Die neue Ära der AI-Berufe und welche traditionelle Jobs werden ersetzt


Die neue Ära der AI-Berufe
AI-Entwickler und Machine Learning Ingenieure
Einer der offensichtlichsten neuen Berufe ist der AI-Entwickler. Diese Experten entwerfen und implementieren Algorithmen, die Maschinen das „Denken“ beibringen. Sie entwickeln Systeme, die in der Lage sind, große Datenmengen zu analysieren und daraus Muster zu erkennen, um Entscheidungen zu treffen oder Vorhersagen zu machen. Dazu gehört auch das Training von Machine-Learning-Modellen, die mit der Zeit immer präziser werden. Unternehmen in nahezu allen Branchen suchen nach diesen Fachkräften, um ihre Prozesse zu optimieren und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

AI Ethiker
Mit dem wachsenden Einsatz von AI in sensiblen Bereichen wie Gesundheitswesen, Justiz und Versicherungen steigt auch der Bedarf an ethischen Überlegungen. AI Ethiker untersuchen die gesellschaftlichen Auswirkungen von AI-Technologien und entwickeln Richtlinien, um sicherzustellen, dass diese im Einklang mit ethischen Prinzipien verwendet werden. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Sicherstellung, dass AI-Systeme transparent, fair und unvoreingenommen sind.

Datenwissenschaftler
Daten sind das Herzstück vieler AI-Anwendungen. Datenwissenschaftler haben die Aufgabe, große Datenmengen zu sammeln, zu analysieren und zu interpretieren. Sie nutzen statistische Methoden und Machine-Learning-Algorithmen, um Unternehmen wertvolle Erkenntnisse zu liefern, die oft zur Entwicklung neuer Geschäftsstrategien oder Produkte führen. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach diesen Experten förmlich explodiert.

Roboter- und Automatisierungsingenieure
Robotertechnik und Automatisierung sind weitere Bereiche, die durch AI-Technologien stark beeinflusst wurden. Roboter- und Automatisierungsingenieure entwickeln Maschinen, die physische Aufgaben autonom oder halbautonom ausführen können. Dies ist insbesondere in der Fertigungsindustrie von großer Bedeutung, wo Produktionslinien zunehmend automatisiert werden. Mit fortschreitender Entwicklung von KI-Systemen werden Roboter immer intelligenter und vielseitiger einsetzbar.

KI-Produktmanager
Mit der steigenden Integration von AI in Unternehmen wird auch die Rolle des KI-Produktmanagers immer wichtiger. Diese Fachkräfte verstehen sowohl die technischen Aspekte der AI als auch die geschäftlichen Anforderungen eines Unternehmens. Sie sind dafür verantwortlich, AI-Produkte zu entwickeln, die den Unternehmenszielen entsprechen, und die Implementierung dieser Technologien zu steuern. Ihre Rolle ist entscheidend, um sicherzustellen, dass AI-Projekte sowohl technologisch machbar als auch marktfähig sind.

Welche traditionelle Berufe sind im Wandel
Während neue Berufe entstehen, stehen einige traditionelle Jobs vor dem Aus. Dies bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass diese Berufe vollständig verschwinden werden, sondern eher, dass sie sich stark verändern und an die neuen Gegebenheiten anpassen müssen.

Berufe in der Fertigungsindustrie
Automatisierung und Robotertechnik haben die Fertigungsindustrie revolutioniert. In den letzten Jahren ist die Zahl der menschlichen Arbeiter in den Produktionshallen vieler Industriezweige drastisch zurückgegangen. Maschinen, die durch AI gesteuert werden, übernehmen repetitive Aufgaben, die früher von Menschen ausgeführt wurden. Auch wenn es nach wie vor Berufe in der Fertigung gibt, wird der Bedarf an manueller Arbeit kontinuierlich abnehmen, während die Nachfrage nach Fachkräften, die in der Lage sind, diese Maschinen zu programmieren und zu warten, wächst.

Kassierer und einfache Büroarbeiten
Ein weiteres Beispiel für Berufe, die möglicherweise verschwinden könnten, sind Kassierer und einfache Büroarbeiten. In Supermärkten und Kaufhäusern sehen wir bereits den Trend zu Self-Checkout-Systemen, bei denen Kunden ihre Einkäufe selbst scannen und bezahlen. Ähnlich verhält es sich mit einfachen Bürotätigkeiten, wie Dateneingabe und -verwaltung, die zunehmend von Software automatisiert werden. Unternehmen setzen auf AI-gesteuerte Systeme, die diese Aufgaben schneller und fehlerfrei erledigen können.

Taxifahrer und LKW-Fahrer
Mit der Entwicklung von selbstfahrenden Autos und LKWs stehen Berufe wie Taxifahrer und LKW-Fahrer vor einem massiven Umbruch. Während autonome Fahrzeuge noch nicht vollständig ausgereift sind, investieren viele Unternehmen in diese Technologie, um die Transportbranche zu revolutionieren. In einigen Jahren könnte dies zu einem drastischen Rückgang der Nachfrage nach menschlichen Fahrern führen.

Berufe im Finanzsektor
Auch der Finanzsektor bleibt nicht verschont. Berufe wie Buchhalter und Finanzanalysten könnten in den kommenden Jahren zunehmend durch AI ersetzt werden. AI-Systeme können große Mengen an Finanzdaten in Sekundenbruchteilen analysieren und präzisere Vorhersagen treffen als ihre menschlichen Kollegen. Dies könnte dazu führen, dass einfache Finanzberufe wegfallen, während gleichzeitig spezialisierte Berufe im Bereich Finanztechnologie und AI-gestütztes Risikomanagement entstehen.

Chancen und Herausforderungen der neuen Berufe
Die Entstehung neuer Berufe und der Rückgang traditioneller Jobs stellen sowohl Chancen als auch Herausforderungen dar. Einerseits bieten die neuen AI-gestützten Berufe großartige Karrieremöglichkeiten für Menschen, die bereit sind, sich weiterzubilden und neue Fähigkeiten zu erlernen. Andererseits besteht die Gefahr, dass viele Arbeitnehmer, die in den betroffenen traditionellen Berufen tätig sind, Schwierigkeiten haben werden, sich an die neuen Anforderungen anzupassen.

Upskilling und lebenslanges Lernen

Um den Übergang von traditionellen Berufen zu AI-gestützten Jobs zu bewältigen, ist es unerlässlich, dass Arbeitnehmer bereit sind, ihre Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Lebenslanges Lernen wird zur neuen Norm. Schulungen in AI, Datenanalyse und Automatisierung bieten die Möglichkeit, sich auf die neuen Anforderungen der Arbeitswelt vorzubereiten.

Soziale Auswirkungen und Ungleichheiten
Trotz der Chancen, die AI bietet, gibt es auch Bedenken hinsichtlich der sozialen Auswirkungen. Nicht jeder wird in der Lage sein, sich schnell an die neuen Technologien anzupassen. Dies könnte zu einer wachsenden Kluft zwischen gut ausgebildeten Fachkräften und Menschen, deren Fähigkeiten durch die Automatisierung überholt werden. Regierungen und Unternehmen sind gefordert, Programme zu entwickeln, die den Übergang erleichtern und sicherstellen, dass niemand zurückgelassen wird.

Kreative und zwischenmenschliche Berufe
Es gibt jedoch auch Berufe, die weniger gefährdet sind. Jobs, die ein hohes Maß an Kreativität oder zwischenmenschlicher Interaktion erfordern, sind schwerer durch AI zu ersetzen. Dazu gehören beispielsweise Tätigkeiten in der Kunst, im Design oder im sozialen Bereich. Diese Berufe werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, da AI hier nur unterstützend, aber nicht ersetzend eingesetzt werden kann.

Zusammenfassung
Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel, und AI spielt dabei eine zentrale Rolle. Neue Berufe wie AI-Entwickler, Datenwissenschaftler und Roboteringenieure bieten spannende Möglichkeiten für die Zukunft, während traditionelle Berufe wie Fertigungsarbeiter, Kassierer und Fahrer zunehmend von Automatisierung und AI betroffen sind. Die Herausforderung besteht darin, den Übergang zu diesen neuen Berufen so zu gestalten, dass alle Arbeitnehmer die Chance haben, sich anzupassen und von den Vorteilen der neuen Technologien zu profitieren. Lebenslanges Lernen und ein bewusster Umgang mit den sozialen Auswirkungen der AI-Revolution sind der Schlüssel, um diesen Wandel erfolgreich zu gestalten

Bildquelle: Instagram.com

Die Künstliche Intelligenz KI in der Bewerbungs-erstellung


Die Künstliche Intelligenz KI in der Bewerbungserstellung
Der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Bewerbungsprozess ist seitens der Unternehmen im Hinblick auf die Erfassung und Auswertung der eingegangenen Bewerbungen bereits seit langem ein weit verbreitetes Tool.

Immer mehr Unternehmen setzen auf automatisierte Systeme, um Bewerbungen zu sichten und die passenden Kandidaten auszuwählen.

Doch blicken wir einmal auf die andere Seite, kann Kai auch für die Erstellung der Bewerbungsunterlagen hilfreich sein? Welche Vorteile und Risiken ergeben sich, wenn man seine Bewerbung mit künstlicher Intelligenz verfasst und nicht selbst erstellt?

Ein großer Vorteil ist sicherlich die Zeitersparnis: Mit Hilfe von KI-gestützten Tools können Bewerbungen schnell und effizient erstellt werden. Zudem können diese Programme dabei helfen, relevante Schlüsselwörter und Qualifikationen hervorzuheben, um die Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu erhöhen.

Die Objektivität ist ein weiterer Vorteil von KI-Systemen, da KI die Texte für die Bewerbung anhand von Fakten und Daten erstellt, ohne von persönlichen Vorurteilen oder Emotionen beeinflusst zu werden.

Allerdings birgt die Verwendung von künstlicher Intelligenz in der Bewerbung auch Risiken.

Zum einen besteht die Gefahr, dass wichtige persönliche Details oder individuelle Stärken in einer standardisierten Bewerbung untergehen. Zudem kann es passieren, dass die Software falsche Schlüsse zieht oder bestimmte Qualifikationen nicht richtig interpretiert.

Ein weiterer Aspekt, den es bei der Verwendung von künstlicher Intelligenz in der Bewerbung zu beachten gilt, ist die potenzielle Entmenschlichung des Bewerbungsprozesses. Durch die Automatisierung und Standardisierung von Bewerbungen kann es passieren, dass die Kreativität und persönliche Note, die eine Bewerbung einzigartig machen, verloren gehen, wenn man diese nicht noch selbst an gewissen Stellen nacharbeitet.

Individuelle Ideen, kreative Formulierungen und persönliche Erfahrungen sind oft das, was eine Bewerbung von anderen abhebt und einen bleibenden Eindruck beim Arbeitgeber hinterlässt.

Letztendlich sollte man bei der Nutzung von KI-gestützten Tools für die Bewerbung darauf achten, dass diese als Unterstützung und nicht als Ersatz für eine individuelle und authentische Bewerbung dienen, damit die Bewerbung authentisch und einzigartig ist. Nur so kann man sicherstellen, dass man sich positiv von anderen Bewerbern abhebt und sein volles Potenzial im Bewerbungsprozess entfalten kann.

