Lernen Sie im Handumdrehen vor der Prüfung – Strategien für erfolgreich lernen

Nutzen
Erkennen Sie den Lerneffekt, der mit dem Selbsterstellen von Lernkarten verbunden ist. Lernkarten kennen Sie vielleicht noch aus Ihrer Schulzeit, aus dem Englischunterricht: den Vokabeltrainer, die berühmte Lernkartei mit den fünf Fächern. Also nichts Neues für Sie? Lernen Sie hier die Möglichkeiten kennen, Lernkarten auch bei der Prüfungsvorbereitung einzusetzen.

Langzeitgedächtnis
Nun haben Sie endlich die Thematik verstanden. Jetzt gibt es aber noch Formeln, Gesetzmäßigkeiten, Axiome, Regeln, Merkwörter etc., die müssen Sie sich so richtig eintrichtern. Die müssen richtig, schnell und zuverlässig in der Prüfungssituation abrufbar sein. Die Inhalte müssen also in Ihr Langzeitgedächtnis gelangen. Und das muss mindestens von den letzten dich Wochen vor der Prüfung bis zum Tag der Prüfung reichen! Im Gedächtnis verankert sich das, was sehr merkwürdig ist (wie der Begriff merkwürdig schon sagt, vgl. hierzu auch Heister 2007), und das. was Sie immer wieder hören, lesen, sagen, also mehrfach wiederholen. Übrigens das, was Sie regelmäßig über einen längeren Zeitraum wiederholen, setzt sich am besten fest.

Lernstoff gliedern
Nicht nur Vokabeln lassen sich mit den praktischen Lernkarten lernen. Nahezu jeder Lernstoff lässt sich in kleinere Sinnabschnitte gliedern, die sich wiederum in Fragen und Antworten zerlegen lassen. Besonders gut geeignet sind z.B. Definitionen, Fachbegriffe, Synonyme, Formeln, Regeln, Abläufe etc., die Sie für die Bearbeitung des Prüfungsstoffs kennen müssen.

Learning by Doing
Das gilt auch hier! Karten, die Sie selbst entwickelt haben, bringen einen viel größeren Lerneffekt mit sieb. Sie müssen hier nämlich den Lernstoff auf das Wesentliche komprimieren, ihn in eine Frage- und Antwortform bringen. Das heißt. Sie müssen sich richtig damit beschäftigen, bis Sie ihn für eine Lernkarte entsprechend strukturiert und aufbereitet haben.

Vorteile
Hier alle Vorteile auf einen Blick:
■ Lernkarten sind stets zur Hand. Sie passen in die Hosentasche und können beim Spaziergang, in der Bahn, im Wartezimmer oder an der Supermarktkasse genutzt werden.
■ Lernkarten unterteilen den Lernstoff in kleine Lernhappen. Sie haben nur 5 Minuten? Okay, die reichen für 5 Karten.
■ Das Lernen mit Karten ist eine Easy-Going-Methode. Sie leinen wirklich im Hand-Umdrehen.
■ Mit der Lernkartentechnik sparen Sie Lernzeit, die Sie dann für andere Prüfungsfächer nutzen können. Es werden immer nur die Inhalte wiederholt, die Sie noch nicht können.
■ Lernkarten wirken motivierend. Sie sehen, wie der Stapel Ihres 12
Wissens immer größer und der Stapel, den Sie noch lernen müssen, immer kleiner wird.
■ Lernkarten sind eine sehr gute Lernkontrolle, da Sie die Antwort sofort zur Hand haben.
■ Mit Lernkarten können Sie sich nichts vormachen. Was Sie nicht wissen, wird sofort offenbart.
■ Lernkarten zu erstellen, fördert die Konzentration auf die wesentlichen Inhalte eines Stoffs. Sie lernen, kurz und prägnant zu formulieren. Die Karten sind schlichtweg zu klein, um ins Schwafeln zu kommen.
■ Lernkarten bringen Spaß beim Lernen. Sie können sie auch in der Gruppe oder mit einem Partner einsetzen.
■ Lernkarten motivieren zum lauten Aussprechen der Antworten. Sie agieren mit der Lernkarte aktiv. Dies hat einen viel größeren Lerneffekt, als wenn Sie etwas lesen oder anschauen.
■ Lernkarten vermindern die Unsicherheit vor der Prüfungssituation. Sie simulieren mit den Karten mögliche Prüfungsfragen, auf die Sie dann schon gut eingestellt sind.

Überzeugt?!
Lernkarten erstellen
Erfahren Sie nun, wie Sie Lernkarten erstellen können:
Lesen Sie Ihr Skript und überlegen Sie sich zu jedem Gliederungspunkt:
Welche Frage könnte hierzu für eine Lernkontrolle gestellt werden?
Bei Formeln, Definitionen etc. ist die Frage schnell gefunden. Aber auch komplexere Themen lassen sich in eine Frage packen, z.B.:

Beispiel
■ Sie müssen jeweils einen längeren Text über Management by Exception und einen über Management by Objectives bearbeiten.
Folgende Fragen könnten Sie stellen:
■ Was ist Management by Exception bzw. by Objectives?
■ Welche Vorteile hat Management by …?
■ Welche Probleme birgt Management by …?

Daraus machen Sie dann z.B. die Lernkarten:

Frage Antwort
Definition von; Management by Exception Die Delegation von Aufgaben im Kongruenzprinzip, so lange bis der Ausnahmezustand eintritt.
(Ziele sind vorgegeben, oft mit ge­nauen Vorgaben verbunden.)
Frage Antwort
Nenne Vorteile von Management by Objectives ■   Förderung der Verantwortungs­bereitschaft

■ Förderung der Eigeninitiative

■ Entlastung der Führungskraft

■ Förderung der Kooperation

■ Wenig Hierarchieebenen

Aus zwei Gründen sind solche Karten besonders effektiv:
■ Die Antworten sind ausführlicher formuliert, als es die eigentliche Frage erfordern würde. Dadurch bleiben die Sinnzusammenhänge der Antworten erhalten und prägen sich gleich mit ein.
■ Die Kernaussagen, die zur Beantwortung der Frage unbedingt erforderlich sind, sind fett markiert. Dadurch fallen Sie leicht ins Auge und prägen sich besser ein. Durch die Wiederholung prägen sich die markierten Aussagen leicht und schnell ein. Ihr Gehirnspeichen die zusätzlichen Informationen ganz nebenbei mit ab. Wenn Sie dann z.B. in der Klausur an die Kernaussage denken, fallen Ihnen die anderen Informationen automatisch mit ein.

Format
Alle Karten sollten die gleiche Größe habe. Sinnvoll ist eine Größe, die gut in der Hand liegt (z.B. DIN A6 oder DIN A7). Größere Karten verführen dazu, wieder viel zu viel darauf zu schreiben. Kleine Karten fördern stärker die Konzentration auf das Wesentliche und die prägnante Formulierung.

Lernkartentechnik
Für alle, die die Lernkartentechnik nicht mehr vom Vokabellernen her kennen, sei sie hier noch mal erklärt:
Sie brauchen dazu einen Kasten (die sog. Lernkartei) mit mindestens vier oder besser noch sechs Fächern. Und so geht es:

Lernkartei
■ Alle Karten aus dem Fach Nr. 1 nehmen (da kommen alle neuen Karten erst mal rein),
■ Frage lesen,
■ Antwort überlegen und am besten laut aussprechen (geht nicht immer),
■ Karte umdrehen und Antwort prüfen.
■ Ist die Antwort richtig, kommt die Karte in das Fach Nr. 2.
■ Ist die Antwort falsch, kommt die Karte wieder zurück in das Fach Nr. 1.
■ Beim nächsten Kartenlernen nehmen Sie die verbliebenen Karten aus Fach Nr. 1 und wiederholen das Ganze: fragen, antworten, ablegen.
■ Beim dritten Lerndurchgang nehmen Sie nun die Karten aus Fach Nr. 2 und gehen sie nach dem gleichen Muster durch.
■ Alle richtig beantworteten Karten wandern in Fach Nr. 3 und alle falschen Antworten wieder zurück in Fach Nr. 1.
■ Nun ist bei der nächsten Sitzung wieder Fach Nr. 1 dran, dann wieder Nr. 2 etc.

