon sind positive Beispiele.

Bewertung eines Kleinunternehmens

Haben Sie schließlich das Unternehmen, das Sie sich schon immer wünschten gefunden, dann benötigen Sie eine Vorstellung über den Wert des betreffenden Unternehmens. Es gibt jedoch nicht den einzig richtigen Unternehmenswert. Allerdings können Unternehmensbewertungen eine Vorstellung über den Unternehmenswert schaffen, der als Basis für Verhandlungen zwischen den Verhandlungspartner dienen kann.

Bewertungsmethoden
Drei Bewertungsmethoden werden in der Regel beim Verkauf von Unternehmen angewendet. Zu klären ist, welcher Bewertungsansatz am sinrfVollsten erscheint.
Die Ertragswertmethode geht davon aus, dass zukünftige Erfolge den aktuellen Wert des Unternehmens bestimmen. Der bisherige jährliche Ertrag wird als nachhaltiger Zukunftsertrag angesehen. Als Unternehmenswert wird daher der Barwert aller künftigen entnahmefähigen Erträge bestimmt.
Die Substanzwertmethode addiert die Werte der einzelnen Vermögensgegenstände und zieht davon die Summe der Verbindlichkeiten ab. Die Vermögensgegenstände können mit den Verkehrswerten, den Wiederbeschaffungswerten oder den ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten (vermindert um Abschreibungen) bewertet werden. Durch die Bewertung entstandene stille Reserven müssen berücksichtigt werden. Die Forderungen müssen auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft werden.
Bei der Substanzwertmethode werden immaterielle Vermögensgegenstände und der sogenannte Firmenwert nicht berücksichtigt. Die Summe der Verkaufspreise der einzelnen Vermögensgegenstände könnte eine Preisuntergrenze für den Verkäufer des Unternehmens darstellen. Die Wiederbeschaffungskosten einen Richtwert für den Käufer abgeben.
Bei der Multiplikatormethode wird der um außergewöhnliche Ereignisse bereinigte Jahresertrag um einen kalkulatorischen Unternehmerlohn und die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals vermindert und der verbleibende Betrag mit einem Multiplikator vervielfacht. Die Festsetzung des Multiplikators erfolgt jedoch einigermaßen willkürlich.
Die Ermittlung des Ertragswertes geht nach der folgenden Formel vor:
Ertragswert = künftiger Jahresertrag x 100 : Kapitalisierungszinsfuß

Der künftige Jahresertrag
Um die zukünftigen Erträge zu prognostizieren, greift man auf Vergangenheitswerte zurück. Dazu werden die Durchschnittsergebnisse der letzten drei bis fünf Jahre herangezogen. Diese können unterschiedlich gewichtet werden.

Kotwendige Ergebniskorrekturen
Damit das Ergebnis der Kalkulation nicht verfälscht wird, müssen Vergangenheitsergebnisse um außergewöhnliche, betriebs- oder periodenfremde und einmalige Ereignisse korrigiert werden. Die Erträge und Aufwendungen sind daraufhin zu prüfen, ob sie auch in der Zukunft erzielt werden können.
Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge sind um Erträge, wie beispielsweise aus Verkäufen von Vermögensgegenständen, Entschädigungen, Zulagen und Zuschüsse, Sonderposten- und Rückstellungsauflösungen zu korrigieren. Die Personalkosten müssen Lohnfortzahlung infolge Krankheit und Mutterschutz oder Entschädigungen wegen Kündigung berücksichtigen. Bleibt die Personalstruktur bestehen? Gibt es Kündigungen? Für Geschäftsräume muss eine angemessene Miete eingerechnet werden. Abschreibungen müssen um außerordentliche Abschreibungen berichtigt werden, stille Reserven müssen berücksichtigt werden. Sonstige betriebliche Aufwendungen und Zinsaufwendungen müssen an die möglicherweise geänderten Finanzierungsstrukturen angepasst werden. Schließlich muss ein angemessener Unternehmerlohn in die Kalkulation einfließen. Auch die Branchenentwicklung, der Standort, die Gestaltung der Geschäftsräume und der Einfluss des Inhaberwechsels müssen berücksichtigt werden.

Der Kapitalisierungszinssatz
Der Ertragswert ist abhängig von der Höhe des Zinssatzes mit dem die zukünftigen Erträge auf den gegenwärtigen Zeitpunkt abgezinst werden. Je höher dieser Kapitalisierungszinssatz ist, desto niedriger wird der Ertragswert des Unternehmens ausfallen.
Die zukünftigen Erträge sollen eine angemessene Verzinsung des als Kaufpreis eingesetzten Kapitals gewährleisten. Sie als Käufer wollen mindestens eine marktübliche Verzinsung des eingesetzten Kapitals erreichen. Ansonsten wäre eine Anlage in festverzinslichen Wertpapieren günstiger. Also stellt der marktübliche Zinssatz für festverzinsliche Wertpapiere für Sie die untere Grenze für die Festsetzung des Kapitalisierungszinsfußes dar. Der Verkäufer möchte einen Kaufpreis erzielen, der zu marktüblichen Zinsen angelegt, mindestens Erträge bringt, wie er sie bisher in seinem Unternehmen erzielte. Ansonsten wäre es für ihn besser, das Unternehmen zu behalten.
Aus Verkäufersicht ist der marktübliche Zinssatz also die obere Grenze für den Kapitalisierungszinsfuß. Der Zinssatz ist also ein wichtiger Punkt bei den Verhandlungen.
Als Käufer wollen Sie auch das Risiko berücksichtigt wissen. Das kann als Abschlag bei der Schätzung der künftigen Jahreserträge geschehen oder als pauschaler Abschlag beim errechneten Ertragswert. Der Abschlag ist abhängig von der Branche, der Konkurrenzsituation, Ertragsschwankungen und ähnlichen Faktoren.

Der Kaufpreis
Der berechnete Ertragswert bildet eine Grundlage für die Kaufpreisverhandlungen, in die auch andere subjektive Faktoren einfließen können. Hier spielt sicher Ihr Verhandlungsgeschick eine Rolle. Letztlich beruht der Kaufpreis auf einem Interessenausgleich zwischen Ihnen und dem Verkäufer.