Bildquelle pixabay . com

Das Vorstellungsgespräch – Vorbereitung unzulässige Fragen und Reisekosten


Das Vorstellungsgespräch – Vorbereitung unzulässige Fragen und Reisekosten
Selbstverständlich muss der Arbeitgeber die Möglichkeit haben, sich weitreichend über Sie zu informieren. Schließlich will er bei einer Einstellung die richtige Entscheidung für sich und sein Unternehmen treffen. Allerdings darf der Arbeitgeber nicht jede beliebige Frage stellen, sondern muss ein berechtigtes Interesse an der Frage erkennen lassen, das heißt, Ihre Antwort hat für den Arbeitsplatz von Bedeutung zu sein. Generell unzulässig, aber nicht unüblich, sind zum Beispiel Fragen nach:
• Familienverhältnissen
• Freizeitgestaltung
• Krankheitsanfälligkeit
• Schwangerschaft
• abgeleistetem oder bevorstehendem Wehr- oder Ersatzdienst

Andere Fragen darf der Arbeitgeber nur im Einzelfall stellen, wenn es einen konkreten Grund dafür gibt:
• Gesundheitszustand
• Gewerkschaftszugehörigkeit
• laufende Ermittlungsverfahren
• Lohn-/Gehaltspfändung
• Religions- oder Parteizugehörigkeit
• Schwerbehinderung
• Vermögensverhältnisse
• vorherige Vergütung
• Vorstrafen

Beispiele für eigentlich unzulässige Fragen, die im Einzelfall erlaubt sind: Ein kirchliches Krankenhaus darf nach der Religionszugehörigkeit fragen. Ein Bewachungsunternehmen darf sich nach laufenden Ermittlungsverfahren und nach Vorstrafen erkundigen. Erlaubt sind dagegen zum Beispiel Fragen nach:
• Aufenthaltsdauer und Aufenthaltserlaubnis bei Ausländern
• beruflichem Werdegang
• bevorstehenden Kuren, die in naher Zukunft zu einem längeren Arbeitsausfall führen
• Zeugnissen

Als Bewerber sollten Sie bei den nicht immer unzulässigen Fragen überlegen, ob der Arbeitgeber in Ihrem Fall ein gesteigertes Interesse an der Beantwortung hat. Sollen Sie zum Beispiel als Kassierer eingestellt werden, ist eine Frage des Arbeitgebers nach Vorstrafen wegen Vermögensdelikten erlaubt. Als Faustregel gilt: Je weniger die Frage mit dem angestrebten Arbeitsplatz zusammenhängt und stattdessen Ihre Person ausgeforscht werden soll, desto eher wird die Frage unzulässig sein. Hier steht Ihr Persönlichkeitsschutz über dem Interesse des Arbeitgebers.

Achtung!
Beantworten Sie eine zulässige Frage des Arbeitgebers nicht wahrheitsgemäß, kann der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag anfechten. Das hat zur Folge, dass das Arbeitsverhältnis beendet wird. Der Ar beitgeber braucht dabei weder eine Kündigungsfrist einzuhalten noch muss er den Betriebsrat vorher einschalten. Im schlimmsten Fall müssen Sie sogar zu viel gezahltes Gehalt an ihn zurückzahlen.

Zulässige Fragen müssen Sie immer wahrheitsgemäß beantworten. Stellt der Arbeitgeber aber im Vorstellungsgespräch eine unzulässige Frage, haben Sie als Bewerber das Recht zu schweigen. Sie dürfen bei unzulässigen Fragen sogar die Unwahrheit sagen, da davon auszugehen ist, dass Ihre ehrliche Antwort auf eine unzulässige Frage die Wahrscheinlichkeit erhöht, nicht eingestellt zu werden. Weil Sie auch nicht besser dastehen, wenn Sie die Beantwortung einer solchen Frage verweigern, dürfen Sie auf unzulässige Fragen lügen. Sie haben ein Recht darauf.

Sie werden beispielsweise nach Ihrem beruflichen Werdegang gefragt. Hier dürfen Sie eine passende berufliche Tätigkeit für Zeiträume einsetzen, in denen Sie aus Gründen ausgefallen sind, die Sie dem Arbeitgeber nicht mitzuteilen brauchen. Die erfundene Tätigkeit darf allerdings für die Einstellungsentscheidung keine Bedeutung haben. Ihr Arbeitgeber kann in diesem Fall den Arbeitsvertrag nicht aufgrund einer solchen falschen Aussage anfechten.

Beispiele
Sie waren sechs Jahre lang als Sachbearbeiter in einem Unternehmen tätig. Nach Ihrer Kündigung haben Sie sich über drei Monate stationär wegen Erschöpfungszuständen in einer psychosomatischen Klinik behandeln lassen. Fragt Ihr neuer Arbeitgeber nach diesem Zeitraum, müssen Sie ihm nicht die Wahrheit sagen. Sie können zum Beispiel einen längeren Auslandsaufenthalt vorschieben. Sie sind schwanger. Beim Einstellungsgespräch befragt Sie der Personalleiter nach einer etwaigen Schwangerschaft. Hier können Sie die Unwahrheit sagen, ohne dass Sie Konsequenzen befürchten müssen.

Ihre Offenbarungspflicht
Freuen Sie sich nicht zu früh. Sie sitzen vielleicht beim Vorstellungsgespräch mit dem Arbeitgeber zusammen und sind heilfroh, dass er die eine oder andere Frage nicht stellt. Eigentlich Ihr Glück, denn Sie haben keine generelle Offenbarungspflicht. Jedoch wird von Ihnen in einigen Fällen verlangt, dass Sie dem Arbeitgeber wichtige Informationen mitteilen. So etwa, wenn Sie als Bewerber erkennen, dass Sie wegen fehlender Qualifikationen oder Fähigkeiten für eine bestimmte Arbeit gänzlich ungeeignet sind oder wenn Sie aufgrund äußerer Umstände die Tätigkeit unmöglich ausführen können. Nach diesen Umständen darf der Arbeitgeber selbstverständlich auch fragen. Versäumt er dies, müssen Sie von sich aus, das heißt ungefragt, die erforderlichen Angaben machen.

Beispiele Offenbarungspflicht
Sie sind aufgrund einer demnächst anzutretenden Haftstrafe am Dienstantritt gehindert. Das müssen Sie Ihrem neuen Arbeitgeber unabhängig vom Haftgrund mitteilen. Sie besitzen nicht den für Gefahrguttransport erforderlichen Führerschein. Sie leiden an einer Hepatitis C und möchten sich in einer Krankenhauskantine für die Stelle als Koch bewerben.

Achtung!
Kommen Sie Ihrer Offenbarungspflicht nicht nach, kann der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag anfechten, ohne die Kündigungsfrist ein- halten zu müssen. Eine Offenbarungspflicht kommt jedoch nie in Betracht, wenn eine entsprechende Frage des Arbeitgebers unzulässig wäre.

Anderweitige Informationsquellen Wer übernimmt die Kosten? – Das Vorstellungsgespräch
Das Bewerbungsgespräch ist nur eine Möglichkeit des Arbeitgebers, sich von Ihnen als Bewerber ein Bild zu machen. Denkbare andere Quellen sind beispielsweise ein Gespräch mit dem vorherigen Arbeitgeber, die Suche nach Informationen in den digitalen Medien, eine Sicherheitsüberprüfung oder aber diverse Tests.

Vorheriger Arbeitgeber
Die Frage, ob sich ein neuer Arbeitgeber bei dem vorherigen nach Ihnen erkundigen darf, ist mit einem klaren Ja zu beantworten. Allerdings ist das Fragerecht des neuen Arbeitgebers hier denselben Beschränkungen unterworfen wie im Vorstellungsgespräch. Es gilt also wieder die Regel: Was dem Arbeitgeber nicht erlaubt ist zu erfragen, darf er auch nicht auf anderem Wege in Erfahrung bringen.

Sie können dem neuen Arbeitgeber auch generell untersagen, Informationen über Sie bei Ihrem alten Arbeitgeber einzuholen. Überlegen Sie sich diese Möglichkeit aber gut. Die Verweigerung lässt immer den Verdacht entstehen, Sie hätten etwas zu verbergen. Daher sollten Sie sich sicher sein, dass eine Auskunft des ehemaligen Arbeitgebers für Ihre Bewerbung nachteilig wäre. Grundsätzlich sollte es auch in Ihrem Interesse liegen, dass der ehemalige Arbeitgeber dem neuen zulässige, wahrheitsgemäße und vor allem wohlwollende Auskünfte erteilt. Können Sie Ihren alten Arbeitgeber nicht gut einschätzen oder hatten Sie kein gutes Verhältnis zu ihm, sollten Sie dagegen vorsichtig sein, denn Sie haben kaum Chancen, eine üble Nachrede seitens Ihres alten Arbeitgebers zu beweisen.

Digitale Medien
In der heutigen Zeit hinterlässt ein großer Teil der Bevölkerung seine Spuren in der digitalen Medienwelt: durch Surfen und Chatten im Netz, die Teilnahme an Online-Auktionen und die Mitgliedschaft in Online-Clubs oder in großen Netzwerken. Vielleicht haben Sie sich auch schon Ihre eigene Homepage gebaut oder persönliche Fotos ins Internet gestellt. Das kann für Sie heikel werden, wenn Sie sich bewerben und der Arbeitgeber Ihre persönlichen Interessen und Vorlieben nicht teilt.

Hier lautet die entscheidende Frage: Darf ein Arbeitgeber sich über das Internet Informationen verschaffen, die Sie ihm sonst nicht preisgeben müssen? Die Antwort: Ja, er darf. Denn wer seine Person und seine persönlichen Daten der Öffentlichkeit zugänglich macht, kann sich später nicht darauf berufen, dass der Arbeitgeber diese Informationsquellen nicht nutzen dürfe. Der Arbeitgeber muss Ihnen die von ihm gefundenen Informationen auch bei einem persönlichen Gespräch nicht mitteilen – abgesehen davon, dass Sie ihm seine Internetrecherchen ohnehin nicht beweisen könnten.

Seien Sie sich sicher: Häufig finden Arbeitgeber etwas über Sie im Netz. Internetsuchmaschinen helfen, persönliche Webseiten aufzuspüren. Und Online-Netzwerke wie Xing, SrudiVZ oder MySpace zeigen, wann Sie sich wo aufhalten. Daneben bieten auch Profi-Sucher Ihre Dienste an und Arbeitgeber scheuen sich nicht davor, diese zu beauftragen.

Geldanlegen24 Tipp 1
Befinden Sie sich auf der Suche nach einem neuen Job, sollten Sie persönliche Informationen, die Ihnen schaden könnten, im Internet löschen. Meist verschwinden aber nicht alle Daten. Sind Sie sich unsicher, ob Sie alles gelöscht haben, können Sie einen professionellen Suchdienst einschalten.

Gut zu wissen: Sie können sich vor neugierigen Internetspähern schützen. Denn es gibt Anbieter im Netz, die erst eine Bestätigung von Ihnen verlangen, bevor andere Personen Ihre Daten sehen können. Achten Sie darauf, wenn Sie Persönliches online stellen.

Sicherheitsüberprüfung und Testverfahren
Die Angst vor terroristischen Übergriffen ist in Deutschland gestiegen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass heute in vielen Branchen vor jeder Ein- Stellung eine Sicherheitsüberprüfung durchgeführt wird. Das war in der Vergangenheit nur in den sicherheitsrelevanten Bereichen, wie zum Beispiel der Kernenergie, erlaubt. Heute werden auch zunehmend Bewerber in anderen Branchen durchleuchtet. Dazu zählen besonders die lebens- und verteidigungswichtigen Einrichtungen wie Energieversorgung und Telekommunikation. Mitarbeiter, die in diesen Einrichtungen mit sicherheitsempfindlichen Tätigkeiten betraut sind, werden durch den Verfassungsschutz überprüft. Die Regeln sind im SÜG (Sicherheitsüberprüfungsgesetz) definiert. Wehren können Sie sich dagegen kaum. Es würde auch ein schlechtes Licht auf Sie werfen, erst recht, wenn Sie später wegen der einen oder anderen Sache auffallen.