Da Sie jede zweite Sitzung mit Fach Nr. 1 starten, nimmt der Zeitabstand zwischen den Abfragen der hinteren Fächer zu. Und das ist ja auch der Sinn und Zweck. Denn genau dadurch vertiefen Sie die Lerninhalte nachhaltig.

Am PC
Es gibt Software, wie z.B. Phase 6, mit der Sie das Ganze auch am PC machen können. Sie werden dann jedes Mal, wenn Sie den PC starten, automatisch aufgefordert, die Karten in dem Fach zu bearbeiten, das gerade dran ist. Die Übersichtsgrafik aus dem Programm Phase 6 verdeutlicht noch mal, wie es funktioniert:

Lernen Sie im Handumdrehen vor der Prüfung14
phase6*de, 23.5.2007

Das bringt Sie weiter
Schauen Sie sich auch noch diese Seite an: heaversity*com/ ab out. php. Keaversity ist eine Lernplattform für die gemeinsame Klausurvorbereitung. Hier können Sie kostenlos Lernkarten erstellen und nutzen. Wenn Sie Ihre Karten mit anderen teilen wollen oder Karten von anderen bekommen wollen, können Sie Ihre Karten auch verkaufen. Einer Suchfunktion nach Universität, Professor/in, Fach und Schlagwort erleichtert es, Hilfreiche Karten zu finden.

Die optimale Nachbereitung Ihrer Mitschrift in der Vorlesungen – Strategien für erfolgreich lernen

Nutzen
Nutzen Sie Ihre Mitschrift sofort als Lernhilfe und festigen Sie so den Semesterstoff. Die Mitschriften sind wie ein schriftliches Gedächtnis. Nur kurz nach einer Vorlesung können Sie sich über die Notizen hinaus noch an weitere Inhalte erinnern. Ergänzen Sie daher unvollständige oder zu knapp ausgefallene Teile sofort und suchen nach Antworten auf offene Fragen.

Nicht vergessen
Aus der Lernpsychologie ist bekannt, wie wichtig es ist, aufgenommene Inhalte von Vorlesungen und Vorträgen umgehend zu elaborieren und memorieren, um sie nicht zu vergessen.

Zeit nehmen
Seien Sie also diszipliniert und nehmen Sie sich noch am gleichen oder spätestens am nächsten lag Zeit, Ihre Mitschrift nachzubereiten. Die Zeit, die Sie dazu aufwenden, sparen Sie bei einer späteren Bearbeitung, in der es für Sie viel mühsamer ist, fehlende Inhalte zusammenzusuchen. Wenn Sie die Nachbereitung direkt nach der Vorlesung machen, sind nicht nur Ihre Erinnerungen noch frischer, sondern Sie haben auch eine größere Chance, dass Sie Ihre Kommilitonen ggf. noch nach Ergänzungen fragen können.

Einzelne Schritte
Den Prozess des Nachbereitens kann man in folgende Schritte unterteilen:
■ Mitschriften durchlesen,
■ unleserliche Stellen verbessern,
■ den roten Faden überprüfen,
■ die Richtigkeit und Genauigkeit kontrollieren (Fachbegriffe und Definitionen nachschlagen),
■ Fragen zum Verständnis klären (unklare Begriffe in Lexika nachschlagen und Definitionen ergänzen),
■ die eigene Mitschrift mit anderen vergleichen,
■ Ergänzungen und Fehlendes einfügen,
■ Thematik vertiefen.

Überlegen Sie während der Überarbeitung, ob Sie die neuen Inhalte zu ihrem bisherigen Wissen in Verbindung setzen können. Kennen Sie Bücher oder Artikel zu diesem Thema? Mit welchen Aspekten möchten Sie sich intensiver auseinandersetzen? Notieren Sie diese Gedanken auf der Rückseite Ihrer Mitschrift. Sie helfen Ihnen, Anhaltspunkte für mögliche Hausarbeiten zu sammeln und Lernhilfen für Klausurvorbereitungen zu finden.

Das bring Sie weiter
Fassen Sie nach der Überarbeitung die Kerngedanken noch einmal kurz zusammen. Sprechen Sie sich die Hauptaussagen zur Wiederholung und Selbstkontrolle laut vor.

Das Mitschreiben gemeinsam mit anderen organisieren
Nutzen
Erfahren Sie, wie Sie mit kooperativ erstellten Mitschriften gut arbeiten können. Warum sich alleine plagen, wenn Sie gemeinsam zu besseren Ergebnissen kommen?

Vorsicht
Es geht hier nicht darum, die lästige Arbeit des Mitschreibens auf andere abzuwälzen, um dann vielleicht auch noch die eine oder andere Vorlesung schwänzen zu können. Natürlich ist es hilfreich, wenn Sie auch Mitschriften von Vorlesungen bekommen, die Sie z.B. wegen Krankheit versäumt haben. Es hilft Ihnen jedoch nicht viel weiter, wenn Sie diese Mitschriften einfach kopieren und abheften. Mitschriften von anderen ersetzen auf keinen Fall die Teilnahme an Vorlesungen, Übungen und Seminaren, sondern ergänzen diese nur.

Mitschriften aufteilen
Wenn Sie sich mit mehreren Kommilitonen zusammentun, um die Mitschriften zu organisieren, beachten Sie folgende Punkte:
■ Legen Sie fest, wer für welche Vorlesung die Verantwortung für die Mitschrift hat und wer notfalls einspringt.
■ Legen Sie eine gemeinsame Mindestanforderung für die Inhalte und die Struktur der Mitschrift fest (Sie glauben gar nicht, was manche als Mitschrift bezeichnen!).
■ Wenn Sie die Gliederungspunkte einer Vorlesung kennen, können Sie auch einzelne Themen verteilen.
■ Jeder sollte sich dennoch immer die für sich wichtigen Punkte notieren.
■ Klären Sie vorher, wie und wann die Mitschrift verteilt werden soll.
■ Fremde Mitschriften erfordern eine gründlichere Nachbereitung. Formulieren Sie die Mitschrift anschließend in Ihrem persönlichen Stil und Darstellungsweise neu.

Nachbereitung
Auch bei der Nachbereitung ist es sinnvoll, die Lerninhalte gemeinsam zu diskutieren und zu wiederholen. Dadurch können Sie Inhalte, die Sie nicht so gut in der Vorlesung mitbekommen oder verstanden haben, klären. Aber nicht nur, wenn Sie etwas erklärt bekommen, sondern auch, wenn Sie der Erklärende sind, profitieren Sie davon. Inhalte, die Sie erläutern müssen, werden Ihnen dadurch noch besser verständlich, da Sie diese gut strukturiert wiedergeben müssen, damit der andere sie versteht.

Das bringt Sie weiter
Behalten Sie selbst entwickelte Grafiken, Schaubilder, Maps etc. nicht für sich, sondern lassen Sie andere Studierende daran teilhaben. Sie werden dann schnell zum Experten. Eventuelle Fragen zu den Inhalten zeigen Ihnen, wo Ihr Wissen fundiert ist und wo Sie selbst noch viel lernen müssen.

Sich selbst richtig einschätzen und den besten Berufseinstieg nach dem Studium finden

Nutzen
Schätzen Sie sich selbst ein und Sie wissen besser, wie Sie von anderen eingeschätzt werden.

Kriterien
Nutzen Sie die folgenden Kriterien:
Selbstständigkeit
■ Agiert nicht erst auf Aufforderung, sondern von sich aus.
■ Handelt aus eigenem Impuls. Setzt von sich aus Impulse.
■ Urteilt und entscheidet eigenständig und unabhängig.
■ Ergreift unaufgefordert Aktivitäten, um die Aufgaben zu erfüllen.
■ Nutzt vorhandene Spielräume aus und handelt eigenverantwortlich.

Analysefähigkeit
■ Hinterfragt Strukturen, Abläufe, Regelungen, Standards und Verhaltensweisen und überprüft sie auf ihre Zweckmäßigkeit hin.
■ Arbeitet Stärken und Schwächen heraus.
■ Erkennt Ursachen, Problembereiche, Fehlerquellen.
■ Trennt Wichtiges von Unwichtigem.