Letzte Schritte
Mit der Hilfe eines Rechtsanwaltes sollten Sie die letzten Schritte gehen, bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben:
✓Teilen Sie allen Kreditoren und Debitoren den Besitzwechsel mit. Hat das Unternehmen die Rechtsform einer Kapitalgesellschaft, muss der Eigentumsübergang öffentlich bekannt gemacht werden.
✓Prüfen Sie, ob nicht irgendwelche Klagen gegen das Unternehmen anhängig sind und falls Immobilien zum Unternehmensvermögen gehören, muss dies unbedingt vor einem Notar übertragen werden.
✓Lassen Sie sich vom Verkäufer bestätigen, dass keine Steuerschulden bestehen, dass alle Abgaben an Sozialversicherungen erledigt und alle Gehälter und Löhne bezahlt sind.

Nachteile beim Kauf eines Kleinunternehmens

Nicht jeder liebt es zu joggen oder zu kochen, und einigen gefallen die Nachteile nicht, die mit dem Kauf eines bestehenden Unternehmens einhergehen. Wenn Sie durch die folgenden Punkte nicht abgeschreckt werden, dann könnten Sie daran denken, ein bestehendes Unternehmen zu kaufen:
✓Sie kaufen den ganzen Ballast mit. Kaufen Sie ein bereits bestehendes Unternehmen, dann kaufen sie das Positive und das Negative. Alle Unternehmen haben negative Seiten. Beispielsweise könnten einige Angestellte ein Problem darstellen oder das Unternehmen hat im Markt kein gutes Ansehen. Selbst wenn die Angestellten gut sind, könnte es sein, dass sie und die Unternehmenskultur nicht zu dem passen, wohin Sie das Unternehmen in der Zukunft führen wollen.

Können Sie Angestellte vor die Wahl stellen sich zu ändern oder, wenn Sie das nicht tun, entlassen zu werden? Haben Sie die Geduld an den Produkten und dem Ruf des Unternehmens zu arbeiten? Diese Punkte behindern den Wertzuwachs eines Unternehmens. Es gibt Menschen, die diese Herausforderung suchen, doch andere können diesen Druck nicht aushalten.
✓Sie müssen viele Besichtigungen und Kontrollen vornehmen. Glauben Sie, dass der Kauf eines Unternehmens einfacher ist als eine Gründung, dann sollten Sie noch einmal darüber nachdenken. Sie müssen wissen was Sie kaufen, bevor Sie es kaufen. Sie müssen sich alles gründlich ansehen und die Geduld aufbringen, in jede Ecke zu sehen. Beispielsweise müssen Sie die Geschäftsberichte gründlich studieren, um sicherzugehen, dass das Unternehmen wirklich so profitabel ist, wie es erscheint.

Wenn Sie den Kaufvertrag unterschrieben und das Geld überwiesen haben, können Sie Ihre Entscheidung nicht mehr rückgängig machen. Lügt oder betrügt der Verkäufer nicht (das ist schwierig und teuer vor Gericht zu beweisen), ist es Sache des Käufers, die Qualität des Unternehmens zu prüfen.
✓Sie brauchen mehr Kapital. Bestehende Unternehmen haben einen Unternehmenswert, und deshalb müssen Sie in der Regel mehr Geld ausgeben, wenn Sie ein Unternehmen kaufen, als für die Gründung eines Unternehmens. Steht Ihnen das Geld nicht in Hülle und Fülle zur Verfügung, dann ist es in der Regel preisgünstiger, ein Unternehmen zu gründen.
✓Weniger Risiko heißt weniger Gewinn. Kaufen Sie ein gutes Unternehmen und führen es erfolgreich, dann können Sie gutes Geld damit verdienen. In manchen Fällen können Sie sogar viel Geld verdienen. Doch in der Regel sind Gewinne und Gewinnpotenzial nicht so hoch, als ob Sie Ihr eigenes Unternehmen gründen würden. Diejenigen, die aus Kleinunternehmen die größten Gewinne machten, haben sie selbst gegründet und nicht gekauft.
✓Sie erleben nicht die Bestätigung, Selbst ein Unternehmen gegründet zu haben. Unternehmensgründer machen Erfahrungen, die ihr Selbstbewusstsein oder ihre Psyche streicheln, was bei anderen, die ein Unternehmen kaufen, nicht der Fall ist. Sie können einem gekauften Unternehmen Ihren Stempel aufdrücken, doch das kann einige Jahre dauern. Doch selbst dann ist dieses Unternehmen niemals ganz Ihr Werk.

Legen Sie Ihre finanziellen Ziele fest bei Geldanlage

Auch wenn Sie nur deshalb sparen, weil Mama und Papa Ihnen einmal sagten, dies sei gut, oder weil Sie dabei ein gutes Gefühl haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie mit dem Sparen einen Zweck verfolgen. Normalerweise spart man für den Ruhestand, für ein Haus oder eine Eigentumswohnung, eine Unternehmensgründung und so weiter. Vielleicht verfolgen Sie gleichzeitig mehrere Ziele. Als ich 20 Jahre alt war, zahlte ich schon etwas in eine private Rentenversicherung ein, sparte aber nebenher noch, damit ich mich einmal selbstständig machen konnte. Ich wusste, dass ich Unternehmer werden wollte und in der ersten Zeit, nachdem ich mein Unternehmen gegründet hatte, konnte ich nicht auf ein regelmäßiges Einkommen bauen.
Ich investierte für meine beiden Ziele – Ruhestand und eine Reserve für mein Unternehmen – ganz unterschiedlich. Mit dem Geld, das man erst langfristig benötigt, kann man ein höheres Risiko eingehen. Deshalb legte ich den größten Teil des Geldes für den Ruhestand in Aktienfonds an. Das Geld, das ich für meine Unternehmensgründung brauchte, legte ich anders an. Ich hatte nicht die geringste Lust, in riskante Aktien anzulegen – was wäre, wenn der Markt gerade dann abstürzte, wenn ich die Sicherheit, die Angestellte haben, verlassen wollte? Deshalb legte ich dieses Geld in Geldmarktfonds zu vernünftigen Zinsen an, weil die im Wert nicht schwanken.