Psychologische Tests, grafologische Gutachten, Auswahlverfahren und Einstellungsuntersuchungen sind dagegen nur zulässig, wenn Sie einwilligen. Wichtig: Bei all diesen Verfahren dürfen nur arbeitsplatzbezogene Daten erhoben werden. Dabei gelten dieselben Regeln wie beim Fragerecht im Vorstellungsgespräch. Religions- und Parteizugehörigkeit, Schwangerschaft oder Vermögensverhältnisse sind zum Beispiel auch hier Tabuthemen. Nichts linderes gilt für die heute sehr beliebten Assessment-Center, bei denen die Bewerber getestet und bewertet werden.

Soll bei Ihnen eine Genomanalyse durchgeführt werden, dürfen Sie diese verweigern. Hier werden Faktoren wie gesundheitliche Risiken oder die physische und psychische Belastbarkeit ermittelt. Diese Art der Analyse ist niemals zulässig. Drogenscreenings sind hingegen nicht immer unzulässig. Es kommt darauf an, ob eine Abhängigkeit entscheidende Auswirkungen auf Ihre Tätigkeit oder Ihr Verhalten am Arbeitsplatz hätte.

Wer übernimmt die Reisekosten?
Wenn Sie vom Arbeitgeber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, können Sie von ihm verlangen, dass er die dadurch entstehenden Kosten übernimmt. Dazu gehören vor allem die Kosten für die Anreise sowie für die Unterbringung und Verpflegung.

Allerdings sollten Sie immer darauf achten, die Ausgaben nicht grundlos in die Höhe zu treiben. Bei der Anreise mit dem Auto zum Beispiel ist der Weg zu wählen, der kilometermäßig am günstigsten ist. Diese Strecke können Sie dann mit der steuerrechtlich anerkannten Kilometerpauschale in Rechnung stellen. Beachten Sie, dass hierunter nicht die Kosten für die Bewerbung fallen. Sie können also Bewerbungsunterlagen und Fotos, Kopien oder die Gebühren für ein polizeiliches Führungszeugnis nicht dem Arbeitgeber in Rechnung stellen.

Achtung!
Der Arbeitgeber kann die Erstattung solcher Kosten ausschließen. Das muss er Ihnen aber vorher unmissverständlich und ausdrücklich mündlich oder schriftlich mitgeteilt haben.

Worauf Sie sonst noch achten sollten?
Während der Vorbereitung von Bewerbung und Vorstellungsgespräch wird manchen Einzelheiten oft nicht genug Beachtung geschenkt. Diese vermeintlichen Kleinigkeiten können aber wichtig sein, um einen guten Eindruck zu hinterlassen – bei Ihrem neuen, aber auch bei Ihrem alten Arbeitgeber.

Ihre Bewerbungsunterlagen
Es ist sinnvoll, dass Sie Ihre eingesandten Bewerbungsmappen von den Firmen auch wieder zurückbekommen, wenn Sie am Ende doch nicht eingestellt werden. Erhalten Sie nämlich Ihre Unterlagen zurück, sparen Sie bares Geld und kaufen Sie damit hier physisches Gold, da der Großteil der Papiere bei ordentlichem Zustand für eine erneute Bewerbung wiederverwendet werden kann. Doch nicht immer ist der Arbeitgeber verpflichtet, Ihre Unterlagen von sich aus zurückzuschicken. Es hängt davon ab, ob Sie dem Arbeitgeber Ihre Unterlagen unaufgefordert oder aufgrund einer Stellenausschreibung übersandt haben.

Hat der Arbeitgeber Sie zu der Bewerbungsmappe aufgefordert, können Sie nach gescheiterten Verhandlungen verlangen, dass Ihre Unterlagen zurückgesendet werden. Anders sieht es aus, wenn Sie sich unaufgefordert beworben haben. In diesem Fall besteht nur ein Recht auf Rückübersendung, wenn Sie einen frankierten Rückumschlag beigefügt haben. Ansonsten gilt, dass der Arbeitgeber die Unterlagen nur sorgfältig aufbewahren muss. Sie können vom Arbeitgeber verlangen, dass er ausgefüllte Fragebögen oder sonstige Persönlichkeitsgutachten über Sie vernichtet. Dazu ist er bei ausdrücklicher Mitteilung verpflichtet.

Geldanlegen24 Tipp 2
Sollten die Bewerbungsunterlagen beschädigt oder geknickt von den Firmen zurückkommen oder sonstige Gebrauchsspuren aufweisen, verwenden Sie diese nicht noch einmal. Personalabteilungen achten auf so etwas, und die Chancen auf die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch sinken erheblich.

Stellensuche nur in der Freizeit
Problematisch wird es, wenn Sie noch vollzeitbeschäftigt sind, sich aber um eine neue Stelle bewerben, da Bewerbungsgespräche meistens in die reguläre Arbeitszeit fallen. Hier stellt sich die Frage, ob Sie in einem solchen Fall einen Anspruch auf Freistellung haben oder ob Sie Urlaub nehmen müssen. Die klare Antwort: Wer dauerhaft beschäftigt ist und bereits eine Kündigung erhalten hat, kann immer verlangen, zum Zwecke von Vorstellungsgesprächen, Eignungstests oder Besuchen bei der Arbeitsagentur freigestellt zu werden. Allerdings müssen Sie die Freistellung beim Arbeitgeber rechtzeitig ankündigen. Sie dürfen auf keinen Fall einfach der Arbeit fernbleiben, sonst riskieren Sie eine fristlose Kündigung. Stehen Sie aber noch in einem festen Arbeitsverhältnis, müssen Sie sich grundsätzlich für ein Bewerbungsgespräch Urlaub nehmen. Egal, ob der Chef von der Bewerbung etwas weiß oder nicht.

Gegenseitige Rücksichtnahme
Schon vor dem Abschluss eines Arbeitsvertrages haben Sie und Ihr Arbeitgeber die Pflicht, auf die Belange des jeweils anderen Rücksicht zu nehmen. Wer sich nicht daran hält, macht sich eventuell schadensersatzpflichtig. Wenn Sie zum Beispiel Ihre alte Stelle kündigen, weil Ihnen eine Einstellung bei einer anderen Firma zugesagt wurde und der neue Arbeitgeber dann die Verhandlungen grundlos abbricht, können Sie von diesem Schadensersatz verlangen. Die Höhe wird sich nach dem Monatsverdienst richten, den Sie bis zur nächsten Kündigungsmöglichkeit bekommen hätten.

Geldanlegen24 Tipp 3
Kündigen Sie erst dann bei Ihrem alten Arbeitgeber, wenn Sie den neuen schriftlichen Arbeitsvertrag vorliegen haben. In diesem sollte eine Klausel enthalten sein, die es dem neuen Arbeitgeber verbietet, Ihnen vor Antritt der Stelle zu kündigen.

Umgekehrt steht aber auch dem Arbeitgeber ein Schadensersatzanspruch gegen Sie zu, wenn Sie sich für einen anderen Arbeitgeber entscheiden, nachdem Sie bereits die Stelle zugesagt haben – allerdings dürfte es dem Arbeitgeber in den meisten Fällen schwerfallen, einen tatsächlichen Schadenseintritt zu belegen.

Geldanlegen24 Tipp 4
Verlangt der Arbeitgeber Schadensersatz, weil Sie sich für einen anderen Job entschieden haben, sollten Sie diese Forderung stets zurückweisen. Unterschreiben Sie keinen Arbeitsvertrag, in dem Sie sich zu einem pauschalen Schadensersatz verpflichten, wenn Sie die Stelle nicht antreten.

Gutes passives Einkommen durch Affiliate Marketing


Passives Einkommen durch Affiliate Marketing?
„Geld verdienen von zu Hause aus“ oder „Geld verdienen im Schlaf“. Solche vielversprechenden Slogans geistern vielfach durchs Internet. Doch würde es derart einfach sein, wären die meisten Menschen reich. Dass dem nicht so ist, weiß jeder. Wie bei vielen Dingen gilt auch hier das alte Sprichwort: „Ohne Fleiß kein Preis“. Wie er erreicht werden kann? Wir verraten es.

Affiliate-Marketing – was ist das?
Geld kann man im Internet auf unterschiedliche Art und Weise verdienen. Viele betreiben einen Shop oder bieten diverse Serviceleistungen an. Sie verkaufen selbst hergestellte bzw. fremde Produkte, gestalten Webseiten, schreiben SEO Artikel und anderes mehr. Manch einer kreiert auch sein eigenes Buch und vermarktet es über Amazon. Die einfachste Methode jedoch, sich einen zuverlässigen Verdienst aufzubauen, ist vom Affiliate-Marketing zu profitieren. Affiliate kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Geschäftspartner. In diesem Fall heißt das, Waren oder Dienstleistungen eines fremden Unternehmens anzubieten und dafür eine Provision zu erhalten. Für beide Seiten ergibt sich daraus eine Win-Win-Situation: Die Vendoren (Anbieter, Verkäufer) erweitern kostenlos ihre Reichweite und die Affiliates schaffen sich ein Neben- bzw. Haupteinkommen. Die Bezahlung der Partner erfolgt dabei grundsätzlich nach drei Modellen:
– dem Pay per Click (PpC), wenn ein Nutzer auf das Angebot des Vendors klickt,
– dem Pay per Lead (PpL), wenn sich jemand als potenzieller Kunde registriert sowie
– dem Pay per Sale (PpS), wenn ein Kunde ein Produkt gekauft hat.

Das richtige Affiliate-Programm finden – aber wie?
Um erfolgreich zu werden, muss sich der angehende Affiliate zunächst ein Programm aussuchen, das zu ihm passt. Fragen wie: Welche Anforderungen stelle ich an die Partnerschaft, was für Wünsche und vor allem Kenntnisse habe ich, sollten dabei im Vordergrund stehen. Finden kann man solche Partnerprogramme auf verschiedenen Plattformen. Wer sich zum Beispiel auf Digistore24, auf AdCell, SuperClix, AWIN oder Affilinet registriert, sieht dort Tausende davon. Doch welche Programme haben die größten Verdienst- bzw. Erfolgschancen? Welche Produkte und Dienstleistungen sind gefragt? Für den Laien ist das Ganze schwer zu durchschauen. Am besten der Anfänger wendet sich in dieser Angelegenheit an einen Profi im Affiliate-Marketing. Der hat Erfahrung und kann sagen, wie man die Sache am günstigsten angeht. Nicht immer sind die Anbieter mit den höchsten Provisionssätzen die aussichtsreichsten Kandidaten. Mitunter sind es Nischen, die, wenn sie richtig beworben werden, das meiste Geld in die Kasse spülen.

