Warum wir langfristig denken sollen

Einen Kapitalstock aufzubauen, ist keine Sache von Monaten oder wenigen Jahren. Um ein ordentliches Polster für die Rente zu schaffen, muss man eher in Jahrzehnten denken. Regelmäßige Renditen, auch geringe, stellen den Grundbaustein der Altersvorsorge dar und summieren sich im Laufe der Zeit zu einem stattlichen Vermögen. Diese Effekte zu durchschauen ist das Ziel dieses Artikels.

Inventur der Finanzen — Was habe ich zu tun

Es mag natürlich sein, dass Sie gerade erst anfangen, sich mit dem Vermögensaufbau zu beschäftigen. In den meisten Fällen dürften jedoch schon einige Bausteine vorhanden sein. Für die individuelle Planung heißt das, diese Bestände zu berücksichtigen und für eine vernünftige Verteilung des Vermögens auf unterschiedliche Komponenten zu sorgen. Wer beispielsweise schon gut über gesetzliche und private Rentenversicherungen abgesichert ist, kann höhere Risiken und damit Kurschancen eingehen als jemand, der am Anfang des Berufslebens steht und noch gar keine Grundlage geschaffen hat.

Was sind Ihre Möglichkeiten für Geldanlage

Ein weiterer Baustein ist die Frage, wie viel Geld Ihnen zur Verfügung steht. Hierbei kommt man meist zu der Erkenntnis, dass nichts so schlecht geplant ist wie die persönlichen Finanzen. Aus irgendeinem Grund haben wir Schwierigkeiten, das eigene Geld im Überblick zu behalten bzw. überhaupt erst in Erfahrung zu bringen, wie viel denn am Monatsende übrig bleibt. Es nutzt aber ziemlich wenig, längerfristig den Vermögensaufbau zu planen, wenn man nicht weiß, was reinkommt und irgendwann gebraucht wird.

Welcher Anlegertyp bin ich

ln diesem Artikel geht es um eine Bestandsaufnahme dessen, was Ihnen als Anleger an Kapital und laufenden Einnahmen zur Verfügung steht, und um die Planung Ihres Finanzbedarfs. Diese Arbeit ist Grundlage für alle weiteren Planungen: wie viel Sie anlegen, in welchen Bereichen Sie investieren sollten und wann Sie jeweils Geld entnehmen können. Dabei sind drei Planungsschritte zu durchlaufen, beginnend mit der Bestimmung Ihres Anlegertyps über Ihre eigenen Pläne und Möglichkeiten bis zur Erstellung eines Finanzinventars. Zur Unterstützung für Ihre eigenen Berechnungen finden Sie hier auch geeignete Formulare.

Grundlagen der Geldanlage

Das Vertrauen in die gesetzliche Altersversorgung haben wir längst verloren. Die Lebensversicherungen bringen nur noch mickrige Renditen von vier bis fünf Prozent. Gleichzeitig steigen die Aktienmärkte seit einigen Jahren um zweistellige Prozentsätze. Und was haben die Privatanleger davon? Wenig. Denn viele trauen sich nicht, Geld an den Kapitalmärkten anzulegen, nicht wenige werden auch schlecht beraten.