Sind Ihre Ersparnisse auf der richtigen Spur
Um Ihre finanziellen und einige persönliche Ziele zu erreichen, müssen Sie sparen. Doch viele Menschen wissen nicht, wie viel sie sparen. Ihre Sparrate ist der Prozentsatz des letztjährigen Einkommens, den sie sparten und nicht ausgaben. Vielleicht wissen Sie, dass die Sparrate gering ist, gleich Null oder sogar negativ, und dass Sie eigentlich mehr sparen müssten. Um ein kluger Anleger zu werden, müssen Sie feststellen, wie viel Sie sparen müssen, um Ihre Ziele zu erreichen. Sie können leichter das Beste aus Ihrem Geld machen, wenn Sie wissen, wie viel Sie sparen sollten, und Sie sollten sich einige Ziele setzen. Es ist völlig normal, wenn Sie noch nicht wissen, was Sie in 10 Jahren machen wollen – schließlich entwickeln sich Ihre Ziele erst im Lauf der Zeit. Das heißt aber nicht, dass Sie sich nicht bemühen sollten festzustellen, wo Sie heute stehen und wo Sie in der Zukunft ankommen wollen.
Es ist ein großer Vorteil, wenn man seine Sparrate kennt, weil man dann weiß, welche Risiken man eingehen muss, um seine Ziele erreichen zu können. Wenn Sie wissen, wie viel Geld Sie brauchen, um Ihre Träume verwirklichen zu können, kann Ihnen das Mut machen, mit Ihren Kapitalanlagen ein höheres Risiko einzugehen.
Wenn Sie während Ihres Arbeitslebens stetig 10 Prozent Ihres Einkommens sparen, dann wird das wahrscheinlich genug sein, um die meisten Ziele zu erreichen, außer, Sie wollen schon in jungen Jahren in den Ruhestand gehen. Durchschnittlich benötigt man im Ruhestand 75 Prozent des Einkommens vor dem Ruhestand, um seinen Lebensstandard aufrechterhalten zu können.
Wenn Sie zu den vielen Menschen gehören, die nicht genug sparen, dann müssen Sie an sich arbeiten. Um mehr sparen zu können, müssen Sie weniger ausgeben, mehr verdienen, besser noch: beides tun.
Für die meisten Menschen ist es leichter, weniger auszugeben, damit sie mehr sparen können. Wo aber soll man anfangen? Finden Sie zuerst heraus, wo Ihr Geld bleibt. Vielleicht haben Sie eine vage Vorstellung, doch brauchen Sie harte Fakten. Holen Sie Ihre Kontoauszüge, die Abrechnungen Ihrer Kreditkarte und andere Unterlagen, damit Sie herausfinden können, wie viel Sie aus geben, wenn Sie essen gehen, wie viel Sie für Ihr Auto ausgeben und für alles andere. Mit diesen Informationen können Sie Prioritäten setzen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Ausgaben zu mindern und Ihre Sparrate zu erhöhen.
Auch ein höheres Einkommen erhöht Ihre Sparrate. Vielleicht können Sie einen besser bezahlten Arbeitsplatz bekommen oder Sie können Überstunden leisten. Doch wenn Sie ohnehin schon viel arbeiten, ist es besser, die Ausgaben stärker einzuschränken, weil Sie ansonsten Ihrer Gesundheit nichts Gutes tun.
Wenn Sie Ihre Ausgaben nicht kontrollieren können, Ihre Ausgaben nicht reduzieren können oder über Ihre Ziele im Ruhestand noch nicht nachgedacht haben, nicht wissen, was Sie aus der gesetzlichen Rentenversicherung erwarten können oder noch nicht ausgerechnet haben, wie viel Sie für den Ruhestand sparen sollten, dann wird es höchste Zeit. Lesen Sie das ebenfalls bei MITP erschienene Buch Private finanzielle Vorsorge, denn dort finden Sie die wichtigsten Fakten für die Planung des Ruhestands und vieles mehr.

Legen Sie fest, wie Sie ihr Kapitalanlegen Wollen
Es gibt viele gute Möglichkeiten, sein Geld anzulegen – Sie können in Immobilien, Aktien, Investmentfonds, in ein eigenes Unternehmen oder in eine Unternehmensbeteiligung investieren – oder auch Hypotheken schneller tilgen. Was für Sie am sinnvollsten ist, hängt von Ihren Zielen ab, aber auch von Ihren Vorlieben. Wenn Ihnen Risiken und volatile Investments nicht liegen, dann ist es sinnvoller, eine Hypothek vorzeitig zu tilgen, wie ich schon ausgeführt habe.
Wie gehen Sie mit einem Investment um, dessen Wert innerhalb von wenigen Jahren um 20, 40 oder mehr Prozent an Wert verliert? Einige aggressivere Investments, über die ich in diesem Finanzportal spreche, können schnell abstürzen. Sie sollten keinesfalls an der Börse, in Immobilien oder Kleinunternehmen investieren, wenn ein Wertverlust dazu führt, dass Sie billig verkaufen oder Sie als Nervenbündel enden. Wenn Sie bisher noch keine riskanteren Geschäfte gemacht haben, dann könnten Sie vielleicht ein wenig experimentieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Eine einfache Möglichkeit, das Risiko volatiler Investments zu verschleiern, ist die Diversifikation – das heißt, Sie legen Ihr Geld in verschiedenen Investments an. Hilfreich ist es auch, wenn man die Kurse nicht allzu genau beobachtet – das ist einer der Gründe, weshalb Anleger in Immobilien nicht so schnell aussteigen, wenn die Preise fallen. Anleger in Aktien erhalten, aus meiner Sicht bedauerlicherweise, täglich oder gar minütlich die neuesten Kurse. Hinzu kommt, dass Sie mit einem Anruf oder einem Mausklick sofort eine Aktie verkaufen können und damit alle Zutaten haben, um kurzsichtig zu investieren.