Zielstrebig mit Fleiß und Werbung zum Erfolg
Gerade jetzt in Corona-Zeiten bieten sich die besten Möglichkeiten, ins Affiliate-Marketing einzusteigen. Die Menschen kaufen zunehmend im Internet – eine Tendenz, die sich später kaum ändern wird. Nichtsdestotrotz muss jeder, der es ernsthaft versucht, planmäßig, zielstrebig und fleißig an die Arbeit gehen. So brauchen Affiliates, die erfolgreich sein wollen, beispielsweise eine eigene Homepage. Günstig wäre ein Blog, der thematisch zum Partnerprogramm passt. Nichts ist ungeschickter, wenn jemand über Gartenpflanzen schreibt und Reisen bewirbt. Inhaltlich wertvoll und SEO-Optimiert sollte die Webseite zudem ständig aktualisiert sowie mit neuen Beiträgen gefüttert werden. Nur auf diese Weise findet die Seite Interessenten, die die eingebundenen Werbemittel anklicken. Überdies muss ein detailliert ausgearbeiteter Werbeplan her. Wer gezielt gute Anzeigen auf Facebook, Twitter, YouTube & Co. schaltet, erzielt nicht nur schnelle Ergebnisse, sondern erhöht auch seinen Bekanntheitsgrad.

Bildquelle: pixabay . com

Studentenjobs als Gamer – Ortsunabhängig und flexibel arbeiten


Studentenjobs als Gamer – Ortsunabhängig und flexibel arbeiten
Die Digitalisierung vieler Berufsfelder hat es möglich gemacht, dass zahlreiche Positionen heute ortsunabhängig oder zeitflexibel ausgeführt werden können. Mit einem simplen Laptop, kann auf den Arbeitsserver zugegriffen werden, die Kommunikation findet per E-Mail oder Skype statt. Immer mehr Menschen entscheiden sich daher, z. B. ein Homeoffice zu beantragen, um sich Anfahrtszeiten zu sparen oder sogar während dem Arbeiten zu Reisen. Immer mehr Berufe können digital ausgeführt werden und neue Jobs entstehen aus den Möglichkeiten. Welche Berufe sich perfekt dafür eignen, haben wir uns näher angesehen!

Selbstständig schreiben – Der Blogger
Der klassische Job von digitalen Nomaden, die also während dem Arbeiten reisen, ist der Job des Bloggers. Ein eigener Blog kann ganz einfach erstellt werden, schwieriger wird es bei der Frage, wie man diesen bewirbt und Leser gewinnt. Der Blogger braucht ein gutes Nischenthema, das ihn interessiert, denn die Fülle an bereits bestehenden Angeboten im Netz ist endlos. Wer sehr allgemein schreibt, läuft Gefahr, dass der eigene Blog neben den bereits erfolgreichen Konkurrenten untergeht. Viele reisende Blogger entscheiden sich, über ihre Reisen zu berichten und das ist grundsätzlich nicht schlecht. Jedoch sollte man auch hier wieder versuchen, möglichst spezifisch zu sein, um die Chancen zu erhöhen, gelesen zu werden. Die Einschränkung auf ein Land oder Reisetipps für eine ganz spezielle Zielgruppe können dabei helfen. Eines ist ganz klar: Der eigene Blog wird nicht von Anfang an lukrativ sein. Wer auf ein regelmäßiges Gehalt angewiesen ist, sollte dieses Projekt also nicht hauptberuflich starten.

Inhalte kreieren – Der Content Writer
Wer schreiben möchte, sich aber nicht auf den Erfolg eines eigenen Blogs verlassen will, der kann seine Karriere als Content Writer starten. Dabei kreiert man Inhalte für Websites, Blogs und Online-Magazine und kann im Prinzip für alle geschriebenen Inhalte im Web angeheuert werden. Nachteil des Content Writers ist, dass man nicht über die eigenen Interessen schreiben und sich oft strikt an die Vorgaben des Kunden halten muss. Kreative Freiheit gibt es also nicht immer. Dafür spricht jedoch die Bezahlung, die natürlich ab dem ersten Auftrag ausgezahlt wird. Jobs für Content Writer findet man z. B. auf Freelancer-Portalen im Internet.

Spielerisch zum Erfolg – Der Gamer
Ein Job, der für viele wie ein echter Traum klingen mag, ist der des Gamers. Mittlerweile gibt es immer mehr Verdienstmöglichkeiten für leidenschaftliche Gamer, die sehr flexibel sind. Viele Spieler nutzen Video- und Streamingplattformen wie YouTube und Twitch, um ihre Gamingsessions an die ganze Welt zu übertragen. Wer sich dabei als besonders unterhaltsam herausstellt, kann eine große Community erschaffen. Bei sogenannten Let’s Play-Videos spielen Gamer vor einer Kamera und übertragen gleichzeitig ihren Bildschirm. So kann man nicht nur sehen, was im Spiel passiert, sondern auch lustige Reaktionen und Kommentare mitbekommen. Tatsächlich muss man für solche Videos nicht zwangsläufig gut im Spielen sein. Einer der bekanntesten Gamer, PewDiePie wurde durch seine schreckhaften Reaktionen beim Spielen von Horrorgames bekannt. Hier ist der Unterhaltungsfaktor oft wichtiger als das Können. Anders ist dies bei Gamern, die ihren Weg in der eSport-Branche machen möchten. eSports gibt es eigentlich schon seit 1972, als das erste Wettkampf mit nur 20 Personen abgehalten wurde, aber erst seit einigen Jahren wurde der virtuelle Sport zu einer gigantischen Unterhaltungsindustrie. Wer es in ein Team schaffen möchte, kann bei virtuellen Turnieren teilnehmen und muss vor allem eines: Üben, üben, üben. Hat man es tatsächlich in eines der Teams geschafft, endet die Flexibilität jedoch. Professionelle eSportler müssen im Team trainieren und sich daher an gemeinsame Trainingszeiten und –orte halten.

Immer zur Stelle – Der virtuelle Assistent
Der virtuelle Assistent (VPA) ist unter vielen digitalen Nomaden ein heißersehnter Job. Anders als bei Freelancern hat man meist ein fixes Pensum, nicht selten sogar einen Vollzeitjob. Der VPA unterstützt eine Person in ihrer Arbeit und ist dafür zuständig, anfällige Arbeiten zu übernehmen, um den Auftraggeber zu unterstützen und zu entlasten. Der Tätigkeitsbereich ist dabei ähnlich wie bei einem Sekretär. Der VPA macht Termine aus, erledigt Anrufe und E-Mails, kümmert sich um die Reiseplanung und kann auch kleine Aufgaben wie Übersetzungen übernehmen. Gute Kommunikationsfähigkeiten sind in diesem Beruf als ein Muss. Zeitlich ist der VPA meist nicht flexibel, denn er muss während den Arbeitszeiten des Auftraggebers bereit stehen, eine örtliche Einschränkung gibt es jedoch nicht – außer die Zeitverschiebung macht die Arbeitszeiten unmöglich.

Berufe über das Internet gibt es heute bereits wie Sand am Meer. Einige der beliebtesten Jobs für das Homeoffice oder digitale Nomaden findet ihr bei uns, natürlich gibt es noch deutlich mehr zur Auswahl. Wer sich nicht sicher ist, ob der eigene Traumjob auch flexibel gestaltet werden kann, gibt sein Arbeitsfeld einfach auf einer Freelancer-Plattform ein und erhält eine rasche Antwort.

Bildquelle: unsplash . com

Auf was muss man eigentlich bei der Buchhaltung achten

Auf was muss man eigentlich bei der Buchhaltung achten?
Was kommt auf die Passiv- und was auf die Aktivseite? Wie hoch ist der anfallende Steuersatz und wann muss eine Umsatzsteuervoranmeldung durchgeführt werden? Wer seine Buchhaltung selbst erledigt, um Ein- und Ausgaben immer im Blick zu haben, wird regelmäßig mit Fragen wie diesen konfrontiert. Schließlich gibt es nicht nur, was die Buchungsvorgänge angeht, einiges zu beachten. Auch formal schreiben die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung (GoB) Unternehmern und Kaufmännern, die mit der doppelten Buchführung arbeiten, einige Regeln vor, die sie bei der Erstellung des Jahresabschlusses unbedingt beachten müssen. Auf was kommt es also bei einer korrekten Buchhaltung an? Hier kommen einige Tipps:

Die wichtigsten Vorgaben im Überblick
Laut HGB ist es essentiell, dass die Übersicht über Ein- und Ausgaben vor allem nachvollziehbar sein muss. Das heißt, dass Dritte in der Lage sein sollten, alle gebuchten Vorgänge lückenlos zu rekonstruieren. Um am Ende ein korrekt verfasstes Zahlenwerk abzugeben, spielen insbesondere diese drei Aspekte der GoB eine wichtige Rolle:

  1. Materielle Regelungen

Hier dreht sich alles um die grundlegenden Merkmale, welche die Buchführung aufweisen muss:

  • Die gemachten Angaben sind vollständig, übersichtlich sowie nachvollziehbar dargestellt und entsprechen der Wahrheit.
  • Die Buchungen sind chronologisch korrekt erfasst.
  • Bei den Vermögensgegenständen findet eine Einzelbewertung statt. Gruppenbewertungen sind nur in Sonderfällen möglich.
  • Wer seine Angaben auf Papier einreicht, muss seine Unterlagen fortlaufend nummerieren.
  • Zudem gelten für alle Dokumente gesetzliche Aufbewahrungsfristen, die für den Fall einer Finanzprüfung eingehalten werden müssen.
  1. Grundsätze der Abgrenzung

Diese Merkmale geben insbesondere Auskunft über den Erfassungszeitpunkt von Verlusten, Erträgen oder Gewinnen. Wichtig sind hier vor allen Dingen:

  • Imparität: Bedeutet, dass Verluste aller Art erfasst werden müssen, sobald sie konkret vorhersehbar sind, wie beispielsweise im Fall von Rückstellungen (sogenannte „schwebende Geschäfte).
  • Grundsatz der Realisation: Ähnliches gilt für Gewinne. Sie dürfen ebenfalls erst dann in die Bilanz einfließen, wenn sie tatsächlich eingegangen sind.
  • Abgrenzung der Perioden: Sowohl Aufwendungen als auch Erträge müssen dem Geschäftsjahr zugrechnet werden, in dem sie angefallen sind.
  1. Die konforme Bilanzierung

Speziell im Fall der doppelten Buchführung muss der Aufbau der Bilanz einige Merkmale aufweisen. Neben den schon angesprochenen Punkten Klarheit sowie Wahrheit ist Kontinuität ein erheblicher Faktor. Dies bedeutet, dass die Gliederung der Bilanz fortlaufend nach demselben Schema erfolgen muss. Letzter wichtiger Punkt ist die sogenannte „Bilanzidentität“. Hiermit ist gemeint, dass Schluss- und Eröffnungsbilanzen des jeweiligen Jahres komplett identisch aufzubauen sind. Um bei all diesen Vorschriften jedoch nicht unwissentlich in einer Steuerfalle zu tappen, ist eine Buchhaltungssoftware eine rentable Anschaffung. Solch eine Anwendung besitzt viele hilfreiche Features, von denen speziell Selbstbucher profitieren.

Was passiert bei Fehlern?
Niemand ist perfekt und manchmal ist es schnell passiert, dass sich im Zahlen-Wirrwarr aus Belegen und Rechnungen eine Ungenauigkeit verirrt. Bei Kleinigkeiten gewährt das Finanzamt Unternehmern oftmals eine Frist zur Fehlerbeseitigung. Scheinen ungenaue Angaben jedoch der Steuerhinterziehung zu dienen, hat die Behörde das Recht, Teil- oder Gesamtschätzungen durchzuführen – und diese fallen meist zum Nachteil des jeweiligen Geschäftsführers aus. Dieser muss in Form von Nachzahlungen tiefer in die Tasche greifen oder auf steuerliche Vorteile verzichten. In besonders gravierenden Fällen von falschen Steuerangaben droht sogar ein Strafverfahren.

