Investieren oder Spekulieren

Für viele Anleger ist es eine Glaubensfrage: Ist man Investor oder Spekulant? Wer nur schnell an einem Kurstrend mitverdienen will, wird schnell als Spekulant eingestuft. Wer seine Anlagen langfristig plant und seinem Wertpapier die nötige Zeit gibt, ist Investor, was gemeinhin als positiv angesehen wird.

Wieso manche Anleger sind erfolgreicher als die anderen

Professionelle Anleger haben zwei wesentliche Quellen für einen Erkenntnisvorteil:

1.         das Wissen über die Bewertung von Unternehmen

2.         das Erkennen von Fehlverhalten der Anleger

Wieso sich einer an der Börse immer irren soll

Was vielen Anlegern am meisten Spaß macht, ist das Kaufen und Verkaufen von Aktien. Hat man einen ordentlichen Gewinn erzielt, ist es gut für das Ego. Falls nicht, dann redet man nicht darüber. Aber das gehört auch dazu. Auch der beste Fondsmanager schafft es nicht, durchgängig Aktien mit Gewinn zu verkaufen. Manche nehmen viele kleine Verluste für einen großen Gewinn in Kauf. Erfolg und Misserfolg gehören also eng zusammen. Es wäre nur schön, wenn der Erfolg etwas größer als der Misserfolg wäre.

Sind die Rentenmärkte wirklich transparenter

Auf den Rentenmärkten besteht in dieser Hinsicht ein hohes Maß an Transparenz. Schuldner (Unternehmen, die Anleihen ausgeben) werden von Ratingagenturen bezüglich ihrer Fähigkeit eingestuft, die Schulden zurückzahlen zu können. Je mehr Zweifel die Agenturen daran haben, was zum Beispiel mit dem aktuellen Schuldenstand oder der Ertrags Situation zu tun hat, desto schlechter ist ihr Rating. Und desto höher sind die Zinsen, die diese Unternehmen zahlen müssen. Anleger können dann wählen: Will ich eine Anleihe von einem sicheren Schuldner mit geringen Zinsen oder eher eine Anleihe von einem unsicheren Schuldner mit hohen Zinsen? Auch dazwischen gibt es alles, was das Depot begehrt, und immer auch mal eine Anleihe, bei der man etwas besser abschneidet als im Durchschnitt.

Wie funktionieren die Börsen

Börsen und ihre Funktionsweise zu verstehen, ist nicht gerade einfach. Sie haben ihre eigene Logik, die für Außenstehende nicht immer leicht zu verstehen ist. In diesem Artikel werden einige wesentliche Merkmale von Börsen erläutert, die zum Verständnis beitragen sollen. Wer erfolgreich an Börsen handeln will, muss diese verstehen und für sich einsetzen können.

Der Fall Phoenix Kapitaldienst anschauen

Der Betrugsfall Phoenix Kapitaldienst gilt als zweitgrößter Finanzskandal in Deutschland (vgl. Maisch/Schnell 2005, o. V. 2005, Schnell 2005). Die Wertpapierhandelsbank betrieb über zehn Jahre lang Scheingeschäfte und prellte damit mehr als 30000 Anleger. Der Gesamtschaden soll rund 800 Millionen Euro betragen, davon mehr als 500 Millionen Euro Scheingewinne. Anleger wurden unter anderem in Ostdeutschland durch Vertriebsfirmen in den Hedgefonds

Zahlenfeuerwerk bei der Geldanlage

Je undurchsichtiger eine Anlageform ist, desto mehr Zahlen werden produziert, um reale oder erfundene Gewinne zu verdeutlichen. Dabei wird ganz klar an die Gier appelliert, und zwar so deutlich, dass der Verstand wiederum aussetzt. In aller Regel fehlt jeder Hinweis darauf, wie die Gewinne entstanden sein sollen, gegebenenfalls wird auf ein ominöses Computerprogramm verwiesen, dass das alles kann, vielleicht sind es auch die genialen Ideen des Firmengründers.

Emotionale Momente bei der Geldanlage

Eine ganz üble Masche ist die, emotional zu argumentieren und an Instinkte zu appellieren, anstatt rationale Argumente zu liefern. Dies spielt vor allem bei den Versicherungen eine Rolle. So wird gerne daran erinnert, dass man ja den Kindern etwas hinterlassen müsse, im Alter nicht auf Sozialhilfe angewiesen sein wolle und der staatlichen Rente nicht vertrauen könne. Natürlich spielt alles eine Rolle, aber gerade die zu erwartende Rente ist ein Problemfall, den auch der Verkäufer nicht durchschaut. Hier werden meist Angstszenarien konstruiert, die den gesunden Menschenverstand ausschalten.

Druck vom Verkäufer bei der Geldanlage

Finanzdinge sind meist komplex, man durchschaut sie nicht gleich. Und hätte man Zeit, dann würde man auch den einen oder anderen Haken an der Sache finden. Unseriöse Verkäufer versuchen, genau dies zu verhindern. Sie setzen ihre Opfer unter Druck, damit sie die Problemstellen nicht finden, zumindest nicht vor der Unterschrift. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Denken Sie daran: Ein gutes Angebot ist auch nächste Woche noch gut. Ist es das nicht, dann hatte es vorher schon eine faule Stelle.

Steuerargument bei der Geldanlage

Das kommt bei seriösen wie unseriösen Verkäufern vor, denn irgendwie reagiert das ganze Land allergisch auf alles, was mit Steuern zu tun hat. Insofern sagt die bloße Erwähnung von Steuervorteilen noch nicht viel aus. Nur, wenn es den Einstieg in ein Gespräch darstellt, sollten die Alarmglocken läuten.