Gewinne mit Aktien, Immobilien und Kleinunternehmen

Sehen wir die Tatsachen. Die meisten Menschen sind gierig (gut, es gibt einige, die den Hals nie voll bekommen können). Menschen, die in Aktien investieren, sind Musterbeispiele dafür, aus einer guten Sache möglichst viel herauszuholen. Anleger erwarten, ja, sie fordern für ihren Einsatz einen fairen Gewinn. Wenn ein Investment nicht genügend bringt, dann haben Anleger die Möglichkeit, ihr Geld anderweitig zu investieren, und sie hoffen, dass das neue Investment eine bessere Performance aufweist. Anstatt vernünftige Aktien zu kaufen und dabei zu bleiben, gibt es
Anleger, die häufig kaufen und verkaufen, wobei sie hoffen, beim neuesten Superstar abkassieren zu können. Doch diese Taktik erweist sich nur selten als erfolgreich.
Leider benutzen einige dieser Investoren einen Rückspiegel, wenn sie Aktien kaufen. Sie jagen hinter Aktien her, die in letzter Zeit eine gute Performance hatten, in der Annahme (und Hoffnung), dass diese Investments auch weiterhin gut laufen. Doch kann es gefährlich sein, immer nur die Titel mit der stärksten Performance zu jagen, wenn man sie an einen Höchststand kauft, und sie sich dann für den Abstieg bereit machen. Vielleicht haben Sie gehört, dass es das Ziel der Anlieger ist, billig zu kaufen und teuer zu verkaufen. Wenn man Überfliegern hinterherläuft, kann es dazu führen, dass man teuer kauft und beste Aussichten hat, billig zu verkaufen, wenn der Aktie der Dampf ausgegangen ist. Auch wenn sich Aktien als gute langfristige Anlage bewährt haben, ist es ein riskantes Unterfangen, sich einzelne Aktien herauszupicken, ln unserem Finanzportal finden Sie Hinweise, wie man vernünftige Entscheidungen bei der Kapitalanlage in Aktien trifft.
Uber die Gewinne von Aktien gibt es ein riesiges Datenmaterial. Daten, die die letzten beiden Jahrhunderte dokumentieren, zeigen, dass Aktien eine hervorragende Kapitalanlage darstellen. Die Gewinne, die Anleger mit Aktien erzielten, und immer noch erzielen, waren von einer Generation zur nächsten bemerkenswert konstant.
Wenn wir bis ins Jahr 1802 zurückgehen, dann sehen wir, dass an den amerikanischen Börsen ein durchschnittlicher Gewinn von 8,4 Prozent erzielt wurde, während die Inflationsrate bei durchschnittlich 1,3 Prozent lag. Somit stiegen in die Gewinne mit Aktien um 7,1 Prozent schneller als die Inflation.
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Die Gewinne an der amerikanischen Börse lagen in den letzten Jahren (siehe Abbildung) ständig und deutlich höher als die Inflation. Natürlich gibt es nicht nur in den USA Aktien. Dies scheinen viele Amerikaner zu vergessen, besonders wegen der glänzenden Performance der amerikanischen Börse während der späten 90er Jahre. Wie ich in diesem Finanzportal schon sagte, ist einer der Vorteile, wenn man ausländische Aktien kauft und hält, dass sie nicht unbedingt fallen, wenn einheimische Aktien fallen. Mit anderen Worten: Ausländische Aktien diversifizieren Ihr Portfolio.
Außer, dass man damit diversifizieren kann, haben sich Investments im Ausland als höchst rentabel erwiesen. Die Investmentbank Morgan Stanley beobachtet die Performance von Aktien sowohl in wirtschaftlich gefestigten Ländern als auch in den so genannten Emerging Markets. Wie der Name schon sagt, liegen Länder mit sich entwickelnden Märkten wirtschaftlich zurück, doch versprechen diese hohes Wachstum und Fortschritt.
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Abbildung: Obwohl die starke amerikanische Börse den Anteil amerikanischer Aktien am Weltmarkt erhöhte, gibt es weltweit hervorragende Anlagemöglichkeiten.
Beispielsweise wuchs Morgan Stanleys EAFE-Index (für Europa, Australien und Far East) zwischen 1985 und 1995 um 17,9 Prozent jährlich. Die Aktien der Emerging Markets hielten sich noch besser. Dies lässt sich gut mit dem amerikanischen Aktienmarkt vergleichen, der während dieser Zeit um 13,9 Prozent wuchs.
In vieler Hinsicht gleichen Länder Unternehmen. Kleinere Länder oder Unternehmen können explosiver wachsen. Wenn ein Land oder ein Unternehmen eine bestimmte Größe erreicht hat, geht das Wachstum wegen der Größe zurück, ln schnell wachsenden Ländern steigen auch die Aktienkurse schneller.

Sind die Gewinne bei Aktien kleinerer Unternehmen höher?
Aktien werden normalerweise nach der Größe der Aktiengesellschaft klassifiziert. Aktien kleinerer Unternehmen sind keine Aktien physisch kleiner Aktiengesellschaften – es sind lediglich Aktien von Gesellschaften, die nicht die Größe der Riesen wie IBM, AT & T oder Coca-Cola erreicht haben. Der S & P 500-Index verfolgt die Performance der 500 größten Aktiengesellschaften in den USA, so wie der DAX die größten deutschen Aktiengesellschaft verfolgt. Der Rüssel 2000-lndex beobachtet die Performance von 2000 kleineren Aktiengesellschaften in den USA, so wie der SMAX in Deutschland kleinere Aktiengesellschaften darstellt.
In den letzten sieben Jahrzehnten hatten kleine Aktiengesellschaften eine bessere Performance als große Aktiengesellschaften. Historisch gesehen erbrachten Aktien von kleinen Unternehmen etwas höhere Gewinne als Aktien großer Unternehmen. Allerdings lässt sich der Vorsprung auf die Zeit zwischen Mitte der 70er Jahre bis Anfang der 80er Jahre zurückführen. Streicht man die Daten aus dieser Zeit, waren Aktien kleinerer Aktiengesellschaften schwächer als die großer Aktiengesellschaften.
Außerdem sollten Sie wissen, dass Aktien kleinerer Gesellschaften in Bärenmärkten stark leiden können. Beispielsweise stürzten Aktien kleinerer Gesellschaften in der Großen Depressionen zwischen 1929 und 1932 um 85 Prozent ab, während der S & P lediglich um 64 Prozent zurückfiel. 1937 fielen kleinere Aktien um 58 Prozent, der S & P nur um 35 Prozent und 1969/1970 fielen Aktien kleinerer Gesellschaften um 38 Prozent, der S & P lediglich um fünf Prozent.