Kreativität
■ Entwickelt Ideen, Anregungen und Vorschläge und bringt sie ein.
■ Kann sich von Strukturen, Vorgehensweisen frei machen.
■ Schlägt andere, praktikable Schritte für die Umsetzung vor.

Flexibilität
■ Kann sich schnell von einer Situation (Aufgabe, Anforderung] auf die nächste umstellen.
■ Reagiert geistig beweglich auf Veränderungen aller Art.

Belastbarkeit/Konzentration/Ausdauer
■ Hält auch unter erschwerten Arbeitsbedingungen und bei Belastungsspitzen die gewohnte Arbeitsqualität bei.
■ Verkraftet Stresssituationen, Ärgernisse und Rückschläge.

Einsatzbereitschaft
■ Bringt sein Leistungsvermögen voll ein.
■ Geht die täglichen Anforderungen und Aufgaben aktiv an.
■ Ist bereit, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen.

Organisation der eigenen Arbeit
■ Bewahrt bei komplexen Aufgaben/Tätigkeiten die Übersicht.
■ Plant und organisiert anstehende Aufgaben und Tätigkeiten.
■ Erkennt und berücksichtigt Prioritäten.
■ Nutzt vorhandene Ressourcen und Hilfsmittel.
■ Beschafft erforderliche Unterlagen und Materialien rechtzeitig.
■ Geht ökonomisch mit dem Faktor Zeit um.

Kommunikation und Kollegialität
■ Beschafft die erforderlichen Informationen rechtzeitig und vollständig, nimmt diese auf und verarbeitet sie.
■ Gibt Informationen rechtzeitig und umfassend an alle zuständigen Personen und Stellen weiter.
■ Kommuniziert positiv und fördert damit die Arbeitsbeziehungen.
■ Toleriert und unterstützt die Kollegen.
■ Vermittelt zwischen unterschiedlichen Vorstellungen und Interessen, ermöglicht eine von allen mitgetragene Lösung.

Lernfähigkeit
■ Betrachtet die eigene Person selbstkritisch.
■ Erkennt seine individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
■ Erkennt seine Stärken und Schwächen.
■ Erkennt Möglichkeiten für die persönliche Weiterentwicklung und Weiterqualifizierung und setzt diese um.

Kontaktfälligkeit
■ Geht offen und aufgeschlossen auf andere zu. a Knüpft schnell Kontakte.
■ Kann sich auf die Situation und den/die Gesprächspartner in Auftreten und Wortwahl einstellen.

Verhandlungsgeschick
■ Geht flexibel und souverän auf die Verhandlungspartner ein.
■ Berücksichtigt Wünsche, Interessen, Motive, Erwartungen und/oder Ansprüche der Verhandlungspartner.
■ Unterbreitet den Kundenwünschen entsprechende Angebote und zeigt mögliche Perspektiven auf.
■ Legt seine Interessen kundenorientiert dar und argumentiert geschickt.
■ Arbeitet Gemeinsamkeiten heraus und findet einen Konsens.

Führungsfähigkeit
■ Kann seine Mitarbeiter motivieren.
■ Schafft in bestimmten Situationen einen tragfähigen Ausgleich zwischen Unternehmensinteressen und Mitarbeiterinteressen.
■ Lebt die formulierten Erwartungen und Ansprüche vor.
■ Vermittelt fachliche Unterstützung und Hilfestellung.
■ Delegiert Aufgaben und Verantwortung.
■ Trifft Zielvereinbarungen.
■ Gibt Feedback, führt Anerkennungs- und Kritikgespräche. m Bezieht Mitarbeiter in Entscheidungen ein.
■ Kommuniziert klar und eindeutig.
■ Erteilt Arbeitsaufträge und Anweisungen.

Das bringt Sie weiter
Erkennen Sie Stärken und bauen Sie diese systematisch aus. Erkennen Sie Schwächen und arbeiten Sie konsequent daran, diese abzubauen.

Ordnung ins Chaos der Gedanken bringen während Ihres Studiums – effektive Lernmethoden

Nutzen
Erfahren Sie mehr über Kognitionen und die Bedeutung der Selbstreflexion für Ihr Studium. Es sind insbesondere selbstreferenzielle Kognitionen, die Ihr Verhalten im Studium beeinflussen. Lesen Sie daher diesen etwas schwierigen Artikel besonders aufmerksam (.ggf. auch zweimal). Sie werden ihn mit Sicherheit verstehen! Wir haben gesehen, welche Macht die Gedanken über den Körper, die Psyche und die Interaktion haben können. In der Wissenschaft werden solche Gedanken als Kognitionen bezeichnet.

Kognition
Kognition kommt vom lateinischen Wort cognoscere und bedeutet:
■ erkennen, kennenlernen, wiedererkennen, vor Gericht anerkennen, die Identität bezeugen, mit jemanden bekannt werden,
■ wahrnehmen, bemerken, einsehen, erfahren, vernehmen,
■ auskundschaften, prüfen.
Damit umfasst der Begriff Kognition nicht nur Aspekte, die auf den Erkenntnisvorgang bezogen sind, sondern meint auch das Ergebnis des Erkenntnisprozesses.

Definition
Beide Aspekte der Kognitionen – Erkenntnisvorgang und Ergebnis des Erkenntnisprozesses – fließen auch in aktuelle wissenschaftliche Definitionen ein: Unter den Begriff Kognition fallen Prozesse der Wahrnehmung und des Denkens, durch welche innere und äußere Inputs transformiert, reduziert, elaboriert, gespeichert, wiedererkannt und verwertet werden, sowie deren Produkte. Ais kognitiv werden diese Prozesse aber auch dann bezeichnet, wenn sie ohne entsprechende Stimulation ablaufen (z.B. bei Halluzinationen], Kognitionen umfassen demnach sowohl den Vorgang der Wahrnehmung und des Denkens als auch das Produkt dieses Wahrnehmungs- und Denkprozesses. Wahrnehmung, Denken, Gedächtnis, Haltungen, Urteile, Antizipationen. Erwartungen, Pläne und Problemlösestrategien sind unter den Begriff der Kognition zu subsumieren.

Welche Gedanken sind es?
Überträgt man dies auf das Studium, so kann man sich die Frage stellen, welche spezifischen Kognitionen die Prüfungssituation beeinflussen:
■ Welche Kognitionen bestimmen den Erfolg oder Misserfolg einer Klausur oder einer mündlichen Prüfung?
■ Welche Gedanken sind es, die die Prüfungszeit zur Qual werden lassen oder diese lediglich als eine besondere Form der Herausforderung begreifen lassen?

Zunächst scheint es unmöglich, Ordnung in die Welt der Gedanken zu bringen. Zu groß ist die mögliche Vielfalt der Gedanken, als dass man solche Kognitionen finden könnte, die für die Vorbereitung und den Verlauf von Prüfungen wichtig sind. Wir wollen solche Kognitionen identifizieren, die für den Erfolg im Studium ausschlaggebend sind. Und herausbekommen, wie man solche Gedanken dann so beeinflussen kann, dass sie sich auf den Verlauf des Studiums positiv auswirken. Menschen haben eine besondere Befähigung zur Selbsterkenntnis bzw. Selbstreflexion. Von dieser These geht das dargestellte Konzept aus, anhand dessen wir die Gedanken strukturieren wollen.

Selbstreflexion
Die Art und Weise, wie Menschen sich wahrnehmen und bewerten, hat große Auswirkungen auf ihr Erleben und Verhalten. Selbstreflexion ist eine besondere Form der Kognition, bei der es nicht nur allgemein um wahrnehmen und denken geht, sondern um ein Wahrnehmen und Denken, das auf die eigene Person gerichtet ist. mit dem Ergebnis, dass die Person eine Repräsentation (ein Bild, eine Darstellung) von sich selbst erzeugt.
Selbstreflexive Kognitionen umschreiben drei Aspekte:
■ 1. den formalen Aspekt der Ausprägung der Selbstreflexivität: Wie stark bin ich mir meiner bewusst?
■ 2. inhaltlich das Ergebnis eines solchen Prozesses der Selbstobjektivierung: Wie schätze ich mich ein?
■ 3. das damit verbundene Selbstwertgefühl: Wie geht es mir aufgrund meiner Einschätzung?