Sorgfalt muss sein
Die Buchhaltung ist daher eine wichtige Aufgabe, die Betriebe und Unternehmer in jedem Fall gewissenhaft erledigen sollten – speziell, wenn dafür im Betrieb keine gesonderte Abteilung vorhanden ist. Hilfe von außen (sei es in Form einer Software oder durch einen Steuerberater) kann sich gerade für Buchungsneulinge rentieren, damit nach der Einreichung des nächsten Jahresabschlusses keine böse Überraschung wartet.

Bildquelle: fotolia . com

Die Checkliste Büroausstattung für Selbstständige am Arbeitsplatz

Die Checkliste Büroausstattung für Selbstständige am Arbeitsplatz
Auf dem Weg zur Selbstständigkeit haben angehende Unternehmer meistens eine sehr klare Vorstellung ihres beruflichen Erfolgs. Was allerdings viele Selbstständige vergessen bzw. vernachlässigen, ist die eigene Büroausstattung. Worauf es dabei ankommt und welche technischen und mechanischen Geräte und Produkte sinnvoll sind, verrät diese Checkliste.
Die Vorbereitung

Im ersten Schritt geht es um die generelle Vorbereitung für die Büroausstattung. Selbstständige widmen sich diesbezüglich den folgenden Themen:
1. Büro gemietet?
2. Steht ausreichend Fläche zur Verfügung? Pro Arbeitsplatz sind etwa 10 Quadratmeter geeignet.
3. Gibt es Umwelteinflüsse, die die Konzentration und Produktivität stören, z.B. Straßenlärm?
4. Ist die Heizung funktionstüchtig?
5. Sind Außen-Rolläden verfügbar?
6. Sind die Räume hell genug? Falls nein, schafft eine Tageslichtlampe zum Arbeiten Abhilfe.
7. Ist das Büro abschließbar?
8. Ist ein Rauchmelder installiert?
9. Steht ein Feuerlöscher bereit?
10. Steht eine Internet- und Telefonverbindung bereit?

Die Möbel
Nun widmen wir uns den Möbeln des Büros. Diese sollten möglichst nicht zu dunkel sein, da sonst das gesamte Büro dunkel und drückend wirken kann.

Bei den Wänden kommt es auf den persönlichen Geschmack an, allerdings gilt im Büro: Weniger ist mehr. Damit keine sterile Büro-Atmosphäre aufkommt, lassen sich lockere Farbakzente integrieren. Nachfolgend geht es mit weiteren Möbel-Details weiter:

1. Ein Schreibtisch für Selbstständige sollte mindestens 160 x 80 cm groß sein.
2. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch unterstützt die eigene Gesundheit.
3. Der Tisch sollte im 90-Grad-Winkel zum Fenster aufgestellt sein, um Reflektionen am Bildschirm und Blendungen zu vermeiden.
4. Der Bürostuhl sollte mindestens über eine Wipptechnik verfügen. Noch besser sind Bürostühle mit zusätzlicher Synchronmechanik und einer Gewichtseinstellung. Die Lordosenstütze sowie die Armlehnen müssen bei einem guten Stuhl (mit GS-Siegel) verstellbar sein.
5. Ist ausreichend Stauraum in Form von Containern oder Aktenschränken vorhanden? Die Regale sollten aus optischen Gründen verschlossen sein.
Arbeitsmittel und Zubehör

Im nächsten Abschnitt geht es um die Arbeitsmittel, die Selbstständige benötigen – plus zusätzliches Zubehör, welches den Alltag als Unternehmern erleichtern kann.

● Arbeitsmittel: PC oder Mac sollten möglichst aktuell sein. Bei der Tastatur und Maus sollte darauf geachtet werden, dass sie möglichst leise sind und der Druckpunkt angenehm ist. Eine weitere Erleichterung der Arbeit stellt ein zweiter Bildschirm dar – je nach Beruf ist dieser sogar zwingend notwendig. Sind Selbstständige auch viel außerhalb des Büros unterwegs, so gehören in der Regel auch Laptop und Tablet zur Ausstattung. Je nach Stärke des Laptops bzw. Netbooks kann dieser (mit einem oder zwei Monitoren) auch als alleiniger Rechner für das Büro und außerhalb eingesetzt werden.
● Ordnung: Um auf dem Tisch Ordnung zu halten, bieten sich Ablagen an, um wichtige Dokumente immer griffbereit zu haben. Ein Organizer mit den nötigsten Utensilien (z.B. Kugelschreiber, Büroklammern, Notizblock, Klebestreifen, Radiergummi, Bleistift etc.) ist ebenfalls ratsam.
● Zusätzliche Geräte: Je nach Beruf und Situation können Drucker, Scanner und Faxgerät benötigt werden – oft gibt es diese Geräte auch Multifunktionsgeräte. Auch ein Aktenvernichter kann je nach Umfang der Dokumente eine gute Investition sein. Wer häufig Beschriftungen benötigt, ist mit einem Etikettendrucker gut bedient. Das Gleiche gilt für Laminiergeräte, MDE-Geräte, Diktiergeräte, Kassen oder Falzmaschinen. Für den klassischen Selbstständigen sind aber meistens die reinen Arbeitsmittel das A und O der elektrischen Geräte.
● Pflanzen und Licht: Zu jedem schönen Büro gehören auch Pflanzen, die die Luft reinigen und ein wohnliches Ambiente schaffen. Pflanzen verfügen außerdem über eine schallabsorbierende Wirkung. Auch das Licht sollte angenehm sein – vor allem für die Augen. Am besten sind Tageslichtlampen für das Büro geeignet. Generell ist Tageslicht am Arbeitsplatz laut der Arbeitsstättenverordnung der Bundesregierung Pflicht.

Bildquelle: pixabay . com

Wie gut sind Sie zu vermitteln – Karriereplan Beispiele

Zwar können Sie eine ziemlich gute Vorstellung davon haben, wie Ihr Leben aussehen soll, und welche Berufe am besten geeignet sind, Ihre Ziele zu erreichen. Doch das alles in die Realität umzusetzen, ist eine ganz andere Sache. Nun benötigen Sie einen Angriffsplan – einen Plan, nach dem Sie vorgehen können. Der Zeitplan und die Schritte, die Sie dann unternehmen müssen, werden hauptsächlich von zwei Faktoren bestimmt: was getan werden muss und wie viel Zeit dafür voraussichtlich benötigt wird (und das unter dem Aspekt Ihrer anderen Verantwortlichkeiten und Ihrer finanziellen Bedürfnisse). Sie könnten vielleicht schon gut positioniert sein um einen Job in dem Beruf zu bekommen, der Ihnen zusagt oder aber, Sie müssen vorher noch etwas unternehmen. Vielleicht benötigen Sie noch einige Fortbildungen oder in bestimmten Tätigkeiten noch ein wenig mehr Erfahrung. Doch bei der strategischen Karriereplanung gibt es keinen Anzug, der allen passt, und keinen Plan der für alle gelten kann. Welchen Plan Sie auch zusammenstellen, er muss genau auf Sie abgestellt sein, das heißt, dass er nicht nur Ihren beruflichen Zielen, sondern auch Ihren persönlichen Lebenszielen entsprechen muss. In diesem Artikel finden Sie erprobte Tipps, Techniken und Strategien. Sie werden feststellen, wie gut Sie, je nach Tätigkeit, zu vermitteln sind. Ebenfalls sehr wichtig: Sie stoßen auf Lücken zwischen Ihrer bisherigen Ausbildung, Ihren Erfahrungen und Ihren Fertigkeiten, die Sie füllen müssen, bis Sie in eine neue Tätigkeit wechseln können. Vielleicht haben Sie eine Zeitlang nachgedacht oder sogar geträumt. Jetzt ist es aber an der Zeit, zur Tat zu schreiten.

Bevor Sie sich auf den Weg in eine neue Karriere machen, benötigen Sie ein bestimmtes Maß an Vermittelbarkeit. Mit Vermittelbarkeit meine ich in etwa das, was man in der Wirtschaft Vermarktbarkeit nennt. Es beschreibt im übertragenen Sinn die Anzahl der möglichen Käufer, die das kaufen möchten, was Sie anzubieten haben. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass es, gerade auf dem Arbeitsmarkt, noch viele andere Anbieter gibt. Und was genau haben Sie zu bieten? Kurz gesagt: Ihr Angebot besteht aus einer Mischung von Fertigkeiten, Eigenschaften, Erfahrungen und Empfehlungen. Ihre Marktfähigkeit ist ein Maß, das angibt, wie viel Sie von dem haben, was ein Arbeitgeber sucht. Betrachten Sie Ihre Marktfähigkeit oder Vermittelbarkeit (also Herkunft, schulische und akademische Ausbildung und Begabungen, die Sie für eine bestimmte Tätigkeit besonders geeignet erscheinen lassen) als Ihr Vermögen oder Kapital und das. was gegen Sie sprechen konnte (so lange, bis Sie es ausgeräumt haben) als Schulden.

Eine selbstständige Macht
Der Arbeitsmarkt ist eine Macht, die ihren eigenen Weg geht. Die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt ändern sich von Jahr zu Jahr und können sich auf den verschiedenen Gebieten unterscheiden, aber auch von einer Region zur anderen. Obwohl die Bedingungen von Kräften und Trends regiert werden, die man nicht kontrollieren kann, kann man sie verstehen und sich ihnen anpassen. Die folgenden Abschnitte geben Ihnen einen kurzen Überblick über einige Faktoren, die Ihre Vermittelbarkeit auf bestimmten Gebieten beeinflussen können. (Sein Sie darauf gefasst, danach werden wir einen Test durchführen!

Zeugnisse und Empfehlungen
Wenn ich von Zeugnissen und Empfehlungen spreche, dann meine ich Diplome. Lizenzen. Zertifikate, Bescheinigungen und Testate, die dokumentieren, dass Sie an Kursen, Lehrgängen oder Tests erfolgreich teilgenommen haben, oder dass Sie auf einem Arbeitsgebiet besondere Erfahrungen gesammelt haben. Auf bestimmten Gebieten haben diese Bestätigungen mehr Gewicht als auf anderen. Sie müssen beispielsweise nicht unbedingt Diplomkaufmann sein oder einen Doktortitel haben, um in Hollywood Filme zu produzieren, eine eigene Firma aufzumachen oder Trainer zu werden. Wenn Sie allerdings als Jurist arbeiten wollen, dann reicht es nicht, sich einen Armani-Anzug zu kaufen, eine Anzeige in den Gelben Seiten zu schalten und Visitenkarten drucken zu lassen und sich darauf Jurist zu nennen. Dazu brauchen Sie ein Studium an der juristischen Fakultät einer Universität, Sie müssen ein Referendariat hinter sich bringen und eine Staatsprüfung erfolgreich abschließen. Außerdem benötigen Sie noch die Zulassung für bestimmte Gerichtsbezirke. Es reicht beileibe nicht aus. im Fernsehen regelmäßig das Fernsehgericht oder Ehen vor Gericht gesehen zu haben.

Weil diese Bestätigungen die Zugangsberechtigung zu vielen Berufen und Karrieren sind, sollten Sie schon ziemlich bald wissen, welche Qualifikationen erforderlich sind um anfangen zu können. Außerdem sollten Sie die Voraussetzungen kennen, unter denen Sie in dem gewählten Beruf aufsteigen können. Hier einige Fragen, die Sie stellen sollten, wenn Sie Ihre Karriereziele erarbeiten:
✓ Sind die Anforderungen für den Abschluss in allen Bundesländern gleich?
✓ Wie lang dauert es in der Regel, bis man alle Voraussetzungen erfüllt hat?