Gewinne mit Immobilien
Über Jahre hinweg ist die Kapitalanlage in Immobilien etwa ebenso lukrativ wie die Börse. Das macht durchaus Sinn, weil schließlich das Wirtschaftswachstum, die Zunahme der Arbeitsplätze und der Bevölkerung, die Nachfrage nach Immobilien erhöht.
Betrachten wir, was mit der amerikanischen Bevölkerung in den letzten beiden Jahrhunderten geschah.1800 lebten in den USA 5 Millionen Menschen, 1900 war diese Zahl auf 76,1 Millionen angewachsen, und heute sind es mehr als 260 Millionen. All diese Menschen brauchen Wohnungen und solange es ausreichend Arbeitsplätze gibt, beflügelt das Arbeitseinkommen die Nachfrage euch Wohnungen.
Unternehmen und Menschen sammeln sich in Großstädten und den zugehörigen Vororten. Auch wenn Menschen umziehen, lassen sie sich meist in der Nähe von Flughäfen und Autobahnen nieder. Und deshalb sind die Immobilienpreise in solchen Gegenden besonders hoch. Denken Sie nur an die Gegenden mit den höchsten Immobilienpreisen der Welt: Hongkong, Tokio, San Francisco, Los Angeles, New York … Diese Gegenden haben eines gemeinsam: viele Unternehmen und Menschen und nur begrenzt verfügbares Land. Vergleichen Sie das mit den ländlichen Regionen, wo Immobilien wegen reichlich vorhandenem Bauland und relativ geringer Nachfrage zu Spottpreisen erhältlich sind.

Gewinne aus Kleinunternehmen
In diesem Finanzportal spreche ich über verschiedene Möglichkeiten, wie Sie die tollen Möglichkeiten der Kleinunternehmen nutzen können. Wenn Sie den Elan und die Entschlossenheit aufbringen, können Sie Ihrer eigenes kleines Unternehmen gründen. Oder vielleicht haben Sie was man braucht, um ein Kleinunternehmen zu kaufen. Haben Sie das notwendige Geld und die Fähigkeiten, um Chancen zu ergreifen und Risiken einzugehen, dann können Sie sich am Unternehmen eines anderen beteiligen.
Und welche Gewinne kann man dabei erzielen? Kleinunternehmer wie ich, die etwas tun, was ihnen wirklich Spaß macht, werden Ihnen sagen, dass die ideellen Gewinne riesig sein können. Und auch der finanzielle Gewinn kann sich sehen lassen.
Alljährlich veröffentlicht die Zeitschrift Forbes eine Liste der reichsten Menschen der Welt. Die meisten Menschen, die auf dieser Liste stehen, erzielten ihr Vermögen damit, dass sie ein Kleinunternehmen gründeten, das zu einem großen Unternehmen wuchs. Diese Menschen erzielten außerordentlich hohe Gewinne (oft mehr als 100 Prozent im Jahr) auf das Kapital, mit dem sie ihr Unternehmen gründeten.
Sie können aber auch hohe Gewinne erzielen, wenn Sie ein Unternehmen kaufen und verbessern. Im Teil IV lesen Sie, dass diese Gewinne nicht so hoch ausfallen, als wenn Sie Ihr eigenes Unternehmen gründen.
Anders als an der Börse, wo man auf eine Menge historischer Daten zurückgreifen kann, gibt es kaum Zahlen über die Gewinne mit Kleinunternehmen. Kluge Geschäftsleute, die Risikokapital anbieten, betreiben ein Geschäft, das Spaß macht und höchst lukrativ ist: Sie suchen nach viel versprechenden Unternehmensgründungen, investieren Kapital und hoffen, dass sie schnell wachsen und letztlich an die Börse gehen. Diese Venture Capital-Firmen bieten die Möglichkeit, als Komplementär einzusteigen. Allerdings brauchen Sie für den Einstieg mindestens einige Millionen. (Ich habe nie gesagt, dass das ein Investment-Klub ist.)
Risikokapital-Geber, Kommanditisten in einer KG, reißen sich in der Regel 20 Prozent der Profite unter den Nagel und verlangen von den Komplementären 2 bis 3 Prozent Verwaltungsgebühren auf das investierte Kapital. Der Gewinn, der dann noch bleibt und unter den Komplementären verteilt wird, ist nicht überwältigend. Laut Venture Economics, einer Firma, die die Gewinne solcher Beteiligungen verfolgt, haben Venture Capital-Geschäfte durchschnittlich 17,7 Prozent Gewinn gemacht; ziemlich genau das, was man in diesem Jahrhundert auch an der Börse verdienen konnte. Wenn man im letzten Jahrzehnt den S & P-Index kaufte, erzielte man 19,2 Prozent. Kommanditisten im Venture Capital-Geschäft verdienen mehr als Komplementäre. Die Schätzungen reichen von 17 bis 30 Prozent bei den erfolgreichsten Firmen.
Sie können das, was Venture Capital-Firmen tun, auch versuchen, wenn Sie direkt in ein Kleinunternehmen investieren. Wahrscheinlich sollten Sie in kleinere und einfachere Unternehmen investieren. Die Gewinne aus dem Venture Capital-Bereich sind nicht leicht zu erreichen. Wenn Sie sich einer derartigen Herausforderung stellen wollen, dann lesen Sie in unserem Finanzportal, wo ich erkläre, wie man am besten in Kleinunternehmen anlegt.

Wie viel wollen oder müssen Sie verdienen?
Dies scheint eine ziemlich dumme Frage zu sein. Wer möchte nicht viel verdienend Auch wenn Aktien, Immobilien und Kleinunternehmen langfristig hohe Gewinne bringen, gehen Sie ein größeres Risiko ein, insbesondere, wenn Sie kurzfristig anlegen.
Es gibt Menschen, die kein Risiko ertragen können. Andere sind in ihrem Leben an einem Punkt angekommen, an dem sie sich keine Risiken erlauben können. Wenn Sie in den Ruhestand gehen wollen, dann kann Ihr Portfolio (und ihre Nerven) nach einem Stolpern keine zehn Jahre warten, bis sich ein eher riskantes Investment wieder erholt. Vielleicht haben Sie genügend Vermögen und Ihre finanziellen Ziele bereits erreicht und wollen den Wert nur noch erhalten und kein Risiko mehr eingehen. Wenn Sie ein Arbeitseinkommen beziehen, dann streben Sie hohes Wachstum an. Wenn das Kapital langsam wächst, könnten Sie Ihre Ziele verfehlen und kein eigenes Haus kaufen, nicht vorzeitig in den Ruhestand gehen oder auch nicht Ihren Beruf wechseln. Im nächsten Finanzportal helfe ich ihnen dabei, die Entscheidungen zu treffen, die Ihren finanziellen Zielen und Ihrer Situation entsprechen.