Das Ergebnis der Selbstobjektivierung wird auf einem höheren Abstraktionsniveau üblicherweise mit Begriffen wie Identität oder Selbstkonzept (Bin ich ein erfolgreicher Student?) belegt. Selbstreflexion steht dabei nicht nur in Zusammenhang mit der psychischen Selbstregulation, speziell mit komplexen Gefühlen wie Stolz, Scham, Angst und Traurigkeit, sondern es ist vielmehr von einem Wechselverhältnis auszugehen, bei dem emotionale Prozesse wiederum Auswirkungen darauf haben, wie Menschen über sich selbst denken.

Selbstreferenzieller Prozess
Das Studium und andere Ausbildungssituationen stellen eine besondere Entwicklungsphase dar, in denen Menschen verstärkt in einen selbstreferenziellen Prozess kommen, da ihr ursprüngliches Selbstmodell (das sie z.B. bis zum Abitur hatten) mit den aktuellen Erlebnissen und Veränderungen im Studium nicht mehr übereinstimmt. Auch bei einer späteren Studienaufnahme im Anschluss an eine berufliche Phase wird der Studierende mit anderen Anforderungen als in der Arbeitswelt konfrontiert. An die bisherigen Kompetenzen und Fertigkeiten kann nur teilweise angeknüpft werden. Wissenschaftliches Arbeiten, Referate und Präsentationen sind neue Herausforderungen, die gelernt und geübt werden müssen. Unsicherheiten in diesen Bereichen können sich zunächst negativ auf das Selbstbewusstsein auswirken. Manch ein Studierender fühlt sich deshalb sogar an der Hochschule fehl am Platz.

Der Einzelne steht in solchen Situationen vor zwei Fragen:
■ Welche Bedeutung hat das Studium für mich?
■ Welche Rolle spiele ich selbst im Verlauf meines Studiums?
Will man diese Fragen beantworten, verstärkt man entweder alte Selbsteinschätzungen oder es kristallisieren sich im Laufe des Studiums neue Selbsteinschätzungen heraus.
Das Studium geht also mit kognitiven Prozessen der Selbstreflexion einher.

Indikatoren
Es müsste folglich möglich sein, Indikatoren der Selbstreferentialität zu finden, die auf ein positives oder negatives Selbstmanagement im Studium hinweisen, ähnlich wie Parameter im somatischen Bereich (z.B. Fieber, Blutdruck, Blutwerte) körperliche Krankheiten anzeigen. Diese Indikatoren der Selbstreferentialität könnten einen Schlüssel für den Er-folg im Studium darstellen.

Das bringt Sie weiter
Nehmen Sie sich fest vor, Ihre persönlichen Indikatoren der Selbstreferentialität herauszufinden.

Visualisieren und präsentieren Sie erfolgreich vor der Prüfung – Strategien für erfolgreich lernen

Prüfungen sind häufig mit Präsentationen verbunden. Sie präsentieren z.B. die Ergebnisse eines schriftlichen Referates und bekommen dafür eine Teilnote. Oder Sie präsentieren die Ergebnisse Ihrer Abschlussarbeit und werden anschließend dazu befragt. Über die Qualität, die man hier manchmal zu sehen bekommt, sagt ein Bild mehr als 1000 Worte Sie verstehen, was wir meinen? So sollte eine Visualisierung bzw. eine Präsentation sicherlich nicht aussehen. Typische Fehler sind:
■ schrille Farben,
■ unterschiedliche Schrifttypen,
■ unlesbare Schrifttypen,
■ Hervorhebungen (in einem Dokument sowohl fett, kursiv, einfach unterstrichen, doppelt unterstrichen, durchgestrichen als auch Kapitälchen, Schattierungen, Einrahmungen etc.)
■ unzählige Effekte,
■ viele Bildchen unterschiedlichster Gestaltung,
■ ganze Romane in kleiner Schrift.

Bei der Präsentation kann man Folgendes falsch machen:
■ vergessen, den Beamer zu ordern,
■ aufwendige Präsentation, aber inhaltlich schlecht,
■ keine Struktur,
■ nichts, was Aufmerksamkeit erregt,
■ kleines Präsentationsbild,
■ leise sprechen (in den Bart hinein nuscheln),
■ gelangweilt in die Runde schauen,
■ die Redezeit um 100% überziehen,
■ auf die Fragen der anwesenden Teilnehmer nicht eingehen.

Planen Sie den Vortrag strukturiert
Nutzen
Erkennen Sie, dass gute Planung die halbe Miete ist, und gehen Sie entsprechend vor.

Zeitplanung
Sie sollten Ihren Vortrag möglichst wie folgt strukturieren:
■ Einführung: 10 % der Präsentation/des Vortrags,
■ Hauptteil: 50% der Präsentation/des Vortrags,
■ Diskussion: 30% der Präsentation/des Vortrags,
■ Schluss: 10 % der Präsentation/des Vortrags.

Präsentationsmarketing
Grundlage der Detailplanung ist die Marketingphilosophie. Mit anderen Worten: Eine Präsentation wird umso eindrucksvoller, je stärker Sie von Anfang an die Aspekte des Marketings berücksichtigen:
■ Präsentationen sind dann besonders erfolgreich, wenn Sie den Betrachtern einen konkreten Nutzen bringt. Deshalb ist es wichtig, Präsentationen zielgruppengerecht aus der Sicht der Betrachter zu gestalten: Denke im Kopf der Zuschauer, Fühle im Herz der Zuschauer, Träume in der Seele der Zuschauer.
■ Stellen Sie fest und berücksichtigen Sie, von welchen Voraussetzungen der Teilnehmer Sie ausgehen können.

Planungsmodell
Gehen Sie bei der Planung Ihrer Präsentation strukturiert vor. Nutzen Sie hierfür folgende Kontrollfragen:
■ Legen Sie die Ziele Ihrer Präsentation fest: Was ist der Grund für Ihre Präsentation? Was wollen Sie erreichen?
■ Analysieren Sie die Situation der Teilnehmer: Von welchen Voraussetzungen können Sie ausgehen? Wen wollen Sie besonders ansprechen, informieren, überzeugen? Mit welchen Aussagen und Informationen wollen Sie überzeugen? Was sind die Kernaussagen Ihrer Präsentation?
■ Mit welcher Strategie gehen Sie vor?
■ Wie verpacken Sie die Kernaussagen Ihrer Präsentation?
■ Gestalten Sie die Präsentation so, dass sie schnell verstanden wird und eingängig ist.
■ Nutzen Sie die AIDA-Regel.

AIDA-Regel
Es gibt eine einfache Grundregel, die im Bereich der Werbung sehr häufig angewandt wird, die AIDA-Regel:
■ Gestalten Sie Ihre Präsentation so, dass sie die Aufmerksamkeit der Umworbenen sofort auf sich zieht (Attention).
■ Wecken Sie dann das Interesse der Umworbenen (Interest).
■ Überzeugen Sie die Umworbenen so gut von den Vorteilen Ihres Angebotes, dass sie den Wunsch verspüren, Ihr Angebot anzunehmen (Desire).
■ Zeigen Sie den Umworbenen, wie sie auf Ihr Angebot eingehen können (Action).
Bei den einzelnen Präsentationsphasen sollten Sie Folgendes beachten:

Einführung
■ Begrüßen Sie freundlich die Teilnehmer.
■ Wecken Sie das Interesse der Teilnehmer.
■ Machen Sie ihnen deutlich, welche Vorteile sie aus der Präsentation ziehen können.
■ Gewinnen Sie ihr Wohlwollen. Denken Sie daran: Der erste Eindruck zählt.
■ Holen Sie die Teilnehmer dort ab, wo sie stehen (bei ihrem Vorinformationen, Vorwissen etc.).

Hauptteil
■ Vermitteln Sie die fünf wichtigsten Kernaussagen, die Sie vorher präzise formuliert haben. Legen Sie fest, welche Details Sie zusätzlich vermitteln möchten bzw. welche Sie ggf. auch weglassen können.
■ Halten Sie stets das Interesse wach.
■ Erzeugen Sie mit Ihrem Vortrag eine Spannung.
■ Notieren Sie Fragen, die im Rahmen der Diskussion behandelt werden sollen und Fragen, die Sie später – nach der Veranstaltung – klären und deren Beantwortung Sie dann separat übermitteln werden.