Wenn Sie diese Informationen haben, könnten Sie entscheiden, dass die Gräben, die Sie über-springen müssten, die Sache nicht wert sind. Oder, wenn Sie weiterhin daran interessiert sind, einen Berufsweg einschlagen zu wollen, der bestimmte Voraussetzungen verlangt, müssen Sie einen realistischen Zeitplan erstellen, innerhalb dessen Sie die Voraussetzungen erfüllen.

Frühere Erfahrungen und Lehenslauf
Ihr Lebenslauf ist eine Zusammenstellung Ihrer Erfahrungen und von dem, was Sie schon erreicht haben: Er umfasst die Unternehmen, für die Sie schon gearbeitet haben, die Position, die sie bekleidet haben, die Tätigkeiten, die Sie dort ausgeübt haben und welche Erfolge Sie vorzuweisen haben. Doch selbst dann, wenn Ihre früheren Leistungen nicht so beeindruckend sind, wie Sie es gern hätten, können Sie jetzt und im kommenden halben Jahr etwas tun – vielleicht sogar an Ihrem jetzigen Arbeitsplatz – damit Sie die Fertigkeiten erwerben, die Ihnen noch fehlen, um in der Zukunft bessere Chancen bei Bewerbungen zu haben. Der Lebenslauf – also das was Sie in der Vergangenheit gemacht haben – ist heute bei einigen Anstellungen kein so entscheidender Faktor mehr, wie er es früher einmal war. Das trifft jedenfalls auf bestimmte Gebiete zu – beispielsweise auf den IT-Bereich, also die Informationstechnologie – in denen die Entwicklung so schnell voran schreitet, dass viele Arbeitgeber nicht interessiert, was Sie früher gemacht und welchen Rang Sie bekleidet haben, sondern viel mehr daran interessiert sind, was Sie heute können. Wenn man aber davon ausgeht, dass Sie über die notwendigen Fertigkeiten verfügen, dann beweist der Lebenslauf (zusammen mit den Arbeitszeugnissen), dass Sie wirklich können, was der Arbeitgeber verlangt, in dieser Hinsicht haben Sie mit einer eindrucksvollen Liste Ihrer bisherigen Leistungen natürlich einen Vorteil gegenüber Bewerbern mit weniger Erfahrung. Zusammengefasst kann man sagen, dass Sie umso besser vermittelbar sind, je mehr Ihr Lebenslauf und Ihre Zeugnisse dem potenziellen Arbeitgeber nahe legen, dass Sie dem Anforderungsprofil entsprechen.

Über die Bedeutung Von Fertigkeiten
Fertigkeiten spielen eine große Rolle, wenn es darum geht, wie gut Sie zu vermitteln sind, ganz gleich welchen Beruf Sie ausüben. Sie müssen dem Anforderungsprofil unbedingt entsprechen. Allerdings sollten Sie wissen, dass heute in den meisten Berufen Ihre Vermittelbarkeit nicht allein durch Ihre technischen Fertigkeiten bestimmt wird – wie schnell Sie ein Computerprogramm schreiben könnten oder eine Gewinn- und Verlustrechnung aufstellen können. Die weichen Fertigkeiten zählen heute mehr als je zuvor – und könnten in den Tätigkeiten, die Sie anstreben, wichtiger sein, als in Ihren bisherigen Tätigkeiten.

Haben Sie sich beispielsweise auf den IT-Bereich spezialisiert und wollen ins Beratungsgeschäft, dann müssen Sie eine Consulting-Firma (durch Erfolge) davon überzeugen, dass Sie Kommunikationsfertigkeiten, Führungsstärke und Problemlösungstechniken haben, die so hoch geschätzt werden. Sie sollten auch wissen, dass immer mehr Unternehmen sehr ausgeklügelte Tests und andere Methoden einsetzen um herauszufinden, welcher Bewerber über die erforderlichen menschlichen Qualitäten verfügt. In einem Vorstellungsgespräch wortgewaltig über das zu berichten, was Sie bisher schon alles erreicht haben, wird wahrscheinlich nicht reichen, um die erste Runde zu überstehen.

Beziehen Sie Ihre Lebensgewohnheiten in Ihre Überlegungen ein
Wenn Sie sich fragen, was Ihre Lebensgewohnheiten mit Ihrer Vermittelbarkeit zu tun haben, dann ist hier die Antwort: Mehr als Sie vielleicht annehmen werden. Wenn Ihre Berufs wünsche in eine eher glamouröse Richtung gehen – beispielsweise Film. Fernsehen, Unterhaltung oder Musik – dann werden Sie wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, sich mit den geringen anfänglichen Verdienstmöglichkeiten abzufinden, die in diesen Branchen üblich sind. Kommen Sie mit wenig Geld aus oder haben noch andere Einkommensquellen (großzügige Eltern oder Großeltern), dann sind Sie denjenigen gegenüber im Vorteil, die mit den bescheidenen Verdiensten auskommen müssen.

Das gleiche gilt für andere spezielle Bedingungen, die Sie stellen. Wenn Sie aus familiären Gründen darauf angewiesen sind, in einer bestimmten Region zu wohnen, dann haben Sie weniger Chancen als jemand, der mit wenigen Umständen schnell in eine andere Gegend umziehen kann. Andere Lebensgewohnheiten, die beeinflussen, wie leicht Sie zu vermarkten sind könnten Ihre Freizeitbeschäftigungen sein. Trainieren Sie beispielsweise für einen Marathon, so gibt es Konflikte zwischen dem wöchentlichen 20-Stunden-Training und einem Job, der Sie wöchentlich 60 oder 70 Stunden in Anspruch nimmt (für Freiberufler sind solche Arbeitszeiten keine Seltenheit).

Stehen Ihre Lebensgewohnheiten den Anforderungen eines bestimmten Berufs entgegen, dann sind Sie als Kandidat nicht automatisch ganz aus dem Rennen. Doch je mehr Leute sich um einen Job bewerben – und je mehr Druck Sie haben die Miete aufbringen zu können – einen umso flexibleren Lebensstil müssen Sie pflegen. Vielleicht sollten Sie in einer solchen Situation noch einmal über Ihre Prioritäten nachdenken und Ihre ursprünglichen Ziele dann verfolgen, wenn Sie mehr Möglichkeit dafür haben.

Passt der Anzug?
Wenn Sie alle Vorbereitungen getroffen haben und nun einen bestimmten Beruf ergreifen wollen, können Sie anhand des folgenden Tests feststellen, wie groß die Lücken zwischen den Erfordernissen des Arbeitsmarkts und Ihrem Angebot noch sind. Die Tabelle 4.1 hilft Ihnen dabei, die Pluspunkte und Minuspunkte hinsichtlich Ihrer Karriere zu sortieren und sie mit den Ansprüchen zu vergleichen, die am Arbeitsmarkt gestellt werden. Das folgende Formular können Sie auf jeden Beruf, jede Beschäftigung anwenden. Haben Sie Schwierigkeiten, an irgendeiner Stelle die Fragen zu beantworten, so ist das nicht weiter schlimm – Sie brauchen nur noch ein wenig heftiger nachzudenken.

Was der Job verlangt

Notieren Sie die Voraussetzungen (Zeugnisse, Diplome …), die erforderlich sind, um in ein bestimmtes Berufsfeld einzusteigen oder darin Karriere zu machen.

Was Sie haben oder können

Schreiben Sie auf. welche Voraussetzungen Sie schon erfüllen.

Beschreiben Sie die Erfahrungen oder die Statio­ Beschreiben Sie Ihre eigenen Erfahrungen.
nen, die entscheidende Einstellungskriterien für
den Job sind, den Sie haben möchten.
Notieren Sie mindestens vier technische Fertig­ Beurteilen Sie Ihre eigenen Fertigkeiten aus der
keiten. die Sie benötigen, um die nächste Sprosse Liste auf der linken Seite mit 1 bis 10 (10 ist die
auf Ihrer Karriereleiter zu erklimmen. beste Wertung).
Schreiben Sie mindestens fünf weiche Fertig­ Beurteilen Sie Ihre eigenen Fertigkeiten aus der
keiten auf. die Sie benötigen, wenn Sie in den Jobs, Liste auf der linken Seite mit 1 bis 10 (10 ist die
die Sie sich wünschen, erfolgreich sein wollen. beste Wertung).
Wie hoch ist der Verdienst in dem Job, den Sie Wie viel Geld brauchen Sie augenblicklich für
anstreben? Ihren Lebensunterhalt?
Was der Job verlangt Was Sie haben oder können
Wie hoch ist der durchschnittliche Verdienst in Wie viel wollen oder müssen Sie in fünf Jahren
dem Job, den Sie anstreben, nach fünf Jahren? verdienen?
Wie viel Stunden pro Woche arbeitet man in Wie viele Wochenstunden sind Sie zu arbeiten
diesem Beruf, wenn man wirklich erfolgreich bereit (oder in der Lage), um in diesem Job
sein möchte? Erfolg zu haben?
In welchen Städten Ihrer Region, im Land oder Wie leicht wäre es für Sie. in die links genannten
auf der Welt könnten Sie Ihre beruflichen Ziele Städte umzuziehen?
am besten verwirklichen?
Gibt es außergewöhnliche Anforderungen Wie leicht fällt es Ihnen, den links aufgeführten
(beispielsweise unter Stress arbeiten zu können). Anforderungen gerecht zu werden, wenn Sie an
die diese Branche von den meisten anderen die Verantwortung für außerhalb der Arbeit
unterscheiden? liegende Angelegenheiten bedenken?

Tabelle 4.1: Bewerten Sie Ihre Stärken und Schwächen

Ein Leben in Unabhängigkeit als Selbständig – Karriereplanung Beispiele

Die am schnellsten wachsende Nische unter den Möglichkeiten, die Selbstständige haben, besteht aus freien Mitarbeitern, Beratern oder Freelancern. Das sind Spezialisten, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, dass sie für verschiedene Unternehmen einzelne Projekte durchführen. Die Grenzen bei der Definition verschwimmen leicht, doch bleibe ich bei den genannten Begriffen. Freie Mitarbeiter suchen sich ihre eigene Arbeit, erledigen das Marketing für ihre Dienstleistungen und bezahlen ihre Sozialversicherung selbst. Andere wiederum arbeiten für Zeitarbeitsunternehmen. Dort sind sie fest angestellt, das Zeitarbeitsunternehmen übernimmt den vertraglich festgelegten Teil an den Sozialversicherungen, der Leiharbeiter hat seinen festen Urlaub und unterscheidet sich von fest angestellten nur dadurch, dass er an verschiedene Unternehmen verliehen wird, dort Urlaubsvertretungen macht, bei besonderen Gelegenheiten, wie beispielsweise hohem Auftragsbestand einspringt. Berater oder Projektberater arbeiten ebenso wie freie Mitarbeiter auf eigene Faust. Die Motivation, die Freie Mitarbeiter dazu bringt, diese Option zu wählen, ist sehr unter-schiedlich. Manche Freien Mitarbeiter haben bereits Kontakte zu etablierten Unternehmen, haben dort vielleicht sogar schon als fest angestellte Mitarbeiter gearbeitet und haben diesen Schritt auf Vorschlag des früheren Arbeitgebers getan. (Der braucht nun nicht mehr den Arbeitgeberanteil an den Sozialkosten zu bezahlen, den Urlaub nicht zu bezahlen, und wenn einmal der Arbeitsanfall gering ist. dann braucht der Freelancer nicht zu kommen.) Sie arbeiten weiterhin in der Firma, erhalten je doch Projektaufträge, und sind, mit Ausnahme der Abgabefristen in ihrer Arbeit keinen weiteren Instruktionen seitens fest angestellter Mitarbeiter des Unternehmens unterworfen. Deshalb nennt man sie freie Mitarbeiter. Der Vorteil dabei ist, dass Freie Mitarbeiter natürlich auch in der Wahl ihrer Aufträge frei sind, sich die am besten honorierten Aufträge aussuchen können, viel Abwechslung haben und viel Erfahrungen sammeln können. Der Nachteil: Sie müssen eben Krankenversicherung und ihre Alters vorsorge selbst bezahlen.