Finanzierung Ihres Kleinunternehmens – Tipps

Als Sie Ihren Unternehmensplan aufstellten, schätzten Sie Ihre Startkosten und die Entwicklungskosten. Schon mit wenig Startkapital kann man rentable Kleinunternehmen gründen. In den folgenden Abschnitten erkläre ich Ihnen, wie Sie Ihr Unternehmen finanzieren können.

Bootstrapping
Wenn man mit geringem Startkapital auskommt und nur so viel ausgibt wie man sich das leisten kann, dann nennt man das in Amerika Bootstrapping. Bootstrapping ist nichts anderes, als dass ein Unternehmen mit den verfügbaren Mitteln zurechtkommt. Das zwingt zur Sparsamkeit. Bootstrapping ist auch ein großartiges Training für die Herstellung kosteneffektiver Produkte und Dienstleistungen. Es bietet den Vorteil, mit nur wenig Kapital ins Geschäft zu kommen.
Sehr viele erfolgreiche Kleinunternehmen wurden so gegründet. Mir gefallen Fichten, weil sie schnell zu großen Bäumen heranwachsen. Auch kleine Unternehmen, die in der Vergangenheit sehr sparsam sein mussten, können letztlich zu Multi-Milliarden-Unternehmen heranwachsen. Die Gründer von Hewlett Packard fingen in einer Garage in Palo Alto an. Motorola, Sony und Disney praktizierten ebenfalls das Bootstrapping.
Es stimmt nicht, dass die meisten Unternehmen Säcke voller Geld brauchen, um sich zu etablieren und zu wachsen, sagt James Collins, ein früherer Professor der Stanford Graduate School of Business. Die Erfolgsgeschichten aus dem Silicon Valley, bei denen die Unternehmen Unmengen von Venture Capital aufnehmen, und jährlich um 4.000 Prozent wachsen, sind sehr selten. Statistisch gesehen sind sie nicht signifikant, doch widmete man ihnen in den Medien größte Aufmerksamkeit, fügt er hinzu.
Statistiken und Studien zeigen, dass die große Mehrheit aller Kleinunternehmer ihr Startkapital aus persönlichen Ersparnissen, aus Zuwendungen der Familie und von Freunden bekommen, und nicht von Dritten, wie beispielsweise Banken und Wagniskapital-Gebern. Eine Studie, die an der Harvard Business School durchgeführt wurde, besagt, dass mehr als 80 Prozent der erfolgreichen Unternehmen mit den Ersparnissen des Unternehmensgründers gegründet wurden. Das durchschnittliche Startkapital entsprach etwa 20.000 € und daraus wurden erfolgreiche, schnell wachsende Unternehmen! Langsamer wachsende Unternehmen erfordern sogar noch weniger Kapital. Das gilt selbst für die kapitalintensiveren High Tech Unternehmen, wie Edward B. Roberts in einer Studie belegen konnte. Wichtig ist, dass man eben nur das investieren kann, was der Cash Flow hergibt.

Kredite Von Banken
Es ist nicht leicht, als Unternehmensgründer von Banken Geld zu bekommen. Wesentlich leichter ist es, einen Kredit aufzunehmen, wenn man das Geld eigentlich nicht benötigt. Das weiß niemand besser als die Eigentümer von Kleinunternehmen.
Bereiten Sie sich sehr gut auf das Kreditgespräch vor. Nehmen Sie zu diesem Gespräch Ihren Unternehmensplan, die Gewinn- und Verlustrechnung für drei Jahre, die Steuererklärung für das Unternehmen und seinen Eigentümer mit und verfassen Sie eine Notiz über die Aussichten zur Entwicklung des Unternehmens in den nächsten Jahren. Banken und Kreditinstitute haben immer die Sorge, dass sie ihr Geld nicht zurückbekommen. Erleichtern Sie dem Kreditsachbearbeiter die Entscheidung dadurch, dass Sie ihm bestimmte Sicherheiten anbieten. Ist Ihr Haus schuldenfrei, so können Sie darauf eine Grundschuld aufnehmen und haben den Vorteil, dass dieser Kredit sehr günstig ist, weil die Bank schließlich ein Pfand hat.
Versäumen Sie keinesfalls einen Besuch in der für Sie zuständigen Industrie- und Handelskammer. Melden Sie sich bei der Gründungsberatung an, denn der Sachbearbeiter dort kennt bestimmte Förderprogramme des Bundes, der Länder und Kommunen, die daran interessiert sind, Unternehmensgründern auf die Beine zu helfen. Die Kredite sind meist sehr günstig – in den ersten Jahren oft sogar zinslos oder tilgungsfrei. Der Gang zur Bank sollte für Gründer der letzte Ausweg sein.
Ganz gleich, welche Geschäftsidee Ihnen vorschwebt und wie viel Geld Sie brauchen, damit Ihr Traum wahr wird, seien Sie geduldig und starten Sie klein genug, damit Sie kein Kapital von Dritten benötigen.

Schulden bei Familienmitgliedern und Freunden
Es ist schon so eine Sache, wenn man in der Verwandtschaft oder bei Freunden um ein Darlehen bittet. Man hat dann oft ein komisches Gefühl, weil gute Freunde und Verwandte nur schlecht Nein sagen können. Es könnte sein, dass sie sich durch die persönliche Nähe zu Ihnen genötigt fühlen, dies aber nie laut sagen werden.
Andererseits kennt niemand Sie besser als Ihre Verwandten und Ihre Freunde. So könnte es sein, dass man Ihnen und Ihrer Idee vertraut und Ihnen gern Geld zur Verfügung stellt. Denken Sie über diese beiden Möglichkeiten nach und entscheiden Sie dann, wen Sie um einen Kredit bitten. Berücksichtigen Sie dabei die folgenden Punkte:

✓Bereiten Sie einen Kreditvertrag vor, in dem die Bedingungen genau festgehalten werden, so als ob Sie den Kredit bei einer Bank erhielten. Halten Sie auch den Zinssatz fest, und wann Sie den Kredit zurückgezahlt haben werden. Das ist deshalb wichtig, weil das Gedächtnis mit der Zeit sehr selektiv wird. So haben Sie etwas Schriftliches, das von beiden unterschrieben wurde, und bei Meinungsverschiedenheiten Klarheit bringt.
✓Nehmen Sie bei Verwandten und Freunden nur dann einen Kredit auf, wenn Sie absolut sicher sind, dass Sie alle Zahlungen pünktlich leisten können. An Geld sind schon viele Freundschaften zerbrochen.
✓Sie können einem Freund oder einem Verwandten, wenn er sich sehr für Ihr Vorhaben interessiert, auch anbieten, als stiller Teilhaber in das Geschäft einzusteigen. In diesem Fall riskiert der Geldgeber zwar, dass er sein gesamtes Geld verliert, aber er hat auch die Chance, dass Ihr Geschäft ein Erfolg wird und der Geldgeber damit mehr als nur ein paar Prozent Zinsen verdient.

Kapitalgesellschaften zu gründen ist nicht unbedingt Kapitalanlage, und außerdem für Unternehmensgründer gar nicht so einfach. Es gibt verschiedene Gesellschaftsformen, z.B. die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Partnerschaftsgesellschaft (PartG), die Offene Handelsgesellschaft (OHG), Die Kommanditgesellschaft (KG), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die GmbH & Co. KG und die Aktiengesellschaft (AG).

Schützen Sie Ihr Vermögen bei Geldanlage

Wenn Sie sparsam sind und hart arbeiten, dann könnten Sie sich in die Gefahr begeben, bei der Kapitalanlage einen katastrophalen Fehler zu begehen: Sie schützen Ihr Vermögen nicht richtig. Das ist der Fehler, den Manny beging, ein erfolgreicher Unternehmer. Aus dem Nichts heraus gründete er ein erfolgreiches Produktionsunternehmen mit Millionen-Umsätzen. 15 Jahre lang Investierte er viel eigenes Geld und viel Schweiß.
Eines Tages kam die Katastrophe: Eine Explosion erschütterte das Gebäude und das folgende Feuer zerstörte buchstäblich sämtliche Maschinen, Werkzeuge und das Lager – und er hatte nichts versichert. Die Explosion verletzte einige Arbeiter schwer, auch Manny, der keine Arbeitsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hatte. Letztlich musste Manny Konkurs anmelden.
Die Entscheidung darüber, was Sie alles versichern sollten, hängt davon ab, welches finanzielle Risiko Sie eingehen wollen und können. Einige Risiken sollten Sie jedoch nicht eingehen. Überschätzen Sie nicht Ihre Fähigkeit vorhersehen zu können, welche Unfälle oder welches andere Unglück auf Sie zukommen kann. Das Folgende benötigen Sie, um sich und Ihr Vermögen zu schützen:

✓Krankenversicherung. Normalerweise sind Sie über Ihren Arbeitgeber bei einer Krankenkasse versichert. Krankenversicherungen bzw. Krankenkassen sind in Deutschland dann Pflicht, wenn Sie die Beitragsbemessungsgrenze mit Ihrem Gehalt nicht überschreiten. Abgesehen von Zuzahlungen bei der Zahnbehandlung sind alle wichtigen medizinischen Leistungen, inklusive Medikamente und Kuren, von der Krankenkasse abgedeckt. Liegen Sie allerdings über der Beitragsbemessungsgrenze, können Sie freiwillig einer Krankenkasse beitreten (und damit ist Ihre Familie mitversichert) oder Sie werden Mitglied bei einer privaten Krankenversicherung. Dann allerdings benötigt jedes einzelne Familienmitglied einen eigenen Vertrag.
✓Haftpflichtversicherung. Wenn Sie stolzer Besitzer eines Eigenheims sind oder ein Auto besitzen, dann zahlt die Haftpflichtversicherung für Sie als Pflichtversicherung. Ohne eine Kfz- Haftpflicht wird Ihr Fahrzeug nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Freiwillig können Sie Ihr Fahrzeug mit einer Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung gegen Schäden versichern. Achten Sie bei der Haftpflichtversicherung darauf, dass Sie eine möglichst hohe Deckungssumme vereinbaren. Außerdem sollte man auch eine private Haftpflichtversicherung abschließen, denn man weiß nie, ob Sie nicht einmal größere Schäden verursachen.
✓Berufsunfähigkeitsversicherung. Was würden Sie (und ihre Familie) tun, um Ihr Einkommen zu ersetzen, sollten Sie nicht in der Lage sein zu arbeiten. In den ersten vier Wochen einer Krankheit ist der Arbeitgeber verpflichtet, Ihren Lohn weiterzuzahlen. Danach tritt die Krankenkasse ein. Sollten Sie nach 78 Wochen immer noch arbeitsunfähig sein, steht Ihnen die Rente bevor. Ereilt Sie dieses Schicksal schon in jungen Jahren, dann bedeutet dies eine deutliche Reduzierung ihres Einkommens. Und deshalb ist es sinnvoll, eine Berufsunfähigkeit oder Arbeitsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, die diese Lücke schließen kann. Liegen Sie mit Ihrem Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze oder sind Sie selbstständig, dann sollten Sie neben der Berufsunfähigkeitsversicherung auch eine Krankentagegeldversicherung abschließen, die dann eintritt, wenn die Lohnfortzahlung endet. Da Sie sich eine Reserve für Notfälle angespart haben, reicht es aus, wenn die Zahlungen der Tagegeldversicherung nach 30 Tagen einsetzt.
✓Lebensversicherung. Versichern Sie Ihr Leben, wenn andere von Ihrem Einkommen abhängig sind. Wenn Sie Single sind oder Ihre Familie auch ohne Ihr Einkommen zurechtkommt, dann benötigen Sie keine Lebensversicherung. Wenn Sie allerdings eine Lebensversicherung benötigen, dann sollten Sie eine Risikolebensversicherung wählen. Die Höhe der Versicherungssumme ist davon abhängig, welche Belastungen auf Ihre Familie nach Ihrem vorzeitigen Ableben zukommen.
✓Nachlassregelung. Zumindest sollten Sie ein Testament aufsetzen (handschriftlich und mit zwei Zeugen) damit Sie bestimmen können, wem Ihre weltlichen Besitztümer nach Ihrem Tod zukommen sollen. Das deutsche Erbschaftsrecht teilt ansonsten Ihre Hinterlassenschaft unter Ihrer Ehefrau und Ihren Kindern auf. Möglicherweise haben Sie allerdings Vorstellungen, die über die gesetzliche Regelung hinausgehen. Deshalb sollten Sie Ihre Wünsche genau aufschreiben. Neben einem Testament sollten Sie auch einer Person Ihres Vertrauens eine Generalvollmacht ausstellen. Darin ist auch enthalten, dass diese Person für Sie in Situationen entscheiden kann, in denen Sie selbst keine Entscheidung treffen können, beispielsweise wenn