Diskussion
■ Führen Sie eine ergebnisorientierte Diskussion.
■ Schweifen Sie nicht ab.
■ Verlieren Sie Ihr Ziel nicht aus den Augen.
■ Resümieren Sie kurz.

Schluss
■ Zeigen Sie den Teilnehmern auf, wie sie die Ergebnisse des Vortrags anwenden und weiter vertiefen können.
■ Bedanken Sie sich und verabschieden sich freundlich.
Bewerten Sie Ihre Präsentation selbst. Geben Sie sich selbst eine Note.
3 = befriedigend: Eine Präsentation, die den Erwartungen entspricht.
2 = gut: Eine Präsentation, die über den Erwartungen liegt.
1 = sehr gut: Eine Präsentation, die weit über den Erwartungen liegt.

Oder stellen Sie sich vor, jemand trägt Ihnen mit Ihren Unterlagen und in der von Ihnen geplanten Form Ihren Vortrag vor und erwartet dafür eine Honorarzahlung. Wie hoch fällt das Honorar aus, dass Sie bereit wären, ihm zu zahlen?

Das bringt Sie weiter
■ Planen Sie Ihre Präsentation mithilfe einer Mind Map.
■ Üben Sie mit Mitstudierenden die Präsentationssituation. Simulieren Sie eine Echtsituation und spielen Sie Ihre Präsentation einmal vor Publikum durch. Bitten Sie die Teilnehmer um ein detailliertes Feedback.

Ist alles optimal vorbereitet vor Ihrer Präsentation – effektive Lernmethoden

Nutzen
Berücksichtigen Sie die nachfolgenden Aspekte, dann gelingt (fast) jede Präsentation.

Checkliste
Vorbereitung des Vortrags/der Präsentation:
■ Sind mir die Erwartungen der Zuhörer bekannt?
■ Über welchen Wissensstand verfügen sie?
■ Sind die Ziele meines Vortrages klar und präzise formuliert?
■ Was ist meine zentrale Botschaft?
■ Mit welchen konkreten Themen möchte ich meine Ziele bzw. die zentrale Botschaft transportieren?
■ Könnte ich einen Praktiker einladen?
■ In welchem Raum soll der Vortrag stattfinden? Ist der Raum hell, klimatisiert, gut gelüftet, ausreichend bestuhlt?
■ Welche Medien und Materialien benötige ich? Laptop, Beamer, Overheadprojektor, Video, DVD-Player. Moderationskoffer, Tafel, Metaplanwand etc.
■ Welche Zeit steht mir zur Verfügung?
■ Kann ich die geplanten Inhalte in der Zeit präsentieren?
■ Welche Unterlagen sollen die Teilnehmer erhalten? Wann sollen Sie diese erhalten?

Vorbereitung der Materialien/Medien:
■ Baue ich in meine Präsentation Auflockerungen ein? Beispiele. Geschichten, Experimente, Materialien zum Anlassen, Videos, Spiele, Rätsel, Rollenspiele, Diskussionen, Gruppenarbeit etc.
■ Ist meine Präsentation/mein Vortrag lebendig und natürlich?
■ Gibt es ausreichend Medienwechsel bei meinem Vortrag?
■ Arbeite ich mit einer Funkmaus und kann mich daher freier bewegen?
■ Gibt es ein Video, eine DVD zum Thema?
■ Sind meine Folien, Charts, Mind Maps aussagekräftig?
■ Gebe ich einen Überblick über meine Präsentation/Vortrag?
■ Habe ich zu viele oder zu wenige Folien?
■ Sind nicht mehr als sieben Statements auf einer Folie?
■ Sind Schriftart und Schriftgröße gut lesbar?
■ Sind Symbole einheitlich und angemessen eingesetzt?
■ Sind die Texte grammatikalisch richtig und fehlerfrei?
■ Sind wichtige Informationen hervorgehoben?
■ Ist die Textausrichtung (zentriert oder linksbündig) zweckmäßig?
■ Sind die Farben ansprechend und angemessen?
■ Setze ich Animationen z.B. beim Folien Übergang ein? Wie wirken diese auf Sie (eher ruhig oder unruhig)?
■ Sind die verwendeten Grafiken/Diagramme aussagekräftig?
■ Werden die Zuhörer visuell überfrachtet?
■ Bin ich auf konkrete und kritische Fragen vorbereitet?
■ Bleibt ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion?

Durchführung des Vortrags/der Präsentation:
■ Bin ich angemessen gekleidet?
■ Trage ich frei vor?
■ Nutze ich Karteikarten zur Vortragsunterstützung?
■ Begrüße ich die Zuhörer angemessen und vielleicht einfallsreich?
■ Mache ich die Zuhörer von Anfang an neugierig?
■ Mache ich die Zielsetzung/Problemstellung sofort deutlich?
■ Gebe ich anfangs einen Überblick über die Präsentation/den Vortrag?
■ Wissen die Zuhörer stets, wo ich mich im Vortrag befinde?
■ Spreche ich langsam genug?
■ Strukturiere ich den Vortrag durch Pausen und Betonungen?
■ Verwende ich viele Füllwörter (wie sozusagen, quasi) oder Pausenfüller (wie äh, ahm)?
■ Erläutere ich alle Fachbegriffe und Abkürzungen?
■ Halte ich Blickkontakt mit den Zuhörern?
■ Nutze ich einen Zeiger?
■ Im Team: Ist genau geregelt, wer wann übernimmt?

Fragen Sie Ihre Zuhörer nach der Präsentation:
■ War der Vortrag interessant und kurzweilig?
■ Haben Sie etwas dazu gelernt? Was genau?
■ Hat der Vortrag Ihren Erwartungen entsprochen?
■ Fehlte etwas im Vortrag?
■ Konnten Sie Ihre Fragen stellen?
■ Wie beurteilen Sie Vortrag/Präsentation insgesamt? In Noten!
Die Erinnerungsquote steigt deutlich mit den beteiligten Sinnen:
■ nur hören = > 20 %,
■ nur sehen = > 30 %,
■ sehen und hören = > 50% ,
■ sehen, hören und diskutieren = > 70%,
■ sehen, hören, diskutieren und selbst tun = > 90%.

Das bringt Sie weiter
Tell me – and I forget, Teach me – and I remember, Involve me – and I learn. (Benjamin Franklin).
■ Überprüfen Sie vor jeder Präsentation, ob Sie an alles gedacht haben. Nutzen Sie hierfür die angeführte Checkliste.
■ Verwenden Sie besser Mind Maps anstatt z.B. in Powerpoint erstellte Präsentationen.

Bringen Sie Bewegung rein
Nutzen
Erfahren Sie, mit welchen (un-)gewöhnlichen Mitteln Sie die Präsentation schwungvoller gestalten können.

Anregungen
Denken Sie sich etwas aus. Es gibt doch nicht nur Powerpoint!
■ Wandplakat
Ein Bild oder eine Zeichnung verhilft den Zuhörern zu einem besseren Verständnis und dient als Gedächtnisstütze. Visualisieren Sie die Inhalte und platzieren Sie diese (fest) im Raum. Auch neurobiologisch betrachtet ist dies übrigens sinnvoll: Die Informationsinhalte brennen sich stärker ein, wenn der Blick häufiger darauf fällt bzw. darauf gelenkt wird.
■ Overheadprojektor
Ja, den gibt es ja auch noch. Wenn Sie eine Präsentation digital präsentieren, dann nutzen Sie ihn parallel doch einfach für die Agenda. Oder schreiben Sie hier mit, notieren Sie auf einer Folie die offenen Fragen. Der Vorteil dieses Gerätes liegt darin, dass Sie den Teilnehmern nie den Rücken zukehren müssen.
■ Flipchart
Nehmen Sie einfache Blätter DIN Al (ob mit oder ohne Linien oder kariert, spielt keine Rolle). Notieren Sie hier Wichtiges. Und: Schreiben Sie unbedingt leserlich!
■ Moderationswand
■ Video
■ DVD
■ Mind Map (digital, auf Papier oder Folie)
■ etwas zum Anfassen
■ etwas zum Riechen
■ etwas zum Greifen
■ etwas zum Schmecken.
Eine spezielle, tragbare Konstruktion, auf der sie mit Nadeln Moderationskarten, auf die die Teilnehmer etwas aufgeschrieben haben, heften können.

