Privatkunde als Anleger werden

Was interessiert uns der kleine Mann, war lange die Devise. Das große Geld sollten Fusionen, das so genannte Investmentbanking bringen. Alle Banken der Welt, ob groß, ob klein, waren auf Globalisierungskurs und damit auf den Spuren der Wirtschaft. Die große Welt, das war ihr Feld. Der Kleine hatte (fast) keinen Platz mehr im Kerngeschäft.

Börse für Anfänger – Börsenkontroll, Regeln usw.

Aua! Der zahnlose Tiger, genannt Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe), hat schon wieder zugebissen. Um die Transparenz für die Anleger zu verbessern, sollten die Mitglieder von Geschäftsführungs und Aufsichtsorganen börsennotierter Gesellschaften künftig ihre Aktienverkäufe offen legen, so BAWe-Präsident Georg Wittich. Und fast flehend: Dies sollte auf gesetzlicher Grundlage verpflichtend- geschehen. Dem Aufruf mit dem doppelten Konjunktiv fehlt irgendwie der rechte Biss.

Suche nach den einfachen Regeln an der Börse

Seil in May and go away (Im Mai verkaufen und dann weglaufen). Jeder Aktieninteressierte wird diesen Börsenkalenderspruch kennen. Die Idee, dass es an der Börse so genannte Kalendereffekte gibt, also wiederkehrende Kursentwicklungen, die in Abhängigkeit zum Jahresverlauf, aber auch zu Monats- und Wochenrhythmen stehen, ist einfach nicht totzukriegen.

Behavioral Finance – die verhaltensorientierte Kapitalmarktforschung

Inzwischen sind nicht nur die Gesellschaftswissenschaftler, sondern auch die Bankmanager zu der Überzeugung gelangt, dass das, was gelegentlich als irrationale Abweichung einzuordnen war, letztlich das Normale und in vieler Hinsicht das wirksamere Element bei Anlageentscheidungen ist: das emotionale und irrationale Verhalten vieler Anleger.

Börse für Anfänger – Optimisten auf der Sonnenseite der Börse

Peter Lynch (Jahrgang 1944) gilt als einer der erfolgreichsten amerikanischen Fondsmanager aller Zeiten. Nach seinem Studium an der Wharton School of Finance und seinem Abschluss als Master of Business Administration (MBA) 1968 absolvierte er zunächst seinen Militärdienst und ging dann als Analyst zu Fidelity.

Finanzprodukte an der Börse im Überblick

Bisher war im Zusammenhang mit Privatanlegern hauptsächlich von Investitionen in Aktien die Rede. Die Aktie hat so was Althergebrachtes, Solides; sie flößt selbst dem Börsenneuling ein Gefühl von Sicherheit ein. Wem das auf die Dauer zu langweilig wird, für den gibt es noch eine Reihe weiterer Finanzprodukte, von denen manche sicher ausreichend Nervenkitzel bieten. Das muss jedoch nicht sein. Hat man sich erst einmal mit den verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage an der Börse vertraut gemacht, so erkennt man bald, dass hier nicht nur Zocker und Spielsüchtige um das ganz große Ding pokern. Wer Optionsscheine und Derivate lieber in das Reich der Kristallkugeln und Handlinien verbannt sehen möchte, sollte sich doch wenigstens mal ein paar Gedanken über Anleihen oder Fonds machen.

Alte und neue Finanzprodukte – Chancen und Risiken

Der Markt für Finanzprodukte ist riesig geworden. Das überrollt einen. Da kommt man nicht mehr mit. Es ist unglaublich, was es an Produkten mittlerweile gibt, und alle haben diese unverständlichen Fachbezeichnungen. Aber die Banker sagen: Das wird verlangt, es werden zur Feinsteuerung des Vermögens Produkte, auch Nischenprodukte, benötigt, und zwar in einer Differenzierung, die wir in Deutschland noch nie gehabt haben, die sogar teilweise die amerikanischen Verhältnisse übertrifft.

Optionsscheine – nur was für Zocker

Optionsscheine oder Warrants finden vor allem bei jüngeren Leuten wachsendes Interesse. Der Reiz liegt darin, dass man mit relativ geringem Einsatz sehr hohe Gewinne erzielen kann und die Verluste trotzdem auf den Wert dieses Scheines begrenzt sind. Optionsscheine sind rechtlich Wertpapiere, die an den Wertpapierbörsen gehandelt werden, und dürfen nicht verwechselt werden mit Optionen (Trade-Options), die Finanzierungsinstrumente sind und deren Handel an den Terminbörsen stattfindet. Ein Optionsschein ist ein Wertpapier, das Ihnen das Recht einräumt, eine bestimmte Zahl von Aktien oder anderen Wertpapieren zu einem festen Preis innerhalb einer bestimmten Frist (amerikanische Version) oder zu einem bestimmten Zeitpunkt (europäische Version) zu kaufen. Sie haben das Recht, aber nicht die Pflicht, von Ihrem Recht Gebrauch zu machen. Wird das Recht bis zur Fälligkeit nicht ausgeübt, erlischt es. Der Optionsschein ist dann wertlos und der Einsatz futsch.

Best-Price-Prinzip an der Börse – sparsam und effektiv

Mit dem Best-Price-Prinzip waren die Stuttgarter die Ersten, die den Anlegern einen Aktienpreis garantierten, der mindestens so günstig ist wie der Xetra-Preis. Inzwischen haben das alle nachgemacht – zum Vorteil der Anleger und um den Umsatz zu fördern. Stuttgart hat in der Vergangenheit unter anderem dafür den Titel -beste Börse Deutschlands- erhalten und möchte diese Auszeichnung auch in Zukunft behalten. Deshalb wurden Ende 2000 neue Dienstleistungen für Privatanleger angeboten. Im Zentrum der neuen Offensive steht das Intelligent Quote System. Es soll dem Anleger die exklusive, bestmögliche Ausführung seiner Wertpapieraufträge ermöglichen.