Sie wegen einer Krankheit oder nach einen schweren Unfall Ihren Willen nicht mehr äußern können. Setzen Sie diese Person auch zu Ihrem Testamentsvollstrecker ein. Vergessen Sie aber nicht, dem Bevollmächtigten Ihre Wünsche und Absichten genau darzulegen und diese Urkunde bei einem Notar ausfertigen zu lassen.
In meiner Praxis als Finanzberater habe ich viele Menschen kennengelernt, denen wichtige Versicherungen fehlen, und andere, die eindeutig überversichert waren. Viele Versicherte haben bei einigen Versicherungen sehr geringe Selbstbeteiligungen vereinbart. Das treibt die Versicherungsbeiträge in die Höhe. Vergessen Sie nicht, dass Sie sich eigentlich nur gegen Risiken schützen ollten, die für Sie katastrophal wären – verschwenden Sie Ihr Geld nicht, um sich gegen gering- nigige Verluste abzusichern. Auf dieses Thema bin ich in unserem Finanzportal ausführlich eingegangen, das ebenfalls in diesem Verlag erschienen ist.

Buchhaltung bei Ihrem Kleinunternehmen

Ich habe es schon an anderer Stelle gesagt, Kleinunternehmen, wenn sie keine großen und teuren Lagerbestände haben, kommen mit der kleinen Buchhaltung aus, also mit einer einfachen Einnahmen/Ausgaben-Überschussrechnung. Die ist leicht zu verstehen und kann von Ihnen leicht selbst durchgeführt werden.

Weshalb Buchhaltung
Als Kaufmann erzielen Sie aus Ihrer Tätigkeit ein Einkommen (auch wenn Sie keinen Einzelhandel betreiben, sind Sie Kaufmann), und dies muss natürlich versteuert werden. Deshalb sind Sie verpflichtet, alle Geschäftsvorfälle in geeigneter Form aufzuzeichnen. Ob Sie eine große oder eine kleine Buchhaltung führen, hängt in erster Linie von der Rechtsform Ihres Unternehmens ab. In der Einnahmen/Ausgaben-Überschussrechnung zeichnen Sie auf, wann Sie welche Einnahmen zu welchem Umsatzsteuersatz hatten, und stellen dem gegenüber, wann Sie welche Ausgaben mit welchem Umsatzsteuersatz hatten.
Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben ist Ihr Gewinn. Die Differenz zwischen gezahlter Umsatzsteuer und eingenommener Umsatzsteuer ist die Umsatzsteuerzahllast, die Sie, je nach Höhe, monatlich, vierteljährlich oder jährlich an das Finanzamt abführen müssen. Am Ende des Jahres fassen Sie (oder Ihr Steuerberater) die Geschäftsvorfälle zusammen und fertigen daraus den Geschäftsbericht und fügen diesen Ihrer Einkommensteuererklärung bei. Das Finanzamt prüft die Aufzeichnungen und legt dann die von Ihnen zu bezahlende Einkommensteuer im Steuerbescheid fest. Je nach Höhe der zu zahlenden Einkommensteuer, kann das Finanzamt monatliche oder vierteljährliche Vorauszahlungen verfügen.

Steuerberater oder doch allein
Ich möchte Ihnen empfehlen, zumindest den Jahresabschluss und die Einkommensteuererklärung einem Steuerberater zu überlassen. Der erledigt die Arbeit zwar nicht kostenlos, doch wahrscheinlich wesentlich effizienter als Sie es können. Sie sind Spezialist auf einem anderen Gebiet. Weshalb sollten Sie sich mit Sachen abmühen, von denen sie kein umfangreiches Wissen haben, wenn es für diese Arbeit Spezialisten gibt. In der Zwischenzeit können Sie auf Ihrem Spezialgebiet wahrscheinlich mehr als das Honorar für den Steuerberater verdienen.

Nutzen Sie die Zahlen aus Ihrer Buchhaltung
Doch sollten Sie diese Aufzeichnungen nicht nur zu steuerlichen Zwecken nutzen, sondern auch, um Ihren Geschäftserfolg zu kontrollieren. Sie haben im Verlauf des Jahres vielleicht verschiedene Einnahmen, sicher aber auch verschiedene Ausgaben, beispielsweise Reisekosten, Personalkosten, Bewirtungskosten, Abschreibungen (wegen Abnutzung von Anlagegütern oder Entwertung von Lagerbeständen), Kommunikationskosten, Werbekosten und so weiter. Das Verhältnis zwischen diesen Kosten und dem Umsatz oder dem Gewinn kann Ihnen aufschlussreiche Informationen geben, die Sie mit den durchschnittlichen Angaben aus Ihrer Branche vergleichen können.
Welchen Anteil an den Gesamtkosten haben die Personalkosten? Welchen Anteil haben die Werbekosten? Welchen Umsatz machen Sie je Quadratmeter Ladenfläche? Wie hoch ist der Umsatz je Mitarbeiter? Wie hoch ist der Gewinn je Mitarbeiter? Diese und viele andere Fragen, die für Ihre strategischen Überlegungen wichtig sind, können Sie anhand dieser Aufzeichnungen beantworten und falls erforderlich frühzeitig reagieren. Wichtig sind auch die folgenden Kennzahlen:

Wirtschaftlichkeit = Sollkosten : Istkosten

Die Kennzahl bewegt sich zwischen 0 und 1, wobei 1 der wirtschaftlichsten Geschäftstätigkeit entspricht.

Gesamtkapitalrendite = (Gewinn + Fremdkapitalzinsen): Gesamtkapital Eigenkapitalrendite = Gewinn : Eigenkapital Umsatzrendite = Gewinn : Umsatz