Und nicht zuletzt:
■ elektronische Kreide.
Oder mal etwas ganz anderes:
■ ein unerwarteter Gast (vielleicht sollten Sie den Seminarleiter hierüber besser vorab informieren),
■ einen Test,
■ einen kleinen Wettbewerb.

Das bringt Sie weiter
Denken Sie einmal ein paar Stunden lang bei allem, was Sie unternehmen, was Sie in die Hand nehmen, worüber Sie sprechen etc., an Ihren Vortrag. Versuchen Sie mithilfe dieses (aus Kreativitätstechniken abgeleiteten) Vorgehens, neue Ideen zu generieren.

Die Vorteile der Online-Bewerbung – Berufseinstieg nach dem Studium suchen

Nutzen Sie die Vorteile der Online- Bewerbung
Lesen Sie hier, wie Sie eine Online-Bewerbung erstellen können. Der schnelle, sehr viel günstigere Weg der Bewerbung ist seit Jahren die Online-Bewerbung. Sie sparen teure Bewerbungsmappen, Hochglanztotos, Kopien und Porto.

Der richtige Weg?
Sie sollten stets prüfen, ob diese Art der Bewerbung angemessen ist. Nicht jedes Unternehmen freut sich über Online-Bewerbungen, da sie häufig für den Personaler einen Mehraufwand bedeuten. Nur, wenn die Unternehmen über entsprechende Online-Bewerbungsverfahren verfügen und z.B. extra eingerichtete Online-Formulare für Bewerbungszwecke vorhanden sind, können Sie sicher sein, dass diese Form der Bewerbung erwünscht ist. Lebenslauf und Zeugnisse können dann als Datei angehängt werden. Klären Sie, ob nur eine Kurzbewerbung oder auch sämtliche Anhänge wie Lebenslauf, Zeugnisse etc. erwartet werden. Wichtig bei Bewerbungen per E-Mail ist es, dass die Betreffzeile ausgefüllt wird. Bei leeren Betreffzeilen landen viele Mails direkt im Spam-Filter oder die Mail bleibt lange unbeachtet und wird vielleicht sogar gelöscht!

Die Betreffzeile sollten Sie generell nutzen, um deutlich hervorzuheben, wofür Sie sich bewerben: Bewerbung als Assistenzarzt. Bei E-Mail-Bewerbungen sollten Sie zwingend auch auf die Wirkung Ihrer E-Mail-Adresse achten. Das ist das Erste, was der Empfänger von Ihrer Bewerbung sieht. Nutzen Sie nur seriöse E-Mail-Adressen. E-Mail- Adressen wie Girly@…, Blondie@… oder KingKong@… mögen zwar originell sein, sind aber für Bewerbungszwecke nicht geeignet.
Orientieren Sie sich ansonsten an den Hinweisen für die klassische Bewerbung. Sowohl das Anschreiben als auch alle anderen zu gestaltenden Anlagen (wie z. R der Lebenslauf) werden nach den beschriebenen Regeln erstellt. Wichtig ist eine gute Übersichtlichkeit: Am besten bringen Sie alle Unterlagen in einem einzigen PDF-Dokument unter. Der eigentliche E-Mail-Text besteht dann nur aus einem kurzen Hinweis, dass die Bewerbung als Anhang beigefügt ist.

Lediglich bei der Unterschrift gelten andere Regeln als bei den üblichen Bewerbungen. Sie können bei der Online-Bewerbung auf die handschriftliche Unterschrift verzichten. Im E-Mail-Text reicht Ihr geschriebener Name. Sie können aber Ihre gescannte Unterschrift einfügen (natürlich nur ordentlich komprimiert). Die gesamte Mail sollte maximal zwei Megabyte umfassen, und alle Dokumente müssen auf Viren geprüft sein.

Das bringt Sie weiter
Nutzen Sie keine Dringlichkeitseinstellungen. Das könnte genau das Gegenteil bewirken …

Motivations- und Kooperationsfallen beim Lernen in der Gruppe – Klausuren bestehen Tipps

Nutzen
Lernen Sie einige Stolpersteine in der Gruppenarbeit kennen, die von der persönlichen Einstellung der Beteiligten und ihrer Interaktion abhängen und die Sie unbedingt vermeiden sollten. Sie möchten aus der Gruppenarbeit natürlich einen Nutzen ziehen. Ganz klar, sonst würden Sie sich ja nicht mit anderen zusammenschließen. Sie möchten auch einen Beitrag zum Erfolg der Gruppe leisten (das sollten Sie jedenfalls, sonst wären Sie bei der Gruppenarbeit falsch) – aber fair sollte es sein. Nicht wahr? So kann es funktionieren!

Soziales Faulenzen
Der Peter der macht’s dann schon. Da sind immer welche dabei, die hören nur zu, obwohl sie ganz viel wissen, Die wollen ja nur meine Informationen haben und bringen selbst gar nichts. Das hat fast jeder von Ihnen schon einmal in einer Gruppe erlebt. Ein oder mehrere Gruppenmitglieder halten sich in der Zusammenarbeit unbewusst zurück – und leisten in der Gruppe weniger, als wenn sie alleine arbeiten würden. Sie bringen weder neue Ideen in die Gruppe ein, arbeiten nicht aktiv an Problemlösungen mit und übernehmen keine persönliche Verantwortung für die Ergebnisse. Dieses Phänomen wurde schon Mitte der 1880er Jahre von dem französischen Agraringenieur Mix Ringelmann erkannt und ist heute auch unter dem Begriff Social Loafing (soziales Faulenzen) oder Ringelmann- Effekt bekannt.

Experiment
Ringelmann wollte die Effektivität landwirtschaftlicher Maschinen und Arbeiten testen. Dazu startete er ein Experiment mit einem interessanten Ergebnis:
Er ließ dazu Studenten an einem Tau ziehen. Erst allein, dann zu zweit, danach zu dritt und zu acht. Dabei maß er jedes Mal, wie kräftig die Studenten zogen. Er ging davon aus, wie Sie sicherlich auch, dass die Kraft mit zunehmender Zahl der Studenten proportional steigt. Das Ergebnis war jedoch erstaunlich: Ein Student zog durchschnittlich 63 Kilogramm. Drei Studenten zogen 160 Kilogramm (statt der erwarteten 189) und acht schafften sogar nur noch 248 Kilogramm (statt 504 kg). Je größer also die Gruppe wurde, umso weniger strengte sich der einzelne Student an. Bei acht Studenten investierte jeder nur noch seine halbe Kraft. Ringelmann ging damals von technischen und organisatorischen Ursachen aus. Erst Anfang der 1970er Jahre wurden die psychologischen Ursachen dieser Beobachtung untersucht. Wissenschaftler wie Alan G. Ingham von der Universität Washington trugen maßgeblich zu der Erkenntnis bei, die Sie alle sicherlich kennen: Dieser Leistungsnachlass, der meistens unbewusst passiert, ist in der Motivation der Gruppenmit-glieder begründet (vgl. Leitl 2007).

Sind die Bedingungen in der Gruppe ungünstig, kann es passieren, dass manche Gruppenmitglieder kaum Beiträge leisten und auf die anderen wie Trittbrettfahrer wirken. Besonders bei der Gruppenarbeit, aus der gemeinsame Ergebnisse erwartet werden, wie z.B. Referate oder Gruppenprüfungen, wirkt das soziale Faulenzen sehr demotivierend.Die Ursachen liegen also sowohl bei dem sogenannten Trittbrettfahrer, aber auch in der Gruppe selbst. Die Probleme bei der Organisation besprechen wir im folgenden Artikel, bleiben wir erst noch bei den beteiligten Personen selbst.