Schaffen Sie sich ein persönliches Mission-Statement
Damit Sie sicher sein können, dass Ihre Entscheidung, auf eigenen Füßen in die Arbeitswelt zu gehen, das Beste ist, um Ihre beruflichen und privaten Ziele zu verwirklichen, schreiben Sie ein persönliches Mission Statement – wenn Sie es nicht schon getan haben. Diese Aussage umfasst Ihre beruflichen Ziele (die Art der Arbeit, die Sie tun wollen und wo Sie letztlich arbeiten wollen). Außerdem beschreiben Sie Ihre Werte (was Ihnen in Ihrer Arbeit am wichtigsten ist). Ihr Mission Statement muss natürlich auch mit Ihren persönlichen Zielen übereinstimmen: Wie viel Geld wollen Sie verdienen, welchen Lebensstil wollen Sie führen, wie viel Zeit wollen Sie Ihrer Familie widmen, wie steht es um Ihr intellektuelles Wachstum und was wollen Sie in Ihrer Freizeit tun? Wenn Sie diese Informationen aufschreiben, dann können Sie besser entscheiden, ob Sie die beruflichen Ziele und die persönlichen Ziele durch Festanstellung oder durch Selbstständigkeit besser erreichen können. Wenn Sie weiterhin selbstständig arbeiten wollen, dann sollten Sie sich das Statement öfter vornehmen, um sicher zu sein, dass Sie immer noch auf dem richtigen Weg sind.

Wählen Sie Ihre Projekte strategisch aus
Nehmen wir einmal an. Sie könnten es sich erlauben, wählerisch zu sein, dann sollten Sie Ihre Aufträge nicht ausschließlich nach der Höhe des Honorars auswählen. Seien Sie sich der Chance bewusst, dass jedes Projekt Ihnen die Gelegenheit bietet, neue Fertigkeiten zu entwickeln oder Ihre Erfahrung zu verbreitern. Vergessen Sie nie, dass die Nachfrage für Sie als Selbstständiger direkt mit Ihrer Erfahrung und mit Ihrer Sachkenntnis verbunden ist. Je mehr Erfahrung Sie haben, umso einfacher ist es für Sie, über Ihr Netzwerk Arbeit zu bekommen – und noch wichtiger, seien Sie sehr wählerisch, was Ihre Aufträge anbelangt. Beobachteten Sie den Markt und denken Sie immer an Ihr persönliches Mission Statement, wenn Sie ein neues Projekt beginnen. So wie jedes Unternehmen darauf achtet, dass alle operativen Bereiche zur Unternehmensphilosophie beitragen, so sollten Sie darauf achten, dass all Ihre Projekte strategisch mit Ihrem persönlichen Mission Statement verbunden sind.

Beachten Sie die örtlichen Sitten und Bräuche
Auch wenn Sie, rein technisch gesehen, kein Angestellter irgend eines Unternehmens sind, für das Sie arbeiten, müssen Sie sich dennoch den Werten und Standards der Firma anpassen – umso mehr, wenn Sie innerhalb der Firma arbeiten. Achten Sie auf die Kleiderordnung und wenn Sie für das Unternehmen nach draußen gehen, dann sollten Sie sich immer gut kleiden. Halten Sie sich fern von der Büro-Diplomatie, ebenso von den Gerüchten in der Kaffeeküche. Beachten Sie besonders die Vollzeitkräfte, mit denen Sie Zusammenarbeiten, oder mit denen Sie täglich zu tun haben. (Haben Sie gegenüber bestimmten Angestellten Weisungsbefugnis, dann sollten Sie flexibel sein. Anstatt Anordnungen zu geben, sollten Sie um etwas bitten.)

Der Übergang in die Selbstständigkeit
Ob Sie gerade als Berater, als freier Mitarbeiter oder Unternehmer beginnen, es könnte zwischen einigen Wochen bis zu sechs Monaten dauern, bis Sie Ihren, ersten Auftrag erhalten oder Ihren ersten Verkauf tätigen. Aller Wahrscheinlichkeit nach, brauchen Sie deshalb eine Übergangsstrategie – einen Plan, der garantiert, dass Sie etwas zu essen haben, bis Ihr Geschäft oder ihre Praxis für das notwendige Kleingeld sorgt.
Bevor Sie Ihre Festanstellung verlassen, habe ich einige Vorschläge zu machen:
✓ Bringen Sie Ihre persönlichen Finanzen in Ordnung. Bevor Sie auf die monatliche Gehaltsüberweisung verzichten, sollten Sie unbedingt ein finanzielles Sicherheitsnetz einrichten. (Vielleicht sollten Sie die Urlaubsreise nach Bali, die Sie schon geplant haben, doch noch ein wenig verschieben.) Viele Experten empfehlen, dass Sie mindestens einen Betrag in der Höhe von sechs Monatsgehältern ansparen, bevor Sie sich selbstständig machen. Vielleicht scheint Ihnen dieser Rat ein wenig konservativ zu sein, doch die Begründung ist sehr vernünftig. Das Letzte, was Sie brauchen können, wenn Sie Ihr eigenes Geschäft aufmachen, sind persönliche Finanzschwierigkeiten.
✓ Legen Sie den Grundstein während Ihrer Festanstellung. Wenn es möglich ist, ohne einen Vertrauensbruch, ohne Ihre Integrität aufs Spiel zu setzen oder Ihre Arbeitsleistung zu beeinträchtigen, dann sollten Sie versuchen, die Grundlagen für ihre Selbstständigkeit schon zu legen, während Sie noch angestellt sind. Das könnte heißen, dass Sie eine Zeit lang an den Abenden und Wochenenden arbeiten müssen. Wenn jedoch Ihr neues Geschäft in direkter Konkurrenz zu Ihrem jetzigen Arbeitgeber steht, dann sollten Sie auf keinen Fall aggressiv Kunden werben. Stattdessen sollten Sie sich um die vielen Dinge kümmern, die die Selbstständigkeit mit sich bringt (richteten Sie Ihr Büro ein, suchen Sie, falls erforderlich, um Darlehen nach, entwickeln Sie Ihren Geschäftsplan und so weiter). Ihr Ziel sollte sein, schon im Voraus möglichst viel zu erledigen, so dass Sie nach der Geschäftseröffnung sofort durchstarten können.
✓ Brechen Sie keine Brücken hinter sich ab. Selbst wenn Sie in Ihrem augenblicklichen Job unglücklich sind, versuchen Sie auf positive Art und Weise auszuscheiden. Gehen wir davon aus, dass Sie zu Ihrer bald ehemaligen Firma nicht in direkter Konkurrenz stehen, so könnten Sie möglicherweise auch eine Vereinbarung treffen, auf Teilzeit Basis oder als Freelancer für Ihren bisherigen Arbeitgeber zu arbeiten, bis Ihr eigenes Geschäft gut eingeführt ist. Besser wäre es noch, Ihren früheren Arbeitgeber als ersten Kunden oder Klienten zu gewinnen.

Meistern Sie das Burnout-Syndrom im neuen Job – Karriereplanung für Mitarbeiter

Die Definition für Burnout ist ein psychologischer Erschöpfungszustand, der durch lange Perioden berufsbedingter Stresserscheinungen ausgelöst wird. Rein körperlich können Sie durchaus gesund sein – oder auch nicht doch haben Sie einen Punkt erreicht, an dem selbst die einfachsten Routineaufgaben für Sie eine riesige Herausforderung darstellen. Zu den häufigsten Symptomen eines Burnouts zählen:
✓ Physische Probleme: dazu gehören Appetitlosigkeit, erhöhte Anfälligkeit für Erkältungen und andere kleinere Krankheiten oder eine allgemeine lang andauernde Müdigkeit und Erschöpfung.
✓ Mentale Auswirkungen: diese sind in der Regel Schlafschwierigkeiten (Schlaflosigkeit, Alpträume), kurzfristige Vergesslichkeit (die linke Hand weiß nicht, was die rechte tut), Unfähigkeit sich zu konzentrieren oder Konzentrationsschwierigkeiten.
✓ Emotionale Auswirkungen: dies kann sich als erhöhte Reizbarkeit und Ungeduld (Kurz-schlusshandlungen) oder als ständiges Gefühl der Machtlosigkeit äußern. Dabei sind exzessive Reaktionen auf ganz triviale Probleme zu beobachten.

Der wichtigste Grund für einen Burnout ist. wie Psychologen es nennen, eine Überforderung (zu viele Aufgaben sind zu erledigen). Das bedeutet nichts anderes, als dass der Tag zu wenig Stunden hat. um den Anforderungen des Jobs zu genügen. In der heutigen Zeit sind die meisten Menschen im Arbeitsleben – Spitzenkräfte insbesondere – mit Aufgaben geradezu überschüttet. doch nicht alle Menschen sind für einen Burnout empfänglich.

Der Burnout zeigt seinen hässlichen Kopf in der Regel dann, wenn einer oder mehrere der folgenden Umstände auftreten:
✓ Man kann den Arbeitsanfall nicht mehr kontrollieren, Pläne oder Termine nicht einhalten.
✓ Unausgewogenheit zwischen beruflichen und persönlichen Verpflichtungen.
✓ Fehlendes Feedback, das es dem Betroffenen unmöglich macht, Anerkennung für seine Bemühungen zu erhalten.
✓ Konflikte mit einem Vorgesetzten oder mit Mitarbeitern.
✓ Ängste um die Sicherheit des Arbeitsplatzes oder vor möglichen Rückgriffen (finanzieller Art) wenn man einen Fehler macht.

Wenn Sie Symptome eines Burnout an sich beobachten, sollten Sie zunächst feststellen, ob dies nur vorübergehend oder langfristig der Fall ist. Sind Sie davon überzeugt, dass der Druck bald nachlassen wird, ist es die beste Strategie, den Sturm auszusitzen, ohne größere Veränderungen an Ihrem Arbeitsplatz oder an Ihrem Lebensstil vorzunehmen. Falls Sie es nicht schon getan haben, fordern Sie von Ihren Mitarbeitern, Familienmitgliedern oder Freunden mehr Hilfe. Wenn Sie allerdings überzeugt sind, dass es am Ende des Tunnels kein Licht gibt, dann benötigen Sie (ärztliche) Hilfestellung – und das sofort. Es gibt keine einfache Instant-Lösung, wenn man es mit einem Burnout zu tun hat. Ist Ihre Situation sehr ernst, dann haben Sie möglicherweise keine andere Wahl, als einen längeren Urlaub anzutreten sich physisch und mental zu erneuern und. falls notwendig, Ihre Karriereziele neu zu überdenken. Ansonsten bieten Ihnen die folgenden .Abschnitte einige konkrete Hilfen, wie Sie mit dem Burnout-Syndrom effektiver umgehen können und die langfristigen Folgen minimieren können.

