Die Börse und die Bewertung von Wertpapieren richtig verstehen
Der Aktienmarkt scheint geheimnisvoll zu sein – hier gibt es viele Fachausdrücke und vermutliche Experten. Wenn Sie Aktien kaufen wollen, dann benötigen Sie einen Broker [weiterlesen…]
Der Aktienmarkt scheint geheimnisvoll zu sein – hier gibt es viele Fachausdrücke und vermutliche Experten. Wenn Sie Aktien kaufen wollen, dann benötigen Sie einen Broker [weiterlesen…]
Die Kapitalanlage in Immobilien ist nicht für alle gut. Die meisten Menschen schneiden besser ab, wenn sie ihre Beteiligungen in ein diversifiziertes Portfolio mit Aktien, [weiterlesen…]
Das Ziel der meisten Unternehmen ist es, Geld zu verdienen oder Profite zu machen. Profite sind die Differenz zwischen dem was ein Unternehmen einnimmt, den [weiterlesen…]
Börsen und ihre Funktionsweise zu verstehen, ist nicht gerade einfach. Sie haben ihre eigene Logik, die für Außenstehende nicht immer leicht zu verstehen ist. In diesem Artikel werden einige wesentliche Merkmale von Börsen erläutert, die zum Verständnis beitragen sollen. Wer erfolgreich an Börsen handeln will, muss diese verstehen und für sich einsetzen können.
Auf den Rentenmärkten besteht in dieser Hinsicht ein hohes Maß an Transparenz. Schuldner (Unternehmen, die Anleihen ausgeben) werden von Ratingagenturen bezüglich ihrer Fähigkeit eingestuft, die Schulden zurückzahlen zu können. Je mehr Zweifel die Agenturen daran haben, was zum Beispiel mit dem aktuellen Schuldenstand oder der Ertrags Situation zu tun hat, desto schlechter ist ihr Rating. Und desto höher sind die Zinsen, die diese Unternehmen zahlen müssen. Anleger können dann wählen: Will ich eine Anleihe von einem sicheren Schuldner mit geringen Zinsen oder eher eine Anleihe von einem unsicheren Schuldner mit hohen Zinsen? Auch dazwischen gibt es alles, was das Depot begehrt, und immer auch mal eine Anleihe, bei der man etwas besser abschneidet als im Durchschnitt.
Was vielen Anlegern am meisten Spaß macht, ist das Kaufen und Verkaufen von Aktien. Hat man einen ordentlichen Gewinn erzielt, ist es gut für das Ego. Falls nicht, dann redet man nicht darüber. Aber das gehört auch dazu. Auch der beste Fondsmanager schafft es nicht, durchgängig Aktien mit Gewinn zu verkaufen. Manche nehmen viele kleine Verluste für einen großen Gewinn in Kauf. Erfolg und Misserfolg gehören also eng zusammen. Es wäre nur schön, wenn der Erfolg etwas größer als der Misserfolg wäre.
Professionelle Anleger haben zwei wesentliche Quellen für einen Erkenntnisvorteil:
1. das Wissen über die Bewertung von Unternehmen
2. das Erkennen von Fehlverhalten der Anleger
Für viele Anleger ist es eine Glaubensfrage: Ist man Investor oder Spekulant? Wer nur schnell an einem Kurstrend mitverdienen will, wird schnell als Spekulant eingestuft. Wer seine Anlagen langfristig plant und seinem Wertpapier die nötige Zeit gibt, ist Investor, was gemeinhin als positiv angesehen wird.
Auch wenn Kurse auf aktuelle Meldungen schnell reagieren und allgemein sehr stark schwanken können, wird jedoch nicht die Gegenwart gehandelt, sondern die Zukunft. Nur so ist zu erklären, dass es unterschiedliche Einschätzungen über den wahren Wert eines Wertpapiers geben muss, um zu einem Handel zu kommen. Wenn ein Unternehmen mitteilt, es habe im letzten Quartal 20 Prozent mehr Gewinn gemacht, dann muss das nicht zu einem Kursanstieg der Aktie führen, es kann sogar das Gegenteil passieren. Dies wird oft mit einer gewissen Verwunderung kommentiert. Worauf die Anleger aber achten, sind die Prognosen für die Zukunft. Teilt das Unternehmen nämlich mit, im nächsten Jahr werde das Geschäft schwieriger werden, stürzt die Aktie ab.
Ein weiterer Baustein ist die Frage, wie viel Geld Ihnen zur Verfügung steht. Hierbei kommt man meist zu der Erkenntnis, dass nichts so schlecht geplant ist wie die persönlichen Finanzen. Aus irgendeinem Grund haben wir Schwierigkeiten, das eigene Geld im Überblick zu behalten bzw. überhaupt erst in Erfahrung zu bringen, wie viel denn am Monatsende übrig bleibt. Es nutzt aber ziemlich wenig, längerfristig den Vermögensaufbau zu planen, wenn man nicht weiß, was reinkommt und irgendwann gebraucht wird.