Persönliche Gründe
Die persönlichen Ursachen liegen in der geringen Motivation einiger Teilnehmer. Warum aber ist oder wird die Motivation geringer?
Dafür lassen sich bei der Gruppenarbeit hauptsächlich zwei Gründe finden. Die Motivation ist beeinträchtigt,
■ wenn Sie sich persönlich keinen Vorteil von der Gruppenarbeit versprechen.
■ wenn sich kein persönlicher Verantwortungsbereich für das Gelingen der Gruppenaufgabe erkennen lässt.

Wenn sich also bei Gruppenaufgaben am Ende keine Ergebnisse zuordnen lassen und die Leistungsunterschiede der einzelnen Gruppenmitglieder nicht deutlich werden, dann verliert das persönliche Leistungsvermögen seine motivierende Kraft.

Ja, wenn ich meinen Beitrag im Endergebnis gar nicht wiedererkenne, dann ist er ja auch gar nicht wichtig. Dann kann die Gruppe auch gut darauf verzichten.

Genau – und dann hat die Gruppe den (oder auch mehrere) Triitbrettfahrer, der sich nicht mehr groß einbringt. Wenn sich in einer Gruppe der Virus des sozialen Faulenzens erst mal breitgemacht hat, taucht in der Regel auch das folgende Phänomen auf:

Sucker-Effekt
Ich bin doch nicht der Depp!
Am Emde halte ich keine Lust mehr, der Dumme zu sein und als Einziger noch etwas zu tun, da haben wir das Ganze aufgegeben. Diese Einstellung hat einen treffenden Namen bekommen: Sucker-Effekt (Sucker = Dummkopf, Depp) und ist eigentlich eine logische Konsequenz des ausgeprägten sozialen Faulenzens in einer Gruppe. Der Begriff wurde von Kerr (vgl. Kerr 1983) geprägt, der dabei von der Gerechtigkeitsvorstellung der beteiligten Personen ausging (vgl. Vogt 2004).

Gerechtigkeit
Was hat denn nun Gerechtigkeit mit der Gruppenarbeit zu tun? In der Regel passen Menschen in einer Gruppe ihre Leistungsbereitschaft den anderen an. Wenn also die meisten Gruppenmitglieder hoch motiviert sind und Leistung bringen wollen, werden sich auch die vielleicht zuerst nicht ganz so motivierten Teilnehmer anpassen. Das ist durchaus ein Vorteil der Gruppenarbeit, weil man sich hier gegenseitig motiviert. Wenn aber einige Mitglieder nun feststellen: Da sind welche, die tun weniger als sie. Die könnten es aber eigentlich. Sie leisten also nicht deshalb weniger, weil sie nicht mehr leisten können, sondern weil sie sich scheinbar nicht genug anstrengen. Dann werden auch die ehemals leistungswilligen Gruppenmitglieder sich anpassen. Sie werden nämlich ebenfalls ihre Anstrengungen reduzieren. Weil sonst wäre das ja ungerecht! In letzter Konsequenz führt dies dazu, dass sich die Mitglieder einer Gruppe auf die Leistungen der anderen Gruppenmitglieder verlassen, die aber aufgrund der verminderten Anstrengung der anderen wiederum, ebenfalls zu weniger Leistung bereit sind. Das Ergebnis ist klar.

Matthäus-Effekt
Noch ein drittes Problemwollen wir hier vorstellen:
Da mache ich es lieber selbst.
Das kann ich nicht, mach du.
Wenn die Literatur von den anderen rausgesucht wird, fehlt eh wieder die Hälfte. Das mit dem Powerpoint kriege ich nie hin, mach du das mal lieber, du kannst das doch ruck, zuck.

Den Matthäus-Effekt kennen Sie nur zu gut, auch wenn Sie vielleicht bisher nicht wussten, wie er heißt. Dieser Begriff der Handlungsleitenden Soziologie bezieht sich auf folgende Äußerung im Evangelium nach Matthäus: Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, dass er Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. (Matthäus 25, 29). Hieraus leiteten sie die Gesetzmäßigkeit für dieses Phänomen ab.

Natürlich ging es im Matthäus-Evangelium um etwas ganz anderes, als heute unter diesem Effekt verstanden wird:
Wer viel weiß, lernt viel dazu. Der Matthäus-Effekt geht davon aus, dass neues Wissen auf vorhandenem Wissen aufbaut. Je mehr Vorwissen jemand hat, umso mehr Nutzen kann er aus neuen Informationen gewinnen. Ein sehr leistungsstarkes Gruppenmitglied wird aus der Arbeit in der Gruppe mehr Gewinn ziehen als ein leistungsschwacher Teilnehmer. Wer in einer Gruppe viel weiß, macht viel und lernt viel dazu. Wer wenig weiß und sich wenig zutraut, überlässt die Aufgaben lieber den anderen und lernt auch nur wenig. Und man kann noch einen Schritt weiter gehen: Was Sie gut können, lernen Sie dadurch noch besser, und was Sie nicht können, lernen Sie immer noch nicht.
So sieht das in der Praxis der Gruppenarbeit dann aus: Die Gruppenmitglieder mit einem hohen Vorwissen und einer hohen Motivation übernehmen bereitwillig und gerne die schwierigen Aufgaben. Sei es, weil sie die Ergebnisse der anderen nicht für gut genug erachten, weil es ihnen zu lange dauert oder weil sie bewusst ihr Wissen festigen wollen.

Sie lernen dadurch immer mehr, sie werden immer besser. Die leistungsschwächeren Gruppenmitglieder trauen sich angesichts der Superstudis erst recht nichts mehr zu und geben Aufgaben, die sie nicht gut erfüllen können oder bei denen sie Versagensängste haben, gerne ab. Sie beschränken sich auf das, was sie sowieso gut können, und nehmen sich die Chance, sich an schwierigen Aufgaben zu üben.

Typische Fehler
■ Lerngruppen werden sehr spontan gebildet.
■ Lerngruppen werden als reine Nachhilfestunden verstanden.
■ Gruppenmitglieder werden nur nach Sympathie ausgesucht.
■ Leistungsschwache suchen sich sehr leistungsstarke Dozenten aus.
■ Gruppen werden zu groß gebildet.
■ Lernaktionen in der Gruppe werden nicht organisiert und vorbereitet.
■ Individuelle Leistungsstände werden nicht klargestellt.
■ Lernkapazitäten werden nicht beachtet.
■ Lernerwartungen werden nicht geklärt.
■ Lernmethoden werden nicht abgestimmt.
■ Einzelaufgaben werden nach Können verteilt.
■ Über nachlassende Motivation und enttäuschte Erwartung wird nicht oder zu spät gesprochen.

Das bringt Sie weiter
■ Überlegen Sie einmal, mit welcher Einstellung Sie sich an der Gruppenarbeit beteiligen. Sind Sie eher der Trittbrettfahrer oder tendenziell der Depp?
■ Haben Sie schlechte Erfahrungen mit der Gruppenarbeit gemacht?
■ Tauschen Sie bei der nächsten Gruppenarbeit Ihre bisherige Erfahrung vorher mit den anderen Gruppenmitgliedern aus.
■ Suchen Sie sich einmal ganz bewusst andere Partner für die Gruppenarbeit aus, die gar nicht zu Ihrem bisherigen Muster passen. Als ewiger Depp suchen Sie sich mal andere Deppen aus – also Partner, die mindestens genau so leistungswillig und -stark sind wie Sie. Als Trittbrettfahrer suchen Sie sich mal andere bekannte Trittbrettfahrer aus.
■ Wenn die alten Rollen und Muster nicht mehr funktionieren, können Sie ganz neue Erfahrungen in der Gruppe machen. Fordern Sie sich zu neuen Lernerfahrungen heraus!

Methoden für das Lernen in der Gruppe – Klausuren bestehen Tipps

Nutzen
Lernen Sie einige Methoden für das effektive Arbeiten in der Gruppe kennen.

Gruppenpuzzle
Die Methode des Gruppenpuzzles, die als guter Einstieg in die Gruppenarbeit gilt, wurde 1978 von Elliot Aronson entwickelt (vgl. Frey-Eiling/ Frey 1992). Das Gruppenpuzzle ist eine Methode für große Gruppen und bietet sich an, wenn es bei einem Thema verschiedene Unterthemen zu bearbeiten gibt. Dabei kommt jedes Mitglied der Gruppe einmal in die Rolle des Lehrenden und des Lernenden. Der Lernstoff wird hierzu in möglichst gleich umfangreiche und gleich schwierige Unterthemen unterteilt und in drei Arbeitsschritten bearbeitet.