Ein Stress Test
Eines ist klar, wenn Sie unter den Symptomen eines Burnout leiden: Sie haben Stress am Arbeitsplatz. Das ist eine Tatsache. Doch die spezifischen Faktoren in Ihrem Job, die den Stress verursachen, können weniger offensichtlich sein. Um besser verstehen zu können, weshalb Sie so gestresst sind, analysieren Sie einen typischen Arbeitstag und legen fest, welche Bedingungen oder Verantwortlichkeiten bei Ihnen den größten Stress erzeugen.
Zu den möglichen Faktoren zählen:
✓ Druck: Termine nicht einzuhalten, ist unverzeihlich.
✓ Überlastung: Trotz größter Anstrengung und bester Organisation ist es unmöglich, zu viele Dinge gleichzeitig im Blick zu behalten.
✓ Anspannung: Weil jeder unter Druck steht und von den Anforderungen des Jobs geradezu überwältigt wird, ist das Potenzial für Konflikte mit Mitarbeitern sehr groß.
✓ Meinungsverschiedenheiten: Man erzielt keine Einigkeit darüber, was wichtig ist und was nicht.
Nachdem Sie Ihre Liste erstellt haben, entwickeln Sie nun einige Strategien um besser zurecht zu kommen. Hier für den Anfang einige Vorschläge:
✓ Geben Sie Verantwortung ab. Wenn Ihr Problem darin liegt, dass Sie zu viel Verantwortung tragen müssen, überdenken Sie Ihre täglichen Aufgaben und suchen solche heraus, die eliminiert werden, verringert oder an andere delegiert werden können.
✓ Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie kontrollieren können. Unterscheiden Sie zwischen Faktoren in Ihrem Arbeitsalltag, die Sie selbst kontrollieren können und solchen, bei denen dies nicht der Fall ist. Setzen Sie Ihre Arbeitskraft entsprechend ein.
✓ Gehen Sie Konflikte offensiv an. Wenn Sie mit jemandem Probleme haben, setzen Sie sich mit ihm oder ihnen zusammen. Versuchen Sie. die unterschiedlichen Auffassungen herauszuarbeiten. Vielleicht sind Sie sogar ein Grund für den .Stress, den ein anderer erlebt!
✓ Achten Sie auf Prioritäten. Stellen Sie sicher, dass das, woran Sie augenblicklich arbeiten, etwas mit Ihren kurzfristigen oder langfristigen Zielen tun hat.
✓ Vermeiden Sie das Unwesentliche. Bewerten Sie Aufträge oder Anfragen danach, wie wichtig sie sind, um Ziele zu erreichen.

✓ Bewerten Sie Ihre Position. Ziehen Sie die Möglichkeit in Betracht, dass Ihre Arbeitsplatz-beschreibung, sowie sie augenblicklich strukturiert ist, möglicherweise unrealistisch ist. Wenn Ihre Firma deutlich und schnell gewachsen ist, dann kann auch Ihr Verantwortungsbereich über das hinaus gewachsen sein, was eine Person schaffen kann. Sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten und suchen Sie nach Möglichkeiten, die Position neu zu strukturieren. Vielleicht können Sie verschiedene Aufgaben delegieren oder die Ililfe Dritter in Anspruch nehmen.
✓ Setzen Sie sich messbare Ziele. Hin verbreiteter Grund für den Burnout ist die Tatsache, dass man zwischen Ihren Bemühungen und den Ergebnissen keine Verbindung herstellen kann. Selbst wenn Ihre Ziele bescheiden sind, sollten sie quantifizierbar sein.
✓ Suchen Sie Anleitung. Wenn alle vorstehenden Bemühungen ihre Situation nicht verbessern können, dann sollten Sie vielleicht mit einem professionellen Berater sprechen. Manchmal brauchen Sie eine objektive Meinung und eine neue Perspektive, um sich selbst aus dem Stress herausziehen zu können.

Bestimmen Sie Ihr Tempo
Bis zu einem gewissen Punkt (der von Menschen zu Mensch sehr unterschiedlich sein kann), ist die Anzahl der Arbeitsstunden nicht unbedingt mit Stress verbunden. Der wichtigste Punkt ist. sein Arbeitstempo selbst zu bestimmen. Wann immer Sie Vorhaben, an ihrem Schreibtisch wirklich lange zu arbeiten – mehr als 8 Stunden pro Tag – sollten Sie jede Stunde eine kleine Pause einlegen. (Wenn es denn notwendig sein sollte, können Sie einen Wecker entsprechend einstellen, der Ihnen dabei helfen kann,) Stehen Sie auf, strecken Sie sich, atmen Sie tief durch – vielleicht machen Sie einen kurzen Spaziergang. Anstatt das Mittagessen am Schreibtisch einzunehmen, gehen Sie anderswo essen – und für einige wenige Minuten entfernen Sie sich von dem. worauf Sie sich ganzen Morgen konzentriert haben. Flüchten Sie sich nicht in den Gedanken, Sie könnten es sich nicht leisten, so viel Zeit zu verschenken. Wenn Sie sich die Zeit für diese Pausen nehmen, dann konservieren Sie Ihre Energie, laden Ihre Batterien neu aut. und ermöglichen damit, dass Sie länger als gewohnt arbeiten können, ohne Ihre mentale Fitness zu verlieren.

Lassen Sie alles hinter sich
Wenn Sie Ihren Arbeitstag beendet haben, versuchen Sie sich zu entspannen und ihre Gedanken von der Arbeit zu lösen. Wenn Sie es vermeiden können, nehmen Sie keine Arbeit mit nach Hause. Und wenn Sie unbedingt über das Wochenende arbeiten müssen, dann reservieren Sie einen Tag (zumindest aber einen Teil des Tages) um sich auf etwas anderes zu konzentrieren als auf ihren Job oder Ihre Karriere. Können Sie sich jedoch nicht von den Belangen der Firma trennen, sollten Sie überlegen, ob sie nicht professionelle Anleitung oder Hilfe in Anspruch nehmen sollten.
Neun Schritte, die bei Ihren Mitarbeitern einen Burnout Verhindern
Wenn man versucht, einen Burnout zu vermeiden, dann stimmt das alte Sprichwort: Ein
Gramm Vorsorge ist so viel wert wie ein Kilogramm Therapie. Hier sind acht Möglichkeiten um Stress zu reduzieren, Anspannung zu vertreiben und den Burnout von Ihren talentierten Mitarbeitern fern zu halten:
✓ Seien Sie flexibel. Helfen Sie Ihren Mitarbeitern das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Familie auszubalancieren. Geben Sie den Menschen die Freiheit (ohne Projekt zu gefährden) damit sie sich um ihre persönlichen Dinge kümmern können.
✓ Handeln Sie präventiv. Schreiten Sie schnell ein, wenn es Dispute gibt, die aus dem Arbeitsdruck resultieren. Beseitigen Sie Schwierigkeiten sofort und fair.
✓ Helfen Sie. In Spitzenarbeitszeiten sollten Sie zusätzliche Mitarbeiter als Aushilfen einstellen.
✓ Vergessen Sie Ihr Ego. Lassen Sie durch Ihre Aktionen erkennen, dass jede Person bereit ist, anderen zu helfen.
✓ Halten Sie eine kleine Belohnung bereit. Bestellen Sie beispielsweise eine Pizza für alle, die Überstunden machen.
✓ Loben Sie Ihre Mitarbeiter. Sagen Sie Ihren Mitarbeitern, die sich besonders anstrengen, wie sehr Sie ihr Engagement schätzen.
✓ Bieten Sie Fortbildungsmöglichkeiten an. Halten Sie formelle und informelle Fortbildungen bereit, in denen die Fertigkeiten erlernt werden können, die an einem neuen Arbeitsplatz benötigt werden. Vergessen Sie darüber nicht das Stress-Management, die Kommunikation und die Konfliktlösung.
✓ Feiern Sie. Bestimmen Sie, mindestens einmal im Quartal, einen Abend, an dem Ihre Abteilung zusammenkommt, um etwas zu feiern. Laden Sie wirklich jeden ein, um sich zwanglos zu treffen und sich zu entspannen (je außergewöhnlicher oder witziger der Anlass für die Feier ist, umso besser).
✓ Geben Sie Zeit, sich zu erholen. Wenn ein großes Projekt beendet ist, dann erlauben Sie Ihren Mitarbeitern in Urlaub zu gehen oder paar Tage die Arbeit früher zu beenden.

Bitten Sie um Hilfe
Ein verbreitetes Symptom des Burnout ist das Gefühl der Einsamkeit – das Gefühl, dass Sie allein gegen die Welt kämpfen. Natürlich ist das in der Regel nicht der Fall. In Situationen, in denen sie unter hohem Druck stehen, steht Ihnen normalerweise Hilfe zur Verfügung. Doch müssen Sie selbst wissen, welche Art von Hilfe Sie brauchen und sie erbitten. Wenn Sie Teil eines Teams sind (auch und selbst dann, wenn Sie der Teamleiter sind), lassen Sie andere wissen, dass Sie Schwierigkeiten haben – ohne die Situation zu beklagen – und erbitten die Unterstützung und Hilfe der anderen Teammitglieder. Man hält sie nicht für einen Jammerlappen, so lange Sie objektiv die Herausforderungen beschreiben, denen Sie sich ausgesetzt sehen und um Hilfe bitten, damit die Situation gelöst werden kann. Sie werden überrascht sein, wie viel Kooperation Sie erhalten werden, wenn Sie bereit sind, sich anderen zu öffnen.

Achten Sie auf Ihre Gesundheit
Eine beste Möglichkeit einen Burnout zu verhindern, ist die Konzentration auf Ihr körperliches Wohlergehen. Sie kennen es schon: Essen Sie ausgewogen, sorgen Sie für viel Ruhe und Erholung und treiben sie regelmäßig Sport. Planen Sie unbedingt täglich 30 Minuten dafür ein – ein schneller Spaziergang ist großartig.

Minimieren Sie Weitere Stressfaktoren
Die physischen Folgen von Stress und Burnout addieren sich. Wenn Sie also zu Hause und am Arbeitsplatz Schwierigkeit haben, dann beschleunigen Sie den Burnout. Entscheidend ist die Hilfe durch ihre Familie. Arbeiten Sie einige Arrangements aus, die Ihnen helfen, das Gleichgewicht zwischen Arbeit und persönlichen Verpflichtungen wieder herzustellen. Wenn Sie beispielsweise mitten in einem riesigen Projekt sind, das erfordert, dass Sie bis spät in der Nacht im Büro bleiben, bitten Sie Ihre Familie zu einem Abendessen in einem Restaurant in der Nähe des Büros zu kommen, so dass Sie in der Nähe des Büros bleiben ohne zu viel Ihrer privaten Zeit opfern zu müssen. Kooperation und Kreativität können in der Regel Möglichkeiten schaffen, dass Sie sowohl für Ihre Familie und gleichzeitig auch für ihre Arbeit da sind. Wenn Sie genau wissen, dass Sie in eine Situation kommen, in der Sie hohem Druck ausgesetzt sind, beginnen Sie Ihren Tag langsam und entspannt. Stellen Sie Ihren Wecker so ein, dass Sie eine halbe Stunde früher als gewohnt aufstehen und dann beginnen Sie den Tag wie gewöhnlich – nur ein klein wenig langsamer. Auf diese Weise kommen Sie einigermaßen entspannt am Arbeitsplatz an. Unterschätzen Sie nicht, wie stressig es sein kann, Ihre mentale Situation zu schnell zu verändern. Selbst wenige Minuten Entspannung können einen bedeutenden Unterschied bei der Stressbewältigung ausmachen.