Expertenbildung
Die Gruppenmitglieder bilden sogenannte Stammgruppen. Im Original- Gruppenpuzzle besieht eine Stammgruppe aus sechs Teilnehmern. Sie müssen natürlich die Stammgruppen nach der Gesamtgruppenzahl richten und so viele Unterthemen haben, wie die Stammgruppe Mitglieder hat.
In jeder Gruppe bekommt jeweils ein Teilnehmer ein Teilthema des zu bearbeitenden Stoffs zugewiesen und eine angemessene Zeit, um es zu bearbeiten. Dadurch wird in jeder Gruppe ein Teilnehmer zum Experten für ein Teilthema.

Expertentreffen
Anschließend treffen sich diese Experten für ihr jeweiliges Unterthema in sogenannten Expertengruppen. Dort wird das eigene Material vorgestellt, diskutiert und offene Fragen werden geklärt.

Unterrichtsrunde
Abschließend kehrt jeder Experte in seine Stammgruppe zurück und unterrichtet die Gruppe anhand des überarbeiteten Materials. Dadurch wird die Gruppe über jedes Teilthema gut und umfassend informiert.

Reziprokes Lehren
Mit dem reziproken Lehren (Reciprocal Teaching) haben Palincsar und Brown (vgl. Renkl 1997) eine Methode entwickelt, mit der insbesondere das Leseverständnis überprüft werden kann. Sie eignet sich daher gut. um schwierige Texte zu bearbeiten. Gedacht ist diese Methode für eine Zweiergruppe, sie kann aber auch in Kleingruppen angewandt werden.

Lesen
Jeder liest zunächst für sich den vereinbarten Textabschnitt.

Erklären
Einer der beiden fasst nun den Inhalt des Textabschnittes zusammen und erklärt ihn dem Partner.

Rückmeldung
Der Partner oder die Kleingruppe gibt nun Rückmeldung, was verstanden wurde. Dazu gehören auch Hinweise auf Unklarheiten, andere Auffassungen oder andere Interpretationen.

Klären
Gemeinsam werden nun Verständnisprobleme gelöst und Erklärungen für schwierige Textstellen gesucht.

Rollentausch
Nun liest wieder jeder für sich den nächsten Artikel. Anschließend beginnt der Prozess von Neuem, jetzt aber mit getauschten Rollen. Das wechselseitige Erklären und Zuhören wird so lange fortgesetzt, bis der ganze Text durchgearbeitet ist.

Kooperatives Skript
Das Vorgehen ist ähnlich wie beim reziproken Lehren, jedoch liest hier jeder nur noch die Passagen, die er selbst zusammenfassen muss. Damit bekommt der Lehrende eine größere Verantwortung für die von ihm bearbeiteten Inhalte. Er muss seine Passagen sehr gewissenhaft vorbereiten und gut strukturiert wiedergeben. Diese Methode eignet sich hervorragend zur Klausurvorbereitung! Natürlich können wir hier nicht alle Methoden und Lernmöglichkeiten darstellen, sondern Ihnen nur einige Anregungen geben. Werden Sie selbst kreativ!

Das bringt Sie weiter
Gestalten Sie eigene Formen und Szenarien des Gruppenlernens: Entwickeln Sie ein Quiz aus den Lernkarten, machen Sie eine Lern-Rallye, erfinden Sie Praxisübungen etc.
Denn, eine Erfahrung sollten Sie unbedingt machen:
Inhalte, die Sie in einer außergewöhnlichen Situation gehört haben, behalten Sie auch.

Das Konzept der Erwartungen hilft während Ihres Studiums – effektive Lernmethoden

Nutzen
Vertiefen Sie Ihr Wissen über die Selbstregulation. Das hier dargestellte Selbstregulationsmodell lässt sich anhand verschiedener kognitiver Theorien der Psychologie weiter vertiefen. Einen besonderen Stellenwert nehmen hierbei die sogenannten Erwartungsmal-Wert-Theorien ein, da sie zu den wichtigsten und am besten untersuchten Theorien der Psychologie gehören.
Danach lässt sich Verhalten Vorhersagen:
■ aus der subjektiven Erwartung, dass einer bestimmten Handlung ein Ereignis/Ergebnis folgt oder nicht folgt und
■ aus den subjektiven Bewertungen der Handlungsergebnisse oder -ziele (Wert, Valenzen = lat. Wertigkeiten).

Erwartung : Wert
Die Tendenz, ob man eine Aufgabe angehen bzw. lösen wird, berechnet sich nach dieser Theorie:
■ aus dem Produkt der Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ausgangs (Erwartung) und
■ dessen Anreiz (Wert).
Je nach Ausprägung und Art der Situation sind situationsspezifische, bereichsspezifische oder generalisierte Erwartungen angemessen.

3 Erwartungskonzepte
Im Wesentlichen werden drei generalisierte Erwartungen unterschieden (vgl. Krampen 1991):
■ Situationserwartung: Bezeichnet die Erwartung einer Person, dass ein bestimmtes Ereignis in einer Situation auch ohne ihr Zutun ein- tritt.
■ Konsequenzerwartungen bzw. Kontrollerwartung: Bezeichnet die Erwartung einer Person, dass auf bestimmte Handlungen bestimmte Konsequenzen folgen.
■ Selbstwirksamkeits- bzw. Kompetenzerwartung: Bezeichnet die Erwartung einer Person, dass ihr in einer Situation Handlungsalternativen zur Verfügung stehen.
Hier stellt sich nun die Frage: Welches dieser drei Erwartungskonzepte stellt eine selbstreflexive Kognition dar und hat einen besonderen Einfluss auf die menschliche Selbstregulation, insbesondere für das Studium?

Das bringt Sie weiter
Lesen Sie hierzu auch: Wälzlawick 1988.

Situationserwartung
Nutzen
Erkennen Sie, dass Situationserwartungen keine selbstreflexiven Kognitionen sind.

Keinen Einfluss haben
Wenn jemand erwartet, dass ein bestimmtes Ereignis in einer Situation auch ohne sein Zutun eintritt, dann kann er dies nur registrieren, aber selbst nichts daran ändern. Situationserwartungen an sich sind keine selbstreflexiven Kognitionen, da sich die Person hierbei lediglich ein subjektives Bild von möglichen Situationen macht, ohne die Bedeutung für das eigene Selbst zu reflektieren. Darüber hinaus laufen viele Situationserwartungen automatisch ab und werden erst bei Nichteintreten der Situation ins Bewusstsein gehoben. Aber auch dann sind sie noch nicht selbstreflexiv, da der bewusste Vorgang nur darin bestehen kann, die Erwartung von Ereignissen mit den in der spezifischen Situation tatsächlich wahrgenommenen bzw. eingetretenen Ereignissen zu vergleichen. Bei diesem Erkenntnisakt handelt es sich lediglich um einen Vergleich einer erwarteten mit einer tatsächlich wahrgenommen Situation.

Eigene Rolle erkennen
Eine Situationserwartung kann jedoch zu einer selbstreflexiven Kognition führen, wenn die Person sich (auf einer metakognitiven Ebene) bewusst wird, das sie es ist und kein anderer, der in gewissen Situationen etwas Bestimmtes erwartet. Diese Situationsanalyse könnte die betreffende Person dann dazu veranlassen, ein Urteil über die Richtigkeit oder Falschheit ihrer Erwartungen zu treffen. Dieses Urteil bezieht sich dann nicht mehr (fremdreferenziell) auf die Situationen und Umstände, sondern auf die urteilende Person selbst und ist demnach selbstreferenziell. Situationserwartungen im Allgemeinen sind zwar Kognitionen, jedoch nicht notwendigerweise selbstreflexive Kognitionen, da sie nicht implizieren, dass eine Person sich selbst zum Gegenstand der Wahrnehmung, Analyse oder Bewertung macht.

Das bringt Sie weiter
Weiterführende Informationen finden Sie in: Schwarzer 1996.